Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-04-05 · 14 (5.4.1871) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
14 (5.4.1871)
Date
1871-04-05
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/5369809-5934989-5935463--0678-5370364
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

108 find unter der Leitung unsere» treffliche» College», Herr» Eharle» Retter,1 fast vollendet. Der Anbau der vo» der Pforte aal so liberal bewilligte» Grundstücke hat begönne». Der Ickerbau» Unterricht wird schon einige» junge» Leuten ett heilt, welche t» jener zu fo schöne» Hoffnung«» berechtigenden Schule vereinigt find. Die vo» der Alliance aufgenounnenm polnische» Kais« endlich besuche« die Schule», die Werkstätten, unsere Glauben»- genoffen überwachen fie, ihre Erziehung nimmt eine« regelmäßigm Verlauf. Gern würden wir, wie wir bisher gethan habe», unser« Mttgliedern eine» detaillitte» Rechenschaftsbericht für 1870**) vorlege». Wir werde» un» sehr bemühen, diese Lücke recht bald auszuMen. Während der ganzen Dauer de« Kriege» habe« wir für die Erhaltung unserer Institute sorg« missen. Sie wissen, wie schwere Lasten diese un» auferlegen. Wir habe» gleichwohl für Alle» gesorgt, obgleich die lluterbrechung de» Verkehr» mit den ComitöS un« die Hilfe unserer GlaubenSgenoffea entzog. Unser Reservefonds ist angegriffen worden, und unsere Institute müßte» zu Grund« gehe», wenn die Alliance nicht schleunig ihre regelmäßigen Beittäge empfangen würde. Wir bitte» Sie daher, an unsere beitragenden Mitglieder einen dringend« Aufruf zu erlassen, damü wir die rückständig« und die für da» laufende Jahr fällig« Zahlung« empfang«. Da» Unglück de» Kriege« hat un» verhiudett, in.dies«, Jahre eine G«eral» Versammlung zu berufe» und unfern Mitgliedern genau aoSeimmder zu fetz«, wie viel Gute» unsere Institute wirk«. Sie «erd« r» hoffmttich bald durch unsere zu veröffentlichmdm Berichte erfahren. Vorläufig möge ihn« genüg« zu wiflm, daß unsere Justttute sich regelmäßig fortmtwickeln, und fie mögm daran» erkennen, wie »öthig e» ist, ihn« zu Hilfe zu eilen. Belehr« und Civilisiren, da» ist unser Gesetz. E» ist unabhängig von dem Lauf« der Begebenheiten, es ist unveränderlich. Die Ehre unserer Religion besteht in der Ausübung diese» Gesetze«, uud der Nutz« der Alliance liegt darin, daß fie alle Kräfte de» Judenthom» um sich sammelt Kraft jmer alt« Solidatttät, welche unser Wahlspruch n,3.17 D’TU? btran Ä ausdrückt. Empfang« Sie rc. Für da» Central-Eomitö. Isidore 2m», Srrretair. •) «kgm Herr» Retter find jüngst von Palüstina ans Beschuldigungen erhoben worden. Leider stad dort solch« Lavagen und Verdächtigungen an der Tagesordnung und haben seit alten Zeiten den Sympathien für die Glaubensgenossen na heiligen Sand« Eintrag gethan. Obgleich wir daher einige der anllagende» Schriftstücke gesehen habe» »nd i» di« persönlich« t^renhastigleit de» vorzeiger« keine» Zweifel sehe», habe» wir doch geschwiege» and die« «nsomrhr für Reche und Pflicht gehalten, all wir nn» sagen ncnßlrn. daß es gerade jetzt gefahrbringend sei, der Alliance bei ihrer Wiedereröffnung enea Stein de» Anstöße« in de» Weg z» werfe». Sir habe» dringend geben«, n» der Sache willen )■ schweige» »ab feit baldige Wi^eranfnahwe der Lerrespondeng »it de» IA abjnwartr». Die ver össcntl ichungr» der ^Jüd. Presse" habe» Mi daher schwerglich berührt. Ist össentliche Aatlage. eh« man den Beschuldigten gehört hat» gerecht?! Sttt kennen Herr» Retur nicht; aber ist ei» Mißgriff, ei» Jrrchn», eine lieber, nlsag schon verdannalich? Sind wir nicht Alle de« onterworfe»? Ser »«« nn« hat sich nicht schon einmal vo» cintn Unwürdigen hintergehe» lasse»? — San hat, sobald »ach Pari» geschrieben werde» k»»»te, de« L.A. von de» veschnldig»»ge» ststittheiknng gewacht. Dasselbe glaubt »erü»sig für Herr» R. bürge» gu können. (Red.) **) Rar bei französische Ballett» de» I. Semester« 1870 hat vor de» Kriege »ich gedruckt «erde» ttmun. Wir stelle» e» dü» Camitö« n»d Einzelne» a»s verlange» zur Verfügung. (Das L.