Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 19 (10.5.1871)
- Date
- 1871-05-10
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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147 t«ax fo(it(-ttriM,.ca ffcÜNKzwische»J»d«-und'Ehrst ttn die hsttttzst» »r«ttgi»ssthst« st»tt,so A*** teMt;bfa.«ktfc*e d mM, -taft sich die ^Schärfe" des Gegensätze» znHch« Jud«1h«E und Ehrtstmlhn», wahrscheinlich ünch d«m^»irklich«"ü l» Kuak, mildere., - «Be diese Erläutrm»g«,dirbi» ttf« Haar dmseiben Geist «Ihm«, wie der (Bdafc, bc* Eonststottnm«, girbt.der Ob» Ktrchemath, um zu »erhtadem, daß sei« Sefinnnng« ^n falsch« Lühtr" aufgesaßt »xifcen. Ob sie vielleicht „tat richltzr» Dunkel" «m besten .jb verstehen find, wtfi« vir nicht, wir glaub« fie „tn'st richtige Licht" gesetzt z» haben." Sp die ^Ostdeutsche".^ Vielleicht habe» auch wir eia Heine« Ltchtteiu aagqüudet. Durch Vergleichung mit den Vorgänge» in.Oheffa wttd^jedmjallü «ne» Sicht gewouu«. Die« t« nächst« Blatte. ' «W», fdjt) »leine Winke für Wische Pädagogen. , Unter all d« Schattenseite», die da« jüdische Leb« der Jetztzeit bietet, tritt an grellsten hervor die Tedaukenlostgkett, mit «eich« einerseits die-religiös« Satzuugen und Gebote geübt, »nd audrersetts der« Ausübung unterlessm wird. Gewohnheit oder Lässtgkett find an di« Stell« des Denk«» getreten — sie beherrschen die Mafien. Hier kann keine, noch so tief ri» schneidende partielle Reform helfen, dran nicht in der Abneigung gegm bie eint oder die andere Form, auch nicht in dem zur Schau getragen«^ doch unwahr« Erstreben, unsere Instttnttoum de« »Zeitgeistes aazupaffeu, sondern allein im JudiffermttsmuS, in de» kühl« sich Abwend« von einem völlig Ungrkannt« und Unverstand«« wurzelt dies Hauptgebrechen unserer Zeit. Abhilfe dagegm kann also nur dadurch erreicht werden, daß vermittelst reicher« Wifleas reichere« Berständuiß für da« Judenthum uud seine Institution«» Wärme unv Hingebung für di« Isebel» Priester fiud ß« ih», flcfcit, — Zwo Festmahl ladet Mich sie dir Zeill Ist da» Verhstnguist »u» so durchwegs blind» . Daß es ntchw Tute« t«m, die bieder sind» Nicht aff« «nostsßt der ve«da«»»iß Finch, — Go wach' ich leibst — mit «lindheit »»Versuch» - «Nein Dicht» sei da« Ld l» abgäenll» Vielleicht wird Oute» dann auch »ir verhängti 6. Kettzsttzeßenntnitz. ,, vhiw vw Die Freunde fng» «ich» durch welch« Wittel wein »eist toMtsf der Kraft »ad Weisheit Ditri? Ich sagr, »aß »i«stb«r ich da» wart de« Geist G»»wcht, dach nie d» Geist de» Nor« Mwetfts r Daß ich «eschwW d« All» welkeuiau», Bll H|fl4 Mt Ctikilii fctafftiMt« Cs llouu» »mI« Geist die stell« Hsh' hi»«» Und iteb' und Vetfail pfi: th« Jeder»»». Si» Stzre«»«rt. Last WnUleto» der .preffe' bracht» jüngst «in« Biographie de« Mt Kurz«« in Prag'.verstorbenen und in Rtkoisbmg bestattet« Fürst« Meustdorsf-Dietrichstel». Wir «tnrhm« derstlb« foigenstesr .