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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 5. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 5.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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-_1 Wir iMgq»j8 wtartxJi *»$ beschriebe», «ai lik lbtf> ftokkr nächste» *rWt fei» «oft. um hin nicht be,1dsb. : U. Frankl schließt stme M» wir ojwi. . der Begründung de» Institute» s« ngrkvmmru fei, auch feruer- . newui» nicht für Me, die au un»Mlückz Zn unbegreiflicher Gleichgiltigkeit antwortete nicht Eine dies * Gemeinden — wir schrieben nahezu au 1000; vielleicht ew» Besorgniß - wir halten vorerst nur den wissenschaftlich fiat stischen Zweck hervorgrhoben — daß ihnen irgend ein, wir oft&ttn freilich nicht welcher, Nachtheil daran» erwachsen könnte. Vielleicht auch mochte manche Gemeinde von der Scheu, beherrscht sein, überhaupt eine Zählung vorzunehmen, da sich, seitdem König David, freilich um sich mit der großen Zahl seine» Volke» eitel rühmen zu können, die Zählung bei! Volke» vornahm und über solchen Frevel die Pest yereinbrach, vielfach, -nnteN den der strengeren Observanz anhängenden Juten noch hentzutage die Furcht vor einer Häupterzählung erhalten hat. Wir richteten eine zweite, endlich eine dritte Cunende, in welcher wir unsere Absicht, rin wohlthittge» Institut für Blind« zu gründen, direct auSsprachen, an die Gemeinden und legten wieder Blanquette bei und baten, uns dieselben jedenfalls, wmn auch unausgefüKt, zurückzusenden, wa» uns ein - Zeichen sein würde, daß die betreffende Gemeind« so glücklich ist, keinen Blinden in ihrer Mitte zu haben. Endlich gelangten wir in den Besitz der Antworter von doch nur 215 Gemeinden. Da» stattstische Ergebniß derselben ist folgendes: da» ZHitnt männliche weibliche Blind« Böhmen zählt in 52 Gem. 27 45 zusam. 72 Mähren „ 46 tt 30 20 „ 50 Ungarn ft „ 84 it 57 57 „ 114 Galizien ,> „ 24 tt 93 67 „ 160 Oesterreich tt „ 4 tt 5 3 „ » Steiermark tt .. 1 tt — — tt Schlesien tt .. 3 tt — 2 2 Siebenbürgen tt .. 1 „ — — „ — 215 Gem. 212 194 zusam. 406 Noch ist unser Institut nicht eröffnet, wiewohl unter Dach gebracht, und bereits haben sich 20 Blinde zur Aufnahme gemeldet; selbst ein Knabe aus St. Petersburg kam, von seinem Vater begleitet, um in demselben ausgenommen zu werden. Zwei Mädchen und ein Knabe, alle drei nach Wien zuständig, find vom Curatorium des Institutes bereit» in volle Versorgung genommen und vorläufig, während sie in dem trefflich vom Direktor Herrn Paplaset geleiteten k. k. Blinden-Institute am Unterrichte theilnehmen dürfen, in einer achtbarer Familie mttergebracht. Unser Bltnden-Znitttut wird, so dürfen wir zum Tröste von Eltern, die so unglücklich find, blinde Kinder zu besitzen, und zum körperlichen und geistigen Heile, der Letzteren sagen, mtt dem Schuljahre 1872/73 eröffnet werden, we sie von trefflichen, noch zu acquirirenden Lehrern gebildet, von einem au» dm angesehensten und vertrauenswürdigsten männlichen und weiblichen Mitgliedern der Gemeinde zusammmg:sehten Curatorium werdm überwacht werden. Ei» Bericht in der „Ung. jüd. Wochenschrift" erzühlt ausführlich über Verhandlungen, die eium Protest gegm die so schleunig getroffme Wahl herbeifübren sollten. Indessen geht au» dem Berichte ziemlich deutlich hervor, daß e» über einige mergische Declauuttioi^n und höchstm» Protestationen einer winzigen Minorität nicht hinauskommen wird. Sehr formlos, und mehr al» da», scheint es bei der Wahl allerdings hergegangen zu fein. Vermischte und neueste Nachrichten. Aerli». Dieser Tage hat sich hier auS hervorragenden Gelehrten und BanquierS ein Comitö zur Abhülfe des furchtbaren Nothstande» unter den Juden Persien» gebildet. Eines der Comitömitglieder hat allein am Frettag bloß bei einzelnen reichm Gemeindemitgliedern die enorme (!) Summe von 1200 Thlr. gesammelt und ist von der vereinten Thättgkttt des ganzen Comibis mindestens eine Verdoppelung dieser Summe zu erwarten. Die Besorgniffe wegen richttger Bettheilung deS Geldes an Ort und Stelle sind dadurch vollständig beseittgt, daß der edle Baronet Montefiore in London dieselbe übernommen hat. (Bolksztg.) — Unter den fiuspicien de» brittschm Naturforschervereint ist vor einigen Tagen eine aus sechs Personen — darunter Dr. Ginsburg — bestehende Expeditton von London nach Moab in Palästina abgegangm, um eine Bermeffung dieses Lande» vorzunehmen, sowie dessen Naturgeschichte und Alter - thümer zu erforschm. Zn Jerusalem wird sich der Expeditto» der deutsche Geistliche F. Klein, bekanntlich der ursprüngliche Entdecker de» moabitischm Steines, anschließen. (Staatsanz.) L Aresk»», 19. Ianr. (Orig.-Correfp.) Herr Professor Dr. Gräh will im Laufe des nächsten Monat» die läng! beabsichttgte Reise nach Palästina, welche zu verschiedrnm malen früher durch unvorhergesehene widrige Berhältnisse, Krieg und Cholera, vereitett worden ist, antteten. Derselbe hofft, wie « r auch in der Vorrede zum 11. Bande seiner Geschichte ausgesprochen hat, durch eigene Anschauung des Schauplatzes bin Begebenheiten in den Stand gesetzt zu werden, die noch fehlenden, die Urgeschichte Israels bis zur Mackabäerepoche behandelnden Bände seine» Werkes, bester bearbeiten zu können. Wir hoffen die» und daß seine Reise überhaupt reichen Ertrag bringen werde, mit ihm und begleiten ihn mit den besten Wünschen. Zwei „Laien", die Herren L. au» B. und P., wollen sich dem Herrn Professor auf seiner Reise anschließen; religiöse Sehnsucht, da» heilige Land zu sehen, leitet auch diese. St»ttg«rt, 18. Januar. (Orig. - Corresp). Zn 1«r jüngsten Nr. d»S „Correspondrnzblatte» für Gelehrten- und Realschulwesen in Würtemberg" findet sich eine amtlich« Zusammenstellung über den gegenwärttgm Stand der Schülerzahl an den würtembergischen Realschulen. Nach Confessioven

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