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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-01-25 · 4 (25.1.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
4 (25.1.1871)
Date
1871-01-25
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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28 einzelne« tnftoltm. Dal jüdisch-theologisch« Seminar, da» alle» andere« vorcnstrht, Hai fich während seine» bald siebzehnjährigen Bestehen» die allsettigste Anettmaung zu erringen gewußt und zu einer Le>>e«lu»g emporgeschwnugen, von der am Vesten di« Thatsache Z<ngniß gtebt, daß di« größten Gemeinden Deutsch» lano» und de» &u»(anb» an ihre Spitz« ehemalige Zöglinge dieser Anstalt gestellt haben. E» ist de« oft recht hämischen Anfetndungea eitler und neidischer Stimmführer nicht gelange« der gedeihliche» Entwickelung dieser für die jüdische Theologie «poche» macherden llnsialt ernstliche Hindernisse iu de» Weg zu legen. Unbeirrt durch dt« ihre wahren Motiv« nur gar zu schlecht verhüllenden Angriffe, durch da« hohle Geschrei, da» zuweilen von den beiden «ntgrgmgesetztm Parteiextremen erhoben wurde, hat sie ruhig und rm sicheren Bewußtsein der von ihr angestrebte» Ziele ihren Wez verfolgt, auf den sie jetzt mit stolzer Genugthuuuz zurückblicken darf. Schon die wahrhaft a«»gezeichaetm wissenschaftlichen Leistungen, welche in dieem Zeitraum von de« Letter und ten Lehrern de» Seminar« «»»gegangen sind, geben eine sichere Bürgschaft für den Geist, welcher diesen Männern bei ihrer Lehtthiitigkeit vorschwebt. Nur dünkelhafter Aufgeblasenhett, die auf ll^uschung der urthellölosen Menge au«geht und durch etue anmaßende Sicherhett zu ersetz«» vermeint, wa» ihr an Gründlichkeit und Solidttät abgeht, kann e» betkomme«, dem hohen Berthe dieser Leistungen dt« wohlverdiente Anerkennung zu versagen. 5lm Uebrigen fehlt e» diesen trefflichen Männern an solch« so wimig, daß sie fich über die absprechende Kritik eine» Universal zenie» ruhig hinwezsetze« können. So ist z. B. von dem Grätz'sche» Geschichttzwerke jüngst die zweit« Auflaze de» fünften Bande« erschienen und auch der fechöte uud siebente Band werden zu Ostern zu« zweiten Male in verbesserter Gestalt die Presse verlassen. Nachdem so dt« ersten fünf Bände ein« zweit« Auflage tu verhlltnißmäßig kurzer Zeit ertöt haben (der dritte uud vierte Land find schon früher in zwettcr Auflage erschiene»), «erden di« andern auch nicht lang« auf fich warten lassen. In de« nächste« Tage« erscheint im Winterscheu Verlage zu Leipzig von dem rastlosen Forscher ein umfang« Kvtschke, hebräisch. Marienwerder, 20. December. Ich erlaube mtt Ihnen hierbei «in Curiosum für Ihr Blatt zu senden. Sie keimen da» hochberühmte »Kutschke-Gedicht* *. Eia mtt befreundeter hiesiger R«gierung»rath, Ehrenthal, der eine tteffliche llrbersetzung de» Homer herau»gegeben, hat dasselbe mtt einiger Komik in« Griechische übersetzt, ein Professor übersetzte e» io'» Lat«ruische und ich ward zur Anfertigung einer hebräischen aufgefordert. E» gab un» die» Veranlassung, auch noch die Ueberttllgung in auderr Sprachen za besorgen, und so ist denn auch bereit» eine englische, ftauzöfische, italienische, polnisch« uud lettische wie auch ungarische in Miseren Händen, und die russische un) spanische in Arbett. Diese Polyglotte soll dann in Kurzem zw» Besten verwaist-r Laudwehrmänner-Kinder (aio!) veröffentticbr werden. Da ich min glaub«, daß da» hebräische Gedicht einem Theitt der Leser Jbreü Blatte» Spaß machen würde, so send« ich Ihnen dasselbe behuf« Abdruck» zu. vr. Jacobson. af? ryroa njfflpy t?