Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 19 (10.5.1871)
- Date
- 1871-05-10
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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149 -wnüß» Nttchdlmifir pMü tetßU.-~ Dtt'etad Um tbftfflMB&artcn d«r »prefftkOwnün-M tfc fthlmdt Mikmch, km, vm Nimainid» ttkfirx» fchmeizlichir «mpfnnbW »«dm, al» vm de»,' ft völlig nngerechlfertitzwr- Weift ei» «Epigone Geiger'«' genannten, diesig«» RtMKt. Wr« Km» bon ein Rabbi»« »ehe ihm, »I« dt, 9kMctebe Mc^r» Mk tt« v«de»t»ag md Tragweite eine« Gabote«. «i»« Iwstitntio» sie anftlär»? Und wenn er » gethan und ftrtwüheead chut,' »mm « di» geweihtosi» Momenft de« Ich»« benutzt, «» vm der Kanzel h«ab mitall« WLr»e für diese unerläßlich«, »ich ihm trog seine« angeblich» ,Epigo«»th»«ö' zu de» nimmgängllch» Requisite» ei»« jüdisch«, Gemeinde zählende Aaftall ein» zutret« — «ud all' da« ist, wie d« Eorrefpondent doch «iss« müßt«, vm de« hiesig« Rabbiner geschehe» — km, non th» dm, tadeln, weil sei» Wirk« Mich dies« etue, Seite «folglo« geblieben und am Widerstande der Gemeindebehörden gescheitert ist? Doch nicht die« ist'«, wa« »ich zu et»« Berichtigung zwingt. Feige hint«>uonh«ttät sich bergend« persönlich«Verunglimpfung» sollt« kein Mau» vm Ehre und Gharakier «»der« beantwort« al» »tt absolutem, verachtende« Schweig«. Lin andere« ab« ist'«, wenn, um nur recht grau in grau «al« zu könne«, di« Wahrheit wifsmtlich gefälscht «ud entstellt und völlig an« der stuft gegriffene Dinge - al« Beweis« dien« «üff« für Me Ge» sankenheit de« religiös» Sinne« in unser« Gemeinde. Ela« solch« Fälschnug »acht sich dn Eorrespondmt nun schuldig in sein» Darlegung, d« hiesig« jüdisch« Schustmhältuifs«. Rach th« ist un» di« heilig« Sprache eine »tobte Sprache', ein »alt« Piund«', d« bei Seite gewors« ist; nach sein« Darstellung gewinnt'« den Anschein al« ob wir keine Religiontschul« besitz», sondern «mtge in ihre» Gewiss« hartbedröngte Bät« flch'eürm Prtvatlrhr« halt« müssen, nur um ihr« Kind«, di» llirlttnuag de« Hebräisch« zu enuögltche»; die Zukunft unser« lSemeind«, erscheint ihm arg bedroht, dem wie da« Wasser d« MikwNh,^ so ist auch da« uneudlich helligne, da« „Lebenswasser" de« göttlichen Sorte«, bei un» versiegt; kam «in stef« bet „presse", d« bei so ftom»« Redaetenr« und Protektor« doch in erst« Reih« Zuverlässige«, Glaubwürdige» «wartet, kam « mder«, al« vor solch« Znstäadm sich entsetzen? Wie ab« v«hält et sich mit dies« tu Wahrheit? Nu», die „Presse" selb« hat vcu eompetmt« Seit« au« b«ett« die, gebührmd« Zurecht« md Zurück» Weisung «fahr«; ich begnüg« «ich «tt d« Angabe, daß in un» ser« von sämmtltchen schulpflichtig« Kmb« und Mädchen — ihre Zahl beträgt gegenwärtig 96 — besucht« Religionüfchule, « d« neb« de« Rabbi»« d« au« dem Breilau er stehrer» Seminar hervorgegmg«« bewährte Lehr« Loh« wirkt, di« heilig« ■ Sprach« mit einem Eifer md «in« Sorgsamkett gepflegt wird, daß wir ohne Ruhmredigkett behaupt« dürfen, »em ein« Gemeinde, «füllt die unfrige nach dies« Sette hin gegen Geg«» wart und Zukunft ihre Pflicht ganz und voll; daft-fie e» auch mch d« ander«, vm de» Eorrespondmt« »tt Fng gerügt« und beklagt« E-eitethnr, km« Niemand lebhaft« md innig« wünsche», al« bet in dieser Beziehung etngesttndlich zu de» ,M«tg« Gesetze»«»«" de« Eorrefpondent» z» zählende, ungerecht verdächtigte Rabbtn« uns«» Gemeind«, i i:: Möge die Redaktion^d« ^pr«ffe'< nicht Bahn«, betreten, di« ihr „Schwefterbiatt^ im Süd« loin-rschiag«, möge sie « diese« ein« Fall« lernet; daß, wer öffentlich^»« Wett Dimmt «wor Andern erlhellt, sich zuvor'sorgfälttz z» vrimtirm die psttcht ftch ob Berichtete« nicht führrzn vttWchttgtear, Mit« gelheilte« z» van allmMedftche» «uechütlich Perq^fheiltem. :-j: JL Ln« vbarheGe». 