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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-09-06 · 36 (6.9.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
36 (6.9.1871)
Date
1871-09-06
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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weis«, wie dal Zerschneid« de« «eliglös« B««d«», d« So»timrttät bei religiös« Mo», die Pietät auf« Liefst« schädigt. Deuu da« Wefentltchfl« und Sichtigste» »a« Kltzder m Mit tttem knüpft und fie »tt unerschütterlicher Pietist e*f*0t, liegt darin, daß da« Kind sich derart «1t deu Elterei Tlu» fühlt, daß e» fei» Lebe» al« stortsetznng de» ihrige« betrachtet.*) Run wohlan: worin soll stch da« bethätigm? leiblich in der Abstammung; aber geistig« Muß der Sohn da« Geschäft de» Bater» fortsetz«? Wenn die« der stall, muß er e« in der Weise de» Later« thuu? Muß die Tochter die HauShaltungSmaxlmm und Kinder - ErziehungSregeln der Mutter bet» behalt«? E» thut offenbar der pi^ät durchs u» keinen Vlbbruch, wenn da« nicht geschieht, nicht geschehen kann, wenn die Kinder eigen« Weg einschlagm und »mit der Zeit fortschreitend. Da« religiöse Leb« allein soll und kau» da« Land feto, weläie» da» Leb« der Kinder eiue Fortsetzung de« elterlich« werd« läßt. Wer da» in Abrede stell« will, der müßte die fiunlose und aller Etfahnmg widersprechende Behauptung ausstelleu, daß, wmn die Elte« religiös, die Kinder trreligtö« leben, die« ebensowenig verschlage, al« wmn etwa der Bater Arzt ist und der Sohn d« Kaufmauustand gewählt hat. Rein, die Abnahme der Trme geg« die elterliche Religion-Übung zieht verfall der kindlich« Ehrfurcht nach stch. Schon ist in 3»rael manche« .gelernt', wa« früher unbekannt war. Zuerst find ft Worte, die früher nicht über die Lipp« jüdischer Kinder ging«; wir nmtt« fie nicht — hat fie der Leser «och nicht gehört, desto bester für ihn. Thal«? Roch Hab« wir nicht« vernommen; wa« Jahrtausende gepflanzt, wird in zwei, drei- Jahrzehmtm nicht auSgeriffm. Wa« unter dem Geschlecht«, welch«« heranwächst, geschehen kann, da geschehm kann, wo sich zur Irreligiosität Rohheit gesellt., wen» die „Frechheit, rown, wächst" und die heüige Sch« noch'weiter weich« sollte — — „ein Geschlecht, «eiche« der vätt-rlichm religiös« Ueberzeugung« spottet, wird auch seiner Mutter kein« Seg« bring«" (Spr. Sal. 80,11folgende)-Sonst sagt «an wohl: „wer'« erlebt, wird «» sehen;" «er möchte hier wünschen, zu erleb« und zu sehen. *) Die» ist cnä) dir Bedeut»»- de» ^taddisch der Waise»«, wie wir, so Go« will, einmal a»»ei»a«d«rfetze» wolle». (Wir Hab« «och eiue große Serie von Luffätzw über die jüdisch« Tugmven ,«schreib«, brechm jedoch jetzt ab und lter» d« mit Gotte« HAse »ach dm Feiertag« damit fortfahr«) Pa« preußische Gesetz über die PertzAtuisse der -udm (v«u 23. Juli 1847). An die Revision de» Gesetze« von 1847 scheint wirklich Hand gelegt werd« zu soll«; wir könnm un» der Aufgabe nicht mtziehm, unsere Anficht darüber auSznsprechm. Theoretisch Hab« wir berett» im erst« Jahrgange unserer „Wochenschrift" die Mängel de« Gesetze« wiederholt belmchtet, ohne jedoch die gänzliche Aufhebung deffelbm zu begehren; praktische Beschläge zur Herbeiführung eine« nach all« Seiten hin befried!» gmdm Zustande« sind un» bi« heute nicht zu Gesicht gekommen; tadeln ist aber leichter al« bester mach«. Wir mach« kein Hehl daran», daß e« un« noch nicht gelungm ist, für da«, wa« wir