Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 15/16 (19.4.1871)
- Date
- 1871-04-19
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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119 Qßm, b« Vorwurf der Selbstüb«rh«b»»g, «dm Aristokralt» bild» fn wolle», mb zwar «dt» eitelst«, stolzeste, geschloflmste «nter all« Aristokratien der Hkü"! — Ebenso «nwahr ist da« zvwtseihüfte Eomplimmt, da» Herr Dove bald daraus den Jude» «acht in dm Wort«: ,F8ir glauben heut mit euch daffelbe." De» wir, die Jude», glaub« nicht, daß unsere Vorfahren zur Zeit Jesu uuzurechmmgssähiwar«, sondern fiud überzeugt, daß sie vielmehr mit vollem klar« Vewußtset» die Göttlichkeit Jesu venvorfm habe», und steh« tu dieser Beziehung Alle, so verschied« auch da» verhalt« der Einzelnen zu de« jüdisch« Gesetz, zu Eeremonie» «d Bräuchen ist, aus demselben Glaubensstaudpunkt mit jenen. Glaubt nun Herr Dove wirklich, wie er sagt, dasselbe mit un», so stellt er sich ja nach seine« eigenen, obe» «geführt« Wort« selbst da» Zmgutß der Unzurechnungsfähigkeit au»! Soll diese etwa die schwach« Seit« de» Aufsatz«» entschuldigen f Doch die» ist nicht di« einzige Jnconsequenz, dir sich Herr Dove zu Schuld« komm« läßt. Denn im Ein» gauge seiue» Aufsatz«» tadelt er die „boshaft« und neidisch« Späße der Herr« Senjft und Kleist über jüdische Stttm", uud kau» sich doch selbst nicht enthalt«, sein« Aufsatz mit einem solch« Spaß zu schließ«, indem er die Jnd« auffordert, Deutsch« z» fein uud dm daun gemeinsam« Herom dm Ruhm der Universalität uueatstellt und — »ubeschnitteu — zu lass«! Da» sind unsere Liberalen, unsere Freunde. Aumerk. der Red. E» ist «o» sehr nahe gelegt,, d» vorstchend« Aufsatz noch mit einem Anhang z» versehen. Di« Wochenschrift »Im neu« Reiche hat auch von Gust. Froytag jüngst eine Abhandlung gebracht, 1» der jndenseindltche Gesinnung wieder einmal nebenher durchbricht. Einer unserer Mitarbeiter hat im v. I. (S. 167) lobend hervorqehobeu, daß Freytag in dem Buche über Matthv dm ,An»gletch von Soll und Hab«' geliefert, d. h. sei» frühere» Rtschn» beseitigt habe. Aber »die Natur kehrt immer wieder zurück'. Im ,«ro« Reich' zürnt Frrytag über die Verwüstung« und Plünderung«, welche deutsche Trupp« sich in der Umgebung von Pari» Hab« zu Schuch« komm«»' lass«, und spricht dabet auch vo» dm »Judm uud Unterhändler», welch«' zahlreich vor Versailles umherstreiftm *)* tu ln. da yS)t uns et» »Offmes Schreib« an Her« G. Frei-tag vo» vr. S. H. Sonnescheia', Separat-Abdruck au» d«ff« (in St. Laut» erscheinendem) Blatte »Die Wahrheit' z», welche» in gemeffrner — fast zu höflicher — Weise Her« Freytatz liber jene Amßerung Vorhalt «acht. Wir thetlm einige Sätze au» dem Schreib« mit: Mit demselbm Athem, der von lauter Ehr- und Pflichtgefühl erglüht, mtt de« selb« Satze, der einer scheinbar bnechtigtm Uuthat so scharf zu Leib« geht, mtt derselb« Aufwallung edelmüthiger Civiftfation, welche ihr vernichtende» Urtheil über eine mittelalterliche Krieg»gewohnheit «»spricht: hättw Sie am allerwmigstm die Schott« j«e» finftem Bomrtheil» heraufbeschwör« dürfml Wer, wie Sie, gefliffmtlich oder au» Unbedachtsamkeit, mtt eiuem Federstriche die »Juden' zu Diebe»hehle« stempett; iver, wie Sie, den Ramm einer ganz« Glaubeusgmofsenschast zu eine« schimpflich« Zwecke mißbraucht; wer, wie Sie» setti Ge» müth noch nicht von dm Schlack« religiöser Intoleranz gellutert hat: dem fürwahr steht e» übel an, ein« Vorgang zu verdamm«, deffm Rohhett wenigsten» mtt der im Kriege liegend« Verwilderung de» Rechtsgefühl» entschuldigt werd« kauu; «ährend Ihr, dm Judm angethaner Schimpf an» der Feder eine» Manne» kömmt, von dem man schon deshalb mtt volle« Rechte die «beschränkteste LorurtheilslofigkeÜ erwart« dürfte, d« er »im um« Reich' für die Grundsätze der neu« Zeit thättg sei« soll. Soll etwa Ihrer Ansicht, oder richtiger gesagt, Ihr«, Gefühle nach, im neu« deutsch« Reich da» alte Lorurthell gegen •) Di« vo» not in vor. BL erwähnte» gistiae» VatfSSe in „Stiele" mb „&igan>" vartireu übrigen» daffelb« Dhrna. (Wed.) »r t > 09 «R ÜKpwywptg» ftftnWl Gott da» Wort, da» ewig Mübt. Da» mit Freiheit wild and nild Laer» Vase» hat erfüllt, Da« »» Ihn die «ebe schürt. Der aa» ltaechtfchaft each geführt. Singt aa« tiefdarchraaschter vrast, gada'« Vshae, «are käst. Heate mit erhob'-er Haad Zogt ihr aa» Mpajin's Lmd. vaja. ' Joseph «. Schmidt. ran« bs nxbch otik nnt rdh uer •vm innr 'sA c poiVi fhfrk rxorho "o/yb tnas *n roroa *cpn usSo mn jonsun ’itdd fo nun rorboz i*5Ba "vh cmzh pbnwö (.Die Wacht am Rhein' ivo TV) asm byo oro brp 0> ’TOIA'UO JTQTl 7lp3 DTJÄK ■nl»pTn)» tonDW ychrrt"c fi rvwki trfm p« _ :p bt TXTO oipn pj 1 ga »er hebrstsche» Zeitschrift ^)ano«id^, «r. 10, ist eia» lieberschnag der „»acht am »Heiavea LH. »lisch»» mit^theilt. U dürft» di» keser icteMssice», hi« «hn h», tische »lebersetz»,, ca» «iaer chriftftchea Feder »a lesen. (Rft.) von bp anhnb HC HK bs 'TOI cmn im wacwi : D’Voj tvho tov TOi p* ronuo bs vyv kbhj nottn bn nown narbo *töj pxri rrxuk 013x^6 p toi pw TTTO DITO *73 tp UTE 3TI »p ip uv» rvp wo tp :unr UBTM 3TM TOI VTK abi mibq parr toi rrn-nas-bo oisnt ttu bn p ttu bn :onow uru« ubs 1 TOI px! Koeling, ev. Pfarrer in »«ltowitz (Schief.).