Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 34 (23.8.1871)
- Date
- 1871-08-23
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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i■tobende btt- Begitniag gegenüber mä K*m* OM twwrtrttw, ohne fdb«;ftfMw vaefchlügs «ach« pNaac«. ■«fr tbm uxrhlgefiaat», Botftoertwhpg «ifm arb, loeaa Nt <Nt aor chr Fora« gelang« sollte, bas Material an litt Haab geben, wir «Mt* bk Sesichlspaakte aafftell», „sch welch« «bk Nt verhällatAe georNxt «ist«, «St». Die Piisglitbar ■btt Qariammit tttma uanröglich arffcn, wo mt btr Schtü) brückt, a»eaa «tr nicht tu erschöpfend« »ab ibeejmgeabrt Wetsr cha» Nt Sicht ftatkgea. verttaneasmäaarr aal «öftrer Witte »trbt» so« Minifteria« sch«trltch p Nicht Mögen axtbca. Sab joitt btts «Ufr geschth«, so ist bariNs hoch «tsig verlaß. JMe Habt» l» dieser Beziefrang sch!« schli««t ErfaHnmg« \t> macht.*) Oafoaefrc «ifj« «ir aal boaflfrA, aal etgceet Int> tiattvt aafnea Wüaschm Seltuug p verfchaffea. Daß ist eia Pauk», »0 alle Partedmlerschtebe scha»iabm müffeu, wo Nt Sa« awiasamfttt btr Iateressm aal p eine» einheitliche» Pregroona strNaben sollte. Last» ivtr «ns atcht mehr barch dal Seschrei statt Herr« irrt leiten, die ofrat Atteresse für dal Julxnthu« bat große Sott führ» «ollen und, am mit ihre« Liberalismus p prunken, eine GchmLieraag aaserel Rechts womöglich noch befördern helfen. El ist aicht unsere Sache, ben Anstoß za Praktisch» Vorschlägen p geben. Aber Etwal muß geschehen» a« Ne Sache in -laß p bringen. Sollte bie -rage schon in btt nächst« Session bei Abgeordnetenhauses zur Sprache timmen, bann ist es hohe Zeit, daß bie jüdisch« Semetnbm sich zu einer Lhat auftaffen, bie für chr Schicksal entscheib«b »erben kan». Wäre eine allgemeine Versammlung zur verathnng über Nefe Angelegenheit nicht p ermöglich« 7 Man sollte es doch wenigsteal einmal versuch«! (Die hier angeregte Idee ist schon in Nr. I, Jahrz. 1870 ber „Wochenschrift' nnter der lleberfchrist: „Zur nahende» Ent» scheid aug", besprochen. Red.) -L -raaVfttpl «- M», 11» August. (vrig.»Eorrefp.) Dis in Nr. 81 Ihres Blattes aus der „Franks. Zettg." mitgetheilte Berichtigung, baß Frankfurt kein« Delegirt» zur Synode entsendet habe, hat nicht Rabbhrer Brüll zum Verfasser, wie Ihr Eorresponbeut schreibt, sonder» bas Vorstandsmitglied C Beer. Ich ersuche Sie diel p berichtigen. * Haan Over, Sude Juli. (Orig.-Eorrefp.) Nach zehnjährig» Bemühuugm ist es endlich gelang», die „Unterstützung!- Kaffe für jüdische Lehrer, der» Witt»» und Wass» in der Provinz Hannover" ins Leb» zu ruf», und zwar ist die» durch eine am 18. d. M. hier stallgehabte Lehrer-Versammlung gefcheh», welche Ne tu de» Statut vorgesehen« Wahl» x. behufs der wirklich« Eonstttuirung vorgenomm» hat. Die ver» hanNuugm reich» noch wett in Ne Zeit der Selbstständigkeit Hannovers zurück und ich tvill auf der» Verlauf nicht weiter elngehen. @b« 1806 war alles vorbereitet, um bas Werk zu frtnb«, all bie Katastrophe alles in Frage stellte. Darüber i find denn auch Ne betdm Mttarbeiter des Laubrnbb. vr. kNeyer, I Ne Lanbrabbiner p Emd» und Hübeshetm» «eggestorberi, und brr Erstere, der freilich von Anbegin» dal Werk geführt hat, . hat es mit Sottet Hälft auch vollendet. Aber noch 'am 18. v. M. nachte er ein Eftcnlar erlass», in bess» Eingang er sagt: j i,Drvtz der wiederholt« Aufforberungm zu« Beitritte halt» sich : •) Osgletch dies fchr wahr ist, I» Ht» »aeeas a* »eineswezs,! daß die , »er Amlchßdetheilizt» »ei der Ansardeiu«, eires flk* | feget »ich, sehr,»e«»Rßi§ »»» ws»sche»s»er,tz sei. «as «» der . gatfNma« »sz«»»D« LY texa dar»» ta gctaft »ach sehr rlchit, fei». > UM 4e mMi wWer) Dies W »Ne« «eachimo hier »er Fe«, me» tzarmn hals« wir es chr ßemchen» das »>,ißeri», znulchß dar,» «-! Pßche», dach t» ßeeißneeer Seife Milche JtoUktUt" gchse, »erd« »»o»; Huch m» dilOwel wieder «er verliaer Fimmz-Drschü^ veeratea, die