Vorschlag« woll«, die Gestalt eines formulirten Gesetz» Anträge« zu find«; da aber die von vr. Phklkppson form«» lirtm Abänderung-Vorschläge un« nicht zusag«, und die von anderer Seite gemacht« Vorschläge ganz unreif, ja widerfinvig find» so Hab« wir dm Muth, mit dem, wa» wir zur Zeit bieten können, hervorzutretm und zwar mit der Horazstch« Aufforderung: „Wer Beffere« weiß, der thelle e« mit; wo nicht, so benutze er da» Unsrige." Da» Gesetz von 1847 wird von zwei eatgegmgesetzr« Seit« angegrtffm, von dm Radikal« und von dm Orthodox«; ein Zufammmwirkm der Extreme, welches im öffentlichen Ltbm so oft eintritt, daß e» nicht mehr auffällt. Di« Radikal« woll« dle Bestimmung, nach der jeder Jude gmüthigt ist, einer Syaa« zog«»Gemeind« anzugehörm und ihr seine Stmer» zu entricht«, beseitigt seh«, wett fie von Rekigion überhaupt nicht» wist« und weder freiwillig noch gezwungen Mitglieder einer Gemeinde sein woll«. Ob fie stch der Hoffnung hingeben, daß dann al-bald gleiche» Recht für alle gelt«, der Staat fich um kirchfiche und religiöse Lngelegmhettm überall nicht mehr kümme«, keine Kirche und Religion mehr unterstütz«, d,m A«atec1en »ach J««»»»rl b« ••Im*’» „Machberrth". Sn« dem HebrLische» tre» übertrage» vo» vr. Heinrich Lemborger i» tdaja.»i 1b. MX («. 41.) wie soll di« Seele »icht so bange zage»! -—« » — AJUl« »— -«»■ «—i » QrCni oSblG aGpunI^» 9C»1C|Cf «Mtf ich «icht btmge» i» der tiefste» Diese, Müßt' »icht vor »»gst di» Brost mir I«»t«r schlage»? we»» »»» der Measch sch« kau» gesührlich »rta, wft erst, mb»’« jftt, Mr Gott, de» Richter, kaouum? Soll da da« Allerbarme» »»« «icht fromm««. Wär'» bester wohl, au» wärt »icht aus Srdeal ' weh dir, wie magst da. Seel«! »icht erwilge» — Die Scheidet»»»« schlügt vi«»eicht sch« »wrgea» wo willst de» Ruheplatz d» dir besorge»? Uad «««» mm srllg'» wa» sprächst d» de« »tgege»? Hinweg oom Dhr»»', hüll' dich i» Staube» Labe»! I» Bett, für »orgm da« ich dir gezimurert, Wed t» der Scheaelzretort«, die dort schiomiert» cpvifi Qcmncn wuiri on pcn w^uonii *) wir setze» —<h-ag»ch »ft >»gab« der der vrrgwal« »«h der Verl. »Mg hiiM. «r. I. «. 2; 2. v. »j S. «. 6; 4. das.; 9.12 (diese i» «r. lv). — Rr. S. S. 12; 7. 0. 2»; & «. W;das.; 1» S.40 (diese t» Rr. 24). — Rr.II. V.47; 12. das.; w-das.; 14. «.49 (diese i» Rr. SI). 1«. 12' (Das.) De« Herzen« bllftr Hang, So sündhaft von Ratur, Folgt ger» Sage« Spar De« Abgruod selbst tatfang. Doch stürzt der Measch sodan. Hinab de» tieft» Schlund, Da hei««'«: «u« welche« «n»d Hat G»U u»« da» g echau?! — 17. 'klIN (V. 42.) Ich dachte, wen» eia «e»sch mit kurzem Späheraoge Darchforschei r»«i» Hoa«, mein Dhu», ab Alle« richtig tauge, Und «erbt a»f jede» Schritt, a»s jeglich« Ve»«g»»g: Ich hielte wohl im Zaum' de« Geiste» wild« Regung Ich okdaetr »ein DH»», u»d prüfte «ohl auf» Beste, Ob »icht ei» Fehl i» mir, ob Sünde, ob Gebrefte, Jch beag t' deü Si»»«» Stolz, »ad reuterte «et» Lora, vlost stellt' ich mrtne S«ft der So»« lichtem Borg, wie? — »«a» de» Vap» Bildner, de« nicht« ist Uabebmurt, De» Meisterhand mir selber de» Leib i» Forme» bamtt', Der aa» dem Nicht» i»'» Daset» da» große All gegaste», Ja deste» Buch verzeichae«, wa» Lebe» hat genostea, Der i» die tiesstr» Diese» mit seior» «»blick sthaaet — »ft» welcher Dtzer »mH ftftdm «ms W m» Schärfst»» »«er? «ft? «m» « ftfaer sttzft, mr» M-richt», willst d» vertrml'n de« etg'»«» Dichftul?

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