Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 25 (21.6.1871)
- Date
- 1871-06-21
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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1»» mb zwar in Wiesbaden, auf Einladung der / If f,- f» Literalurbericht. und untar de« Vorsitz« eine« von ihr zu dasiallenoan Eom- - miffarM ^aMft«,,M.,,hat brt .Mksts^Mt.^,q«itral Eultus^Fond» zu deratyen. -_i _' Sodann wird. demSynagogenrafh die ^Jaßresre^umfä de« Eentral«Culto««Fond« nebsi' Beleg« zur, Kenntnißnahme! und etwaigen Antragstellung »orgrlegt. -> '' -e' Auch kann der Eynazogenrath bezüglich der Organisation und Verwaltung der Juddngemeinden ianerhalb de»,'Gethingt« bereich« der Verordnung vom 7. Januar 1852 zu gutachtlichen" Aeußenmgm anWordert werden und seinrrseit« in dieftr Be. ztehung Anträge stellen. ßßtntUf~ Drdrrcziti/ Mist. Por dem hiesig« Schwurgerichte gelangt« die Augehgarheit' einer ,H«pp »Hew. Verhandlung. Im »origen Jahr« ging nämlich mit 8er Erlauer bischSflichen Druitekc^ unter de« Titel: ",An «e christlichen Eia» wahner de» MLtradezirket* eine skandalöse Broschüre hetso^ welche die Religion und Glaubensmorql unsere» Glauheutgenoffrn zmu Begenstnud«. de«' Gespöttes wacht, da« Volk zum Hasse gegen die Juden und zur Behinderung derschben an der Ausübung der ihn« garantirteu Bürgerrechte «üifhetzt. Der Umstand, daß diese.skandalöse Ppoclamatioa, deren Verfasser ein gewtffer vittziiß, Gndsbesitzer im Heveser KomKate, nicht genrmnt gewesen, hi‘1000 Exemplaren vertheilt wurße, verantaklt«, die,, Vertretung de« Heveser KowM^HKr Pflicht gemäß die Sm. schrettung gegen dt« Bvrbrettung diese» prvclamtztton' jü beschküß^" Die Erlauer jüdische Gemeinde, lenkte die Dufmerksamkeit 'bet Juftizmintster» aus dir drohende Gefahr, und' diese; wie« sofort den öffentlichen Ankläger an, diese« skandalchvPreßvergehen zum Gegenstand einer öffentlichen Anklage zu »achsn.. Da« Ergebnih de« Prozesse« war,' daß dtä Geschworenen ßi» Frage, ob dir Broschüre sträAich«.-,hqste« frf, esnßimmtz bejahten, während sie über den Autor gleichfalls einstimmig dasMichtschuldtg aus» sprach«». Die Geschworenen Hab« somit, heMerkt durch ihr Verdikt der durch den Inhalt der Broschüre allgemein her. vorgerufenen Empfindung Ausdruck gegevm/ .aa-erersrÜ« aber der Anficht gehuldigt, daß der Mangtl an Sufkläruag bei dem Angeklagten kein strafwürdige« Vergehen bilde. (u.j.«.) <£f», Leopold, Jüdische Dogmen.1 Offene« Sendschreiben cffl Httrn Dr. Ignatz Herschkör, Eigentümer detz^ »^zraslila Közlöuy'. Pest 1j871. Vlll und 40.