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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1870-09-21 · 38 (21.9.1870) · p. Seite 312

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1870)
Issue
38 (21.9.1870)
Date
1870-09-21
Page
Seite 312 (sequence 4)
Language
German
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Familien an. Wir würden die« nicht 'erwähnen, wir würde« un« schämen eS niederzuschreiben — aber wir gedenke« der Angriffe, die so oft gemacht werden und von denen wir ein grelle« Beispiel im vor. Blatte h der Correspondenz vom Main erwähnt haben. Wir habe» Feinte außer- und innerhalb J«rael«, di« Ehre der religiö« leb« dm Juden muß doppelt, gleichsam nmn "prs omn, gewahrt werden! Hoffentlich werden wir diese Anmerkung nicht so bald zu wiederholen nöthiz haben. Herr vr. Rülf in Memel theilt un« Abschrift eine« Briefe« mit, den er an Crömieux gerichtet hat, w.ria er ihn beschwört, seinen jetzt so großen Einfluß für die baldige Herstellung eine« gerechten Frieden« gelten) zu machen. Der Brief ist ebenso gut geschrieben wie gemeint, aber er wird nicht) nützen. Wir könne« uni daher auch weder zum Abdruck deflelbe« entschließen, noch die'-Gründe angeden, warum wir die« nicht thun. Wir müßten un« dabei La Erörterungen einlasiea, welche diesem Blatte fern liegen. Ei« College schreibt un«: ,E» sollen jüdische Soldaten mit Tefilltn an Haupt und Hand auf dem Schlachtfeld« gefunden fein.' Daß Soldalm mit angelegt« Tefilltn in« Feuer ge» gangm feim, ist uodmkliar, da aber Verwundete oft lange aus dem Felde lieg« bleibm, so ist H wohl möglich, daß eia Jude in diesem Zustande Tefilin angelegt und tobt oder noch lebmd so gefunden wcrdm ist. Unter den hierher gebrachtm ftanzöfischm Gefangenen, derm Zahl 4—500 betrag« hrt, ist, wie un« die Commandantur mittheilte, kein einziger Jude gewes«. So war e« bi« zu den erst« Tag« diese« Moral«. Seitdem komm« täglich« Tran«- porte und e« find 10,000 hier angemeldet, welche bi« Ende dieser Woche hier sein werdm. Unter diesen müflm fich dann wohl Judm befind«, vielleicht haben wir darüber später Nähere« zu bericht«. Berichte und Correspondenzen. Deutschland. Stettin, 11. September. Zur Vervollständigung unsere« Bericht« über die von un« an die Ministerien der geistlich« Angelegmheitm und de« ldriege« gerichtete Eingabe, jüdische Feldgeistliche betreffend (Nr. 85), theil« wir auch d« Wortlaut des hmte empfangen« Refcript» der erstgenannt« Behörde mit: < Berlin, den 9. September 1870. Ew. Wohlgebor« erwidere ich auf die Vorstellung vom 19. v. M., daß die Heranziehung jüdischer Theolog« znr Seelsorge bei Ihr« Glaubenögmoss« im Kriegsherr nicht von mir auögeht. Ich Hab« aber dem Her« Krieg«mlaister die ver» wmduag der Ihrerseits namhaft gemacht« Herr« anheim« gestellt. Der Miutfler der geistlichen, Unterrtcht«- und Medteinal-Angelegeaheiten. ,. Mittler. Wir erfahr« indeffm an« glaubwürdiger Quelle, daß von Seit« der Regierung in Breölan Erkundig« «gen nach d« beide» Herr«, die sich gemeldet hatte«, eingrzog« wurd«. Warum —f 8. Mreoka«, im September. (Orig.