Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 25 (21.6.1871)
- Date
- 1871-06-21
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Prrsie' baffi» 'geforat hätten, diese ihrem Herr» und Meister »tcht zu» Ruhme gereichend« Angelegenheit auf'der Teze»md»u»g za «rha!le».. Jeft »ua »ird in der vom vr. Hildesheimer patronifirftn ,Jüd. Prrsie' ein für hiesig« Leser sehr deuttich bezeichnte« Mttglft) de« Vorstandes de« Beth-Hamidrasch in. .dev diesem Blatte ngenthümlichea Weise augefallen, »ährend der Borstand stet« einstimmig gehandelt» was sperieü in dieser Angelegenheit di« hier in Abschrift sotgendei. Antwort de« Vorständeans da« Sbjaz,schreiben de« vr. Hilde«hei«er — welche« sicher a»$ der ,J>ch. Presse' bekannt geworden — klar darlegt. Auf die« Schreib«» vom 11. Mai ist bi« heute keine Antwort erfolgt.',. Ars dir Unterstellung» den Breslauer, Ift R . in « B»H. .einscknmggrlu' zu wollen» zu entgegnen, halt« ich für uanöthig. Niedertracht und Bosheit richte» sich selbst; traurig uad schmrvtlich aber bleibt'«, wenn Diesmige», welche sich al« llüüchter da« Jutenthum« hinstellen, durch ihre Organe gegen die ewigen, ethstchen Gesetze unserer heiligen Thora verstoße«, Die« mein eiazige« und letzte« Wort in dieser (Zachem M. G. Lewy, Mitglied de« Borstaad»« vom B.-H. Die Ixiden oben erwähnte» Schreiben lauten» — - 1) Einem Wohüöbl. Vorstand« de« Beth-Hamirrasch. .)■; Berlin, TM PTTI 'M 3« Folge einer heute mit Ihrem geschätzten Mitgltede Herrn M. G. l!ewy gehaltenen Besprechung und der speciellen Aufforderung de selben beehre ich mich, Ihn« dir Anzeige zu mach«, daß ich zu meinem Bedauern Ihrem Wunsche, zur Organisirung de« Beth-Hamidrasch zur beabsichtigten Fakultät mitzuwirk«, resp. dieselbe in nächster Woche zu eröffnen, nicht Nachkommen kann, mid füge hier meine Griinde hinzu. Do« Organisationistatut der Fakultät ist, «ft Sie wisien, in dem allenvesentllchften Punkte gegen meine ll:berzeuguag eingerichtet: ich wünsche ein Seminar und nicht eine Fakultät. Nur sehr Wenige, ich darf da« wohl hftr erwähne», würden in «meiner- Sage, bet so großen prinripietftn Differenzen, dft Selbst» verleugr ung geübt haben, dennoch mitzuwirk«. Ich beschied mich theil« <m« sehr difsieilen persönlichen Gründe», thrU« in der Hoffnurg, daß dem Institut« mehr wüaschea«werthe Schüler zu> geführt werden — al« die« bet meine» Institute ter Fall ist. Es hat sich aber, gleichviel au« welch« Gründe«, kein einziger angemeldet, und so bin ich denn in «eine« Gewtsie» verpflichtet, bet softem Wegfall« auch aller Opportunitätsgründe, so lange auf mir, und meine aulschlftßliche Verantwortung zrrüekgezogen zu bleiben, bi» e« geling« »ird, da« B.»H. ander« al» tiat bloße Disloeation der Hildethetmer'schen Schuft erscheine» zu laste». -' -x i Diese« ungefähr hatft ich schon mit Herr» Lewy bespreche». Es kömmt so ebm noch ein Grund hiuz«, daß »ft »eine größer« Schüler ihr« fest« Entschluß, der mir yvi fl bv «b»so ftemd war, w« er e« Ihnen im Aug«blick ist, «ttthetltm, »ur i» eiue Anstatt einzutret«, für die ich dft volle Verantwort «ug trage. Ginehmig« Sie da« Gestäudath der Hochachtuitg, mit der ich di» Ehre habe zu verblftd« Dt. Hildesheimer. 2) et*ii»( dm 11. Mai 1871. , St». Ehrwürd« Hab« 1» Ihrer Zuschrift ar ua». «m 1. Isar Ihr« Mitwirkung bei der auf Grundlag«,de« »on.Jha« »itberatheue» u»d genehmigten Programm-t bewftktm Organtätton de« Beth-Hamidrasch abgelehnt. Sio.hab« es «nterla sen, uns dies« Entschluß zur geeignet« Zett inttzutheiftu, uad un» erst damit bekannt gemacht, nachdem dft «Aufforderung an Sft heraugetteft», uunmehr dft von Ihne» Mit festgestellte u»d v»r uu« augeküudigft Eröffnung des neue» Leftcursu« zu bewftkeir. Die von Ihnen zur Mottvirung angeführt«, Sründ« einer Erörterung zu