Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 42 (18.10.1871)
- Date
- 1871-10-18
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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336 Dresden, 12. Oktober. (Orig. < Corresp.) Zur Beglück- »ünschuag de« Herrn Ober-Rabbiner Director vr. Krankel hat der hiesige Gemeinde-Borstand den greif« und würdige» Ober-Rrbbiner Hrn. vr. W. Landau mit Ueberretchung folgender Sdreffe beauftragt: Ei. Hochwürden, Herrn vr. Zacharia« Frankel, Direktor de« jüdisch-theologischen Seminar« zu BreSlau, ihrem früheren Ober-Rrbbiaer, dem unvergeffenen Mitbegründer ihrer Synagoge, widmet in dankbarer Anerkennung seiner großen Verdienste um die Wif enfchast de« Judenthum« und um die innere und Süßere Hebung feiner Bekenner, zum 70. Geburtstage, den 8. Oktober 1871, »m Freudenfest der Thora 5632, die innigsten Segenswünsche für ein langdauernde«, freudenreiche« und wohlverdiente« Eretsmalter Die israelitische Religion«-Gemeinde zu DreSde«. vr. W. Land«, Ober-Rabbiner Iaeo» Meier. Joseph Bondi. >dr. E»tl Lehman». Oimo» Lest. Anton Waller«et». Bern«. Sutman». SantUUsrach vr. Hirsch«!. Gal. MatterSdorff. Dü Adreffe ist ein Prachtstück künstlerischer Ausstattung.*) Magdeburg, 11. Oktober. (Orig.-Eorrefp.) Folgende Adresse ist von hier au« an Herrn Direktor Frankel abgegangen: Hochwürdigster Herr Oberrabbiner! Hochzuverehrender Herr Seminar-Direktor! Dn Jubeltag, an welchem Sie von der Höh« eine« thatm« reichen, uanj und gar im Dienste der Wissenschaft unserer heili« .gm Religion stehendm 8ebm« auf eine so au-gedehnte und erfolgreiche, die Hebung und Verherrlichung de« Judmthum« he« zweckende, rastlose Wirksamkeit mit Befriedigung zurückschaum können, — der Tag, der um Sie, wie um eine Säule de» Zudenthnm«, die Männer der jüdischm Wiffmschast, zahlreich« Verehrer und Jünger, versammelt sieht, veranlaßt auch un«, die Bert -eter der hiefigm Gemeinde, in tiefer Verehrung unsere Glückwünsche Jhnm, hochgeehrtester Herr, darzubringm. Ihr: Derdimste um die Wiffmschast de- Judmthum« zu würdigm, steht un« nicht zu; wohl aber find wir un« de» Segm» gewußt, dm die Anstalt, die unter Ihrer weism Leitung zu einer so herrlichen gediehm ist, über eine große Anzahl jüdischer Gemeinden auSgestrmt hat, und mit Stolz hebm wir rt besonders hervor, daß die,Magdeburger Gemeinde e« gewesm, die dm erst« au« dieser Anstalt hervorgegangenm Rabbinm an ihre Spitz« berufm, und derm segensreicher Wirksamkeit theilhastig gewordm. — Wir fühlm un« hierdurch Jhnm und der von Jhnm gelritetm Anstalt doppelt verbundm und sind hoch erfrmt, Jhnm, hochwürdiger Herr, durch dm Mund unsere» Herm Rabbiner« die tnnigstm Glückwünsche unserer Gemeinde für Ihr fernere« Wohlergehm und Ihre gottgrsegnete Wirksamkeit auSI rstckm zu können. — Wir verharrm in Hochachtung und Verehrung Magdeburg, 3"*nn mmrmar Der Vorstand der Eyungogen-Gemeinde. I. Falkmbnrg. Simon Lev». >. Snthman«. M. -lieh. Lont« Moosbach. Diee Sdreffe ist von um so größerer Bedmtung, al« bekanntlich Jahrzehnte hindurch hier ein ganz anderer thmlogischer Geist, al» der de« Seminar« gewaltet hat. Wir habm nicht die Absicht, unfern auf sehr vielm Gebiet« verdimstvollm früher« Rabbiner, Herm vr. Philippso«, irgendwie zu nah« *) Za§ schön« und innig« «««dicht, wclchcs das Mitglied dt« Dresdener