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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-08-23 · 34 (23.8.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
34 (23.8.1871)
Date
1871-08-23
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Zu b« Viert» Sttzuug würbe zuvörderst auf Vorschlag bei Nesevmtra taschtvssm, all, auf Ehescheidung bezüglich« Anträge von der La-«sord«mg adzasetz« und bteselb« einer brseuderm llomwis» st« zu überweise», die der Höchst« Synode hierüber Vvricht erstatt« solle. Au« der vrrsawwluag ward» der Wunsch laut» auch rechtdgelehrte Mitglieder iri dies« Eommisfion z» «Lhl«. <W«»u ich nicht irre, vnrtan bi« Rodbiner Geiger, C»b, Goldschmidt und die Advokat« Zosephchal und Lehm «an g,wählt.) Daun wurde über d« Antrag disrutirt, „daß die von einem ordeutltch« Gerichte abgegebene Jd«titätt» Erklärung einer gestorben« Person oder die Berscholl«hettt» Erklärung auch für Rttualfälle Gültigkeit habe". Adler war der Ansicht, daß diese Frage mit der Ehescheidung« Angelegenheit in mgem Zniammmhange stehe, und wollte sie daher «betifalls von der Tage-ordnuug Ubgchitzt wtsietu. An der Debatte, nahm« untrt. Andern Löp>, Sdeolet Df. Dettnuu ttudpiüstlnat CmnM UM. der AubMm MtH GteeprüsttaMM Mt vtaßtz üxt|bk $* Alttrdg WAilta aber ModifirMo» au^moHmtea, tznß anstatt BrttchvllMheildäntng ^VtMtz.MklärAHggrstist würbe. <Mr übeogchen übst Gericht üb« die EhakAnh-Debtitt«, er eaihätt nlchtt dem üchr Reurü. Sieb.) Adler hatte fei»» aüch kü tat gtbMftw Mt» rdttu «thaltemü Vorschlag brn«»»rk, M* vrüdee dedSräuttgumI sollten vor der Trammg «ine llrkmlde »aterzeicha«, daß sie für d« bekannt« Fall aus die Rechttwohlthat des 3ibbu« im voraus Verzicht leistet, ukw daß da« der kinderlos« «ttttve auch oh« Ahaltzah die Vlederverheirachung gestattet fein foAe. <r sühne gm Empfehlung seine« Vorschläge« d« wnnsch an, d« Fried« in Israel zu erhall«; es wurde ihm aber erwidert, baß dadurch der Friede nicht erhalt« werde, daß vielmehr alle dtrs«ig«, welche di, SleberMhetntthung vH« Shalizah für unstatthaft«»- klär«, die Ausstellung einer solch« Urkunde gleichfalls für wm genügend halt« würden. Eta« höchst eig«thü«lich« Eindruck machte bi« nun folgend« Discnssion über d« Antrag Wassermanns: Die Syaod« erklärt: 1) ein« allgemeine Revifie« des Gchulcha«»>r»ch ist uuumgänglich («io) aothweudig; L) dieselbe ist nicht nur «tt «gativer, sondern auch mit positiver Tendenz «rzunehmmz S) die mit d« einschlägig« Kenntnissen ausgerüsteten, von dm Gemeinden ack doo gewählt« Männer find zue Vornahme solcher Revision berechtigt.' Der Antragsteller «hält zuerst das Wort und führt zur Begründung seine« Autrages an, daß die Moralvorschriftm i« Dchulchau-Aruch zu wmig gewürdigt sei«» daß manch« Anordnung« Varia vorkämm, di« unserem Gefühle widerspräch«, wie z. L. die, fich nach längerer ktaderloser llche von seiner Gattin zu scheid« u. s. «. Mit wenig« aber sehr witzig« Wort« trat Szanto ihm entgegen, «klärte, d« Schulchav- Arnch sei «in Eompmdiu«, ab« kein