Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 41 (11.10.1871)
- Date
- 1871-10-11
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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888 ««hl «s der Seit P» sei». Schritte z» thun. E» verdient wohl »och erwähnt z» «erde», daß daural« fast all« Gemeind«, de«» da« Circular übersendet »ord«, unterzeichnet hatte», darunter auch einige, von der« Vorständen wir es, an« leicht zu errathm» den Gründen, kaum erwartet hattm! Red.) Berichte und Correspondenzen. Deutschland. Stetti», 8. Oktober. Nr. 30/40 de« »JSraelit' enthält wieder einmal ein« Artikel, der sich mit der Wochenschrift überhaupt, mit dem Neujahr-artikel (Nr. 38) insbesondere bebeschästigt und nebenher auch meiner Person Erwähnung thut. So unempfiudlich ich gegen die dort gespendet« Complünmte bin, so wmig reizt mich der Tadel, ich wurde dm Artikel nicht besprechen, wenn er nicht von Stettin datirt wäre, ttntr:: den Ortsangaben Hamburg u. s. w. habe ich Vergleich« im „Israelit" schon oft, schon nach dem Erschein« der Probmummer diese« Blatte«, gelesm; daS mochte d«m sein. Heute liegt die «'Sache ander«. Ich kann positiv versichem, daß außer meinem Tauschexemplar kein Exemplar de» ,3»raelit* nach Stetttn gelangt, daß hier niemand ist, der daran dmkt, der Redaktton desselben eine Correspondenz zu übersend«. Herr 0r Lehmann hat vergess«, daß »wer lüg« will, seine Zeug« nicht in der Rät« de« zu Belügmd« fingiren darf." Der Artikel ist also gefälscht. Warum aber hat er ihn von Stetttn an» datirt? Offenbar um sei» Publikum glaub« zu mach«, daß e« hier Person« gebe, welche in der Art, wie er selbst oder sei» Falsifikat or eS gethau hat, über mich schreib«. E« ist Gottlob kein Einziger j hier» der mit solcher — auch versüßter — Geriugschä-unz von , mir spricht oder gar schreibt. E« giebt in Stettin Männer, die! «ich für zu orthodox hattm, aber kein« Einzig«, der «ich bei j dem „J«raeltt" denuozirt, oder überhaupt von dem Treib« und! Schreib« de« Her« vr. Lehmann Nottz nimmt. Ich überlaste | jedem, da« llrtheil hiernach zu fäll«. — Im vor. Jahre brachte d« „Jlr." eine Correfpondeqz ,,au« Stetttn," die alleifall» daher stamm« konnte, daß eia Weioreismder Her« vr. 8. >ttoa« j von hier erzähtt Hab« mochte. Ich habe damal» dem Blatte s ein« Berichtigung verdächttgeuder Amßerungm übersendet.!vie«- , mal ist »icht« za berichtige», «» ist nicht« Faktische« in dem! Artikel enthalten. Woher auch? — Stetti», 28. Eept. Der Dorstaud der hiesig« Gemeinde hat ei» Cirackar an die Gemeind« der Provinz gerichtet, um dirsilbm zu« Beitritt zu« Gemetndebnude aufzufoidern. Rach der Einleitung «ad d« Aufzählung d« Zwecke de« Bimde« heißt e«: „Da« Segensreiche, sowie die Nothwmdigkett jede« einzeln« dies« Zwecke ist nicht erst za beleuchten, dmn jed« spricht für > sich selbst! Die einzelne Gemeinde kau» sie nicht erring«; aber wo die Kraft der einzeln« erlahmte, wo dm Borstellungm einer einzeln» Gemeinde kein Gehör wurde, wo die Mittel der einzeln« nicht auSreichta, um eine Sach« zu Ende zu führ« — da wird eb» der Gemeindebund an ihre Stell« trete», und seiner ver» eint« Kraft, hinter sich die Stimm« von Tausenden, -we ei« Gleiche« fordern, ausgerüstet mit reichlich« Mittel«, und auch in sich fchiießmd die geistig« Kräfte nicht einer Gemeinde, sondern ganz Deutschland« — wird e« gelinge», da« zu erreich«, wa« wir alle ersehn«, er wird Uebelstände beseitig«, die noch in unser« Gemeind« herrsch«, und tm» da« schaffen, wa« wir »och entbehr«. Wir Hab« es übernommen, wie e« einzelne größere Gemeind» in