-0!orresp.) Unter den Kriegtnachricht« der hiesig« Zeitung« fiel mir neulich bit Notiz auf, daß unter dm deutschen Gefangmen, die au« Metz mtlaffm wurd«, sich »auch der altlutherische Feldpredig« G«lach befinde, d« dm Auftrag hat, von Regimmt zu Regimmt zu zieh« und seinen Glaubm-gmoflm da« Sakrament in fein« strmgm Vorschrift zu «theil«.' — E« liegt nahe, fich dabei an d« Bescheid de« Krteg«ministerium« auf Ihre Eingabe, betr. jüdische Seelsorge im Felde, zu erinne«. Sollten die Altlutheraner vielleicht »zahlreich« und w«ig« zerstrmt' sei«, al« die Juden? Od« könnte ein jüdisch« Geistlich« nicht ebmso gut wie Herr Gerlach »von Regimmt zu Regimmt' zieh«? Ab« die Altluth«an« sind Christ« und wir find Jud«! — * Kannpper, 8. Septemb«. (Orig.-Corresp.) Am nächst« Donn««tag. 15. d. Mt«., findet die Einweihung uns«« nm« Synagoge statt, da« Programm ist b«eit« au«gegeb«. Bon dm , außttgotteddimstlichm Festlichkett«, für die vor lang« Jett schon so Manche« vorb«ettet war, auf die uns«e Gemeinde fich so lauge gefteut hatte, wird abgefehm w«dm. Wir wollen diese durch dm Krieg un« bereitete Enttäuschung gern tragen, wen» nur in d« Gemeinde nach wie vor Fried« bleibt, und diese uns«e Hoffnung wird, da« vertrau« wir zu Gott und zu dem gut« Will« unser« Brüder, nicht zu Schandm ««dm. Ein versuch, dm Fried« zu stör« und zwar unt« dem Vorwände ihn siche« zu woll«, ist noch schließlich vor vierzehn „Wir ««dm sehen," antwortete d« Capatoz, indem « da« Geld in Empfang nahm. „Um wen handelt ei sich?" „Um Diego d'Almora." „Um Diego?" ritf der Capatoz. „niemals! Nehmt Eu« Geld zurück." „Ihr wollt nicht?" „Nein." „Warum?" „Währmd ich trfd.;t zu Haufe war, habm meine Frau und mein klein« Esteban Schutz und Hülfe im Haufe Diego« gefunden. Niemals!" Wmn der Capatr \ die reine Wahrheit hätte «zähl« woll«, hätte « sagen müfle»: al« ich zehn Jahre auf dm Gale«m war. Dort hatte « "ämlich erst dm Rang eine« Räuberhauptmanne« empfang«; aber der gute Mann wollte ja dem jung« Graf« hi« nicht seine LebmSgeschichte zum Best« gebm. „Ueberlegt e« Euch noch ei» Mal, «h« Ihr da« letzt« Wott sprecht," entgegnete l>« junge Graf, „Ihr schlagt e<n hübsche« Sümmchen au«." „Ihr könnt Euch alle Mühe spar«, ich will nicht." „Ich werde and: :e Leute find«, die mtt dem Geld« g«n zufried« sein w«d« ' „Kein« rührt die Hand ohne mein« Befehl," sagte d« Capatoz, in seiner Würde al« Hauptmann einig«maßm »«letzt. „Ich bin der alleinige Gebiet«."! „Mein Vater hat mir gleich gesagt, daß wir auf dies« Widnstand stoß« würdm, ab« wir werdm ihn schon zu besieg« wissen." „Wa« heißt da»? Redm«artm! Ich habe zu beseht«." „Ja; ab« Ihr müßt auch noch einem Andem gehorchen, dem H«mana mayor, dem oberst« Vorsteher d« Garduaja." Mateo antwortete nicht, die Worte de« jung« Alonzo mußt« ihn übenasch«; « schim zu üb«legm. „Nun," nahm d« junge Mann wird« da« Wort, „nehmt Ihr mein Geld an?" „Ihr kennt also dm Hermana mayor?" sagte d« Capatoz, ohne auf die letzt« Frage weit« «tnzugehen. „Soll ich Euch fein« Nam« sag«?" erwidert« Alonzo. „Da« ist nicht «öthig; von dem Augmblicke an, von dem Ihr ihn kennt, wißt Ihr auch, daß man sein« Nam« nicht au«spricht. — So sei e« denn, ich schlage ein." „Ihr wollt Diego ermord«?" „Wann muß « «eg sein?" „Da« wird Euch mttgetheilt w«d«." „Wann?" „Bald." „Wo?"

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