Reiigiontcodex, und wie -um» et» Lompmdtum «vidir« wolle, verwöge ft nicht etnzu» »lende. Der »lenb« sei dein Stab, de» d» zur Stütz« trägst, Doch keiner sei's, mü de» Ungtänbigr d» schlägst; Dein »lande sei die 8arg, io der d» fest dich bstokst, Dach sei tr tri« Sarg, in bi* b« Anb're zwingst; Dein »lande sei «in Weg, der fahr» »or tzinmuttttzür, Dach nicht s» schmal, daß «au nicht geh» kann «ben dir. Vr»s« nnr. Dünkt dich ein Herz auch schlecht» prüf «e gtdnldig nur, g» «in« Falte dach entdeckst b» Gotte« Spar; «» jetzlicheo »escht»i »mchwetz« •Mt*» H«ch. »•tt Afenbart« ßch in «ine» Dornenstrauch. . MtÜmarck,»d Bletchröder.1 Bei d« Fried»«.Levhandlnngen z« Versailles war bekanntlich Herr Geh. Eemmerztziath Bleichröder «ms Berlin als finanzieller Beirath gegen» wärtig. Als im V«lauf drrselbm Bismarck di« Fordernng von 5 Milliarden als Kriegsentschädigung «hob, rief Jules Favre ta ein« Art von Entsetz« aus: »Diese Summe köun« wir «ichd zahl«, dm« von Ehristi Geburt bis aus dm heutig« Tag würde mau mit bei bloßen Zählung nicht zu Stand« komm«.' »Darnm Hab' ich rbm dies« H«m mitzebracht,' sagte Bismarck lächelnd, auf Bletchröd« zeigen^ »d« zählt von Erschaffung der Welt «.* weichttzn» »ab ttrmnttz. Mist 8Mf yjy MiHst stM (du, D'rnoi scheutt d» sie, schenk sie in voü« Gebe; «eich bist du um» hast »n dich ar« gegeben, Und gabst b» nicht«, so gehst d» arm z» »mb«. Schließlich möge.hi« et» «aauthtzes Gedicht sein« Stelle ftabav weiches di« Sammlnng eiuleitet und bebaue« lässt, daß «s das «iuzige ist, welches fich von sein« ähnlich» Protz«ction« erhalt« hat. Aosentränme. Es sind »ach einer schwül« Sommeruach« Di« Nos» ttzrämnschwer vom Schlaf erwach«. > Li« «in« Aese sprach: Ich sah i» Dran», <gf» Sebch« NachttgaR fiel iödt >w« San». Dir Zweite: Ach, mir vlinnn», »enk«» hing " Au «imr Lille mein SchmetttÄlug. ■ Mi» tttwuA sprach dk dritte «ch» dmuk, Man «mg »«»Markte »ich, M mich Dam Verkauf. j:rt» . Und Mchchuw hwks Ws Osrtmrs rschneleiu; a~- --■;->{■>. »üch,W<ch«r Tmum mag >mhl»m bhwüß' di»«" D* W, B. LSi» Lei»«« Mihverstüuduiß.1 Zum Prediger der Wiener isrueiich'ch« Gamin de kam neulich ein Mann, Katholik» . weicher erklärte, er wolle sei« Tochter a» An« Jsraekitta vew heirath«, sie solle mit demselben eine gemischte Ehe eiugehe«. Auf die Erklärung des Predigers, daß dir gemischte Ehe in Oesterreich gesetzlich nicht anerkannt sei» erwiderte der Later der Braut, sein« Tochter könne nöthigeusalls ja auch zum südischat Glauben übertreten. Der Prediger war über diese vollkommene Gwichgültigkeit tu religiös« Diugm sehr eutrüftet und gab dieser seiner Eattüstuug Ausdruck in dm Wort«: »Glaub« Sie baat dach nun dir Rettgiou wochele, wie ein« Rock?' von dies« Wort« war der gute Manu äußerst bettoff« und frazse mit höchst komisch«'Natvetüt: »Ja, »oh« «iss« Sir r» de«, ab«, daß ich et« Schnrtder bink' — Der Man» war der Mrimmg, der pwbtgrr.Hab» «tue Anspielung aus sei» edles Handwerk geueacht. IU1)U ' rJ\

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