Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 34 (23.8.1871)
- Date
- 1871-08-23
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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vCfVEifUp» 9m her mfcttt Sna (Dtig.Afomfi». Schluß.) Man »dl) in der Thal »icht, soll man dichgemischte (£$* al» eint legal,: tmetfntMa oder sie aus vurdach'» gpoentio aeqviroea refcrriren, oder einfach über di« Tollheit dieser i to<rt prix »fit»« Zd<«i»Cop»latioa lache»? Dieser Gedanke «tpq>pt sich später dal«, daß der christliche Priester de« gelderfiadnischen Inden seti Geheimniß abgelauscht und abgelernt und die Geld» macherkua't gehörig aulgebeutet Hab«. Ob aber die große» finanziellen Erfolge der priesterltchea Geldmanipulatione« «ehr ans Losten der ausgezeichnete» Lehrmethode der jüdisch«» Lehrer, oder aber die enorme Gelehrigkeit und den unermüdlichen Fleiß der gewdhtm Schüler zu schreiben sd, läßt der Verfasser «a» erörtert. 8aS dem Jude« al- Ergebaiß einer ausschließlich ge» stattdea Thätigkeit einzig und allda zngängig war, — rraS der einzig mi gliche Blitzableiter verfolgung-schwangerer, schwarzer HaffeSwolklm war» — wa» da» dazig mögliche Binbemtttd war, die in alle Gegenden der Windrose zerstreuten und versprengte» und immerdar gehetzten Glieder de» jüdische» Gesammt-OiganiSmnS zusammeuzuhalteu, die durch'tausendfach aufgenölhigteS Exil abgelösten Parthien an den überall sich gemeinsam sühnen» den Körper der Au den heit aazuheften: da» Geld — da» ist der ewige, von taufend und abertausend christlich-glänbigen Keinen erhobene rud heute »och an Geltung nud Bdiebtheit nicht geschmälerte Vorwurf, den mau dem Inden allenthalben io» Gesicht schleudert. ,SS ist da« alte Geschichte, doch bldbt sie ewig tun.* — WaS der Verfasser im weiteren verlaufe diese» Cap. VH. von den Jude« sagt, daß der Nazarener sie au» der 4>dmat Mridtfec», daß »seitdem der vrägnanteste National-Eharakier der Jude» da» Heimweh ist' — daß »Jesu« in da« jüdische Lebe» eine unauSMbare Lüche gerissen, die fie flch selber nicht gsstrhe» möge»', und — offenbar die Quintessenz de» Ganzen — , sie hoffen »icht mehr auf die Erlösung', ist entweder ibfichtliche, endenziöse Verkennung jüdischen Wesen« und sei an Lehrsätze orer einfach höherer Blödfia». Wenn wir beten: »lind ob unserer Sünden wurden wir vertrieben au» unserem Lande' — denken wir au jede andere Sünde» denn an den »GotteSmord', fd«n einfach darum, weil wir der bürgerlich-schlichten Ansicht Rc um geben, man könne einen Gott nicht morden. Und wa» unser Hoffen auf dereinstige Erlösung anbelaugt, kann der Verfasser, so er will, im Originale oder in der bdtebigsten llebersetznug unsere» Gebetbuche« eine« geradezu entgegengesetzt Anderen belehrt werden. Hat er aber die augenfällige, unleugbare Ueber» zeugnng an» taufend und wieder lausend Stellm nuferer täglich«» und unserer Festtag»-Gebetstücke gewonnen, daß wir Juden allesammt, so wir den Worischen Bode« de» Iudenthume« nicht aufgegeben haben au» übel angebrachter Coquetterie mit Gefühle» von Vaterlandsliebe für jene Scholle, die »»« heute eadlich wehr oder »veniger al» Bürger anerkennt, — daß wir, sage ich, recht sehr auf Erlösung hoffe«, — »bald, in unseren Tagen', so wird er die Haltlosigkeit» ja! die volle Nichttzkdt seiner Prämissen rfn» sehe» und sich um einen andern Nachsatz in allem Ernste rm» schauen müssen. Denn also lautd der Schlußsatz dieser Alinea, den er mit den vorangefühtteu, absurden Behauptungen durch d» prägnant gehaltene» Bindewort in den engsten Eausalnexu« bringt: »Und da« erfüllt fie (die Juden) gegen die Christen mft mehr al» rdigiöser (?) Feindseligkeit, e« erfüllt fie mtt Hiß, j mit tiefem, brennendem, unbesiegbarem, unbezähmbarem Haffe.' j Nein, mein verehrter Gläubiger! »vir hassen Riemanten. Wir hasse» — »icht gerade mit der Fülle von Epithete», die Eie in Ihrem spanisch »intttdalterlichea Feuereifer aufzuspeicher» beliebte», — wir Haffe, Schweinefleisch, besonder» sett der fiudnng der sehr mißliebige, Trichine», — aber Sd n»d andere THM«mmsch« hast« wir dmchanS dicht. «1» ph» dach ft, «.