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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-04-26 · 17 (26.4.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
17 (26.4.1871)
Date
1871-04-26
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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^nfefel Judmthum» «»endlich verbeffert. Mit d« auf»eklärt» , Mrist« Üben wst tu rm%ctxkbta i-armouie; wozu wwfühnu, Hsa» jeder gebüdete Jude i« Verkehr mit gebildete» Christ»» Liglich erlebt7 «der z» diese» tLKiche» Erlebutff« gehöre, doch auch wieder Verkennung, Mißachtung, Herabsetzung de« Judmthum«; «euigsteas so oft sich Gelegenheit dazu bietet. K omme» wir also auf unser spezielle« Feld, auf Deutsch, laud. Ist e« dem» bei u»S i» dieser Beziehung schlinuuer bestellt al» im Ao«laade? In mauchea Beziehungen sollte da« Iudeulhu» in Deutschland besser gewürdigt, richtiger beurthellt »«der! al« im SMcmde, und nach manche» Richtung« hin ist da« «ich der Fall. Nennen wir kurz einige hier wirksame Mo» mente. In Deutschland find die Juden zahlreich, überall ziemlich gleichmäßig verbreitet, lebeqf und beweg« sich unter d« Lug« ihrer Mitbürger; Deutschland ist da» Land de« D«keu«, Forsch m»; die gebildete Klaffe, de« Volke« ganzer Kern, steht nicht roter de« Einflüsse der Geistlichkeit, und fanatische» Vergeh« der lezterm gegm »ader-gläubige erregt stet« lauten, heftig« Widerspruch; die d«tsche Wissmschast ist vorurthett»io» und ihre Resultate bleib« nicht in der Stptzirstube und in gelehrt« Fach, büchern verschloff«. Dazu komoch daß deuffche Iud« viel zur Verbreitung richtigerer Anstauung« über Judeathum gethan Hab«, und nicht ohne bedeutmdewErfolg. Co ist den« wirllich sch« Große« erreicht. Wir red« nicht von der Stellnng der Juden, denn da würde diese Bemerkung überflüsfig bi« zur Alber,heit sein — aber wer sich der Vorurthelle, der Anklagm, der ll?Zrch« und Schauergeschicht«, all de» llnfiun« erinnert, die über da« Judenthpm vor einem Menscheualter gang und gäbe war«, Dinge, die bei dm Gebildet« jetzt ganz vergesse» find — der sieht, wie viele« bester geword« ffc*) Dennoch ist bi* Stellung de« Judmthum« in Frankreich, England und Amerika günstiger al» in Deutschland. *) Sic <S«uk nicht mahiu, hier rdüge ArtiUl» «qche die „Sieetl» dtrgei-ZeiUulL" «ude März gebracht hat, zu enotlhoea. Leodeoz: »inalha- «iruuz der Jade» mit de» »Deutsch«»" dnrch Mischehe; Moüviraag: der Lharader der Jade» snc (o ja beffera; Atrbaag: Otel «Usch»«, di« at- W-ltch» »aosLIle gege» Jad«; Mittel: Uebertriu vo» Jadeatha» za« Lhcisdathu» »der — auch »«gekehrt. <* sei die« nicht »»r ebenso gut, stada» eigentlich »och besser! Und so schließe» die Artikel mit einer vearüMmg des Juden thnm», di« in diesem Zusammenhänge »nd »ach allem ««»»»gegangene»allerding»frappirt. Sirtheilennnt« «ütigeGLH«daran»ant. Feuilleton. Die Schwärmer!«. Line Geschichte. Bo» Leopold »ompert. Gortsehnag.) »Sie mein« es ja doch gut mit mir, Herr iDcctorl* meinte Verb , »und Dm möcht' ich sehen, der dem berühmt« vr. Pfeffer etwa« Neble« nachsagt . .* Der Rabulist rang etwa« hiuab, wa« wohl eine Anwand» lung seltsamer Rührung sei» mochte. »Man wird aber d« § 698 de« bürgerlich« Gesetzbuchs gegen mich zu Feld« führ«/ rief er ärgerlich. »Mit mir, 'Herr Doetor, «oll« Sie von Paragraph« reber:7* meinte Veile achfrlzuckead. »Und wmn Sie mir vo« tz 2000 sprechen, so weiß ich auch nicht« davon.' »Aber Sie «üffm davon wiff«, Frau Veile/ rief der Advreat mit em«erter Heftigkeit, »denn nicht ich errichte et« Testrmeut, soudem Sie find et. Und wie heißt e« in dem Paragraph«, d« ich soeb« eittrt habe? Gr lautet: »Die Au» ordvimg, wodurch Jemande« unrer einer aufschiebeud«^ »«. mögliche« Bedingung ei» Rech» erlheilt