Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 25. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 25.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/5369809-5935003-5935622--1244-5370865
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

198 nossenschcft in bcr ganzm Welt angeht, ersuchen wir Sie jetzt im Namen der religiösen Sympathie, welche alle Israeliten verbindet, um Ihre Mitwirkung und geben Ihnen anheim, Ihrerseits ein Comitö zu bilden, welches mit uns in Correspondenz treten und daneben uns durch Beiträge unterstützen und mit Rath zur Seite stehen möge. Zn der Hoffnung mit baldiger Antwort beehrt zu werden ec. (gez) Francis H. Goldsmit. „N. S. Antwort zu richten an die Sir F. Goldsmit." (Adresse wie oben.) Anlage A. Schreiben des Board of DelegateS of Amerikan Zsraelites datirt New-Sjork 28. Febr. 5632—1872 an Prof. Waley, Präsidenten der Anglo-Zewish Association. Der Inhalt desselben stimmt mit Borstehendem überein und ist auS demselben zu rntnehmen. ES hebt besonders hervor, daß zur Erziehung der rumänischen Juden Geld nothwendig sei, daß Herr Peixotto, ohne seine osficielle diplomatische Stellung zu verletzen, dafür wirken könne und wolle und ganz der rechte Mann dafür sei. Anlage B. enthält das Programm der „Anglo-Iewish Association in Verbindung mit der Alliance ZSrae'it Universelle." Der „Rath" derselben besteht auS: Jacob Waley Esq. M. A., Präsident; Sir F. Goldshmid Bart. O. C. M. P., Jolian Goldshmid Esp. M. A. M. P., dem Solicitor General (Iessel) M. P., Sir David SalomonS, Bart. M. P. (Schatzmeister) Serjeant Simon M. P. — Zweck der» Gesellschaft ist wörtlich derselbe, wie der der All. Isr. Univ. sie will mit dieser zusammengehen. Es ist wohl natürlich, daß das in Berlin gebildete Eomitö nach die Verbindung mit dem englischen in die Hand nehmen wird, und das Geldsendungen aus Deutschland an ersterrS gerichtet werden sollten. Wir hoffen zuversichtlich, daß die jetzt eingehenden Spenden zu mehr als augenblicklicher Unterstützung der Geplünderten rc. ausrrichen werde. Das bis jetzt bei uns Eingelaufene werden wir nach Berlin senden und halten fernere Vermittelung unsrerseits für entbehrlich. Uebrr die von Paris empfangene Broschüre „Iso persöcvtions äs» Israölitss Hovwains. Bar nn ami de iod pays, de son penple et de la liberte“. (tradnit de 1’ Hebr), welche ohne Zweifel von unfern Correspondenten, Herrn Rabb. Taubes in Verlad, verfaßt ist, berichten wir demnächst. (Weitere Auszüge aus dem 2. Artikel von Maltzans über die Judenverfolgungen im Orient, welcher speciell über Rumänien handelt, wird die „lit. Beilage" bringen). Berichte und Correspondenzen. Deutschland. steipzig, 28. Mai 1872. (Eirculair.) — „An die verehrten Gemeinde-Vorstände. Indem wir Sie im Besitze der gedruckten Statuten des Gcmeindebundes und der Berhandlungsberichte vom constituirenden Gemeindetag schätzen, theilen wir ihnen hierdurch mit, daß sich der Ausschuß des Gemeindebundes nunmehr constituirt hat. Zum Vorsitzenden wurde der Unterzeichnete, zum Stellvertreter Herr Advokat Emil Lehman in Dresden gewählt. Da ferner Herr Rechtsanwalt Makower in Berlin außer Stande war, die auf ihn gefallene Wahl in den Ausschuß anzunehmen, so wurde in Gemäßheit des g 11 der Statuten Herr Jacob Rachod cooptirt. Um j nun unsre Verwalte ngSardeiten beginnen zu können, ersuche» wir Sie, baldmöglichst, in Gemäßheit von 88 2—4 der Statuten, den Beitrag