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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1870-09-07 · 36 (7.9.1870) · p. Seite 295

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1870)
Issue
36 (7.9.1870)
Date
1870-09-07
Page
Seite 295 (sequence 3)
Language
German
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296 Wochenschrift einen Platz etnräumeii «ollen. Die Sache ist, «ie Hie aot dem Inhalt entaehmen, von Dichtigkeit, und dt« Gründe, »arm» ich ihn in hebräischer Gpraä>e abgefaßt habe, leuchten ein. Den Zweck wird e« durch nb rw man *pan erreichen, norfcoa GanItätScorp« oysiwn npjn »Ktn man1? ipnaun htnp w pk %rn »61 ö"a mpn) msecin-mn ,nywn bv ,nay vm ba vti 3k-p ,jtk vaah jcnmvb n naa nn w oaowi amhv ,nwr ovjko .onaaa ovatbo o-nya a oberem omron onwn «aipm ’P«rn .nrmpBi nrnru nki rm6 nna Denn -tk ,ma a ,iw 161 um 161 .pWn nrun rapoa rbwxm oyma caaru rbwv rbnro oro?m oHrn ,kvi rojnn optw rmtsp ^>vk ,*onn piKNi nan oy .opik inm wciva> uv ,pki na^oi -|T% nn6 can'K'pi.... yr pk ppib ... oaipn Ttotr* ’picB cw Wm bbs py an .inop toh .Wa" na m wctr.... icrua bu rnaK cotk ,r»y nWa ,rbo avr* n*b?mo W nam isy b ,^n ^ntpw ,oaa rme oipo pk dptp opk op^dpi ob\p bv o’pW »pypi nob kSh ^NN py nana d:ik3 tu lac'r «a otto non ■»'k ,oma pk ivisy? b s\xcrb Tn '.u mai öto3 btntn amp pk renp1 tb pob xmtt ona jxbov -onjim ‘ppa avpr6 pK mr aanrn ‘Tin 03% t maa dpi Wo ba raiok3 "i naiv? nay Ta Äittrower, raaa jarm - iomiriK vp:P p loa'n n»6i td1? pw kjw’pk Ara««»ßerg (Ostpreußen). »Die armen ruffischen Juden, «eiche au» ihrer Heimath fliehen und nach Königsberg eilen, um von dort nach Amerika zu gelangen, verursachen den Bewohnern von Braun»berg große Furcht. Die Landleute sehe» in jene« arme« Auswanderern Leute, welche Christenblut trinken wollen. Allerlei Gerüchte über schrecklich«! von diesen Juden verübte Tbaten find in Umlauf und doch find die Leute gewiß die unschuldigsten Menschen, die je den Boden dieser unwissenden Landschaft betraten/ Borstehende Nachricht lesen wir im »Jew. Record/ au» dem »Echo', in deutschen Zeitungen ist un» über die Sach« nicht» zu Gesichte gekommen. Der ,Globe' bespricht die Ge-! schichte in einem längeren Artikel, der die Judenfeindlichkeit und Judenfurcht in Preußen tadelt und verspottet; die Männer, sagt er, welche seder Masse von Chassepol» Stand halten, zittern vor einer Handvoll unbewaffneter, harmloser, flüchtiger Juden! Arnnüfurt tu JR., 80. August. (A. A. Z.) Die Äelehrtenwelt hat einen schweren Verlust zu beklagen. — Heute Dormittag verschied in Folge eine» Herzleide.it vr. Lazaru» Geiger, welcher sich durch seine tiefen und geistreichen Sprachstudien auf dem Felde der vergleichenden Grammatik und de» Sanskrit einen sehr bedeutenden Ruf in der europäischen Gelehrtenwelt erworben hat. (In nächster Nr. mehr. Red.) Sesterreich. P. Wie«, 29. August. (Orig.-Corresp.) Wollen Sie gefälligst Akt nehmen von der nachfolgenden öffentlichen Anerkennung de» Judenthum», deren Schauplatz gestern der niederösterreichische Landtag war. Dort sagte nämlich der Abgeordnete?. Kinzl (natürlich klerikal) bei Besprechung de» Schulgesetze» wörtlich Folgende»: »Ist denn wirklich eine religiöse Erziehung ein Hinderniß der Bildung? Sehen wir doch die Israeliten, wie sie ihre Kinder sorgsam in der heiligen Schrift unterrichten, damit sie da» erhebende National-Bewußtsein nicht verlöschen lassen. Und ist die« den J»raelitcn abträglich? Sehen wir sie nicht auf allen Gebieten de» Leben» bervorragen, auf dem Schlachtfelde sowohl, wie auf den Gebieten de» Wissen»? Sind e» nicht intelligente Leute, die sich zu