Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1870)
- Issue
- 26 (29.6.1870)
- Date
- 1870-06-29
- Page
- Seite 220 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/5369809-5934980-5935207--0317-5370041- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
220 Baea«ren'8ifte. »tat Erl. Gbreste. Znrrittozeit. Mefonder« Memertnnge». fröret und Vorsänger. Rellgionslehrer, Schächter o. Borbeter. Relizioaslehrer. Religion« lehrer u. Borbeter. Religioaslehrer u. Borbeter. Ireiufeld, str. Lauterbach. Greifswald. Prichsenftadt ia Unterftaakeu. Schiefbaha, str. Gladbach. Singhofen, Raffau. I. Heß, Borfteher. D. Heymauu, Borfteher. I. Strauß, Borsteher. Jsaac stansman», Borsteher. Israel. Cultusvorstard. Sofort. l. Oktober. Sofort. Baldigst. 200-250 fl. 275 Thlr. 200 Fl. nur ledige Bewerber berücksichtigt. Reben einkünste, frei« Wohnung. ca. 200 Fl. Rebeare»., frei« Wohnung, fteie Heizung. Kurz vor de« Wochen! este starb in einem kaum fünfhundett Seelen zählende» Dorfe Heffen«, Holzyausrn bei Mar birg, eiu Mau», der e« gleich dem Priester Aharon verdieüt, daß da» ganze Han» Israel« um ihn trcurr. Er iku der wahr« Typus eine« vollkommene» Ahrou-Schüler«, ,^i» Freund de« Frieden«, ei» Beförderer de« Frieden», eiu jreund der Mensche», der der Thora st« nah« zu bringen gewußt." Der Lehrer Hirsch Solf Hahu, nein! Hirsch, Lö«', Avler hätte er heiße» sollen, denn „gelaust» ist er gleich einem Hirsch, stark war er gleich de« Löwen und schnell gleich de» Adler in der Ausführung de» Wille i« sei»«« hinunlischea Later»", li war keiner vo» den mächtig ausftrebeade» Seistera, kein Hells ackernde«, fernhinlenchtendet Licht; e« war eia kleine«, bescheidene«, i» San und Wese» überau« uat cholseue« Männchen: aber ei» zweiter so durch edle« Beispiel wirkender Mann ist schwer auffindbar, von ihm konate amu nicht viel lerne», dazu war er in Won uad Weise ui schüchtern und unbeholfen, wohl aber durch ihn. Durch die Reinheit, j» »ran darf wohl sage» Heiligkeit in Weftu und Ward«!, durch sei» ernste«, unermüdlich«« Strebe» und Arbeite» i» seinem Lernst, wirkte er nicht dlo« aif seine Schüler na» seine kleinen Gemeinden (vier einander aahelieaendr kleine Dorfgemeinde» gehörten zu seinem Sprengel); sondern auf Li« ganze Gegend in heilsamster Weise. Fast zwanzig Jahre lang Schüler de« Rabbi Seckel Wormserhatte er sich ein« groß« Belesenheit uu Talmud aagerignet, die rt durch unablässige« Studium noch zu vermehre» suchte. So hat er dreißig Jahre laug an de« rbeu genannten Orte gelebt und gewirkt, uu» «ehr al« dreißig jung« Mensche» haben durch ihn di« Anregung und da« Borwiffea zum Lehrerberufe empfangen. Einer von diesen uad wohl der ihm am rächen stehend« ist der Unterzeichnete. Ja meiner Eltern Hau« hat er ge« wohnt und an ihrem Tische gegessen ein« Reihe von Jahren, bi« st« ihm di« Hochzeit zuaerichtet hatten. Und so lange ich noch in merrer Eltern Hau« mich befand, habe ich da« Zimmer mit ihm getheüt. Wenige Tage später ist ihm seine beste, mütterlich« Freundin, die aut Emsigkeit — denn er hatte dazu nicht da« geringste Geschil — für ihn gesorgt, i« Tod« gefolgt. E« war diese» eia« Frau, einzia in ihrer Art. Gemüthvolle, mildherzige Frauen ind nicht selten, aber e« giebt Frauengemüther voll unergründlicher Tiefe und mit einer ganzen Wett voll Lieb« und Milde im Herzen, ein« solche Kran war die genaunte. Di« Tochter eine« arme« polnischen Melamed» der sich in jener Gegend allste siedelt hatte und im zehnte» kebeisjahre schon verwaist, hatte sie von da aa bi« zu ihre« zwanzigsten in srcmden Häusern gedient, bi« sie den Man» ihrer Wahl und Liebe heirathetr, der aletch ihr bi« dahin in fremden Diensten stand. Da« waren meine uunmehr beide in Gott ruhenden Eitern, rcscr Memel» im Sivaa 5<i30. Dr. Ralf. Restaurant Gundersheim 12 in Bad Schwalbach, 12 1« Iirrvtci TU-i-rU Uttel «Hör staal, T*ble d'hfite, Dinen » vart io aock »uaooe äem n»ooe und ru jeder Tageareit. Otoen, Louven, C»ß und feinete Uetrioke werden Meh im vartea verabreicht. [260 »nründignna. Bo» dem Verfasser der bei mir erschienene» .