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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1870-07-06 · 27 (6.7.1870) · p. Seite 223

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1870)
Issue
27 (6.7.1870)
Date
1870-07-06
Page
Seite 223 (sequence 3)
Language
German
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- 223 aber der „Dmkmetster" bleibt er immer und ma» er alt «uh dm Denkgesetz«« unmöglich htngesteilt hat, da« bleibt dabel. Damit könnm wir dies« Aumerkuug schließ« uud steil« um- «ehr einander gegenüber 4) Die traditionelle Ansicht von der Welteutstehunz uud die Darwtn'sche. Di« erster« lautet: 3m Anfang, oder richtiger: vor alltr Dinge Anfang, war Sott, ein Wesen, welche« zn definirm und genauer zu analystr« wir nicht »etter versuch« — nicht «eil wir die« für unerlaubt halt«, sondern «eil e« nach tausendjähriger Geistesarbeit al« unthMlich erkannt ist — wir lege» ihm aber die Eigenschaft der Macht und Weirhett bet und nehmen an, daß diese Gottheit die Welt in Allmacht geschaff« und naih weiser Zweckmäßigkeit eingerichtet habe. Dem gegenüber lautet die Darwtn'sche Anficht nach den Dort« de« Her« Dohm: „3m Anfang war ein elnsacheb, sogenannte« PlaSmaklümpch«." Eine nähere Definition diese« Pla»maklümpchen« erhalt« wir hier auch nicht. 3st e« qual» tät«lo» gewes«, oder hat e« Oualttätm gehabt, und weichet Hat e« aus der Erde oder im Waffer «sistirt, und woher dmr Wasser oder Erde? oder sind Erde oder Waffer im Anbeginn auch solch«, aber wohl aplaSmatische Klump« gewes« (so ungefähr nach Laplace), und woher find dies« entstand«? Bo» Allem dem erfahren wir nicht«, und werden e«, da« behaupte» wir kühn, auch nicht erfahr«; da steht also Theorie gegen Theorie, Annahme geg« Annahme. Aber Herr Dohm nennt die erster« Tradition, die setnige Forschung. Mit welchem Rechtes (Fortsetzung folgt.) Der Religionsunterricht in der confeffionsiofen Schule. Diejmigm Leser, welche sich für die Schul» uud Unterrichts > frag« näher interesfiren, werden dm Bericht nicht übersehen Hab«, dm die größer« Zeitung« soebm über die Verhandlung de» mglischm Unterhauses am 20. Juni gebracht Hab«. Marl debattirte dort über da« Thema, welche« die Ueberfchrift dieses Artikel« bildet, und e« zeigt sich von Neuem, wie di« einschlägig gen Frag« jetzt aller Ort« in ihrer Wichtigkeit erkannt werden, obgleich sie nicht geeignet find politische Leidenschaften zu er» reg« und die Masse zu beweg«. Wie soll e« in der öffentlich«, all« Confesstonm gleichmäßig, zugänglich«, keine bevorzugmdm, keine vernachlässigmdm Schule mit dem Religion-unterrtcht gehalt« werdm k E« will un« be> atlethtschm Form«, der vor einiger Zett erst eine langjährige Galeermstrafe abgebüßt hatte, „{ebenfalls muß ich wissen, woran ich bin!" Und in Begleitung mehrerer seiner Spießgesellen trat er auf die Straße. Eh« er sich dem jung« Mann« näherte, blickte er nach all« Seiten vorfichtig spähend um sich. Er schim Berrath oder die Nähe der Alguazil« zu fürchtm. .Herr, wm sucht 3hr hier?" fragte er mit einem Tone, au» dem ebmsosehr Furcht al« Frechheit hemorklang, denn der Räuber wußte «och nicht, mir wem er e« zu thun habe. „Ich such« Mateo," erwiderte mhtg der junge Mann. „Mateo?" antwortete der Guapo in demselbm Ton«, wie vorher; „aber warum geht Ihr in so verdächtiger Welse vor diesem Hause auf und ab und gebt dadurch ehrlichen Leut« Veranlassung alle« Mögliche zu denk«? Ihr thätet viel besser, wenn Ihr eintretm und driimm bei un« Eurm Mann erwart« wolltet." „Ja, er soll einttetm", wiederholt« mehrere Stimm«. „Danke für die Einladung, meine Herr«, aber ich bleibe lieber