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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-06-21 · 25 (21.6.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
25 (21.6.1871)
Date
1871-06-21
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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197 cfau EabmetSordre twn d. 9ta»mb<t-1867 BreAlst» zum Sitz cherselb« bestimmt. Dir »orbereiteuta Handlung» halt» ftnttt getabe einen Zeitraum von fünfundzwanzig Jahr« in Anspruch 'genommen. Bon i ba an wurde die Angrlegenhett verhättnißmäßig viel rascher.befrieden, und am 5. September 1670 erhielt da« vom Vorstand und der Repräsentant»-Versammlung der hiesigen Gemeinde vorgelegte Statut die Genehmigung der Minister de« Unterricht«, de« Innern und der Justiz. 8« umfaßt 10 Artikel, an« denen ich Ihnen da« Sichtigste «itthstle. Nach Artikel 4 führt die Stiftung den Ramm »Mora Salomon Leipztger'schs Beth-Hamtdrasch-Stiftuug* und hat zu« Zweck die Gründung einer der Ausbildung tüchtiger Rabbiner und der Beförderung talmudtscher Studien gewidmet« Anstalt. — Sie wird von der Synagogm-Gemeiude zu Bre«lau verwaltet und vertreten. (Art. ö.) Dem Art. 6 zufelge werden die auf die Stiftung bezüglich« inner« Einrichtung« durch eine Eomwisston, bestehend au« neun Mitgliedern, getroffen. Art. 8 fetzt die Befugnisse und Obliegenheit« dieser Eommtssion fest. Sie hat da« Anstaltslokal auszusuche» und zu beaufsichtig« und die Bibliothek anzuschasfen. Ferner ist e« ihre Pflicht, der Stzuagog«»Gemeinde die Anstalt«-Lehrer zu präsentst«, den Etat der Bedürfnisse der Anstalt alljährlich aufzustellen und den Gemeindebehörden vorzuleg«, den Unterricht«-Organisation«- resp. Lehrplan selbstständig festzusetzen, die Aufsicht über die Anstalt zu führ« und Bestimmung« über die äußere Anstalts-Ordnung, sowie über etwaige «st der Anstalt zu verbind«de gotteSdicnstliche Einrichtung« und Feierlichkeit« zum Andenken de« Stifter« selbstständig zu treffen. In voriger Sache hat nun die Eommisfion die Lu«arbeitung de« Lehrplan« eine« Subcomitä von drei Mitgliedern, dem die Herr« Prof. Braetz, Rabbiner Dr. Jotzl und Dr. Honigwann augchören, übertrag«, und t« Laufe dieser Woche wird der fpeciell von Her« Prof. Graetz au«gearbettete Organisation«» und Lehrplan der Gesammt-Eommisstör» zur definitiv« Beschlußno» mit einer formell« Vorstellung meiner Perfta eiuschrritm zu müss« glaubte, um mich vor weiter« Unbild« zu schützen. — KryzanowSki entfernte sich gedemüthigt und erzürnt, und sein Befolge zog beklomm« hinter ihm her. Die klein« Despot« find stet« ärger al« die großen. Sohlthu«d gegenüber dieser Rohheit wirkte auf unser Gemüth der wahrhaft edle und feingebildete Oberst Wllkiu, welcher unsere Untersuchung zu leiten hatte. Ost brachte er uu« persönlich Briest und mündliche Mitthellungm von d« llnserig«, und sein Auge schwamm oft in Thrän«, wenn er unsere von der lang« Hast angegriffene Gesundheit bemerkte. Er that Alle«, um unfern Prozeß zu beschleunigen. Warum er sich twtzdem so in die Länge zog, sollt» wir erst spät erfahren. Jacob Tugeudhoü» mit dem blau» Frack war nicht bloß Direktor der Rabbinerschule und E«sor für jüdische Literatur, sondem auch TrauSlawr de« Hebräisch« im sogenannt» diplomatisch« Bureau de« Statthalter«, d. h. in der politisch« Geheimpolizei, und Jacob Tugendhold hatte unsere in Beschlag genommen« hebräisch« Eorrespondeuzm und Papiere zu prüfen. Der arme pflichttreue Manu suchte sehr lauge in dm Dommeuten, um sich ein Verdienst bet sein» Brotherr« zu erwerben. Endlich hat er Etwa» gesund«, da«, wenn ordentlich zugestutzt, ihm vielleicht gar ein» StauiSlau«», Nikolaus-, oder ein« ander« Lau«-Ordm hätte einbring» können. Zu« Hüttenfeste de« Jahre« 185V (nach jüdtsiber Ae« 5620) hatte ich von mehrer« d« verschiedensten religiös« Schattirungm augehörtg» Freund« ein Silbergescheuk mit eine« hebräisch« Begleitschreib« erhalt«, in welche« letzte« ob« auf mein Bestreben, die verschieden» Richtung« zu gemeinsamer Arbeit auf .dem gemeinschaftlich« Bod» zu vereinen, hiugewtes« wurde. fassuug vorgelegt werden. Nächsten« kann ich Ihn« wohl Weitere« hierüber mtttHellen. Schließlich noch die Bemerkung, daß für die Stiftung in der Person de« Rabb. De. I. Levy, de« Verfasser« de» chaldäisch« Lexikon», bereit« eine sthr tüihtige Kraft in Aussicht genomm« sein soll. . Berlin. 