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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-05-10 · 19 (10.5.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
19 (10.5.1871)
Date
1871-05-10
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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' 148 Sechsrüoirtnng gesetzt wabat — die um so schwierig« p W «ich« ist, all wir die Grundlage d« Bokklschnie aufhebar da zwei Sprachen tu uuseru Lostpfchuleu gleichzeitig gelchrt werde« müssen. ■? : Großgezog» worden ist der bedanernüwetthi Zustand der Unwssserhett und Gleichgiltigkeit durch dt« Katechttumt»Wirth» schaft. Da hat e« sich vor Allem bewährt, wir beherzig »«wn«h die Warnung unserer Alten vor de» IV» ppn ist. Last von de», wa« für dich nicht paßt! Zwänge dich, dein Denken, dein« Lehre nicht i» ein« fremde Form, denn damit machst du dich, bei» Denke», dein« Lehre zum Krüppel! Lange, allpr lange nur hat «an so tu der jüdischen Schule, im jüdischen Rttigion«. llnterrihte dem jüdischen Kind« seine Religion unschmackhast gemacht durch die Einzwänguug in die Forme» da Lehrsätze eine« stunde» Enlte«, durch di« sklavisch« Rachahmuug weinerlich, stwm« klingender Sätze! - D*wn p aJ> tVti .Wendet Euch nun endlich ab von solch eitle» Menschenwerk' — «endet Euch hin zu» Göttlichen, zum Urquell da Wahrheit, zur mm! Wohl ist e< für Lehrer und Schäler nicht leicht, neben und mtt da Fülle de« sogenannten prosaneu Wissen« zugleich ein« vollständig« Erlernung da Religion, da Geschichte und de« Eaemonialrrcht« Jtrael« au« den Quellen zu bewältigen — doch e« muß gefchchen und e» kann geschehen! — ES muß geschehen: Entfernet au« den Schule» die llei>«rfetzungen, biblische Geschichte» und wie die AuShilf«. mittel sich sonst betiteln möge», denn nie und uimma genügen solche auch nur als Bilduug«mittel! Wirke» kan» allein da« Original — um wie viel mehr da, wo diese Wirkung sich auch und vor Allem im Leben bethätigeu soll.*) Denn Z«rael« Glauben und Religion, ist nicht allein »Sache de« Gefühl«' — unlösbar verknüpft ist unser ganze« religiöse» Lebe» mit «nsera Geschtchtr von -braham ha.— Daher gilt für eine jüdisch« Pädagogik — natürlich find hia nicht gemeint die Allen gleichen Erziehung«» Grundsätze, sondern nur die Weife de« Unterrichte« — soll sie wirksam sein, al« ewige Grundlage die Weisung de« Talmud« vw ■rcero'2 vbv ,mpos vbv ,m» dt« vhtn zhrh *nu6Pt3 (Ktdd. 30a), daß in da Unterrichttzett die Entwickelung de« jüdischen Gesetze« dem Schüla klar gemacht wade an den Werke», die diese Entwickelunglstnfen bezeichnen. Daß damtt nicht All« zu Schriftgelehrten sofort gemacht werden können, ja daß diese Defidaata nur die Zielpunkte bezeichnen, nach welchen da jüdisch« Lehr« streben soll, ist deutlich. Snpioati «at! Aba e« kann auch geschehe, denn sonst würde die Daeint, gung eine« bedeutenden profanen Wessen« (nicht nur etna Lrot» Wissenschaft) mtt da Kunde de« jüdischen Schristthume», wie sie sich ra Mittelalta selbst bei Manna» zeigt, welch« nur da Piaffe da Gebildeten a»gehören, eia uaaklärliche« Phänomen sein. •) Vhi« an* nicht die Schamrlch« in da« Gesicht steige», wen» wir »asere hentige» Lehrmethoden beim ReligionImUerricht» vergleiche» »nt de» Aordenmge», di« Luther «» christlich« Schute» gestellt in seiner „Schrift «i de Rathllhen« aller Städte D«Nfchlo»d«, d»g st» christlich« Schule» «chnthw» »»» hotte» soll«»" — p & ia tot «utwoa «af di, Krage: laich» D» oteruwl». od »m» pich solltaa» -llßte Schul» habe», »»« ist »»« ad« »lltze, Lateinische, Griechisch« »ud Gbräisch« Zunge» »ud a»derr fteie :kll»str M lchr»? <S»»te» wir doch wohl deutsch dir videl und Gotte» ivort lehre», di« m» geuugsa» ist per Seligkeit", me tt »och derta. echt luthei«fcherstltsrr»ig»»g heißet: ,/Do» rtlhuier«uchderKlluig Dovid Pf. lt7. Ist: Er »erktindet sei» Sur» Jato« »»d seine «ttdate »ud Wechte Jorael. Er Hot lei»«» vov als» pho», »«h sei»« «echt,, ihm» ^smdar«, daher «nch die «ibräisch« Spruche heilig hmßet". — ^Die Spmcheu ß»d.»ie Scheid» »«>,»«» dieß stieffer de« Geiste« stecket: sie st»> der Schrei», dari>l»eu um» »iest Ikiuod trüget. Sie sind du» Gesäß, darin»«» »o» diesei^Lchut faß«'; f* stad die Aeuwost dori»»«» diese Speise lieget." — „Mer die Schrift m*. I»lege», »ab »» ba»del» vor sich hi», »N» >» streite» wider die irrige, «ch sllhrer der Schrift ist er («. der de» Urtep» »ich« keuut) j» geringe: do« listet sich ohne Sprüche» »ich« thu»." — „Mer, wo die Spruche» st»d, d» geh» tt frisch «■» stark, aa» wir» die Schrift durch««»»», »ad ß»»«t sich »er (Maste imua ata.