Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1870)
- Issue
- 26 (29.6.1870)
- Date
- 1870-06-29
- Page
- Seite 219 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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tfeibmm nab j»ar — all f iffcrari. ,Lch «hm« meint Typ««, wo ich fie find«," sagt« vrandon, und wandt« sich zu d«n Knabe«, mü ftt zu de- - - *— ja «.-i « _ AL Jakili—, pv^tt »fl wfr vmvvn (Wr vvr^pv»y^nr wmiw ^11« hi»h«r dir ihren Cultn« darstrllrnden Bild«« mit Verachtung behandelt, nur Sprache für höchst ersprießlich halten, da st« am bestrn dem «hasstdischen Sahn «tgegenarbetteu. E)lNN.'Dav., JSraettttsche Moral«Thrologte, aus dem Jtalienifättn übersetzt von 0r. 8. E. Igel. Nene Ausgabe. Breslau 1870. Schletter'fche Buchhandlung. lIV. VIII. und Katholiken reißen sich um sie. Freilich streiten sich auch di« Rothschld» and Pereire» um Madonnen und Kreuzabnahmen." So wett Mirp. Ich*) «lande mir nur, sein« beißenden Bemerkung die bescheidene Frage lfinzuznfügen: verhält e» sich mit d« jüdischen Literatur ander», al« mit den Kunstwerken und Autschmückimgen ihr« Salon» bei den jüdischen Fi» uaucttr»? Wal findet man nicht Alle» auf den reich bedeckten Lishen dies« Salon» an guten und schlechten Werken au» alt« und neu« Zeit, au» heimisch« und fremd« Literatur! vergeblich ab« spähte ich so manch mal schon nach dem Werke einel jüdischen Autor», au» welchem Jahrhundert tonn«, nach ein« jüdischen Zeitschrift, in welch« Sprach« auch, nach tan jüdischen Beschichte, welche Periode immer behandelnd, nach eia« Bibe in Prachtband, mit »d« ohne Illustrationen, nach einem jüdisch-poetischen »der homttetischen W«le, welcher Richtung immer d« versaff« huldigen mjge. Wäre dem nicht so, und wäre nicht in Folg« dessen die Unwiffenbett in jüdischen Dingen bei unseren Reichen ein« so bedauernlwerth große, daun stünde e« auch mit dem praktischen Iudenthum dies« einflußreichen Kreise wett best«, al« e» jetzt leid« so allgemein d« Fall ist, dann würde die Eintracht und die Harmonie in den größeren und grüßten Bewenden uns««» vaterlande» nicht so sehr zur tröstlichen Audnahm«, die Spaltung und die Zerriffenheit hingegen zor tief schmerzlichen Regel gehören. — •M Literaturbericht. S«««eki, Rath., »P2, Lyrische Klänge. Original-Poe ien und Uebersehunzen (hebräisch). Lemberg 186V. (14V S. 1*I°.) Da» Büchlein gibt an, daß unter den Bedichten sich auch Uebersetzunzeu, d. h. Bearbeitungen fremd« Dichtungen, befinden, e» find deren jedoch nur wenige. Beim Aufschlagen de« Buche« fiel uns« Blick g«ade auf eine solche. B"Bron nthv „nach Lenau" — also „die drei Zigeuner''. Wie stutzten — wir? Dies« höchst unjüdisch« Bedauke: „Diese drei haben mir gezeigt, Wenn da« Leben mir nachtet, Wie man'» »«raucht, verschläft, vergeigt Und e» dreimal verachtet" — in hebräisch« Sprach«? E» schien un» Profauation. Ab« wie hat Samueli chn wicdergegeben? rzbro nun ena Tnab cttctc* rr mb ■nn rmr. tu - *m rra crrorn mer jrra bs tvran 's1? nn ros ntbn '.«nn "täj itsxi mrsa rninc pm mnm fbvocb “pxrn rrcjan numti da» will sagen: „So Hab« ich gelernt, wie da» Leben »«geht und schwindet, und hrbe wehmüthig und zugleich erhaben auf die Drei geblickt." Da» ist frettich ein and«« Bedanke, und e» ist gewiß höchst charakteristisch, da» Original r nd diese Umdichtung, di« im Beiste d« heiligen Sprach« gedacht ist, nelieu einander zu stellen. Al» Motto hat d« Dichter da» Heine'fche: Meine Oual und meine Klagen Hab ich in die« Buch gegoffen u. f. w. dem Buche vorgesetzt; e» ist in der Thar ein Heme'scher Zug» ab« lauter und sittlich rein, in dies« Poesie. Schade, daß der Druck nicht sehr dem schönen Inhalt entspricht. Da» Buch ist rieten Lobe» werth und hat solchen von t er Kritik auch reichlich empfangen. Wir können au» Rücksicht auf den Leserkri i» diese» Blatte» nicht weit« auf einzelne gelungene Dichtungen entgehen. Dav., nttiD"! '3TI (populär-medizinische Abhandlungen). 