- - “ . I. 7 ' ><l I Bermjschte iuib neueste Nachrichten. Fra«kf»rt ». M. Di« isrneliltsch« Männer. Araatenkaffe hatte nach ihre» Bericht«, der »ach 10 Jahren wieder einmal erscheint, Einnahmen in dieser Zeit» 176,09» fl. 89 kr. und Au». Jab» 117,247 fl., 4» kr. Au Geschenk» und Luchtech «hielt die kaffe 8897 st. Mitglied«» Mt dieselbe etwa 16»^ - ' ‘ V»G Siiäm Aktzd bat, d» Sohn ded'soell. stftlbb. Aren Ehortu, Mlttz Eyoti»! Um Mngsttdt de« tstt-rmschm» ßstichoiaze» rrwßhlr, so daß. ttr diese« jetzt dr« Jsrgelitru (Wahrmann und Ho») sitz». . VttfctltW. I« oergangeu» Peßach ist da« 200j«hrige Jubiltlu» der groß« Synagoge gestiert worden. Manche-»». Dt« Neformgemeind« hat sich wieder mit der alt« Hanptgrmeinde vereinigt. Pari«. Bai Schluß der Blatte« erhalt» wir rin Leb««, -eich« der Alliance Jsraslite Universell«. Daffelbe besteht freilich nur in adermatiaer -Einsendung de« Eireular« »om 28. Mörz '(ab- Brückl in Nr. 14), itldeffen'kenu Netze« übe» die Thättgsttt der ian« «ahrend der entsetzlich« Zwischemeit auch nicht erwartet «erden, und genitgt je»«» Zeichen, daß ju ihre Wirksamkeit noerschüttert wieder aumchme» »Ul und Beitmge erwarte». Wir theil» die« ger» «il. Die Adrrffe ist tOvrrärdert Nur de Drüpts« 37. > - Scheiasäre^Widersürüche werden durch einfach« Distiätttöaea gelüst. Und sa.hältt, Lsw hie Widersprüche, »elch« der „»özlöm," gegen sein» I» Bezug ans jüdisch» Dogmen,g'ttm» gcwachte BehonpnMtz erhöbe», durch eia« gar picht tiefliegende Diftiacrion Hede» Rapen, denn aiima» mm das Wort ^ognm in schier fpettflsch» Bedentuug, in ftreagchtistliche« Sina«^ so maß jeder aufrichtige Renan und Berftchter des Jndenthnm» für dessen Dogmcalasigliit in bi« Schraaleu trete», ohNe sich von 8üwk« Autoritären einet Vefferen belehren lagen zu töanra; identistcirt man jedoch Dogma mit *1"*"*> ** *" fri"*r »rlprüimlichen nnh allgemeine» «VtfPtm«.. chchchacha» chnmP^sft«« besonder« großen stpastai-.flonches, ma dir Behaaptnaa, da« Judenthcha kenne Dogmen aüfthabe dermwch emeDogmank, M «htzooh« «treit, de» diese» Pnnkc henwogeruteu, beruhte in sii^chh«jebchM»q‘i, der Mklarwit »er vevikfe. Mch in »0, nchngel- Höften wwen, aus die hlnfichten tiefer Änzngehea. chd er wird hnrch Arhchea, wie dir uns »»tsiegeade, kei^ellveg« zum Anstrage gebracht. Dean, wo itzw4 fich um vegriste schlügt, wo «an mit leerer Worten streitet, wo die chegner nicht auj ch« feste» Boden stehe», da kan» von keine« für die Wiffeaschaft ersprießlich» Dtrritr di« Rede sein. Löw steht sich z» einem Verfahren peranlaßt, hß«' allerdings de» Schein der WisteaschaftüchKit fsr, sich har; er betrachtet me vorliegend« Frage, wie er sägt; »oft atkea Leiten, zieht, ms eine wlffenlchlsttich befriedigend« Asnng drrfelbe» zu erzielen, >>en epe^tiichen, philosophische», cheologischeu, geschichtliche», rituellen, pädagogilchdidaktische» und liwrgißhe» Aestchispankt in Erwügnug. Aber trotz dieser impoairnidea Uüseitigdßt vlmkn wir nicht umhin, di« Methode Ldw'» als^ eim üntotzsinschafrliche pi d^etchaea. Wo man d« reichhaltigen Schatz der Literat« »» solche» Zwacken mißdrancht» Win st» L«to «strebt» wo es einem nicht um die Sache, sonder» um sein» eigen» lieb« Person zu chn» ist. wo man nicht belehre«, sonder» Hofmeistern will — dort tarnt man de» toiffen« schaftlicht» Werth nicht »ach »er VSaakea- »ad — Litatenslllle bemessen. Der Do», den Lö» aaschlügr, ist — wir «oüe» «ch teinot »adern Lus»«4«a!