“ ll. s. s. — > Erschrick nicht» lieber Lesa, daß ich btt bastMittlllattaal« «nftabttd vor «»gen stelle! Jüdische« «ittelaltmhat «tcht« gemein mtt da Barbarei und UnwtffenhM. die dir diosm Br» griff sonst wohl berechtigt »»«drückt. Dnu» du iveißt « wähl, wie e« imma deutlicha wird, daß tu jene» stuft«« Zette» bet Juden und Arabern jegliche« Wisse« sorgsam gepflegt «nrd« und zu reich« vlüthe gWeh! Als«, silbisch« Lehr«, aus! Ev» wache an« dem grwohnteu Schlendrian — snche btt neue Dahnen, ob« treffend«: »weide deine Heerde bei de» WohnuUgen da Hirte»' .crjftri nttzchv ^8 Nhs TT', lenke .lstttba ein in die Wege, auf welche» einst so Große« ist erreicht Wörden! Dan» und nur dann «ttd da Jadssfaenti«»u> i« Thun und Lasse» schwinden, denn (Sabbat l.'st») p*l Pf3 W W Dm Dy« oWn« „Der Welt Bestehe» wird gesichert darch de» gagi»hu»Nr»scht"l vr. Lewin. Berichte und Correspondenzm. -eutscht««t. n Berit», 8. Mai. (Orig-Eorrefp.) Dtt Angelegenheit de« hiesigen veth-hamidrasch hat durch Umstände, die »tt öffentlich zu erörtern augenblicklich noch mtterkaffen, eine u»ange»ehN»e Lazögenmg «litte«. Die bereit» angekündtgtt Eröffnung da Rabbttaschutt (jüdssch-theologsschen Facnltät) ist n«ch heute 'gefaßtem Beschlüsse de« Vorstände», bezw. da General-Bersammlang, bi« zum Herbst vertagt worden. Dtt in den letzten Tage» fast plötzlich anfgetauchtm Schwiatgketten, hauptsächlich in da nicht erreichte» Anßeinandersetznng «tt da Rabbinafchule de« Harn Vr. HlldeSheima bestehend, find jedeafall« beAage»«wath. Don da Wahl eine«.dritten LehrerS ist nnta diese» Umstände» natürlich abgesehen worden. Danzig, 28. April. (Orig.-Eorresp.) Ja da Doppel- Rumma 15/16 drücken Sie den Wunsch au«, j» erfahren, «tt e« hinfichtlich da Beurlaubung da jüdischen Soldaten am Peßach an andaeu Hauptlätzen gehalten worden ist. Auf Eingabe an die Eommaadantur ist von den vielen jüdischen Soldaten, dtt hia zur Zeit standen, manchen Urlaub bewilligt worden, manchen auch nicht. De» ftanzö fischen Gefangen» wurde «ährend da ganzen acht Tag« Peßach gestattet, Mittag« und Abend« zu ihren jüdisch« Glaubensgenossen zur Defpeisung ohne Begleitung hinzugehen, ja an den beiden ersten und letzten Feiertage» hatte» fie üb« Zapfenstreich hinan« bi« 16 Uhr Abend« frei bekommen. Ich kann nur sagen, daß die Eommandattur in bereitwillig« und entgegenkommender Wesse den Anträge», dtt für dtt jüdische» Gefangene» gestellt worden "find, vaückstchttgung hat angedeihe» lassen, nicht nur für Peßach, sonder», auch für dtt Herbstfeiatage und Purim. Ein Enriosiuu möchte ich Ihne» auch noch mtttheil«. Ei» hia in Danzig stationttta Mssfiouär besuchte auch dtt gefangene» französische» Inden,. stellte sich aba schlau« Wesse nicht «I« ein Seelenfänga vör, sondern gebadete fich al» Jude, so daß ein« da Gefangenen,' W« a fünf Thal« fast aufgedrungeu hatte» seine» Ettettr »ach Pari« schrieb, dtt Danziga Jehudim nähme« fich sein« an und namentlich eia gewiss« Rabbi Klee (so hetßt da Mssfionär) thue e» Allen an Freundlichkeit zuvor. t .., Ein Herr GoldstelN von 'hia, bä' al« llntaoffizia bei« 5. Regiment tt» den Krieg zog, ist Nl« Feldwebel «nd mit de« esserno» Krenze daortrt vor einig» Tagen hiaha znrückgekehet. SL Lanbsberg «. b. W., ün RprA. Mttg-Äoaesp.):gn ein« da jüngst» Rumma« da .Jüdisch» Pechfe'arsnhN» «sae Gemedlde-LahäÜntffe eine sehr schief« Mb nnri chtißr Belenchtnng, so daß ich zur Berichtigung folgrnbo Mn» l

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