1 Heft. Lyck 5630. (145 S. Kl. 8.) Der Berfaff« ist d« äußerst gewandte, sachkundige und uamenttich flr hebräisch« Bearbeitung uaturwisseuschastlich« Themata unübertrefflich« Stylist, deffeu wir gelegentlich im Lettartilel d. Bl. Rr. II gedacht, dort aber irrthümlich L. B. genanm haben. Wir kannten die hi« vorliegenden Anffäz« zumeist schon au» dem „Maggid". Wir können hi« nur wiederholen, wa» wtt bereit« gesagt, daß wir derartige naturwissenschaftlich« Werke in hebräisch « *) Der Correktor d. Bl. erlaubt sich sein« Pflicht zu erfüllen und ja: coustatiren, daß die Oppenheim'schtu Bilder bei nn» in Deutschland sehr beliebt." Sollt« vielleicht der Beist de: Braudonffchen Bild« keiu jüdisch« sein? 105 Ltttm.) Die Darstellung d« Sittrnlehre, wie sie die biblischen und talmudischeu Büch« begründen, da» jüdische Mittelalt« philosophisch entwickelt und unsere Zett -ussaßt und ervär», gehört noch tonn« zu den unerledigtm Wünschen de« Freunde» b« jüdischen Literatur. E« gibt wed« ein Svfiem noch eine Beschichte d« jüdischen Ethik, die auch nur mäßigen.Anforderungen genügte. Auch da» vorliegende Buch de» hochverdienten kuzatto füllt diese Lücke nicht au», abir e» »«dient doch de» Leser» volle Beachtung. Au» Vorlesungen entstanden, die d« B«ewigte am Rabbi»«.Seminar zu Padua gehalten hat, zeugt e« vou ttefrm verständnig der heiligen Schriften de» Judenchum», ron eingehend« Beschäftigung mit d« Beschichte der Philosophie und vor Allem von Mt lautern Menschenliebe, welche di« jüdische Lehre in dem Berfaff« geweckt hat. Dies« großen Vorzüge entschädigen un» für manche Fehl« der Schrift, vor Allem mir dem Schwanken de» vrrfaffer» üb« die Primipien der Ethik, (vgl. Borrede, Einleitung und Anhang.) Schw« begreiflich ist die Borliebe Luzatt«'» für de» ganz nnselbstständigen Cicero Bndienstc um die Ethik (S. 95). Interessant dagegen, daß Luzatt» wtt Schopenhauer geneigt ist, da» Mitleid al» die tzaupttriebfed« all« moralischen Htmdlungen anzusehen (p. VI), ein« Ansicht, dtt zuerst vom Chevalier de Haucourt autgespivchm worden ist. J. Neueste Nachrichten. Die Bestallung jüdischer Vormünder für christliche Mündel (und umzeke-rt) wird, einmal angeregt, in den Zeitungm vielfach besprochen. DaS Gericht zu Sorau hat eine solche abgelehnt. (iS scheint, dah ein in der Reaktionszeit erlassenes Rescript die landrechtliche Bestimmung, wonach die Bevormundung ron Christen durch Juden nur in dem Falle zulässig ist, wo der Vater dies t.'stamentarifch verfügt hatte, wieder einzeschärft hatte. DaS „Vaterland" bringt wieder einen fanatischen Arttkel gegen die Juden, zunächst gegen die Wiener. Cr wird in vielen Zeitungm reproduzirt, wmn auch ohne Zustimmung. Wie viele Leser, auch liberaler Blätter, stimmm aber doch im Herzm bei! „Revue Jsr." berichtet: „Die Administratton der CultuSgemeiude München benachrichtigt daS Publikum, oaß sie keine Einladung zur Synode erlaffm, und daß im vorigen Jahre weder ihr Rabbiner, noch ein Mitglied der Gemeinde sich an derselbm betheiligt habe. Man habe von ihr nur die Erlaubniß (Autorisatton), sich in Münchm zu versammeln erbetm und diese sei nicht verweigert wordm." Aus Fünfkirchen, 10. Juni, wird berichtet: Gestem I wurde im hiesigen Spital durch die graum Schwestem eine! kranke Jüdin gewaltsam getauft. Der ordinirmde Physikus be» 1 (tätigt, die Kranke sei acht Tage lang sprach- und bewußtlos j gewesen und heute Nachts gestorben.! „Jew. Chron." berichtet, daß der Präsidmt der Vereinigtm l Staaten, auf Bitte amerikanischer Judm, einen Israeliten und j zwar Herrn Lucherer zum amerikanischm Consul in Bukarest i ernannt hat. Briefkasten der Red actio». Dr. L. Da» Bewünsihte augenblicklich nicht in meinem Besitz; ab« baldmöglichst. — Dr. Kr. in M. Sehr gern«, nur bitte zu beachten, daß eigenttich Pädazoxisch.Didaktische» nicht für die «ochenfch. geeignet ist. — .« Ihren Zorn oder Spott llb« da» Faktum kann ich nicht »heilen, und da ich kein« Amnerk. |a Ihrem Berichte machen mag, so lege ich chn lttb« bei Sette. — i. H, ff. ta *. Ei« kurze Zusammenstellung wird wtt recht willkommen sein. — fteop. 8p. in H. Belegt»tlich »«de Ihre frenndliche Berichtigung bringen, zu einem beftnderrn Artikel ist dtt Sache nicht wichtig genug.