Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 34 (23.8.1871)
- Date
- 1871-08-23
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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u ' i/har* fbn» i ab weihevoller Att «nd «tt Erfolg dcchi» g«p»vt, die Ehrerbietung Leg« die Elten, »ach der«» Lode dqtzWchloch« ersetz«, da« Verdarben« g»t »ach» .Datz^O^ouseetzr ReLiön. d. h. hier uasern Reltghm«gchtzm «Pd WW» eimiMtzüv,» ltch, und e« ist. ebeüh» richtig wi, wlMg^. Wir «tnfichtg prüfende« nutz ml» LebenLerfahWÜß versehe»m«s«rn sicherlich auf keinen Widerspruch stoßen, »am wir behaupten, doch di» Latz»,,«, de» traue» «d der lchbenda» Eeimckrung «tu verstorbene Ella» sehr viel zur Förderung der Ehrermetung gegen Me lebende« in unserer Mitte beigetragen habe». S» ist »ohl nicht unlogisch, wenn wir erst von der Vergangenheit auf di« Gegenwart, von den Verstorbene» ans hie Lebend«» geführt worden find. Wir wollen auch dir« Thema heute «icht verlassen, wir wollen alsbald so zu sag« die Gegenprobe machen. Die Trauergebräuche werden von viel« nicht mehr krachtet, Kaddisch und Jahrgedächtniß find viel» dicht alkhr hkiljg^ d-h Vaud der Namen ist zerriss», Tausend« wifieu cht niehr, „nach wem sie heiß«," viele kemmn ihr« „geweihetep' Name» »icht «ehr, er b«d»ta ihn» nicht«» »nd der, den fie im gewöhnlich» Leb» führ», kan» ihn» nicht« bedeut», dm» d>!U hat der Vorfahr» keiner geführt;*) da« aergeborene Kind ist nicht mehr der wiedaerstandme Vater oder Großvater, die «Iliergeborme Mutter oder Großmutter; es strahlt nicht «ehr ir die rrwachmd« Seele de« Kinde« der Blick jener Doppel« liebe, die tu de» Klein» -»gleich Kind und verehrt» Vorfahr, »it da» Namm auch die Züge sucht «nd findet. Mag der verstau!) Namen und Sache leicht trenn» — aber kam» da« auch dal Herzt! Ist da» nun ohne Einfluß auf Ehrerbietung geg» die *) M fit# die» fttiüch, jaaial bei kta SnamaoMO, ia verhsltNGea, Mt «Mt «ad ab» »ir. Soßte M km bauacakca SeschlechN! «tot ia Beriaeakaag der mtkerat ■ «nn wiekererßehen? «ieLeicht,— vielleicht rach nicht, deaa die M»be wechselt. .l»ru xv. "'i Man spricht: „Meine Gefühl» gehör« «tr allein an, ich bedarf ^für dieselbm Mpttjkjttifft «nd «h»e «. AHM« dwbAudeAeIerWkm auch ohne uw^hndche.' «bGndeAch» GtzhriWheA»d widme ihn» lätWllesMnGnnW WchiohO Hhrzeit-Kaddisch. " Ja^ftMch, ti^n'-^chöN^Worw^ThatswWü »»rm! Mit de« Trauerflor, mit der Trauer» und Halbtrauer »Garderobe nach denkchnestch „Jsnrnaf" ist.- ab«,' chah^ich bei chlft^AllmMv gethan. Die Ekttm find dön Wetz Nile« Fstifche« heglmgmvdü Letchmbegingniß ist mit Anstand und Würde vor sich gegangen, nachdem di« letzte Scholle «iedergerollt» find dt» „Leidtragenden" «ach Hanfe gegangen. Morg« findest du d» Man» wieder in feinem Lad» oder Comptoir, die Fra« hat so visl «it der „Trauer" (du weißt doch, wa« da« bedeutet!) für fich und di« Kinder zu thun — wenn da« nicht, »ach »christlicher" Manier, schon vorher besorgt war — hat otit Schneiderin»» und. Putzmacherin»» so viel« Eonfermzm, daß fie keine Zeit hat, der Trauer y."h.' die«mat deck Awelu«) uachzühängeil; 'mir ck<M Eondolenz-Ltfit» erschein» — — aber »an kan» doch die Besucher nicht in derangtrter Toilette empfang»! Die Alt» »erhängten dt« Spiegel — seltsame Ute! Nach kurzer Zeit triffst du dm Her» wieder am Spieltisch, die Dame in Gesellschaft uud Eonzert, dann auch im Theater, auf eine« Prtvatballe — natürlich in „Trauer". Aber darum doch heilige kindlich-liebevolle Erinnerung, ehrfurchtsvolle» Gedüchtatß, ebensoviel wie bet der Fra«, die um alle« Gold der Welt nicht zu dergletchm zu beweg» wäre, ebensoviel