^eichen-" so wie Gelegenheit»«»«» bei freudig«» Ereigaiffea. Herrn B. Haus«, ist so eben bei mir neu erschienen: trip irp Westv«d Saööatrede«, zum Gebrauch« für Lehrer und zur hh»g. ltchen Lrbannaa. Der reichliche veisall, der >e»e» Reden geworden, darf von diesen Predigte» in noch erhöhtem Maße erwartet werden» da hiersttr ei» wirkliche« Bedürfniß vorhanden ist. — Preis (1.2 1 THIr. 5 Sar. Durch alle Buchhandlungen uad von mir selbst zu detiehen. [275-77 Frankfurt a. M. J. Kaofrnutnn, Buchhandlung. Zu Inseraten erlaube» un« die Israelitische Wochenschrift angelegentlichst zu empsehlem Dieselbe hat sich durch ihr« gediegene Redaktion seit der kurze» Zeit ihre« Bestehen« bereit« eine» ko bedeutende» Leserkreis unter dem wohlhabenden jüdische» Publikum ganz Deutschland» und de« Auslände« erworben, daß für in derselben erscheinend« Inserat« aller Art sich bisher eia durchschlagender Erfolg ergeben hat und auch für die Zukunft in sichere Aussicht gestellt werden kan». Unser Journal wird wegen seiner literarischen Bedeutung und der wöchentlich erscheinenden Bacanzen-Lifte von dem größten Theil der Herren Rabbiner, Lehrer, Lantore» u. s. w. gelesen, weshalb umer anderen alle liker »rische» Anzeige», Stellengesuche und Off^trn da« beste Resultat ergeben. Außerdem ist di« ,Z«:aelttische Wochenschrift" in Folg« ihre» großen Einflusses auf alle Gemeinve-Angelegenhette» und ihre« reuhhaltigen Feuilleton« gerade in den besten streifen de» Publikum« wett verbreitet, io welchen überhaupt Annoncen den besten Erfolg haben, mögen sie au» Kauf, Verkauf, Kapitalanlage, StrllenvcrMittetung u. s. w. betreffen. Mtt Rücksicht aus die Hobe Auflage ist der Prei» von l>/, Sgr. für die dreispaltige Petit- Zeile oder deren Raum ein so niedriger, daß wir eine recht fleißige Benutzung der „Israelitischen Wochenschrift" zu Insertion«-Aufträgen wohl mtt Sicherheit ermatte» dürfen. Z»1« »io Montag Ariiß eingehende» Anserat« »erde« in di« nächflerfcheinende Mittwoch. Hlnmer ausgenemme». Tchletter'sche Buchhandlung (H. Skutsch) in BreSlau. Verlag der Ichletter'fchen Buchhandlung (H. Ibntsch) in BreSlau: Gelegenheits-Predtgte» jüdischer stanzelrrdaer. «Bände von ll bi« 13 Bogen in Gr.-Octav. Breslau 1870. Preis jede« Bande« 22>/, Sgr. Erster Band: Trauung» - Reden von Elia» starpele» (Rabbiner zu Loschitz in Mähren). Zweiter Band: Lousirmation»-R«den von Jacob Freund (Lehrer aa der Rrligton»schuIedtrBre«lauer Synagogen- Gemeiude). Dritter Band: Grab-Reden von Elia« starpele« (Rabbiner zu Loschitz Mähren). Biettervand: Predigten bei besonderen, di« Gemeind« berührenden Beranlassungen (al» Gast- [Probe») Antritt», und Aoschiedt-Predigteu, Reden bei Einweihungen, Sonfirmationen, Stiftuugsftsten n.fw) von Or.M.Silberstein (Rabbiner m Buttenbause»). Sunzenhauser, S., (Rabbiner in Mergentheim) „stürz und gut!" Zwanzig Predigten Hi* Feste, Sabbathe und Gelegenhetten. Zum Gebrauch der Prediger, Borveter und Lehrer in kleineren Gemeinden. 2. Au»gabe. Bre«lau 1870. 12 Sgr. m MT Kunst - Gsldstickerei -Fabrik Xanin 81rati8«r in Wien, Mariahilferstraße Nr. 44, empfiehlt sein« seit de« Jahn 1844 bestehend« Fabrik, welch« für sämmtliche vethäuser der israelitischen Tultusgemeiud« in Wie» di« vorhandenen Ornamente li«fette und in der ganzen österreichischen Monarchie sich de« besten Ruse« erfreut. zur Aufertiquag aller Atten Kunst» Gvldstickr-.eie» au« echtem Goch, Spezial-Ornamente für Synagoge», al» Vorhänge vor dem Sanctnarium (lizi'«)» Altar- und Kanzeldecken (rosa). Thora»Mantel und Wickel» (nss). Trauhimmel (nsn) u. s. w., dem Sml de« wit'jiuiH und Mit»« entsprechend, unter präriser »u»fühnuig der jewettigeu Inschrifte», so wie der strengste» Garantie für di« Echtheit des Go2e«. [237 Berka« der Schlettrrffche» Buchhandlung (H. Skutsch) in Breslau. — Druck vo« Heinrich Liaduer in Breslau.