Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 34 (23.8.1871)
- Date
- 1871-08-23
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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971 ttat* fcüfaM» Fall, bet fich «mllch in ctecr »sstfälffchei« StM rrAymr* fet. gim batHjxr Magistrat hatte tinfH 3WÄ. «il . Lehrer m einer höheren Bür-erschule gugestellt; die Rlgtmmg «omiÜrle diese Wahl, da die Schale et« christliche" sil- Der Iiraelit hat nun an de« Unterrichts-Minister Recurß mit der Erklärung ergriffen, er sei bereit, znm Ehristrnthu« überzitrrtrn; da chm aber die Wahl zwischen de« verschiedenen Leksnatutsse» in der christlichen Kirche schwer fall«, so bitte er £ra. v. lRühler, ihm da» wahre Ehristeathum näher z» bezeichnen. Bor diese Alternative wird fich der Minister wohl noch öfter gestellt sehe». Stnltgart, t« Juli. Zn der Kammer wurde d,» Litt« an die Regierung beantragt, „zur gesetzlichen Einführung de» Grundsätze», daß die Religioa»verschiedenhrtt zwischen lIhristen und Rtchtchristea lei» biirgerliche» Ehehiuderaiß bilden solle, die geetgaete» Einleitungen zu treffen." Gegen diese» Antrag erhob fich die Geistiichkett. Ein evangelischer Geistlicher meinte, die Anschauungen de« Volke» seien demselben entgegen und selbst die Jude» «ollen e» nicht. Der katholische Domeapitular verwarf K«». AyM» Im k«« fl fktM k«i vw« wum Mt ^iwivnv VM VM Kanzler der Universität beftlrwortet« den Antrag, weil diese Ehe est» Akt der Gerechtigkeit sei, und der Abgeordnete Pfeiffer, Zötaeitte, widersprach dem Prälaten, indem diese Ehe gnade den Anschauungen der Mehrheit de» Volke» entspreche und uon de» Juden sie nur die kleine Zahl der Orthodoxen und Altgläubigen verwerfe. Der Enltu»«inister erklärte, die Regierung Hab« in der Frage noch keinen Beschluß gefaßt. Der Antrag wurde «st -1 gegen 18 Stimme» angenommen. (Pfeiffer ist der erste Jude, welcher einen Sitz in der witrtembergkschen Kammer rrlangt hat; die Begrü»du»,z seine» Votum» in der erwähnte« Angelegenheit zeigt jedoch, das» er die Ansichten seiner Glaubensgenossen ««der kennt, noch verirttt.) Zernsale». Zm.Vegeusatze z» dem von Hru, Or, Hilde»« deßheimer sängst erlassenen Aufrufe (f. Inserat in Nr. 81) wird dem »Jöraelit« au» Jerusalem geschrieben: E» hat sich da» Bericht verbreitet, daß im heiligen Land« altjädische Gräber geschändet und zerstört worden feinu Der Verein fir palästinenfisch« Angelegenheiten in verlta hat in Folge dessen einen Aufruf zur Umfriedung der Gräber erlassen welche Maßregel jedoch, wie no» von zuverlässiger Sette mngetheilt wird, «nnöthig ist. „Die Schädigung der Gräber," schreibt man un», „geschah nicht au» rohem Landalt»mu» und wurde nicht von Dtel'en und Rändern «uternommen. E» wurde keineöweg» beabsichtigt, di« Ruhestätte der Ganhedrin zu Heerde-Plätzen zu machen, »ad ist solche» in Wirklichkeit auch nicht geschehen. Der Pascha hat dem ehrwürdigen Herrn Ehacham Baschi persönlich Ausschluß darüber ertheilt und betheuert, daß er selbst e» war» der in reiner Unschuld da» Aufgrade» aageordwft hatte und zwar auf Beraulaffung de» vezir» in Eonftantiuopel, welcher «» auch nicht in böser Absicht daraus angelegt, die israelitischen Gräber zu schinde«, sonder» n«r allein den englischen und ftau» züfischeu Alterthumöforschern fich gefällig zeigen wollte, welche fortwährend bei der Regierung um Erlaubniß anhaltm, den Loden untersuchen zu dürfen.*) Zu diesem Zwecke «nrden fünf Gräber geöffnet, webhe aber bald wieder zugeworfen wurden, und ferner wurde eine Oeffaung in di« Wand de» Denkmal» de» Propheten Zecharia» gemacht, um solche» durch Pulver zu sprenge», wa» jedoch nicht zur Ausführnng kam; denn sobald der Pascha vom Ehacham Baschi er« fuhr, welchen Werth die Israelitrn auf ihre Gräber lege» und vche tief unsere Glmchen»g»off«n durch den Bericht von Schäm dt>W.der Ruhestätte» iheer Lobten ergriffe» worden find, hat er * VM «sh^u we Nm»,u», ans Ha «fe ta M*a* kn #)M< Wm0«HH»Wch»bm teüri JkrtU." «Wicht . -nicht allein sofort de» Arbeiter» da» Weitergraben unirrsagt, ' sondern auch auf da» Kräftigste vrchtnchen. bof^. ttafe wie solche» bisher.nie geschehen ist, diese» auch fernerhin nie wieder Vorkommen wird, wodurch die Bemühung der österreichischen» preußischen und