wie bet dem Manne, der da« ganz« Jahr htndnrch kein« Gottesdienst versäumt; und dt« Kinder werdm die Trauer der Eltern um die Großeltern fühlen. Den« sie auch nicht« davon seh« —. „Da« glanbe der Jwd« Ipeüa!" sagt der alte Spötter Horaz — aber wir glaube» e« nicht! Und nun, wie steht e« um die Ehrfürcht vor dm lebend» Eltemtz . Feuilleton. ‘ Dr. gfttfriel Schmelke«, Arzt aak Dichter. (Schluß.) Ergreifend ist die poetische Erzählung »Nummer 225*, derm seltsamer Titel daher kommt, daß der Dichter in de« Präparat» «Eabinet eine« Spitals einm Schädel findet, der außer dies-r Nummer noch die besondere Bezeichnung: »Jude, Jrrmhau»* trägt. Mit edlem Zorn ruft er au«: La «ran Jak«! Lsagft ist keia Gehiea verankert sch« aak lsagß ke» Warwes Schwan», Doch, kaß »aa hshaeak dir tm Grab noch Mae, Echrirb hier «it zrvßeu Letter» noch ker Hatz De» Glaube» dir als vraakwal aa Me Sttrae. Auh sonst spricht fich nebm der wrhmüthigm Klage, die namentlich in dem länger« Stücke »De« Sänger» Lied* Platz gefunden, die zommüthige Empfindung au», welche da« Unrecht au seinem Volke in ihm wach ruft. Gegmüber der Thatsache, daß selbst die so rasch und willig aufgenommme um« Bildung die Emaacipation nicht herbeifühtte, ruft er tm Gedichte »Prag* (1844) l>m Judm seiner Vaterstadt zu: Sagt, ihr alte» bsrt'ße» Iadeal sagt, ankern Israelin»! Der mb veike» iß wohl weiter ia ker Freiheit vorgeschrittea? Alte, lastet Luch raßren, Iuage, wachse» Laren wart, Hak Wa Rieasch laaa aatrrscheikea, was Ihr seid aak wer Ihr war^. Sin ähnlicher, zu jeuer Zeit in dm Herz« vieler lebender Unwille gegm di« Familie Rothschild findet in den Etrvphm „An Rothschild" Au«druck, derm erste lautet; Reicher Pßa»Rr. Bagtc 6ranaa, ker ka riuD KURaoea skß, Oak aai Lage keiner Laate» schon tRißione» Zinse» wshß, Grotzer »an», km sich ki» zitrßm hnlkigeak aak schnnichelak »Nha, ««ich, was haß kn ßir ki. Freiheit kttnes «als» je Dthans Tief empfundm ist da« Gedicht „Des Nile« Trauerlted", hervorgernf» durch die Reise Montefiore« nach Aegypten 1« Jahre 1840. — Red» dies» für die Freihett begeistert da« Wort erhebend» Liedern find« fich ander«, dt« gletchfall« von der finnigst« Auffassung «ad der edelst« D»kn»gsatt Kunde ged». So die Gedichte: Nach Westen» Der Bettler, Jubmthnm und Christmthum, Der acht« Tag. Schönere« über die veschnetdung ist wohl nie gesagt wordm als in dm Schlnßftrophm des zuletzt gmanatm: dQllkkaM mal« mm Vttl|i SHinCif VK *9* fkipcl MV WEM TV^MpCRIWK Die ka t&aqifta, aw Droantrn für ka» Measchearecht ertiaea, , «eh» hieherl es reich« ki« Aiatter hin kas ßiak zur blat'ß» Danse. Daß es sich sllr «lut aak DhrSaea Schwach aak Spott aak Hohn ertanse. Weine »ich«, kn «taut Knabet Las km vlntr, kas »eßostea, Geh' ich ia ker Zataast Sanne schsn ker Freiheit Rose fpwstea, Unk dir Dhvlne» banpe «ntter, ki« ka »Utht an kein» Danß», Sehe ich als Dhanesperle m ker Freiheit Rose Haag» Ueber die audem Bestaudtheile de« Nachlaffe« könnm wir uns kürzer fasten. Dmn wm» auch da« größere episch« Gedicht Mtla seine vollendetste Schöpfung ist, so gehört die Würdigung diese« Gedichte«, welch«« dm au» der böhmisch« vorzett entnommen« Stoff wahrhaft klasfisch behandelt, nicht hierher. Außerdem find« wir nebm oft sehr schonnugslos» „Epigramme»" auf Aerzte, Dichter u. A., «elch« meist witzige «nd geistreiche Pointe» Hab«, „Sinngedichte?' «tt wirklich finniger Anffaflung de« Mmschmlebm« und von «ohithumdstem Eindruck«. Nur einige Beispiel« von dm letzte»: llaterlchiek. Dia rhrsnM ker FreNkw^ kie Thalaw ker Leikan, ■I« AA alJ. GEM Pf GMD> nKiipniHir. M* tx*t* tt*** 04m, Dl| ffllHTW Min