hier". Wüste« Geschrei und ernstliche Drohung« erhob« sich überall bei dies« Wort« de« jung« Manne«. dünken» daß die Frage sich ungesucht und einfach also beantwort« ließ«: während die Schul« (wie wir in eine« früher« Artikel gesagt Hab«) den Geist der Religiosität «alt« und allen Unterricht von ihm durchweh« läßt, erthM sie konfessionelle» Religtonlunterricht gar nicht, sondem überläßt dies« der ReligionSgemeinde. Ist die« doch da« Verhältniß, welche« in Betreff de« jüdischen Religionsunterricht», faktisch an den messt« Ort« besteht. Ob der Staat mm die Erlheilung diese« Religionsunterricht« überwach«, vorfchretd« (al« obligatorisch erklär«)' oder sich um dmselb« gar nicht kümmern solle, kann hier unerörtert bleib«; e« wird für dm Unbefangen« wohl klar sein, daß wir zunächst wieder Parität verlang« wird«. „Wa« dem Ein« Recht, ist dem Andern billig"; so lange daher der christliche Religionsunterricht obligatorisch ist, s)llte e» auch der jüdische sein, und die« war da«, nächst« Motiv zu der bekannt« Petition de» jüdssch-theologischm Verein« um obligatorisch« Reltgtouüunterricht. Dt« Frage ferner, ob der Staat (resp. di« Commune) d« eonfesfionellen Unterricht für die verschied«« Schüler bezahl«, subventtoniren, oder die Aufbringung der Kost« lediglich d» Elte« oder der ReligionSgemeinde überlass« solle, ist vollmd« eine rein äußere, eine Budgetfrage — «er hat dem» bisher faktisch an dm meist« Ort« dm jüdisch« Religionsunterricht bezahlt, wem» nicht die Jud« allein» Aber gleiche« Recht und gleiche Pflicht für Alle, da« sollte wiederum sich ganz von selbst verstehen. Inzwischen hat jedoch unser gelehrter College, Herr vr. Buchholz, t!in«andern, dritten,Weg vorgeschlagm: er empfiehlt, in dem Osterprogramm seiner ReligionS-Gchule, Einführung eine« „confesstonSlosen Religionsunterricht«". Ueber dies« Vorschlag — welcher in der Provinzralpresse sehr bessällig aufgmomme» ward« ist — lass« wir hier dm Bericht eine» unserer Herr« Mitarbeiter folg«. Daß wir Her« vr. Buchholz zu einer Widerlegung oder Rechtfertigung gern Raum gewähr« wert«, versteht sich von selbst. Trotz der Klarheit und Durchsichtigkeit der Form und sonstiger Vorzüge seines Aussätze« scheint Herr vr. D. sich doch die Eonsequenz« seines Vorschläge» nicht klar gemacht zu Hab«. — Zwei Vorschläge, sagt er richtig, sind für die confesfionSlose Schul« gemacht Word«: 1) ES wird an b« öffentlich« Anstalt« Religionsunterricht gar nicht ertheilt oder 2) er wird für jede an der Anstalt in genügend,» Zahl vertretme Confesston (natürlich von Staat« weg«) besotlder» ertheilt. — Und nun muß man gestehen, daß „Sr soll einttetm!" „Wir müssm wissm, wer er ist!" „Er m»ß hereinkommen, oder..." „Ruhe!" gebot plötzlich eine Stimme, an der man sofort dm Mann erkannte, der gewohnt war zu befehlen. „Er ist ein Spion", fing« die Ein« wieder an. „Er lauert un« auf," sagten Andere. „Mateo . . .," begann der junge Manu, der dm Neuangekommmen erkannt hatte. „Ruhe!" rief dieser noch einmal dm Leut« zu, „Ihr seht, daß Ihr im Zrrthum seid ... Da« ist ja Femando, der Frmnd von Diego d'Almora, dem Gott sein Leb« erhalte... und sein Vermögen," setzte er mit eigmthümlichem Lachen hinzu ... „Gut« Abend, Fernando, womit kann ich Euch dien«?" „So, das ist der Herr Femando," nahm der erste Guapo wiederum da« Wort, „das ist wa« andere«". „Wahrhaftig, bei Nacht gleicht selbst ein ehrlicher Manu auch einem Alguazil", unterbrach ihn ein Anderer. „Warum gab er sich auch nicht zu erkenn«?" fügte ein Dritter hinzu. „Schweigt doch", begann Mateo nochmal-, „und laßt Cur«

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