a» de» Geweiadeted«» sich »iche sechetlip». nl eta0eUft fmtMüiiei kfMgca wirde, Mi ta»m p desirchw, am tsUMe aach v» meupvck, «s- Wchnl «erde», (sied.) - so wenige Lehrer gemeldet, baß der Unterzeichnete fest »tschloff» war, bas «st so vieler MÜhd antzckülhnte Werk fall« p lass», zumal die ganze Last ihm allein, »Nag und,schließlich ein» Wohlthat, wie sie die Kaffe unzweifelhaft fest» aribbe, Niemande« gegen sein« Will» aufgqwung« «erben kann." Zndeff» hat sich herausgetzew, baß bei «auch» Lehrern bas Mißverstäudnlß obwaltete, als fei ihr Beitritt selbstverständlich^ eine vorherige Meldung resp. Aufnahme überflüssig u. s.». El sind bis jetzt einige zwanzig Lehrer beigetreteu. An' dies» Bericht über eine provinzielle Angelegenheit schließe ich eine Erörterung über eine allgemeine. Seit Neujahr 1871 ist bas Wittwen-Pensionlgesetz vom 22..Dezember 1868 für Pe»ß« in Kraft getreten. Diesel bettifft alle ösfentitch äugest,llt« Lehrer ohne Unterschieb der Religion. Die Verhandlung» schweb» fett 1% Jahren, aber man har noch nicht gehört, daß der Name der Juden Habel genannt worben, ix h. daß irgend ein Schritt grschehm sei, um die b« jüdisch» L hrern resp. Semeiud» gesetzlich zustehend« Rechte zu wahr«, oder Ne von j«em Besetze auferlegt« Pflicht» p erfüllen, um so der Wvhlthateu desselbm thetlhaft p werden. Dal ist dl' ttaurige Folge der in pr«ßm gänzlich fehlmd« Otganisatioo; Lehrer und Semetnden wissen gewiß vielfach von der sie so nahe berührend» Sache gar nichts! Der Staat ,ergreift für ie feine Initiative, sie selber thu» nichts» nachher will man sich darüber wundern, daß die Jud», all solche, für dm Staat gar nicht Vorhand« find! Der Landrabbiner vr. Meyer hat auch dieft Angelegenhett in bie Hand genommen, mit dm Behörde» die Verhandlung» geführt und die Hannöverschm Lehrer und Semeiud» «erd«, schon um des Priucips «üleu, die gesetzliche Verpflichtung erfüll«. Es hat nämlich jeder öffentlich «gestellte Lehrer jährlich 5 und die Gemeinde für jede öffentliche Schulstelle 4 Thlr. zu AnffowdtA klftfrf hU| HlÜMlIlfrt B. Ans frer Provinz Posen, 8. August. (Orig..Eorrefp.) Die auch von Ihn» gebrachte Nachricht, daß Herr Svldrtng in Jarocyn Bürgermeister gewordm sei, erweist sich, obgleich sie dutch alle Blätter gelaufm ist, als — Ente. Er ist weiter nichts all stellvertretender Bürgermeister gewordm, und das ist nichts Settene» mehr. In Jastrow z. v. ist Herr K. E. Apokant schon fett 28 Jahr» ältester Rathman« und hat all solcher bereits öfter in Abwesmhett des Bürgermeisters deff» Stelle vertreten und die Lettung der städtisch» Angelegenheit» besorgt. 8. Strrnberg (Mecklenburg), 13. Aug. (Orig^Eorresp.) Da Sie in der „Jsr. Wochmschrift" gern von Ehrmbezeugunj,» Notiz uehmm, welche jüdisch« Soldat» p TheU gewordm, so Hab« Sie vor einiger Zett auch erwähnt, daß der vieefeldwebel Albert David vom 1. Pomm. Sr«.-Regt. Frd. Wilh. IV. (Nr. 2) zu« Offizier ernannt wordm ist, nachdem er schon vorher das eisern- Kreuz erhalt» hatte. Derselbe hat nun, all er seine hier wohnend» Elte» besuchte, die Seiegmhett bmutzt, sich seinem Landesfürst«, de« Sroßherpg, vorpftell» (wie es bet solch« Beförderung« «tlttärische Sitte ist), und ist von diesem in einer ihm unter noch besonders ehrend» Umstäudm bewilligt« Aubteuz empfang» wordm, bet welcher Selegmheit Se. Hoheit ch« auch dal «ecklmburgtsche Mtlitär-Lerdimst-Kreuz persönlich verlieh» hat. Dieser tu dm hochadelig« Kreis» Mecklenburgs etwas Aufseh« machende Fall ist um so erfreulicher, als ja bekanntlich die Jud« in diesem Lande nur schwer und allmählich p einer Stellung gelang», die ihn» anderwärts leichter erreichbar ist, und solche Vorkommnisse immerhin erheblich beitragen, chee Situativ» p verbessern. Ich bemerke noch nachträglich, buh der Sroßherpg sich auf eine« Laadschlosse befand, wo er «eg» einer Nachkur so« Brunneugebrauch Niemand» zur Audienz Hppah« und nur hier eine Ausnahme «achte.