-» dir»« viel zu hoch,1 dtr'Sprachr, die er gegen sei«» Segne» führt, ist viel m gereizt, o» dag «au dal vüchleM mit vesriedignng an« der Hand leg« könnt«. Wir gebest zu, daß »er Mitarbettrr des »FözlSah" dir Grenze» de« Sebsthrtiche» überschrMen. aber dir« berrchetgt kö» noch keine«weg«, ihn wie ein« Lluarwner ist die Schntr z» «hm»». >öw fetz» sich ans« hohe Pferd »ad rügt spracht-h« Fehler Luch don, wo er «» nicht mit ,M^Sni^', sonder» «ft Männer»- pit« Mannheimer und Sachs zu thun hat. Rach Löw'» allenienestea FoHhnag« lamet da» Schewagedet: Der Ewig« ist nnjer S»M Mn ttwim ich oftGig; «nt wenn Mannheimer nnd Sach« ander« »»er. sehe«, so habe« st« — sprachlich geirrt. Löw bringt tkiret«, wie». v. on« Fichte'« Wissevschaitllehr» — nicht um sein» Unstcht zu begründen, sondern um ptuen geistreichen Witz zu machen und sein» «egner — nicht zu über, zeugt»,) s«dn» iah« zu lege». Solch« und ühnluh« tkunstgrisse erweck-en in nn» »ährend'derLektüre et» «esähl der Uabehaglichkeft, und wir Kamen nicht »atz Schrtftche» aus dir Seit« lege» ohne uns »n sagen: Hier wird >»m Uatrrgeordnetw zu wtli viicherstanb anfgewirbeft. Soft Briefknsten de, Nadaettan. «am Hann Red. de» „Univ. Zsr." obgleich die FeUnag Ihrer ,heftigen politischen Pntipachie» d« Zeit »nd der Einsicht in dt« Lage der beitt'riwd« Ütjwtaffra bleibt» mag und jedmsalla bi« „I«rwochenschnfl" tzfthf tützlamst» kann ich »och nicht nmhw, Sir aus zwei Pnnft« io Ihre« jüngsten Heft« aufaeMam zu mache». Sie begftmen daffetde mft de» W»Nm .sDübrndermütbrrifche ttampf. »er zur Freud« naserer Feinde u. s.»." Dft «grstcktchr Mchmmg in Deutschland, ki« gesampu« Preffe hat dem «ampft m« Mitleid, «ft UmvUlen, auch wohl mft Ekel und »dscheu zugeseheu; ab«, kein Laat her Schstdenskeude hat stch^eewoh««» lasten, .^-llen eft dfp diese gehässigen Insinuationen, die einzig not in »er Phaainsle der Franzose« , iaTlnfcnt ist ein« «letnigkeft. In de» Berichte» der jüd. Feldpredigeiich Üotz Hniststmadaumnivesehfta «c. di« Rede. Sft habe« die« Ihren Lesen, so wiedergegkbe«, »« tb W« jüft Soldateu mft dem Stock zum Sottrsdiens, M-lebe« worben ftien. Das ist et» thörichtes Mißverständniß. Der Soldat fwut '»ach Mn Regeln de« Dienste», Mc Übrigen« wohl »ach in Fraakreiö» gelte», wen» er t» Dttnst ist, nicht gehe» wohin »ob wie er wttl. Damit »» z. B. de» SoNeddinsst besuch«, bedarf es eine« Urlaoö», den der betrrfiende Commanban» besieh Ich weiter hat da» nicht« zu bedente». lledrigens beiläufig haben mir hier -her jüd. Landalent« gesagt, baß t« ftanzös. H-ere dt« jä». Soldat«» »utzikwn und 3* «uf jtdeamalge Verwendung der stattine» lltlnnb erholten« und dag sonst ans di« Religio« derselbe» keinerlei Rsckstcht zenoeame» wird. Da» ist in Douschlan» weft bester.