Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-08-23 · 34 (23.8.1871) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
34 (23.8.1871)
Date
1871-08-23
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/5369809-5934989-5935510--0857-5370524
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

T schrn. UMr tUf Um MUn&dUt, cMftqaa*flMif< MitarfK g4« mi> tim BMfio* btt ialttab, resp. bet 9M, bmOmAm bei Schrllchan Sn<b, oorznschlagen. Dr. SafmiMi hatte Hch inKvisch« überzmgt, baß bit Synode W« 8U«<flo«lfa4( nicht thetle, vtib zog «atet oOgmcimni Beifall fdnn Crtrag zurück, und allzeit über gelehrte Eitate verfügend, that er diet mit de» Sorte,: »Sie ich für bo» Bebe» Loh, erwartete, ft «werte ich jetzt Dank fftv da» Znricknehmm.' Der letztere ist ih« geworden. In meinem nächste» Schreiben «erb« ich Ih«» über bte letzt« öffeutttchm Sitzung«, sowie über die wicht öffentlich« vorberatlmngm Einige« »ittheil«, «nß aber bemerk«, baß ich »eine v<richte über die 1» jm« Sitzung« gepflogen« Berathunge», da ich ihn« nicht selbst beigewohat Hab«, auf bi, mir mündlich voo einigen Mitglied«» gewordene Auskunft stütz« muß.' » » « An» Sübdeutschlaab. Sie Hab« von mir Berichte üb« die Synode gewünscht, weil ich zufällig da» Glück habe» »ich in ..einer d« entweihenden Stätte benachbart« Stadt' (‘Am btt nsrpn tv) »u befinde». Sie Hab« ab« et«» Hauptumltand überseh«. Ich kan» mm zwar meine Häube 1» Unschuld ivasch« und sprich«: »Meine Sag« Hab« nicht» ge» seh«', al« da» ist doch g«ad« meine Achrlletferse. Ich Hab« «ich in bn vindeitktsch« Sngnfta sammt ihrem unvermeidlich« »golden« Saal' schon so oft gelangweilt, daß ich wirklich nicht» Anziehende« in de« Gedanke« eine» Abstecher» dorthin find« konnte. Ich bi» «m» einmal, obwohl MttgLied eine» »heilig« Verein»', doch nicht gerade ein Freund von Moder» und deich«» geruchj wozu also mich freiwillig zum Beerdignugtzmg« nicht de» Jude» hum», sondern der extrem« Resormbestrebuagm einher seiner Kiuter machen. Ja, wenn die i»ra«litisch« Gemeinde Drift stett» oder Schnozenbachl «eine» Gesuch um ein Mastbitt enisprochm hätte, dann hätte ich mstrathen und mktthatm können, wäre et» berühmter Mann geword« und hätte ei« feine» Festessen mittniuh« köanm. So aber bin ich schmollend »eggeblieb« und nähre kümmerlich meine Berichterstatterseele von d« schmal« Bist«, die ich in Restauration«, Cajv't, Bahnzüg« und Syna» gogen» sowie bet Freund« erhalt« konnte» «»bei ich freilich b« Lorthckl eine» objektiver« Uttheil» habe. Und so sei den» da» schwere Serk gewagt; vielleicht gelingt «» mir, etwa» Andere» al» eine Satyr« zu schreib«. Heber Zusammensetzung und Frequenz tcc Synode will ich schweigen, »eil über jene die Gelehrt» bereit» einig find, und über diese selbst der Bonner Redakteur eine» »unparteiisch« Organ»' fich au»uah«»weife wirklich so unparteiisch hat hör« lass«, baß ich dem nicht» «ehr hiazuzufüg» wüßte. Freilich war«»für lrte Synode ein große» Unglück, daß der wett berühmte und hochverdiente weiland Rabbiner von Magdeburg auch unter benjmtg« geseh« wurde, die nicht erschien« war«. Und nun gar di« Schlußsitzung, zu der nur »och 2i> »Liebd« und Ge» trew«' auiigehalt« halt»! Da» spricht genügend, so baß «» der kckchemede de» Hem, Professor Lazarnt nicht bedurft hätte; die er zur «Sröffnung hielt. Und ttotzdem «nß ich zur St«er der Wahrheit auch Huldigungen registrir«, welche die Synode eingesteckt hat. Zuerst «nß ich alt getrerar Reporter melden, daß im Publikum mehr Theologe» zu sehen war«, al» unter d« Lhckdrehmern. Der christlich« <!