unterziehen, halten wir für um so überflüssiger, al« ^fetzt auf Nicht« weiter ankam al« auf Erfüllung überaommemr Berpstichtnüg. «ft bedauern H aufrichtig, daß t» einer Zett, wo ftgttt alleKräfte zu sammeln, um den zersetzmdmv»- strekmagr» entgegen zu wirken, Sw. «hrwürdrn die mit fo' vftl Mühe und Ausiwfenmg - angestrebte'Neevnstitntrung 'des «Sech. Hamidrafch verriftl», und zwar in der letzten Stunde, weil wir auf «rund de« SMtut« rt für unmögkich halten, da« Beth-Hamidrasch in ein Seminar mit Dirertorialfpitze vmzuwandel«. De« in Ihrem Schreiben vom 12. Isar ausgesprocheuen Wunsche, vor der Versammlung de« Achtzehn« - Arftfchusie« Ihr Berfahve» zu begründen,/könnt« wft keine Folge geben. Ihr Schrotten ging »tt« erst bei Eröffnung d« Versltmmftmg pt, lanßerdem liegt dft Berftetunz de« Beth-Hamidrasch nach Anße» nur dem Borstande ob. Der Botstand de» Beth-Hamidrasch. gez. A^ H. Heymann. M. G. Lewy. Ed. Meabe. - Sr. Ehrwürd«, dem Her« Rabbiner vr. Hiidesheimer hier?» ,«uWt,«hüben. End« Mai. (Original »Eorresp.). Indem ich Ihn« sine Lerordnung der hiesig« königl. Regierung väa 16. d. M.. die Organisatton einer Vertretung der ißraeltttsch« Eultußgemeind« de« ehemaligen Herzogthum« Rasiau betreffend, übersende, wird de« Lesern der „Wochenschrift" eine Erläuterung, vvransgeschtckt «erd« «üffen. Im Jahre 1842 wurde von-der 'ehemaligen naffauisch« Lande«-Rezienmg eine Organisation der .israetitisch« Euktns-Angeftzmheit« in'« Leb« geruftn. Da» Herzogthum wurde in vier (später dret)Rabbftat«b,zftke «in» getheitt, und es wurde ein israttittfcher Tenftal-EnltuSsoud« an» dm von der Regierung jährlich ausgeschriebenen vetträg« -dtr Eultu«gemeindm gebildet, au« de« die Rabbinen theilwets« besoldet und ander«-allgemeine Rost« bestritten wurden. Später bewilligt« dft> önndstände ein« Staatszuschuß zu j««r Fond«, nammttich zur Erhaltung de« Religiouslehrrr-Seminar« in Em«. I« Jahr« 1852 wurde dft ftüher provisorisch« Ordnung bestätigt und gesetzlich publfttrt. Der Fond« war mm aber rein dureau» ««lisch vmvattet" worb«,' die Mchttgkklt der ikstmahm« and kAuSzabm überwachft dft herzoglich« Rochnuugskarmner, aber die Jud« selbst erfuhren über diesrlb« nicht«. Nachdem die« schon sttt 1848 und besonder« wieder fett der Annexiou zu-leis« und taut« Brschwerd« geführt hat, ist endlich die erwähnft Verordnung erschienen und dm Jud« eine gewifle Mitwirkung zu» gestand«."-Dft Hauptstell« laut«: " i „llm dft israelitisch« Eultusgrmeiudm do« «hemal. Herzogthum« Rasiau bei der Verwaltung de« ftraeltt. EnttrabSultus» . Fond« tu entsprechender vetft «titwftk« zw laff«, wird hierdurch mit Genehmigung der Herr« Minister der geistliche», Uutrrrtcht«- «ud Medleiual-Augeftginhettm -uud de« June«, tu ßtufchluß an > dte>««g» des-geumuttm Fond« durch dft Verordnung der vormal« herzogl. «asi.Mtntstrrtal-Abthetftmg de« Innern, vom 7, Januar 18LL >publftfttm Bestimmung«, dft Bildung rtaa Bertretuug der geuanuten Euttusgemeiudtt» «ugeordnet unter der Bezeichnung; Syuagogmrnth der israelitisch« Cultu« gemeinde de« «hemallg« Herzogthum« Raff»«!"!!■ ■> 1. Der Syuagogmrath wird gebildet durch da fewellig« . Bezirks -Rabbiner zu vftsbadm, bn jrwoilig« Vorsteher der tsvartittsch« Eulttwgemetnd» dortfckbst und durch drei «ttierr, jedesmal -auf di« Dauer von sfth« Jahr« zu wählend« Mitglftder. , ->!- - ii' ■■ 2. Die zu «ähleed« drei Mttglftder «erd« in drei Wahlkreis« gewähtt, von welche» jeder ein« der bestehend« drei RabbtnattbezKk, ««faßt. - - n. 8. Ja jede» Wahlkrrtft wähl« dft Vorsteher und Vorsteher» Gehtls« sämuttlicher dazu gehörig« tdraeitttsch« Euttusgemeiud« (im Rabbinatöbeztrk WteObaden mtt Ausschluß der Enltus- -emetnde zu Wtesbabm) znfamm« Ei» Mitglied. >' 4. Der Shuazogeuntth ttttt in dmstftgel etumal im Iah«,