englischen Consulate, welche inzwischen auf Veranlassung de» Herr» Ober»Rabbiner» Auerbach und mehrerer Herren Vorsteher kräftig eingeschritten waren, ganz überfiisfig geworden war. Ehicagv. In der Syuagoge der 5. Avenue wurden erst kürzlich tu Gegenwart einer außerordentlich zahlreichen Zuhörermenge von de» Rabbiner Herrn E. Herzmann sech» Persern» in'» Judenthum aufgenommen» nachdem fie ihren festen Willen, au» dem verbände de« Ehristenthum» auszuscheiden, kundgegebe». ES waren zwei Frauen «ad vier Kinder. Schon vor 14 Tagen trat Herr Thomas Wilkiuso«. e» Amerikaner, der wohlhabend ist, zum Judenthum über und zwar nicht bloß in der bei Erwachsenen (?) üblichen Weise» sondern unter Beobachtung aller, auch der striktesten Vorschriften, die unter der Aussicht de» Herr» Herzmann vollzogen-wurde». Ein» Woche später folgte ihm sein vierjähriges Söhncheu »ad nun endlich seine Frau und die ander» beiden Kinder. Herr Th. Wilkinso», der feit 14 Lagen mm Abrnham Wilkwson heißt, ist bereit» seit 10 Jahren verheirathet. Wa» ihn zum Ürbertritte bewogen, ist nach seiner Angabe lediglich Glaubeassache. In 8 Tagen werden nun die beiden Eheieut« noch einmal nach jüdischem RituS getraut werden. Der zweite Fall betrifft eine holländisch« Familie Namen» Schneider. Dieser ist ebenfalls seit längerer Zeit Jude und nun folgt? ihm seine Frau mit zwei Kindern in den neuen Glauben. Der Gottesdienst bei der Gelegenheit war sehr feierlich. Sämmtliche Convertiten mußten eine Prüfung bestehen und da» GlaubruSbekenatniß „tchma iarael“ in hebräischer Sprache sagen. Herzmaua predigte zu« ersten Male in engl. Sprache. (»*«.) 1 Literalurbericht. Haoid Weto Ftedioiou», B^euchtvag der Dogmxntheorie Leop. Löw'». Offene» Sendschreiben an Herr» 8. Aigner, Verleger der „Jüdischen Dogmen". 40 S. Leipzig 1871. vir ksnnen die tu der uns vorliegend«» Schrift -ege» Lftv'S „Isd. »'«-me»" »rhodeueu liuwürse »m so »her untecschrftbea, al« fie «it unserer oor nicht langer Zeit an dieser Steil« ansftna« ergeftdtea Ansicht über dieses Machwerl an?« Geaanftte sberriuftiuaue». »der nicht« best alveniger «affen wir dem anonymen versaffer unser Sesremdea darüber ansdrückea, da» er keine« kürzer» «eg gesunden, de« modernen Le» Moden, (der «ermeinnich« Adel dieses auftrüandrne» Polyhistors» der weder ei» Genie »och eia Aharoktrr war, ist ersnndea: er Heist», wie Ersetz Ich« vor Jahren darans «ns. merksam gemacht, Leo Modena and nicht de Modem,) heimzulenchre«, al» gerade dnrch eia» vierzig Seilen starte Broschüre. Nach naserem Dafürhalten verlahat «s sich »ich« der Mühe, ei» bausällioe» Han«, das man dnrch einen einzige» Angriff zertrümmern kann, striaweift abzutragea. Und diese» »erkürz» verfahre» wäre hier am ft eher geboten gewesen, al» is fich um eine» Ban Handel», von de« auch nicht da« Erringüe sich z» ander» Zweckm »rrwenhea lüstt, and noch mehr» al» »och aaderrrsftt« zn befürchten steht, LI« llaare fich dnrch eine solche gründlich« Widerleg,« viel zn geehrt fühlen» m nicht noch viel« ferne gewaltige SÜnnne zu erhebe». Der pftndonym« Brrfaffer ha« e» dem ehemalige» liondoner Rabbiner und Predig» dem g«. bildeten David Rirto (10&4—1728, schrieb gegen eine Inquifiiionsprebiat des Erzbischoft von Eranganor und gegen be» heuchlerische« Sabbarianer Iheft») adgelanfcht, eine recht scharfe Reptil zu schreiben: aber er hätte «nch bedenk«, m^e», »aß es nicht «veämäßig sei schwere» Geschütz in» Arier ja führe», wo man mit »er blanke» Waffe ans reichen kann. Es wäre der Sach« »nd der Würbe der Eoagre-majoritär viel angemcffener gewesen, be» jüdischen Dogmen" in der clnaar-jüd. Woche,schuft" — »re, sie wir aepmehme» bervchtigt find, dem Verfasser »nr verfstgmm steht — ein» solch« gründtiche Wideftqping »ngedeihea z» taffe», »ab diese „Brleuchnmg" hätte sich für bas genannt» Bla« um ft meh» geeianet. al» es Iber Lbw's Schrift, ft viel »ft wtsft», n»i ft» ftwze«, nicht oftlftgende« Referat brachte >vf wes«» Vene hälft »er geehrte Pftndmqmn« maoche«, was nicht stiiet znr Sach« »ehsft. meaiaffr» «sßm. and sein« «urtennenswnth, OtyttMtSt wäre ' W banih »ft ft» seiner Rvpll» smvftft» »oechtztiäW», «Mmößtä» bm «r w^n »»ft««»« hchfm. daß mit »ieftr «chrffh »La mtsftii»«« — nn» di. mir ftlftn sSnntz, zu- «mpschtm ftch,