—-- w -**—- Mf CKR WM VI fIM QlVIfWIllf f»WM WWP W> W Summe vn IadstSnea» g. B. «Atem Lülklot», dm» Qäk, VUMC TvBItvIlf |N| DWWfH VVV VIIVf|RM^i fUiltf Nf WCfV beide» Astede in bersdbea Persöalichkett einer Mb derselbe» In» trufität »nd Potrnzirnng fähig fest, müsst»? Haß und Liebe steh« — «ebee» Sie ntcht auch? — in geradem vrrhältntffe z» einander: wie man liebt, so haßt «an auch — s» der Rvgd wenigsten«. Mso: nachdem mir Iglde» einfach lieb«, «b» wm lieb«, so a»dt dir Wurzel »Ahab' für »»« reicht, möge fie mit de« Objert »Fremdling' ade» «tt dem Aecusativ »dein« Nächst«' coastrntrt sei» — dafach, schlicht and «nspr«h»lo» lieb«, lange nicht mit jener snbltm-äthmffch«, impaaderabl« Extra- Wurst» Liebe, di« gewisse Destillateure fett achtzehn ei» halb Jahrhunderten an« der gut«, alt« Retorte alttestam »larsscher Liebe abgezogen und ans diese« Prodad «in Patent genoaun« Hab« «oll«: so Haff« wir auch nicht »so überschwenglich, so tief, so brrnaend, so «ubesiegbar, so unbezähmbar', nicht einmal Schweina» fldsch, geschweige denn den »Gläubigen' «nd andere Christen» ««scheu. Net«! nett»! Wen« wir an Ille» und Jede« die reformirende Hand gdegt hätten, an Levittcn» 18, Ber» 18—18 nnb Ver» 33. 34 — an Exodu» 23, 4 & habe» wir fie nicht gdegt. Und drückt den Verfasser der »Gotte«Mörder' die Wacht de« vornrtheüe« gegen alle« Jüdische, so bi« ich selber »id Tausende «tt mir zn jeder Stande berett, zu bethätig« a» chm da« Gottetwort, da« da geschrieben steht im 2. Buche Mast«, Cap. 23, Ber» 3. Ich schließe hier, denn rin Buch müßte «um schreib«, am all' da» zurückzuiveisen, wa» der gläubig« Anonym»« geg« Jadrnthum uad mehr »och geg» Jud« «tt etaer Süffisance aufstellt, die srnlruziö» sei, soll. Männer von Beruf «erd« sich find«, die ihm nicht bloß zwei Vers« an» itzodn« — so»- dem die ihm ganz »ad gar dteiLevibm lese» worbe», - -Vermischte und neueste Rachrichtm. Berlin. 8« verlantd, daß die roufssfionell« Traiaung de» Schulwesen», wdche i« Etsah-Lvthriugm angebahut und thdlwdse bereit» eingeführt ivar, auf sp«i»lle Wdsuug de« Fürst« Bi»m»rck fistitt sei. Ein neue» Reglemeut für dm Mttttär-Gotte«di«st bestimmt, daß d« jüdisch« Soldat« au ihr» Feiertag» nach Möglichkeit Gelegmhdt zu« Besuch de« Gottesdienste» gegeb« wrrdm soll. Bei der am 3. August vorgeuommruen PrdSvertheilnng Edlen» der königl. Akademie der Künste erhielt du jüdischer Schüler der Akademie, Siegm. Gerechter au« Berlin, Maler, zwei Prämien. Zu der für deusdben Tag fällig« Lertheilnng de« Michael veer'sch« Prdsr» für jüdische VUdhaner war lei, Bewerber aufgetreten. Köln. »Da« Lokal-Comttä der Alliance Nr. Uni», versendet eia« Bericht über sei« Thättgkett tu Beziehung auf die tatobnngung russischer Waisenkinder; wir «erden im uächftm Blatte' dnige Detailm'tthdlm. König-brrg i. Pr. Al« «egenstück zu de« bekannt« Gebühren de» Herr» v. Debschütz bertchtd die »Fön. Hart. Ztg>: „Bon dm bd an» vorige» Jahr zu d« Fahnm etuberusmm Jtradtt« ward« drei, »ad zwar einer bd der Infanterie und die beiden and«« bd ber Cavallerie, z» Offizier« beföedert; H find die« die Herr« L. Bloch, lst. «edd und I. Ersterer ist mtt dem eiserum Kreuz deeortrt." (Val. ffstrch,». schrist vo» 1870, «>. 870.) Krankfnrt a St Da» „Franks. Jouru." berichtet »hja '