««» von Aug»burg «ad Umgegend hatte sich zahlreich eingeftnden, und ei» aller Geistlicher ließ sich so rockt hür» reißen, daß er de« Vorsteher der Augsburger Iudenschast zu seiner Mttnirknug an der Synode gratultrte. Der Man» ist allerding» — wie ich an» persönlicher Erfahrung weiß, höchst 1 I» «amemfchl«» Mt MMrtaM str jmycht «»»lyntztiun tolermtt; aber ob er, der auch bischöflicher geistlicher Nach ist; nicht ckgenMM MtnWhqb« pmw.äff bMlkB»»» seine Kftch« .«fihÄar' an» der Verflachung de» Indenkhumt zum »Angtbmger vekmntntß' Rutz« zieh» werbe» Und mit dem Prälat» kam ck» Sud« in Begetstewmg undemf d« Ei» fall, sein am nämlich» Admb gebomm» Knäblck» nach btbiischem vcksptck »dem Her« zu leih«' »ab «inst zu« Andenkm« die Synode dem »Srn«' zu weih«. S» ist aber nicht wahr, wa» bi» böse Fama b«m verbrettck hat, baß ntmltch dich«» Knäbiet» ebenfall» zu« Andenk» m bte Synode von seine» Vater tu die Kategorie bar »an» irgend einem Anlaß Nnbeschnltt««' et» gerecht worb« seip bin» gutem vornehm« »ach hat fich belobter Herr Papa acht Lag« »ach seiner »orcklig» vegetsternng bck dem Beschneidnugtmahl dahin geäußert, baß er fich gckne fei» Gm lübb« lös« würbe» wen» er «ine Autorität (mns) unter den Synobler» wüßte, und zur Eonstitntrung ckne» Drei-Idiot»» Solleginm» »1h« ihm bte Wahl wehe'. Mag er fich tröstrnt Bi» zur geistig» Reif« der lebendig« Synodal-Deukmüuze wer» b» die Hem« Synodal-Lhcklnehmer schon dafür sorge», baß da» arme Sürmlckn nicht «ehr ga «icke Gesetz« zu »lern«' hat. Oder e» wirb Ick» Mensch «ehr an die Synode bwcken. Der dritte Triumph der Synode ist endlich die Snerlennnng de» jugendlich schwärmerisch«, liebentwürbig« Baye« < König», defi« Cabinetssecrrtär freilich so vtcke Dankschrrtb« an» Höflichkeit zu erlaff« hat, daß e» auf «tue» «ehr nicht ankommt.— Für heute sei die» de» Gut« genug! Berichte und Korrespondenzen. De«tfch1«»d. n. Brr»lau, Ich Augusts (Ockg-eSorresp.) »Die öffentlich« Blätter Hab« in b« letzt« Woche» wiederholt die Nachricht gebracht, man beabfichtige 1« Kultusministerium endlich zu einer Reorganisation der jüdisch« Gemeinde-vertzällniffe zu schrckt«. Daß «» fich vorzugswckse um dt« Diskussion de« Jubengesetze» von 1847 handeln wird, ist selbstverständlich und von j«« Eorrespondent« auch ausdrücklich bestätigt worben. Wir Hab« «» nicht »öthig, un» uochmal» auf eine Erörterung dieser Angckeg«hckt einzulaff«. 3« Groß« und Ganz« find dt« gegenwärtig« Zustände und ihre Schäd« dm Lese« dieser Blätter bekannt, und die „Wochenschrift" hat bte Anfmerksamkckt de» Publikum» wiederholt auf «taget« dmckle Punkte zu lenk« gesucht. Frcklich enthüll« fich dem aufmerksam« Beobachter, wenn er noch dazu burch seine Stellung gezwung« ist, «st dies« verhältniff« zu rech««, noch Rißstäud« ganz anderer Art; au der« Aufrechterhaltuag jedoch die Vertreter der jüdisch» Gemeindm nicht sckt« sckber die Schuld trag». Doch da» find Dinge, welch« einer gründlich« und eingehend« Auseinandersetzung be» dürf« und nicht so nebenher abgemacht »erb« könn«. Wie wirb sich aber die Neugestaltung der 3ud»v«rhält»iffe vollzieh«? Wird überhaupt eine neue Orgauisatton beabsichtigt, bte an die Stell« der alte», durch bat Gesetz von 1847 sanrttoutrtm tret« soll, oder dmkt man aur daran, die alt« Bant« zu locker» und uns dann vogckfrck der Agttationtwuch «inzckner kampflustiger Gemüther zu überlaff«? Et wäre unverantwortlich von dm jüdisch« Gemeind«, wen» sie de« Abschluß dieser Sngelegmheit ruhig eutgegeufäh«, ohne zu versuch«» selber auf ihre Entwickelung Einfluß zu gewinn», vor all« Ding» müßte «tue SiutPmg erstrebt »erb» über dt« Forderung«, die wir selber anfzustell« gedenk«, wir «üff« selber erst zur Klarhell darüber gckmgen, wie ck« ne« Organisation beschaff« fei» muß» WM» fie «ffer« Wünsch« «tsprech» und MM Heile dm Jnbenthnmt gereich» soll. Et wäre frnchtlot» w«» wir ckmm

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.