-4.) — Wir bitte» »» Berichte «nd Correspoudenzm. BerN«, U7. März. (Original-Sorresp.) Herr Rabbiner Dr. Hilde»heimer hat heute nachstehende» Rescript «halt«: »Auf Ihre Eingabe vom 21. d. M. benachrichtigt Sie da» Unterzeichnete Depattement ergebenst, wie «nordmwg getrost« ist, daß Seiten« der einzeln« im Felde stehend« Truppattheilü x. Den israelitischen Soldat« nach Möglichkeit Gelegeuhett gegeb« werde, da» bevorstchend« Osterfest i« Kreise ihr« Glaab«is> genoss« zu verleb«. E» «erd« demgemäß, sowett die örilich» und dimstltch« Verhältnisse solche« irgend gestatt«, varrlanbnng« von Mannschaft« q». Eategorie für die Däner der Feiertage »ach d« nächstgttegen« Ort« hi» stattfind«, 1» den« fich iSraelittsche Gemeind« befinde». Kriegtmtnisteriu«, «llgem. Kriegs-Departement. Klotz. ». Kanpert. Au«. der Red. Hocherfteultch wie die hier gewährte, wahrlich bedeutende Eoncesfion an fich ist, gkckt da» Rescript auch eine glänzende Illustration z» dem, wa» wir letzthin t» Lettattikel» anrgefühtt Hab«. Wir JSraelit« Hab« immer über Nichtbeachtung uuserer religiös« Bedürfnisse «ch Ansprüche geklagt, aber nicht» gethan, um fie zur Geltung zu bring«; Hab« an ande» die Schuld gesucht, die an un» selbst lag. Forde» wir, so wird un» auch getvähtt »erd«. Aber allgemeine pr«ßische Angelegmhettm künn« rvirksamst nur von Berlin au» betrieb« werden. So hatte auch diesmal de» nov weg» sowohl Herr Landrabbiuer vr. Metzer in Hannover wie der Red. Schritte bei dm betreffend« EorpS-Eommandv» gethan; aber es sieht immer seltsam an», wen» der Hebel an der Peripherie und nicht im Emtrum angese-t wird. Di« Behörd« muss« glaub«, e» sei Marotte eine« einzeln« Rabbiner», den» »die Berliner Juden verlang« ja nicht»*. Daß di« Berliner sett 50 Jahr» z» der Nichtbeachtung de» Judenthnm» geschwiegm Hab«, da» ist, wir wiederhol« e» heute ohne Scheu, da» ist «in Unglück für di« prmßisch« Judm gewesen. E» wird jetzt anders «erd»! Diese erste Probe ist eine glänzende; wir gesteh« off«, daß wir zwar da» Uasrig« ihn» zu müff« geglaubt, ein« Erfolg aber für kau» möglich gehalt» habe». - nt- IL Berlin, 27. März. (Orig^Correfp.) Di« geste« stattgehabte General-Versammlung de» hiesig« Verein» Magi»« Rttm (derselbe gewähtt Darlehen, Unterstützung« u. dergl. 1» größerem Maßstabe. Red.) giedt nn» einmal Veranlassung z» eine» erfreulicher« Bericht über jüdisch« Zustände der Residenz-. Der Verein hat eine -segensreich« Wirksamkett geübt »nd ctfaqd: fich einer reg« Btthttlignug in dm beststtntrtm Kreis« Jm hiesigen jüdisch« Bevölkerung. Der Bericht de» Vorsitzende», Herrn Demuth, sowie de» Eecretär», Hem» vr. Saffel, über die finanzielle Lage »nd Wtrksanckett ward «tt großem Beifall anfgenomm« »nd von Sett« de» Her» vr. Bram «mich» dankend auerkannt, daß, ohne die Bestimmung de» Stattck^ welche strengste DiSerrtio» in Letteff der Unterstützung, vor» schreibt, za verletz« — e» doch diesmal ermöglicht Word«» sei, früher« Wünsch« zu genügm «rd die Mitglieder mtt d» Einnahm« und Suügabm fpecteller bttanot z» «ach«, als etzsanst geschehm war. Der General-Versammlung schloß stch ei» Abützdeff« cm, welche« eine rege Bttheüiguug fand und wobtt Frohstn» »ad Semüthltchkett herrscht« »nd keine Dissonanz «Am d» den verschiedmst» patteinüancm angchörmdett Gäst» «mst komm« ließe». Der Lharäkter des Feste« war et» rein jüdisch« Ue-ers«»vu»g eioe- -xe»-»ar-. (*».) w» H wvrde all« rwrell« «oxschrtstm -ockgt. Xütmdbm zajirttchm Red« und Toast«, düs» erster von Her« Demnlh auf dm Kaiser anS-ebracht «Mi», müff« wir brfondar» dt» go, Red» der Hd» 0A Cassel, RechtüanwÄt Meyer »nd i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.