- Ilm bchtm-ßlndoBni ftrht h«ta nach der tziwne best Fst»st-» Mmstbmff in Galizien, sowohl bet b« Pol« wie bet d« Rn» Religion der Bitter von. Rene» erweckt wird. Ohne Frag« iß! nicht, «ine jüdisch« Fnmltät' da« Postulat, durch «eichest »ii diese Umkehr bewirt« können. Da« hieße eiu« Neubau bei» Dach« beginn». Was frommt jung« Männe«, dm« die Grundelemeat« böhmische Berge sind, der dargebotene reich« Schatz jüdisch« Siecht«, jüdischer Philosophie und jüdischer Go> schichte» Znmal da dieZetteu längst überwand« sind, in welch» der Stndimnde es sich, gmügen ließ, da« nachgeschriebene Wort best Meisterst- »schwarz auf weiß" heimzutrazen und darauf zu bau« and zn schwör«! Oder soll eine solche .Facnltät' nicht«, «etter sei» aist «ine Abrichtmlgstanstalt für Halbwtff«, die dam. mit ihr« Toilegimheft« d« Gemeiad« Sand in die Angei: streu« soll« nn» wohl — «acht dm versuch — an Euren Frücht« wird «an Such erkennen. Nicht da« ist'«, was uns frommt, nicht das, was wir erstreben. — Wir wollen mit dem Fundament dm Neubau b»> ginn» — «nd dieses Fundament, est heißet — Juzendwüerricht! Hierbei denkt wohl mancher unserer Leser: »Aba, arm kommt»l Nun wirst! du »ns doch über die heikle Frage, ob konfessionell, ob confesstonstios, klar« Wein einschenk», wirst Dich entscheid« «üfim, ob du «ach »Rechts oder Link«' dich wmdm willst.' Nein, wein 8ieb>w, für uns Juden ist, neben »rauchea ander», so auch diese die Partei« stark aufregende Frage ziemlich gleich, gültig. Ob wir unsere eigene jüdische Volksschule habm, oder «rsere Kinder in eine Eommunalschule schick« — «ns bleibt't gleich, wen», man ans nm die für dm Unterricht in unser« Religio» (wir wähle» mit Abficht dies« Ausdruck» »ud nicht »ReiigienS-Unterricht') nöthige Zeit läßt. Natürlich lieg« bei confrffionslofer Schule die Dinge einfacher für »ns: wir Hab« daun nur da» ein« Ziel zu erstreb«: omoen omo^l. Srz» lehr«, daß de» Unterrichte da» religiöse Leben entstamme, das -heißt: Uasere Lehrer möchtm endlich ins Klare kowmeu, aus welchem Wege fie eine genügende Kmatniß des Judmthnmti ihr« Schäle« mitthetle» können. — Bet confesfioneller Schul« dagegen muß auch der Unterricht in d« aadcrn Fächern der Elementarschule damit in lebendig« Zusammenhang, in ein« thenen, und vor all« bet den Judm, «velch« ihn ja in Reslo« zu» Bürgermeister wählten, eine Wahl, die er auch annah». Eine Fülle mehr oder weniger burlesker Anekdoten knüpf« fich an seine Amtswirksamkeit in Pol«, alle bezeichnend für seine MUde nud sein« unbeugsam« Rechtsstan. Möge ein« hier Stau« finden. Ja dem Gpeisesaal eines Krakauer Hotels wurde über ein Stadtereigntß debatttrt, welche« ein jüdischer Handelsmann al« Augenzeuge erzählt hatte. „Das kann nicht fei», da» ist nicht wahr," rief der Rittmeister Graf St. „Ich gebe Ihn« «ein Ehrenwort, Herr Traf," mtzegnete der Handelsmann. „Was unterstehst Du Dich," rief zornig-höhnisch der Offizier, „woher, Jud', hast Du eiu Ehrenworts" — Greifer» Sie fich nicht, Herr Graf, vor fünf Jahr« war Ihr Herr Bruder an4> hier in Garnison, Hab' Ich ih» geborgt fünfhundert Gulden, hat er mtt gegebm sei« Ehrenwort, daß er wird zurück, geh« mein Geld in vierzehn Lag«, Hab' ich heut «och sein Ehrenwort, was ich Hab' Ihn« gegebm, daß es soll bleib« in Ihrer FamUie." So lustig heul« die« klingt, so ttaurig endet: diese Erklärung für d« Jude«, der mtt einer furchtbar« Lracht Prügel auf de« Rück», jämmerlich zngerichtet, in di« kalte Nacht htmmsgeworsm wurde. Ais Mensdorsf von de« Vorfall Kunde hattr, ließ er dm Offizier sofort au ein« lletuei, Ort versrtzm «nd verwehrt« ihm durch et» ganzest Jahr jede» Urkanül»