wird, ist «gütig. |iw PW NDHPfll ^wR|f WCs «esellschast wie de, Staats geg« «eligjo, ajnzlich i»diff«r«t. '' uud «eu» ste nicht att .freie oder sisrke G«W»' ganz nnklrch» ltch leb«, so »ach« sie z> Seite» bieäußur» Form« ihre» Eultu» Anstand« halt« mit; v« Erust, Prüfung, Lergleichllug ist dabei keine Siede. Die Eultu».Sturtchtnng« gehör« chu» zu d« Deroratiou«, dm Döhor» de» staatlich« Lckeu«. Au sich ist dies« Leut« Judmthum oder E^istenthum ganz gleich werthlo», da beide« ihn» uur Form bedeutet. Also gar'kl» Anlaß erster«» gegen letztere» zurückzusetze«; »ach de« Inhalt wird ja gar nicht gefragt. Gleichheit der Gülte ist Habel längst unerschütterlicher Grundsatz geword», uvd so versteht es sich von selbst, daß Bischof und Erzbischof, Rabbi» uud Graudrabbi» da sei» und besoldet, standergemäß gehall« »erb« «üffm, k tont seignenr tont honnear. Hat der Erzbischof größere» Gehalt und dm Vertritt vor dem Graudrabbi», so ist da» die Orduung der äußer« Ettquette; so weutg der Vorrang de» Marfchall» vor dem General je»«« dm Anspruch auf höhe»« tu»«« Werth verleiht, so w«ig erblickt Jemand i» jener geistlich« Rangordnung ein« Vorzug de» Vertreter» de» Ehristmthum» vor dem de» Judenthum». Daß «ir dies« Zustände, diese Anschauung« nicht preis« «oll«, brauch« wir wohl nicht zu sag«; da» Judmthum aber steht sich dabet »ach außen sehr gut. Und wa» «ir da al» Ansicht der lettendm Kreise Frankreich» bezeichnet Hab«, güt von dies« all«; gleichviel» ob sie ihrer politisch« Haltung »ach zur Recht» oder zur Link« gehör«, ob ihre Allurm orleauistffch, repuRikaaisch, tmperialtstffch fbtb, ja selbst wenn sie legttimistisch uud ziemlich devot wärm — e» find da» immer Am nur di« Allurm. Macht der Legitimift vor dem Dauctu« «ine tiefe Reverenz, so «acht sie der Orleantst in etwa» flachere« Bog«, der Freigeist geht ihm an» de« Wege, da» ist die ganz« Differenz. All« dies« aber gilt da» Judmthum auch für eine Religion — da» genügt ihn« und — un». Bit sollte der, welcher seine« Eultu» uur da» Deeorm» gewahrt und gewährt wiff« will, die» eine« andem versag« 71 Run giedt e» freilich g»ße strmg uud aufrichtig katholische Kreise, hetßspomtge Bischöfe, Abbö» «nd Literaten, aber wen« letztere auch zuwetlm recht heftige Aulsäll« gegm Jüdische» liefern, so Hab« sie der Gegner t» etgmm Lager so viel«, daß die Iud« t« Ganz« doch «ubchel« ligt bleiben, zumal ihre officiellm Vertreter nicht provoctr« obscho« die Erfülluug der Bedingung erst in der Folge unmöglich uud die Unmöglichkeit dem Erster« bekannt geword« wäre. Eine aafiüsmde, unmöglich« Bedingung wird als nicht beigesetzt angesehen. Alle» die» güt auch vo» unerlaubt« Bedingungen.' Hab« Sie e» verstand«, Fra« Beile?' .Nein/ sagte st« ruhig, ,wa» soll ich einfache» Lek vo» Auffchiebnng und Auflösung versteh« 7 Ich will ja eben, daß e» nicht aufgeschobm «erd« soll!' .Aber habe ich Ihn« nicht wiederholt erklärt»' schrie der Sdvocat, auf» Neue mit der Faust dm Tffch bearbeitend, .daß die Bedingung, au die Sie Ihr Testament knüpft«, »ach dem Wortlaute de« Gesetze« ein« unmöglich« Voranösetzung hat?' Veüe legte wie beschwichtigend ihre Hand auf die de» Ra» bnlistm. - »Wer weiß?' sagt« fie, uud ihr Antlitz leuchtete dabei i» einer Zuversicht, daß der schneidige Jurist sckbst davon betroffm ward, ,e» wird sich vielleicht schon Einer finde», der es für mich durchsetzt.' — So trat fie zu» drittm Male die Wanderung au! Ueberall war Frühling und Logelgesrug, au» TodeK-ud« - erwachte« Leb«; hier die ausgeackerte Furch«, au» ter #» W* - ei, Opferdust zum Himmel zog, dort wieder der grLWwLchlb« »alb! Wie da dt« Soaue»strahl« durch dgß GizweMMlüpf« und wie hoch ob«, fast oerlvreu twuHÄ»«i»h!au,. Lerche

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