Borstande«, Herr Ndvocai -mit kehman», Herrn Director Frankel zagesaudt her, habe» wir »ns erlaubt, an der Spitz« ans««» Blatte« abzndnutea. (Rw.) ' zu tretm, wir erkenn« gem an, daß er in seiner Seffe bestrebt gewefm ist, dm religiöfm Geist bei un« zu fördem, aber offenbar hat di« Gemeinde wenig Geschmack gesund« an einer Theologie, die da« speeifisch-jüdffche und konservative Element vernachläßigte. Sonst wäre e« kaum erklärlich, daß der Vorstand unserer Gemeinde so lebhaft und ftmdig sein« Dank dem Jubilar abgestattet hatte. Sesterreich. Wim, 14. Oktober. (Orig.-Eorresp.) Der hiesige Gemeinde- Vorstand hat Herrn Director Frankel mit einer Adreffe zu feinem stebztgstm GebuttStage beglückwünscht und Herm Ludwig August Frankl, dm mit dem Lorbeer de« Dichter« geschmückt« RammSvetter de« Jubilar«, mit der Ueberretchung derselben beauftragt. Sie lautet wie folgt: Sr. Wohlgeborm, Herm Zacharia» Frankel, vr. der Phtlof., Rabbiner, Direktor de« jüd.-theolog. Seminar« in BreSlau. Sie begeh« heute zur Krmde Ihrer unzählig« Verehrer und Krmnde Aren siebzigstm Gebuttttag. Wm» e« schon et» seltme« Glück de« Lebm« ist, bet ungeschwächter geistiger Kraft, bet frischer Gesundheit, wie sie Jhnm zu Theil sind, ein hohe» Ziel der Jahre zu erreich«, so ist Jhnm eine »och höhere Gunst de« Dasein« gewordm. Jhnm war et, hochgeehrter Herr! gegönnt, Ihrem Lebm dm kostbarsten Inhalt zu gewinn«, indem St« «nunterbrochm im edelstm Dimste, dem de« Geiste» und der Wiffmschast, gestandm sind, und, wa« noch höher gilt, al« Meister der Schrift und al« Lehrer neue Bahn« und Zielpunkte der Forschung augewiesm, noch da überrafchmde Deutung« und Erklärung« gegebm haben, wo brdmtmd« Forscher und Lehrer de« Judentham» wie vor Räthfeln innehieltm. Und doch ist die« nicht der ganze, volle Ruhm Ihre« Lebm«. Al« e« noch galt, die polittschm Rechte unserer Glauben«- gmoffm zur Anerkennung zu bringm und die Würde de« Judenthum» und feiner Bekmner vor dm Gesetzgebem zu vettretm, da habm Sie mit dem Fretmuth eine« unerschrockenen Geiste«, mit der Ueberzmgung«ttme eine« glaubmSbmigm Charakter» gewirtt und unsere Sache zum Siege mitgefühtt. Wmn wir die« Ihr nach so vielm Richtung« hin segen«- reiche« Schaff« und Wirk« bettachten, fühlm wir un« auf da« Lebhafteste gedrängt, Jhnm, hochgeehtter Herr! an Ihrem hmttgm Frmdmfeste, im Ramm der Gemeinde, die wtt zu verttetm die Ehre habm, wie in unser« eigmm, die wärmstm, herzlichstm Glückwünsche au«zusprechm. Wir kommm dieser schön« Pflicht um so ftmdiger nach, al« wtt stolz darauf sind, daß e» ein Sohn unsere« Vaterland«» ist, dem für so reiche, in der Geschichte unsere« Volke« und seiner Wiffmschast unvergängliche Thatm, längst volle Anerkmaung gewordm ist und nun die dankbarstm Huldigung« dargckracht werdm. Wolle der Herr! gnadmreich Jhnm eine »och lang« Reihe ftischgesunder Jahr« zu geisttgem Wttkm gewähr«, zum Glücke Ihrer geehttm Familie, zur Frmde Ihrer zahlreichm Frmnde und Bewunderer, zum Stolze de« Judenthum«! Wien, im Ottober 1871. Der vprstautz der i»r«ltttsche« «ultuSoGemetude. s. ». Kintgswarrer, Präses, vr. Ignaz Knranda, Präses^« Iverlr. Anton Bing. M. Pollack. E M. vlach. Htrschlrr. vr. Maxtwtlia« Engel. M. «ntman». ». Frankl. «.,. Epstein, vr. Kompert. EnstanEimo«. Adolf Rmstadt. Polak. L. A. Frankl, Becrer-tr. Hierzu eine Beilage.