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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 5. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 5.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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i zolle unS NtjfUXJT Lttchte gewähre, wie dem der - -rguu^lonsesfionen, bann fühllen auch sie sich geborgener. Jeder Einsichtsvolle muß zugebeto daß hierin, wenn auch die »e der schaffen. Man sieht hier«», mit »elcher AruWfbMliffe» ist, selbst in solchen Pmnkttrr,' «ch HWrfntß sie zwingen, den «ewohnheit« M st, Jh wenigfl ReuerdingS nun hat ganz besonders da- RecrntirnADD» gesetz wieder frische« Oel in s Feuer gegossen. Daß die Reichs, regierung dem an daS leichte Käppi gewöhnten Elsässer jetzt schon die schwere Pickelhaube auiS Haupt setzen will, daS ko«M^ demselben nicht nur preußssch, sondern sogar spanisch vor. Herr Vron sagte mir, er halte eS für einen großen politischen Fehler, daß die Reichsregierung jetzt schon dieses Gesetz in Anwendung bringen wolle. Denn abgesehen von der hierdurch bewirkten Auswanderungslust, werde durch diese- Gesetz neuer Stoff unter die Masse geworfen, und die auf der Oberfläche der Bolksstimmung wenigstens durch die Gewöhnung allmälig emgetretene Ruhe werde nun von Grund auS wieder unterwühlt. Ich hatte mannigfache Gelegenheit, besonderauch unter Glaubensgenossen (und es ist hiebei nicht außer Acht zu lassen, daß dieselben durch ihre GeschästSbeziehungen namentlich auf die Landbevölkerung einen überwiegenden Einfluß ausüben) diese Befürchtungen befiättgend« Wahrnehmungen zu machen. Nach neuesten Nachrichten scheint die Regierung den Mißgriff «ingrsehen und in Folge dessen mildernde AuSführungSbestimmuvgen getroffen zu haben.—) Im Großen und Ganzen aber, sagte mir Herr Aron, wiisse er der deutschen Regierung die Gerechtigkeit widerfahren lassen daß sie mit großer Weisheit und einsichtsvoller Behütsamktt 'u Werke gehe und daß sie, sowie den Reichslanden fm Allgtii 'einen, f° auch unsern Glaubensgenossen daselbst im Speziellen mit großem Wohlwollen entgegenkomme und stets bestrebt sei gerechsserttgte Wünsche und Forderung« zu berücksichtig«/ Als es sich darum handelte, Aufsichtsbehörden für die Dolkssch ,,{en in Elsaß-Lothringen zn schaffen, da wurden »en Berlin aus z uerf* confesstonelle. jedoch nur katholische und protestantische, Sch ulinspectoren ernannt. Herr Aron beschwerte sich sofort beim bau!aI'9*n Ewiloerwaltung, Herrn v. Kühlwetter, über b. Außerachtlassung der jüd. Confesflon, und als jener entgegn«. *' "Ur bie fieri"9t Änj0^ *** jüdischen öffentlichen Schulen bab. *ntm Schuliuspector abfehrn lassen da wies A ®ron auf bie anMnIi<$' *»rtl m. 6**. h, Tst'STüSa'S* hm 's. Nr. 52 d vor ' H"r v. «uhlwetter versprach darauf hi» »bhülfe und Ä ' brfannt' b°6 fritbem' an^att sä* . tä»8i8rn8«,(atoi6 dm — Wc.nlW.riu» i„ „J M-!m" Äw‘ £ SÄ -HÜ »»- 06 *) ©fr glauben, »eit mehr ali «> «ir bttneiftin bin, S-ch- (**.) * b-« fragt t «rchau. . durchaus keine rhältniffen unserer Glaubensgenossen in irgend ein« Aenderung zu deren Uni nommen werde, so wirde« hoffentlich dem gerechten, milden und versöhnlichen Geiste der Reichsregierung auch bald gelingen, das noch herrschend« Mißttauen zu beseitigen und Haß in Liebe umzuwandeln. Ganz sicher würde sich die« in kürzerer Zeit erreichen lassen, wenn die Reichsregierung den letzten Grund zu Besorgnissen dadurch heben würde, daß sie allen jüdischen Bürgern mit derselben Loyalität entgegen käme. Schließlich, da ich denn doch einmal im Schreiben bin, will ich es bei dieser Gelegenheit nicht unterlassen, bei unsmr Glaubensgenossen ein Wort für Herrn Lasker zu sprechen. Es ist schon mehrfach in jüdischen Blättern bedauernd darauf hingewiesen worden, daß LaSker dem Veteranen Kosch ganz allein di« Last und die Ehre der Vertretung jüdischer Angelegenheiten überlasse. Bielen drängte sich hierdurch die Bermuthung auf, daß jenem das LooS seiner Glaubensgenossen nicht sehr am Herzen liege. Daß dem nicht so, möge auS ' Folgendem erhellen. Als LaSkrr voriges Jahr Süddeusschland und Elsaß bereiste, da besuchte er in Sttaßburg auch Herrn Aron. Er erkundigte sich auf» eingehendste danach, ob die Iudm keinen Grund zu Klagen hätten; im bejahenden Falle möge man ihn davon benachrichttgen und er werde sich dann bemühen, Abhülfe zu schaffen. Besonderersucht er auch Herrn Aron, ihm gelehrte Glaubensgenossen aus Elsaß-Lothringen namhaft zu machen, welche geeignet wären, auf irgend eine Professur ar der neu zu errichtenden Universität Sttaßburg Anspruch zu erheben; er wolle dann seinen ganzen Einfluß an maßgebender Stelle anfbieten^ damit auch nach dieser Seitt hin unsere Glaubensgenossen Berücksichtigung fänden. Hoffentlich * wird Herr Lasker seinen Einfluß und sein Talent, welche er so willig den elsässischen Iudm zur Verfügung stellt, seinen preußischen Glaubensgenossen bei bald sich darbietender Gelegenheft nicht versagen. Oesterreich. Me», 24. Januar. (Orig.-Corresp.). Zur Blinden- Statistik im österreichisch-ungarischen Kaiserstaate bezüglich der Juden, veröffenllicht Herr L. A. Frankl in der „N. fr. Pr." einige Notizen, die für manchen Leser Ihres Blattes von Interesse sein dürsten. Wir geben dieselben im Auszuge. Als wtt daran gingen, — schreibt derselbe — ein neue« Blinden-Jnstitut in Wien, daS, weil daS k. k. Blinden-Institut statutengemäß sie nicht im Haufe zur Erziehung aufnimmt, zunächst für jüdische Glaubensgenossen bestimmt werden solltt, anzuregen und zu begründen, gab eS in Oesterreich noch kein« statistische Uebersicht der Blinden. Wir weiideten un» an zwei aufeinanderfolgend« Minister deS Innern mit der schriftlichen Bitte, eine Zählung der Blinden zu veranlassen. Unser« Bitte * n*r Zusage ohne Erfolg. Ob unsere Anregung 1 Wie»,

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