benehmen wissen? Hat e» ihnen geschadet, daß sie fleißig die Bibel lesen in hebräischer und deutscher Sprache?' Wie schlimm muß e» um den Katholizismus stehn, wenn feine officiellen Vertreter ihn vom Judenthum in» Schlepptau nehmen lassen! Wir geben übrigen» dem Herrn Pater Folgende» zu bedenken: Wenn er so richtig in der religiösen Bildung der Jugend einen Vorzug de» Judenthum» erblickt, so möge er sich bedeuten lassen, daß dieser Vorzug begründet ist in dem Abhandensein eine» Kleru», der die Kenntniß der Bibel al» fein Monopol betrachtet! Andererseits mögm wir bedenken: Wie lange werden wir noch ein solche» Lob verdienen, wenn die Gegner de» hebräischen Unterrichtfortfahren, da» Judenthum zu katholisiren, dieBtbel Eine Viertelstunde später war alle» im Hause Diego» wie- 1 der ruhig wie zuvor. Bruder Enriquez hatte durch eine verborgene Htnterthür da» Freie erreicht. Al» Mönch und besonder» al» Mitglied der Inquisition konnte er sich jederzeit an jedem Orte zeigen, ohne daß seine Anwesenheit Aufsehen erregte. Aber «ährend Diego die umfassendsten BorsichtSmaßregeln gegen die Unternehmungen feiner ftirchtbaren Feinde ttaf, schwebte schon eine neue Gefahr über ihm und den Geinigen, nämlich die Ätach« de» Grafen von Ramira. Der Letztere schmeichelte sich, d.iß e» noch immer in seiner Macht läge, die so sehr erstrebte Verbindung seine» Sohne« Alonzo mit Juanita, die den zerrütteten Vermögen»-Verhältnissen seine» Hause» unter die Arme gr.-ifea sollte, trotz aller Hindernisse herbeizuführen. 8r glaubte un so mehr darauf rechnen zu k,innen, al» Diego mit keinem Worte die Gerüchte, nach welchen er seine Tochter mtt Fernando vcrheiratheu sollte, bekräftigt hatte. Aber die Ursachen, au» welchen Diego geschwiegen hatte, «xiftirten nicht mehr, al» er erst die Versicherung hatte, daß im Geheimen die Ehe der jungen Leute nach den Vorschriften seiner Mahren Religion würde vollzogen werden können. Deshalb hatte «r auch «ach der Ankunft seiner?«oade in Saragossa öffentlich »o» der bevorstehenden Verbindung Fernando» nnd Juanita» gesprochen, und die Hochzett sollte bald nach Beendigung der öffentlichen Festlichkeiten ftattstnden. Bei dieser Nachricht war der Zom de» Grafen von Ramira ohne Grenzen; alle Wunden secne» schwer gekränkten Stolze» öffneten sich von Neuem, und er beschloß die Beleidigung, die man seinem Namen, auf den er al» ächter Spanier unzemein stolz war, angethan hatte, blutig zu rächen. Aber die Habsucht de» Grafen war ncch bedeutend größer al» sein Stolz, und die Roth, die ihn bedrängte, zwang ihn mit aller Kraft nach einein Mittel zu suchen, welche» zu gleicher Zeit leine Rachsucht und Geldgier zu befriedigen im Stande war. Sine Denunciation Diego» bei der Inquisition >var nicht der Weg, zu diesem doppelten Ziele zu gelangen; da» heilige Officium besaß da» privilegtrte Recht, die Güter der Ketzer in seinem eigenen Interesse zu eonsi»ciren; übrizm» begnügte sich der furchtbare Gerichtshof nicht damit, ein einzige» Familieaglted 1 dem Tode zu weihen, die Kinder theilten fast immer da» unglückj ltche Loo» ihrer Eltern, und Juanita wäre in Diego» Sturz I verwickelt worden. Außerdem war der Graf, wie viele arragonifihe Edelleute, j ein unversöhnlicher Feind der Inquisition; die Einführung diese»! Gericht»hofe», seine Prozeßordnung, seine Gütereinziehunze», j wa:-a offenbar Verletzungen der Rechte» die der Provinz durch j ihr« alte Verfassung zugestchert waren. , Der Gr<».f dachte daher keinen Augenblick an eine derartige ' Rache; aber die Gardunja war ja noch da, die ihre Dienste einem

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