präcisiren wollen, zu welchem Sie sich auf drei Jahre versflichten und zu diesem Zweck das beigeschlossene Formular zu benutzen. Ferner ersuchen wir Sie, daS umstehende Schrma gefälligst in recht vollständiger Weise auszufüllen, um einerseits dem Ausschuß die Anfertigung eines möglichst zuverlässigen und statistisch erschöpfenden Verzeichnisses der Buudesgemeind« zu ermöglichen, und ihn andrerseits in den Stand zu setzen, bei allen Verwaltungsangelegenheiten in directrn Verkehr mit den leitenden Persönlichkeiten Ihrer Gemeinden eintreten zu können. Bei dieser Gelegenheit theilen wir Ihnen mit, daß wir unsere Aufmerksamkeit zunächst auf die in Nr. 3 und 6 des 8 1 unserer Statuten bezeichneten Bundeszwecke hingelenkt haben. In Bezug auf Punkt 3, Einleitung von organisatorischen Maßregeln zur endgülttgen Beseitigung der Wanderbettelei, ist eS für unS von besonderer Wichtigkeit, über die fünfte und sechste Rubrik deS beiliegenden Schemas recht bald zuverlässige Angaben zu erhalten. — WaS Punkt 6 betrifft, Fürsorge für gesicherten Fortbestand des einheitlichen Rechtsverbands der Einzelgemeinden, so werden wir unS bestreben, im Sinne der Resolution deS GemelndetagrS ein Musterstatut derart vorzubereiten, daß neben der Aufrechterhaltung drr Integrität der Gemeinden, der Fried« und die Gewissensfreiheit durch angemessene Billigkeitsrücksichten gegen die Minoritäten in Bezug auf gottesdienstliche Fragm gewahrt wird. — Falls Sie unS praktisch bewährte Statute» sowohl über Gemeinde-Verfassungen wie über Armenpflegrwrsen in engeren und weiteren Verbänden zusendeu könnten, würden wir Ihnen sehr dankbar sein. Endlich legt Ihnen der Ausschuß ausiS Wärmste anS Herz, innerhalb Ihrer Gemeinde zm Förderung des segensreichen Werks nach Möglichkeit den Beitritt 'von Privatpersonen zum Gemeindebunde zu veranlassen, und zur weitesten Verbreitung und eingehenden Würdigung desselben die geeigneten Schritte zu thun. Wir bitten Sie, zu diesem Zweck beifolgend« Unterzeichnungsliste in Ihrer Gemeinde im Umlauf zu sehen und recht zahlreiche Zeichnungen zu erwirken und uns möglichst von dem Resultate :n Kenntniß zu setzen. — Der Ausschuß des deutsch-israelitischen Gemeindebundes. Moritz Äoljner". Das erwähnt« Schema enthält folgendeRubriken: 1) Name der Gemeinde: 2) Staat, Provinz (Bezirk, Kreis): 3) Zahl der Mitglieder: 4) Namen der Mitglieder des Gemeinde- Borstandes: 5) Namen und Zahl der Rabbiner und der sonstigen Eultusbean ten: 6) Bestehen in der Gemeinde private Fremden-UnterfiützuugSvereine und mit wie viel budgetmäßig verfügbaren Mitteln? Mit wie viel freiwilligen Beiträgen? 7) Namen der leitenden Persönlichkeiten an der Spitze der ad 5 erwähnten Vereine: 4) Besteht in der Gemeinde ein PensionSfond für jüdische Cultusbeamte oder deren Hinterbliebene? Und mit wie viel bundgetmäßig verfügbaren Mitteln? Es liegt dann noch folgend«? Aufruf bei: Glaubenbrüder! Zm April dieses Jahres hat sich in Leipzig ein deutsch-israelitischer Gemeindebund conftüuirt, dessen Zwecke die unmittelbarsten LebrnSintereffen der deutschen Juden berühren uni> der augenblicklich mit den Vorbereitungen zu den erfolgversprechendsten organisatorischen Maßregeln beschäftigt ist! § 2 der Statuten bestimnit: „Privatpersonen können außerordentliche Mitglied«: des Gemeindebundes werden, wenn sie sich bei dem Ausschuß .neiden und sich zur Leistung

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.