* tn?"W. ckVi e#"i o'o^n D^-r^-rcj ,vtixafc qp fr-ns ivmrij) TW5 ,D3q Vp uud tuhalttetcher Eommentar zu« vnch« Kohttet. In Mm« Universität«-Vorlesungen, au welche» et« bedeuteude Anzahl»»» Zuhörem reg« Autheil nimmt, behandett Herr Prof. Gr ätz tu «tue« prtvatcoüeg diese» Semester da» Hohelted, nachdem « fax vorigen Semester über dtt nachbiblische Literatur gelesen hat. Im Sommerhalbsahr gedenkt Professor Grätz dtt Interpretation de» Buche» Daniel aaznkündigea, eine Vorlesung, dtt «« der Lreölauer Universität, wo da» exegetische Fach überhaupt >bi»h«r stiefmütterlich behandelt wurde, noch aiemal» gehattm Word» ist. Auch der von Dtteetor Frankel versprochen« Eommmtar zu» jemsattmischm Talmud schrettet rüstig vorwätt» und wird is. nicht allzu langer Zeit der Gelehrtenwelt übergebm «erden. Die Kritik diese» Werke» mag vielleicht bet dem Herau»geber eine» jüdisch «wissenschaftlichen Journal» schon fettig auf Lager fein. Nächsten» einige Notizen über die übrigen Fräncktt'schenStiftrng«. H. Berlin, 10. Januar. (Orig.-Torresp.) Bestem hat dtt erste der Gttger'schm Borlefungm »über da» Judenthum und seine Geschichte fett dem 18. Jahrhuadett' stattgefundm. 8» ist da« der dtttte Theil de» Eyclu» von Vorlesungen, dessm beide erst« Thelle in Frankfurt a. M. autgefühtt worden, währmd der dtttte (au» Mangtt an Thttlnahmek) dott nicht «ehr «xecutitt werdm konnte. Dtt ,Dtenstag»-Borlesungen' sind d. I., wohl wegen Ungunst der Ztttm, nicht zu Stand« gekommen. Auch für dtt Gttger'fchm Lotträge find nur etwa 200 Billett abgesetzt, der Amim'sche Saal war schwach besetzt. Ich will «in Urtheil noch nicht fällen» vieltticht ergiebt e» fich au» der Theilnahm« von selbst. Für hmte nur so vttl, daß der erste fich über dtt gefchtchtttche Entwtckeiung J»rael» nach dm genügend be» kanntm Gttger'fchm Anstchtm verbrtttett und während zwtt Stundm über die Bekämpfung de» pttestetthum» durch dtt Prophetie, später durch dm phattsättmv», und über jetzige Aufgabe de» Judmthum» sich an der allgemetnm Thättgkttt de» Menschenthum» zu bethttltgeu «. dgl. mehr geredtt wurde. Der Empfehlung, mtt wttcher Stt tu der Nr. 2 d. Bl. dm Aufruf de» Herm Stlbermauu zum Abdmck bttugm, schließe ich gleich jede« Freunde der jüdischm Literatur «ich gem an. Aber .M-p Kbcj O^-WJ orpofjp? rrföü la'Sfo off qt^Ip npntjnjfai VTS othntf?npvTtp? d^j) wp »orfej iP/frlP IPTTK) »p'qj *Tl3 KCpq-Qp Otto «erfahre»*) np q«;ns^ W nfr n^n nrf «njne’O’P - »njüjp rpyph -ytr >) Anspielung auf de» charakteristischen Bart. *) Nach Outelo« »Projectenmacher, NLnkeschmied». *) Mitrailleusea, hebraistrt, n«a» mag auch an meo Ziel denke». *) Andere L A. U-7M von wm. Erster«« deutsch »Schmiere-, reimt aus »Xaiserei«. «) Gallier, vau Gallus, Hahn, WT.’ 1

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