andem Provinz« gethau — auch in unserer Prrviuz, so wie überhaupt für d« Beitritt vieler.Gmwitzd« z» wirk«, u»d hoff«, daß St» unser Schreib« daz» veranlaff« wird." , 8i» Resnllat läßt sich heute natürlich »och nicht «itthetl«. >lto»a, 13. September. H«te fand in der Synagoge der hiesig« portuglefisch-iöraelttischm Gemeinde die Sämlarfeirr der Gründung derselben durch ein« feierlich« Akt statt, welcher um 5 V* Uhr eröffnet wurde. Obgleich die Gemeinde selbst nur au« wenig« Familien besteht, hattm sich doch der« Glaub««» und Stammesbrüder von der hochdeuttch-ISraelittsch« Gemeinde, der Oberrabbiner Gttlinger an der Spitze, sowie die Mttglieder der portugiesisch »iSraelittschm Gemeinde in Hamburg eingefund«, so daß da« mit Blum« und Guirlanden derorirte GotteShau« bi« auf den letzt« Platz besetzt war. Auch da« Franm-Gmpor war stark besucht. Der greife Vorsänger der Gemeinde, Herr Mose« Piza, hielt die Festrede. Dem Oberrabbiner Jacob Gttlinger wurde die Ehre zu Theil, bei der Herausnahme der kostbar geschinücktm Gesetzrollm die Thür« de« Sllerheiligstm zu öffnm. Ein« ganz besonder« Eindruck macht« die von dem Ehor der iSraelittschm Tempel-Gemeinde in Hamburg unter Leitung de« Her« Eschwege vorgetragmm Chorgesänge, zum Theil malte, der portugiesischen Gemeinde eigme Weis«,, reich an wunderschön« Melodien. Hierauf folgte da« Seelengedächtniß für die Gründer und Gründerinnen der Synagoge, wrlcheam ü.Sept. 1771 eingeweiht wmde, und ein Chorgesang bildete dm Schluß s der gerade durch ihre Einfachheit so erhebmdm Feier, («ef.) Kassel, 13. September. (Orig.»Corresp.) Herr Landrabbiner ' Dr. Adler erhielt folgende« Schreib«, welche« er un« gefälligst ' mittheilt: l Geueral-Commando de« XL Armee-Corp». I Cw. Hochwürdm erwidere ich auf da« gefällige Schreib« | vom 15. d M. ganz ergebmst, daß in Folge der geehttm Zu»; „ schrist .vom 5. d. M. die Truppen-Commando« de« diesseittgm Armee-Corp« bereit« darauf aufmerksam gemacht Word« find, i Urlaubsgesuche von Soldat« iSraelittscher Eonfesfion gemäß der Königlich« Verordnung über dm Garnisondimft vom 6. Juni 1870 so wett al« möglich zu berücksichtigen. Eine« besonder« AittrageS Eurer Hochwürden iu ähnlich« Fäll« bedarf e« fett Emaairung qu. Allerhöchster Verfügung ferner nicht. Der kommaudirende General, gq. v. Bose. (Mehrere Herr« Collegm habm der Redaktion von dem Erfolge ihrer Lerwmduag für die bet dm heimisch« oder die noch iu Frankreich stehend« Trupp« befindlich« JSraelttm Mittheil uag gemacht, so Herr vr. Krouer in Münster, Dr. Wallersteiu tu Danzig ». a. m. ES ist wohl eiulmchtmd, warum wir vorstehende» Schreib« abdruckm. Der Red. hat hier schon auf Neujahr kein« Schritt für nöthig gehatt«) StOfletwrf, 20. October. (Orig.-Cor.) Die Pockenepidemie, die im verfloffmm Sommer , hier grasfirte, hatte auch mehrer» jüd. Famili« die Ernährer «triff« und Kinder z» Waffm gemacht. Ja Folge deffm hatte der hiesige Rabbiner die Gründung eine« jüd. Waisenhause« hierort« iu Amegung gebracht und iu sei»« Predigt« an den hohm Feiertag« — besonder« am Versöhnung«tage zur Todtmfeier — hierzu angefeuert. Zu diesem Lehufe ist nunmehr ein Eomitö zusauunmgettet«, und berett» find namhafte Summ« gezeichnet, so daß die. Gründung dieser wohlthättg« Sttftuug al« gesichert zu bettachtm ist. lieber d« weiter« Erfolg sei später berichtet. Da« Central-Comtlö der Alliance IsraMite hat de» Her« Rabbiner sein» Dank für deffm Bemühung» um die Pflege und koschere vewirthuug der jüdisch« Kriegsgefangenen. die iu der, hief. Festuug. iuteruirt «arm, i» besondere» Schreib« ««gerückt.