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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-04-19 · 15/16 (19.4.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
15/16 (19.4.1871)
Date
1871-04-19
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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124 Gut-Herrschaft. Mau wird e» hoffenttich au Snergtt geg» die Wiederholung «olcher Vorfälle nicht fehle» lassen. Bnkarest. 8 März. Vor einigen Tage« langte «tu ge» wifler Abrahaoi Bär Coh», angeblich an» Zefat, hier an, um auch hier zu dcm Bau eine- Hospitalin Zefat, wie er vor» giebt, Gelder za sammeln. Dieser Mann hat es verstanden, sich von dm hochgestellten Personen der verschieden« Staat« Empfehlungen zu verschaff«, und war so glücklich, auch dm allmächtig« Grafm Bi-maick zu beweg«, ihm ein solche- Empfehlungsschreib« einzuhäudigen. Da- Schreib« Bi-marckbahnte ihm dm Weg zu ur serm Kürst«, der ihn nicht nur sehr freundlich aufnahm, fondcrn ihm auch eine sehr warme Recommaudation erlheilte. Der ,Monit«r officiell' erwähnte zum Staun« Aller der dem polnisch« Judm von Fürst Carol gewährt« Audienz, mit der Aeußc-rung de« Fürst«, daß eS Pflicht eine«-jeden Philanthrov« ei, d« Abraham Bär Eohn in seinem Borhabm zu unterstützen. Diesean sich geringfügige Factum wurde von dem Deputtrt« Candicao, der sich gern alS Rochefort Rumäniengerirt, al-bald bmutzt, dm Minister des 3»ne« zu interpellir«, »wie die Regiemng sich erlaub« könne, ein Judm betreffende- Lnternehmen, »nd sei eS auch für humanitäre Zwecke, in den Spalt« deofttiellm Organs so warm zu empfehl«, al» gelte eeine nationale Angelegenheit'. Es mtspann sich darauf hin eine mehrstündige Debatte; bot sich dm Herr« Deputtrt« doch eine erwünschte Gelegmheit, über dm Lande-fürstm und die Jude» wacker loszuzieh«, und die Herr« Deputtrt« faßt« endlich dm Beschluß, daß die Kammer der Regierung anempfehle, dm Juden Abrciham Bär Cohn gerichtlich zu verfolg«. (Uag. itb. «och.) R«rda»ei:ika In der Synagoge zu Canton (Ohio) fand am 17. Jmuar d. I. die Trauung eine- Pärchenstatt, dazusamm« 150 Jahre zählt. Jacob und Rebecca Kaufmann hattm schon vor 50 Jahr« einmal mitsammen unter dem Trauhimmel gestand«, ihre mit drei Kinde« gesegnete Ehe aber ward, weg« Tmnksucht de- Mannes, wieder aufgelöset. Der Mann verließ (ranton nach der Scheidung, um 35 Jahre später, von seiner Leidmschast gehellt, dahin zurückzukehrm und eine achtbare Frau zi ehelich«, die nach einer glücklich« und zu» frirdm«, aber iinderlosm Ehe im September v. I. starb. Drei Monate später war er nach 50 jähriger Trennung zu seiner ersten Liebe wieder zurückgekehtt und der Greis und die Greisin traf« sich unter demselben Trauhimmel, wo sie einst al- Jüngling und Jungfrau gestand«. (Hebr. Leader.) Notizen. Ki»e Zrirliensfeier in der Breslauer Synagoge im Jahre 1795. BreSlau, dm 2. April 1871. In Nr. 10 und 11 d. Bl. bracht« Sie ein« sehr inter» effantm Bericht über eine Friedm-feier, die in der Synagoge zu Hannover am 1. Januar 1802 bei Gelegmheit debevorstehendm Friedenzwischen England und Frankreich stattgefunden. Durch ein« glücklichen Zufall bin ich in der Lage, Ihn« au« einer früher« Zeit der französisch« Republik ein ganz officielle» Referat über ein gleiche- Fest mttzutheilm, welcheau- Ver» anlasiung de« Abschlüsse« de- Baseler Frieden« (1795) Hierselbst abgehaltm Word« ist. Dieselbe ist um so merkwürdiger, al« der berühir.te Vsi po VW (Jes. Berlin) dabei Festredner war. Ich fand die Nachricht mll Ouellmangabe (Schlesische privllegirte Zeitung, Jahrg. 