27, April. D« Rabbiner Dt. Aevi in Steiße« hat wilhemb de« Winter« schn« SchwieMs«hid >ck«n ftmz«fisch« EepttLw al» Krstch»Wse»g«« bei sich, gehabt und aöidamstten Hchmlich an nicht» sehim lass«. qt ist aber sch» z» btdmeoi». daß mn Satt« de» dm-ti^n jüdi» sch« Gemeinte' für bie Mter de» etwu I400 do« tttternirn-n stanzöfischenGefangen« befindlich«Glmb««g»öff» gar nicht « geschchm ist. Da» wie wir wissen, nur höchst»« zwei dort wate», so wäre e« doch kt » 80 Mitglied« zählen dm Gem-rind« ei» Leichte« gewes« sie zu unterstütze», j Nachstehend?« Nrcular ist dies« Tage « die betreffend«« Gemeind« versendet Word«: . ' »Statistische roß' andere höhere Jateresf« v«mlaff« mich Sie zu «such«, Sie wollt« so gefällig sein, mir wo möglich . käut« 8 Tug» hierunter portofrei folgende Frag« zu beantworte«. 1) Wie groß ist die Seelenzahl Ihr« Gemeftde^lngehörtgm einschließlich d« uvüwärt» Befindlich«? ' 2) Wie groß ist di« Zahl Ihr« Gemeinde-Angehörige«, die fett Beginn de«.Kriege« im vorig« Jahre zu d« Fahnm gerufen worden find? 3) CM« viel Einjährige find darunt« gewes«? 4) Wie viele derfelbm fi td auf d« Schlachtfeld«, Frankreich» geblleben und nie heiß« diese? 5) Wie viel« sind;'ch.o«, wie viel« leicht verwmdet worden? 6) Wie viele find in o« Spitälern gestorben, wie viel« «ch in Spttälera befindlich? 7) Hat ein Milttär Ihr« Gemeinde-Angehörig« «in« höhn« Grad od« sonst eine Auszeichnung «halt« und welche? Gießen, dm IS. «prü 1871. D« Borst-H« d« Landjudmschast d« Provinz Lberheffeu Moritz Hirsch. (Wir habm unlängst — in Nr. 13 — wiederholt «>«» einandngesetzt, daß e« sehr zweckmäßig ist, die Data üb« de« Antheil d« Sud« am Krieg« provinzweise zu sammeln, »ud daß dabei die hi« al« Pos. 1 und 2 gefordert« überflüssig find. Red.) Unhtanü. i Odeffa. Urb« di« Ost«-Judenverfolgung theileu wir »ach ousfahrÜcheren. Bericht«, hauptsächlich in der „N. Ft. Pr.", noch . Gaianere» »tt: Ei» Borwand war bald gefunden. Man erzählte sich,!>aß einig« jüdische Studenten «me todle Katze auf dm Altar d« griechischen Kirche grschlendert hätten; -ludere verbreitete» da» Gerücht, daß ei» Bild von ihnen m!t Steine» k«warfen worden sei. Mehr brauchte et nicht, um an Ostersonntag: ja Mittag damit begann» zu könne«, daß di« Inden geprttgelt »onrden, worauf «an jelwch in» ft wenig« Gewicht legt«, al» die« z» de» alljährlichen Lsirr- Bergnügnngrn de« russischen Pöbel« geht«. Die Prügeleien «eh-tten sich ab« »nd trat» an verschieden« Ort« gleichzntig ans. Jetzt wäre e« an der Zeit gewesen, energisch anfzotrrte», die Gef^;euurhmnng einig« Gassenjungen hätte me Gährnog du i keime «finkt. Montag Nachnittag» begann da» Serk der Zerstörung »icter und in größere« Maße. Ans de« alte» und neue* Bazar hatte da« voll schon tagtüber Standal aus Skandal gehäuft, jetzt sammelte «au fich in der Jnderigaffe und zog von Hau« zu Hau«, Frust« »ud Thüren eiuschlagcud. Die« dauerte fast «amtterbroche» bi« Mittwoch Früh. I» tz« Jndengaffe blieb kaum ein« Scheibe ganz. Selbst die höchsten Fenster de« Tempel« sind »tt «in« GeschuMchteit «tageschlagen, di« ein« bester« Sache würbiß gewesen wäre. Stün!>uch «muh« der Uebermnth; o« 7 Uhr Lbmd« wälzte fich der Hanfe hmüud »nd pfeifend vor da» Han« Raffalovich'ö («ine» 1»» oftea hftsigm Bankier») in d« itallmischm Straße, »nweit vom Bimlrv«ch.. i Li« -roß» Spiegelscheibe» de« schön» Gebtnde« »aedm pßne Anönahm« zerschlage». Di« Menge drang in'ß Han«» in'« ikMnptoir; dir schweren GeschLftöbÜch«. Rechnungen, Eopim — Alle« flog zum Fenster hinan», ward« mrten «nter Harraht in Gmhfaua genemmin und dort in kleine Stücke zeLrifsre. Di« ganze Straß« war förmlich besäet mit Lontoeorrent», Rm» mW v«. f^i^neg UtpiaL .1. . Mtf dem alt» Bazar »arm gleich,«iÜG die BM» «mgeftürzt niÜf^ aänzlich »»«gepiündert worden; «an «Nsheitet fich jetzt nnr Mühsam »urch die dmt verblieb«»« Unorbnnna dmch^ Schü»m« Abch'ßtag «» ain mm Bazar t«, w» man.» bükRblich bemühte, dft Mmg« bnrch FeNerftritz» dn»ei«nbe» Pt fttzen. «in« beioaff.