11. Juni. (Roch einmal die veth-Hamidlasch- Angelegenheit.)*) So sehr e» meinem Berufe und «ein« Neigung« widerstrebt an die Oeff«tltchkeit zu treten, so bitte ich Sie dennoch, weg« Ul 0"sv orrvn folgend« gell« Staun in Ihrem geschätzt« Blatte zu gewähren. Die Rechenschaft, welche der Vorstand de« hiesig« iveth» Hamtdrasch über die Vereitelung der Reorgauffation öffentlich zu geb« au« leicht begreiflicher Rücksicht unterlass« hat, mußte privatim Jede« erthellt «erd«, welcher durch seine Bethetliguuz an dem Unteruehmm darüber Anfklä«ng zu »erlang« berichtigt war. vielleicht wäre d«noch diese Angelegmheit durch den gewaltig« Strom der Tage«-Eretgntsse der Aufmerksamkeit «tzogm und nicht weiter« Kreis« «ttgetheilt Word«, «mn nicht die ungeschickt« Freunde de« Dr. Hildesheimer — die wahrlich einer Sache schon mchr geschadet al« seine hestigst« Gegner e« je gekonnt — durch ihre entstellend« (um keinen unparlammtacisch« Ausdruck zu gebrauch«) Berichte im ,J«rarlit' und der »Jüd. *) Ae im Leitartikel Nr. 22 ««gedruckte <orresp«abe»i rtthel »ich« vo» de» hier n»terzeich»etea Hrn. L.^tz her. Der Verfasser derselbe» schreib! »al i» vqng aus die Polemik ia der „Jllb. Pr.": „3» derBorawtletzuug, dag Ihr Larrespaadeut Ihre» zur Keuüge bekauM ist, darf er wohl au- »ehuleu, dag Sie von ihm keine Catgegmmg aus de» Artikel „Die tteorga. »isatio» des Vetb-Hamidrasch" i» Nr. 22 der ^)lid. Pr." erwarte». Gewöhn IWS nhn 7TB R? sonder» t» den Grenze» des Anstande« z» reseriren, nrafi ich znrücksteben, weu» diese Grenze» dberschrittea »erde», doch kan» ich »ich: »mhi», Sie Aageficht« jeues Artikels a» da» alte Wahrwort zu erinnern: gni »'atme, s'«cc«(e.“ — lieber die im vor. Blatte abgedruckte Abwehr de>! Herr» vr. H. werde» die Leser sich jetzt selbst ei» Urtheil bilde» vnue» nur Mtett un» die Polemik hiermit erlangt, wean nicht neue Momentt hinzugebracht werde» sollte». (Ned.) Vereinigung der bisher Getrennten — gemeinsame Tätigkeit — Verbrüderung — daraus kann ein Tugmdhold Capstol «ach«. Hier ist die lange gesuchte Quelle der Bereinigung der verschied«« ReligiooSlager »blich gefunden. SBa« aber mit dem um zwei Jahre verfrüht« Datum anfangs«? Da weiß ein Jacob Tugmdhold Rath. Nicht umsonst hat er sein liebenlwürdige« Weib abgerichtet, von jedem armen jüdisch« Schriftsteller, der d« Her« Dtrector z« seh« fast, die Tephillin de« Letzter« zulegm zu lass«, die ihr Gmiahl im Drange der Amt»geschäfte kaum abzulegm Zett gesund«, al« er zum Fürst«»Statthalter gerufm wurde. Und diese Tephtllm mußt« immer wieder aufgerollt werden, damit der nächste Besucher wieder eine tiefe Verehrung vor dem vielbeschäftigt« Henn Director und Cmsor empfinge. Wer so viel zulegm lass« kann, muß auch wohl selbst einmal eine Zahl zu einer gegeben« zazuleg« verstehen. Der sogenannte ,Perat' auf meiner Adresse, oder die Angabe der Jahreszahl durch den Zahlenwerth gewisser hierfür bezeichneter Bnchstabm in einer dem Schriftstücke angepaßt« Phrase lautete: 2« OV VÖ (Kwne gut« Namen«), wobei die Buchstabe» de« Worte« K et her (Krone) behuf« Andeutung der Jahreszahl (5)620 über d« Köpf« punktirt war«. Herr Tugendhold fügt auf daS'veth de« Worte« Tob ein Pünktchen hinzu-und glebt in feiner Uebertragung keck die JahreSzalil 5622, correftwndtrend mit September 1861 an. Demnach fiel« meine veretnigungdbestrebung« in da« Jahr der polnisch« Bewegung« und bezog« sich natürlich auf die Bereinigung der christlich« und der jüdisch« Bevölkerung de« Lande«, und da« Verbrech m war gesund« M' 2 _____

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