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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-09-27 · 39 (27.9.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
39 (27.9.1871)
Date
1871-09-27
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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w -y.- c* 804 - * v . •! Element in diese» U«u Wandel tmgSprozeffe; sie find Am dom« von den gläubig!» Cheistm gefürchtet und Gehaßt; alt An,« nicht verhehlrn, lmß es provoetrt wird.*) 9» wird sich Püschen de» religionllosoi Ehrsskm nnd Juden eine Fnfion vollziehe» Gemischte Srvilelz« werden di« Stammewmterschiede vmwtschwh und auch ohne solche wird die Berschmelznng vor fich gehen. LH die nächst« Nachkommen nominell al» Judm oder Christ« er» zog« werden» d. h. Judm oder Christ« heiße», fi« werdm weder da« Sine mch d,« Andere sein. Da« Judmthum der Zukunft der nächst« Generation«, kann nur auf diejenigen rechne» welch« in de« Gesetz« deffelbm erzog« find. Die andern ,ver» lier« fich cmder Gemeinde' — gleichviel» ob sie in Folgt staatlicher Eilauiuiß fich für »confessionSlo«' erklär« «erd« oder äußerlich noch tu Verband« bleiben. Sie bild« zusamm« mit dm derselbm Geistesrichtung angehörig« Christ« dt« moderne Heidenwelt; ob diese dem Namen nach Christ« bleib« od« eigene Gemeind« (?) bilden werden, vermöge» wir nicht voran«» zuseh«, — gleichviel, wa« fich vom Judmthum abzweigt, gehärt der Majorität; i>tt Bach, der sich in d« Fluß ergießt, giebt nicht diesem Namen und Charakter, soude« umgekehrt — noch einmal: sie find für un« verlor«, und in dieser Weise dürste Ezechiel 20, 88 fich erfüll«, ohne daß wir die Dmtuug de« Midrasch zu Hülfe nehmen. Diese dem Heidmthum zustrebeadm oder ihm eigmtlich an» gehörende» Elemmte find e« auch, welche die Stellung derjmig« erschwer«, welch: ebmso w«ig Religion, beziehungsweise Judmthum, zurückweis«, al« ste fich zur Orthodoxie zähl« und bekenn«, der Mittelpartet also. E« läßt fich in Hinsicht auf die altkatholisch« Beu egung vorauSsehm, daß sie «tweder im Saude verlauf«, oder baß sich an ihre gegmwärttg« Führer, die j» •) ntf rrwir » iSm re» *oa bekanntlich streug religiö» und katholisch bleib« wollen, «in .Schweif' von Männe« häng« »Mt Wlch» »eit,' wett über DölllnWr nnd Genoss« htnandfirebmt de»« dies« nur all vor» geschob«« Poßen dien« soll», nnd durch vwkch« wiederum die Mtrauwntau« ihr Bo» schrecke». Ebmso ifiktz tm Protestantiö» mu«, wo ein «och größerer Theil der gebfidetm Lolküklaff« bereit« weit über da« Bekmntntß de« Protestantmvereiu« hinan« ist. Daß in dieser Beziehung die Stellung der Mittelvartri ta Ädmthum mit dm t« Christmthm» mtsprechmde Aehnlichkett hat, lmchtet wohl ein, ohne daß wir e« näher zu erörtem brauchten. Desto nöthkger ist e«, daß wir die unterscheidend« Merkmale bel«cht«, auf welche wir oben htngedmtet Hab«. Da ist e« erst«« der Staat, dess« Verhalte« - in Beziehung auf die Bewegung der Geister in der Christenheit maßgebend etntritt. Er wird zu d« Altkatholik« und Infallibilist«, namentlich in Hinsicht auf da« Kirchenvermög« und die kirchlich« Organisation, Stellung nehmen müssen. Welche? da« kann un« hier nicht tnteressir«; genug, er wird nicht pasfiv zuschau« und gewähr« laff« könnm. Dazu kommt die mächtige Organisation'der festlichen Partei in Betracht. In der protestantisch« Kirche steht jeder voran», daß, wenn da« Kirchmregimmt tu d« jetzig« Händen und weiterrollmd im jetzig« Geleise bleibt, die Pro» testantm-Lereine hinausgedrängt werdm; tritt aber ein Umschwung ein» so verd« diese fich de« Stmer« bemächtig« und di« Orthodox« werdm fich klein auf fich zurückzieh«. Wie aber hier ein Umschwung nur durch eine politische Wendung eintret« kan», so mischt fich überall in die kirchliche Bewegung viel, sehr »tei Politische«, und die inner« Motive der Gegner oder Förderer der ein« oder der entgegengesetzt« Partei Hab« mit llieltgio» oft wenig gemein. Wie ander« ist dir« tm Judenthum! Der Staat wird keinerlei direct« Einfluß auf Lehre, Leb« und Gottesdienst «ehr üben» er kan« und wird di« innere Entwickelnag gewähr« Feuilleton. Analecte« nach Immanuel »m Salomo» „Machberrth". Lus dem Hehräisiheu treu übertrage» vo» Dr. Heinrich Lemberger in Bajr. Gnome». 22. (S. 154.) Heisch' uih^s vom Edlen, den du »ich« verpflichtet, Nom«' ilra zuvor, trab Dank er dir entrichtet: Versiehst dir Muttererde du mit Trank — Daa» gii bt sie Nahrung dir» der Lrute Daul. 22. (S. 155.) Der Mar», der Aremdeu leicht vertheilt sei» Gm Uud uubtdacht entzieht de« eig'uea Blm, Der gleicht dem Lug', da» späht iu Himmel«weite, Uud nimmer sieh«, wa» knapp ihm wohnt zur Seite. 24. (6. 164.) Die Zeit verschneidet de« schwache« Lrdeasohu Di« beste Frucht, spricht lühusteu Pläue» Hohn: wie sollt der Mensch sich bläh'» ia Stolz uud Ehre»? Er ist ein Leib, der selbst sich muß verzehren! 25. (S. 164.) Biel gfctf. ich um mit Solche», die der Neid verzehrt, Uud dacht' darüber nach uud saud tO wohl bewährt: So« dir'» am Glück gebrüht, der Neidhart wlchut, dt sei d t» Glück, womit da» Schicksal ih» belehut. M. (C. 164.) Mag sich der Heuchler »och so gm verhüllen. Am Sau« ist eine Blöße, uimmer auszofülle», Uud Log uud Trug ist um «ia Lustoß, dum« beuützt Bo» dem, der fich daraus gestützt. 27. («. 164.) E« heißt: A» jenem Siegelringe, De» Plato trug» war die« zu lese«: Dir Lugewöhuuug uud die Volkes fittr Sind überall der Herrscher noch gewesen. 28. (S. 164.) Bo« wiffeusbaum die Frucht dir pflücke, Süudhafteu Wunsch rasch Niederdrücke, wähl' Demuth, Wahrheit dir zur Brückt, Di« führe» mög' zu« wahre» Glücke. 29. <S. 161.) Der Lluge hat di« Lusficht offen, Hält' iha di« Lrmuth auch betroffen, Des Thorr» Erbtheil auzuhoffeu. Doch niemals noch der Uaverstau» Der Lrmuch fich eutwaud, Uud ThoreugM hat nicht Bestand. 20. (S. 166.) Bist du i» Sünde grau geworden. Da hat di« Neue keiueu Werth, Uud Feuers wuth, die immerdar verzehrt, wird dir de» letzte» Seelcusrtedeu «uorde»; Es scheint, »er Nach« hättest du eutsogt, — Doch um — well dich dir Vhumacht platzt.

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