1795, Nr. 59, d. d. Bre«lau, dm 18. May 1795) einem rr6 von demselben Jahre angehestet. Die «eir vorliegende Abschrift stimmt «st tot um mk m> glich«» Original vollständig überein. >» llkachdem zuerst über die Feierlichkeit in d« Ktrch» mrd da« Ffl der Kaufmannschaft eingehend referitt ist, fährt der Berich' wörtlich wie folgt fort: »Auch die hiesige Judm-Gemeiud« verfehlte ebenfaüntcht, ihre iwrerliche Freude weg« de« von Sr. Köaigl Majestät mit der Stt?«blik Krankreich geschlossen« Fried«» auch äußerlich « dm Tag zu legen. Sie versammelte sich zu diese« Zweck a» 17. d. de« Morgm» um 9 Uhr in ihrer erst« Synagoge. Rachdem zuförderst die Krieden-proclamation öffentlich abgelefm worden. erschallt« eine Jnftrummtalmufik und die Psalm« 34, 37» 72 und 85, sowie ein ans diese Feier besonder» verfertigte» Godicht und da« Gebet: »Der Du dm König» Hülfe verleihest' wurde abgesungm; «ach diesem hielt der Rabbiner Herr Gsayas Löw Berliner eine zweckmäßige Rede nad schloß mst de« recht hertzlichm Gebeth für Se. Majestät und da» gesammte König!- Hau»; und endlich ermahnte derselbe die Gemeinde» durch Wohl» thatm dm Dank geg« Gott zu offmbar«, die» Fest durch Unterstützung der Hülftbedürstigm ohne Unterschied der Religion z» feyem. Diese Ermahnung nahm die Gemeinde mtt Dank an, und auf der Stelle erfolgt« verschiedene nicht uubedentende Spendung«.' 2. AuiDge au» Buufeur Lebe». Deutsche Au»gab« I8SS. c«-»d ll. e. 101.) Buns« an sein« Sohn bei der Coafirmation, 20.Aprll 1840: »Mein braver Eohn, lerne tüchttg Hebräisch, sonst bleibst Du unmündig Dein Leb« lang in viel« Punkt«. 8» ist ver» hältnißmäßig eine so leichte Sprach« und doch ist e» in unserer Zett fast Niemand« recht geläufig. Denn sich die Leipziger Rabbiner-Profefformschule, au» welcher Fürst» Grammatik und da» große Wörterbuch hervorgegangm find, au»bildet, sollst Du dort Hebräisch und Syrochaldässch, gewissermahm al» lebende Sprache lernen. Werde nur bald der Formmlehre und der gewöhnlich« Wurzeln Meister: erstürme sie!..' (D-selt» «eite II«.) Zürich, d« 5. Juli 1840. (Beim MisfionSfeste.) »Ich erzählte von Jtalim und dann von London und M'Eaul. Hieran knüpfte ich die Andeutung meiner Lttbltng»- idee, man möge für die Judm ein« jüdisch»christlich-apostolisch« Syuagogmdimst eiurichtm, mtt Schule» hebräisch oder in der Landessprache, und damit der rabbinischm Synagoge gegenübertret«: zugleich möge man aus die Zukunft der Jud» al» eine« Volke» Hinweis«. Hierbei sprach ich von den herrlichen Elementen der jüdischen Liturgie, der Psalmodte und der Gemeiadethätigkett beim Gotte»dienst, auch beim Verlesen der Schrift al» eine» Gemeindeamtes. Der Misfiönar Hausmeister (selbst Aide) an» Stra»? bürg, vr. Bahrdt au» Calw, sowie Becker, d« andere Inders misfiönar, jetzt Vorsteher' eine« Rettung-Hause» in Stra»burg. stimmt« mtt ganz besonder» bet. . . Von einig« Fortschrttt» in den Gnnüthern konnte man erzähl« — sehr viel muß «an jedoch unter dies« Fortschritt« nicht verstehn: dtt Weiber lern« jetzt lesm und dürfm mit bet«, statt daß vorher selbst dtt Hau»- stau nicht» zu thun hatte, al» Freitag Vorabend dtt Lampe anzuzünd«, und Sonnabend zum Sabbasschließm auSzulöschm.' («io!) _ Sw der Lldntünd«»,. Briefe eine« jüd. Lehrer». I. Lttber College! Also nicht «ach Münch» zur Gynode! Zn Hause bleiben. — Nicht sehm Glyptothek, Pinakothek, Hof-

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