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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 7. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 7.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Targum der Propheten" von Herrn Direktor vr. Krankel Ms, welch« nächsten« in der „liter. Beilage" besprochen iKn soll. Red.) chtsaß. Der Oberpräfideut von Elsaß - Lothringen bat ^» Consistori» angefragt, ob sie die Errichtung «ine« Lal-SonfistoriumS in den annectirten Provinzen für an- -^zr halten. Die Eonsistorim zu Metz und Eolmar haben »Frage verneint, die Antwort d«S zu Straßburg ist noch k bekannt. (Bergt. Eorresp. Meisenheim in Nr. &). — t Eonsistorium zu Eolmar hat an den Oberpräsidenten die ff gerichtet, da« Gehalt der Gemeinderabbiner zu erhähen, n hat die Konsistorien zu Metz und Straßburg ersucht, sich c Bitte anzuschließen. (SR». Jsr.) u (lieber di« Organisation de« jüdischen Kultuswesens in tr-Lothringen wird jetzt öffmtllch debattirt, wir werden ifer* über die aufranchenden Ansichten eingehender be- ■gi. Red.) i GeLrrreich. E — 1 #tu de» fitdNche» Mähre». End« Januar. ifg.-Eorresp.). Endlich bin ich auch wieder auS meiner iiirgie erwacht, oder vielmehr aufgerüttelt worden. Denn ltanzen hat sich hier, im südlichen Mähr», bis auf das ttch» Znaim, das in Allem und Jedem dem Fortschritte llsit, daS in so kurzer Zeit zu. einer so ansehnlichen Grete mit Kantor und Prediger sich gestaltet und sein» m nach dem Wiener Muster einrichtet, der Jndiffermtisuleider so breit gemacht, daß auf dem religiSsen Gebiet« >« oder gar nichts geleistet wird, w»igst»S nicht- NennenS- >tt zu verzeichnen ist. Oder sollte ich eS als Zeichm des Hhrittes freudig nottren, daß in einer der größten Ge chen des Theiles von MLHrm, auS dem ich berichte, endlich te'eit einiger Zeit das „Schul-Rufen" in« Jenseit hinlftegang», nicht, ohne daß der sehr achtbare Rabbiner dies» )C sich deshalb manchen Strauß ausgeladen? 'ieroll ich Ihnen andererseits als Zeichen dev VorwärtSn>ms berichten, daß eine dieser erster» nahe gelegen« Geil e ihren Rabbiner sehr gerne weit weg sehen würde, weil chste Mann geselligen Umgang pflog mit dem Kaplan« seines hr? DaS Alles hätte mich kaum bewogen, die Spalten Ihr» fv für mich tu Anspruch zu nehmen; hätte ich nicht heute über u> Wichtiger» sprechen könnm. Unerhört», so geht » k"tund zu Mund, hat sich ereignet! Man will uns octroiej wa» wir glauben und nicht glauben, beten und nicht gü sollen! Ja! sagt ein Anderer, in Wien sollen sie so machen, wiewohl » auch da etwa« Unerhört» sein h' aber unS soll» und dürfen sie nicht zwingen! 1 Was die guten Leute so erbittert? fragen Sie. Die in >^r Zeit in Wien vorgcnommenr Cultuüreform, nach - alle» Eantorrn Wiens geboten wird, die auf die Rück« Jerusalem, auf Opferdien ft und Messtaszeit Bezug u-id» Gebetstücke auszuschließen, setzt diese Leute so in t?», als wenn » auch schon an ihr Seelmheil heran, n» Wie gesagt, die Wiener EultuSreform beschäftigt jetzt fr vrligiis« Einrichtung» noch empfänglichen Gemüther, flihier auf kühler» dort auf heißer» Blut. Und diese v^hme an dem, was in der Residenz verhandelt wird, ist r fls besser, als die Gleichgülttgkeit geg» alle religiös» Nr. ö der Wochenschrift)- über die vorausfichüiche Erfolglosigkeit der in Preßburg angeregt» Opposition geg» die Rabbinerwahl im ganzen theile, so wird » doch Ihre Leser intrresfiren, d» Protest kenn» zu lern», welch» ein »ä bo« erwählt» Comitö an d» Magistrat gerichtet hat. Ich sende Ihnen daher die „Preßb. stüdt. Ztg." vom 26. v. Mts., welche dm Protest abdruckt. Sie werden daraus ersetz», daß der Protest als wohl motivirt angesehen werden muß, daß die ganze Verwaltung der Preßburger Gemeinde höchst willkürlich oder — patriarchalisch, wenn daS besser klingt — geführt wird, und daß man, in taktvoller Weise, die Person d» zum Oberrabbiner Erwählten, wie jede Persouenftage, auS dem Spiel gelassen hat. Der Hauptinhalt d» Protest» besieht in iolgmden Sätzen: - „Löblicher Magistrat! Die ergebenst gefertigten steurrzahlenden Mitglieder der hiesig» Israeliten »Gemeinde erlaub» sich in ihrem Nam» und im Namen der sie bevollmächtigt habenden steuerzahlend«» Mitglieder dieser Eultusgemeinde, nachfolgend» Protest geg» die ungesetzlichen und regellosen Vorgänge in der Eultusgemeinde einem löbl. Magistrate zu unterbreiten, mit dem Ansuch», diesen Protest an den derzeit, obwohl ungesetzlich am» tirenden Borstand der Eultusgemeinde leiten zu wollen, auf daß unfern gerechten Anforderungen entsprochen, und endlich Gesetzlichkeit in unseren Gemeindeverband eingeiührt werde. Wir gefertigte Steuerträqer der hiesig» israelittsch» Eultusgemeinde verwahren unS vor ^lllem in unserem Nam», wie im Nani» unserer Mandanten feierlichst gegen die fort» dauernde ungesetzliche Amtirung d» Vorstand» der Eultusgemeinde, indem desien Mandat mit dem 31. Dezember I. I. erloschen ist und die Neuwahl schon längst vorher regelrecht und rechtzeittg ausgeschrieben hätte werdm soll»; wir verwahren uns, und legen Protest ein, geg» alle Geschehnisse während dieser willkürlichen Amtirung, ja wir müss-n uns sogar Vorbehalten, diese Herren, welche weder Gesetz noch Recht achten, vor der Behörde und dmi Gerichte ob dieser Geschehnisse während dieser widerrechtlich» Funktionsdauer verantantwortlich zu machen. Wir legen ferner, wie selbstverständlich, feierlichst Protest ein geg» die während dieser, allem Gesetze und Rechte Hohn sprechend«» Amtirung d» Vorstandes, in Verbindung mit einem Theile d» Repräsentantenkörpers, nicht sowohl vorgenommene Wahl, als vielmehr diktatorisch erfolgte Bestimmung ein» Oberrabbiners für die israelitische Eultusgemeinde Preßburg. Die Statuten jeder größeren Eultusgemeinde Unga»s, Oesterreichs oder d» Ausland» (?) bestimmen für die Einsetzung ein» Rabblne» die drei Diertrlmajorität der Gemeindeglieder. Warum hat die Repräsentanz der Eultusgemeinde, nachdem der Vorstand zu sein aufhört, nicht eine solche Wahl, eine öfftntliche Abstimmung ausgeschrieben, m»n nicht aus dem Grunde, weil sie an der Majorität zweifelte und mit Recht zweifelte? Wir erkläre» daher die Wahl d» Oberrabbine» für dle Eultusgemeinde Preßburg als null und nichttg und werd» für die diesem Her» etwa ausbezahlten Gelder vor dem Gesetze Rechenschaft verlang». Wir leg» fe»er Protest ein gegen die regellose Wirth» schüft im Innern unserer Gemeind«, indem .rr 10 Jahr», von einer zu diesem Behuf« bestellt» Commission ein Gemeindet«ü|L A. Ms» der ungarische» chrenz«, ^resp). Obwohl ich Ihre Anflcht (i 2. Februar, der jüngst» statut auf Basis der Statut» der größt» Gemeind» des Inuvd Ausland» ausgearbettet And dm jeweilig» Bar- -L ZZSL

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