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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1870-01-26 · 4 (26.1.1870) · p. Seite 34

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1870)
Issue
4 (26.1.1870)
Date
1870-01-26
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
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84 und Frankreich-, ob ein „deutsch-israelitischer Bemeindebund" ebenso freundliche Gewährung seiner Bitten finden iaizfc, wie sie bisher dm ro« der Alliance lerallite Universelle und dem Board of deputier vorgetragmm Seitens ihrer Regierung« gewordm ist? Wir iiberlaffm die Antwort dem Leser. Unser Blatt will weder innere noch äußere Politik befprechm. Ob der „Golos" und die Rumänen über dm Versuch der Einmischung eines dmtschm „Gemeindetages" in russische oder rumänische Angelegenheiten sich ebmso ärgem würdm, wie über die Alliance Israllite Universelle? Diese Frage ist nicht politischer Natur» vir dürfm also fagm: „einfach lächerlich!" Besonder k in Bettest de« für die msfischm Juden zu Bewirkmdm tritt der Unterschied scharf zu Tage. Man spricht von einer Derwmdung bet der rusfischm Regierung zu Gunsten der dm dortigm Judm zu gewährmdm Ein- oder Auswanderung*). Wer soll sich verwmdm? Deutsche?! Wiflm denn die klugen Leute nicht, wie verhaßt bei der jetzt gewaltig« altrusfischm Pattei die Dmrschm find? Franzosen und besonder- Amerikaner könnm vielleicht etwas bewirk«, man fchmt sich wmigstms vor der dottigm öffentlich« Meinung. Ein Bettuch deutscher Judm könnte nur verderblich sein. Noch -abm wir auch unter uns keinm Crömieux, kein« Mann, der seine Stellung ttnnimmt, der sttnm Einfluß besitzt, wodtt auch seine hohe Stellung im Maurerbunde von großem Gewicht ist. So war es dmn sehr liebmswürdtg von Crömteux wenn er, um di« Dmtschm in kttner Wttse zu verletz«, in sttner zu Berlin gehaltmm Rede lttcht über die Sache hinwegging. »Ihr habt ja, sprach er ungefähr, dasselbe Herz wie wir, Ihr könnt dasselbe wie wi', Ihr braucht von unnicht« zu Innen, Ihr wollt auch der gedrückten Brüder Euch annehmm; warum habm wir gerade die Alliance IsraöUte, die ja ttne univettelle, •) Es womit überhaupt »t-l unverständiges, «veil aller Sachkunde ent. trhreubes Gerede badet p, Lage, e, schlug et» „Gnbevmlts »es Erm..läget" mt „Mt Mttwirtoog bervvrrageuder Männer, vortugtweise ln Stußlau» selbst M gewinne»» u» wie chrrr Hülse insbesondere den »iaa und »te Ziel« »er >«s»aad«rung »u besttmmen". Slsse» dt« berressend«» Herren auch, w» Etbtrten liegt? Setz« Gie geslllligst einmal an Gtekl« der hier unterftrlcher» »orte die Werre „ln Hannover selbst" und ,sdt« L.Nte. »ur kosretstung «n Peru gen" und deni« <t« sich, Gie liest« d« so mrdi. slgtrt« Gatz «tna in Grog druck«, »oll«« auch nachher »bendaselbft die Siam« der herrrrragend« Männer, »elche Gie gemona« Hab«, »oltslpre». Geh« Ihn« jetz: ei» «ich» ans? uichr eine französische oder gar pariser sein soll, gegründet? Von» n'y pensiez pas, dois y avons penad, veilA stmtt!* — Aber es ist sticht richtig, nicht voilL tont — es Mt uns viel. Für jetzt köimm wtt die Franzos» nicht entbehren. Ob tu naher oder feruerer Zukunft? Sir schreSm keine Zukunftspolitik-Attikel. Da» ist die eine Sette de« verhältnistel. Tagesfragen. Ivr nahenden entscheid«»-. Berlin, dm 16. Januar. Es unterliegt jetzt keinem Zweifel mehr, daß vom Mini-; sterium die Jnittative zur Aufhebung der Zwangspflicht der Judm, der jüdischm Ottsgemeinde anzogehörm und zu dm Kultuskottm derfelbm bttzustmem, ausgehen wttd. Der Cultus« Minister hat sich in diesem Sinne jüngst sehr besttmmt einer! Deputatton gegmüber ausgttprochm, «elche sich btt ihm für die nme orthodoxe Gemttnde in Wiesbadm verwandte. Der : Bestand vieler und nammtlich klttner Gemelndm wird dadnrch! gefährdtt werden, wmn überhaupt die Pflicht, irgend einer | Synagogen - Gemeinde anzugehören, fortfällt. Man kann aber wohl annehmm, daß dies nach der bisher in prmßischm Regierungskrttsen in Bttreff des Judenthums zur Geltung gekommen« Maxime, die sich am prägnantest« mit dm Wortm ausdrückm läßt airw ny njn (etwa: „Möge es der Selbstauflösung überlast« werdm") der Fall sttn wird. Jetzt fragt es sich: wie habm wir uns dagegm zu verhalten, und ist es nicht sehr räthlich, das Httlmittel zu such«, bevor die Stunde geschlagen hat? »nsob hhibi onpu Ein solche« zu such», ist der Zweck dieser Zeilm. Wir sind fest überzmgt, daß auch nach Aufhörm der Zwangspflicht es.nicht an opferwillig« Männmi fehl« wird, die frmdtg ihr« Beitrag zu dm zum jüdischst» Leb« nöthigm Jnstituttonm geben werdm; aber ebm so sicher ist es auch, daß vittfach und besonders in kleinen Gemttndm, durch kleinliche llrsachm, vermeintliche Zurücksetzung btt' Gemeindeämtem, angebliche Urberbürdung, sonst nicht trrtttgiöse Männer sich von der Gemttnde ttmnm und vtttfach dadnrch Verwirrung Hervorrufen werden. Feuilleton. DohamMd und die -«den. >« tztatbtner ve. Perles. (««ln».) Mohammed ließ sich ttne solche Aufforderung nicht zweimal fagm und schickte sich ungesäumt an, die Banu-Koraytza zu bekriegen. Diese letzterm vettchanztm sich in ihrm Häusern, verrammtttm dir Eingänge ihrer Vorstatt und beschossen die Fttnde von ihrm Dächem und Thürmm mit Pfttlm. Nach längerem Widerstand« botm sie dem Mohamme) ihre Unterwerfung unter dmselbm Bedingung« wie die Bmm-Nadhtt an. Mohammed verlangte jedoch die Unterwerfung auf Gnade und Ungnade. Ihr Anführer Kab be« Asad sprach zu ihn«: Wir wollm unsere Frau« und Kinder tödten, mit dem Schwette in der Hand die Feinde angrttfm «nt wie Männer sterbm oder sieg«, oder rott mach« in der Sabbathuacht, in der sie ein« Angriff von uns nicht «warten, ttnm Ausfall. Seine Wotte fand« in der dumpf« Berzweiflung nicht Gehör. Die Banu-Koraytza ergab« sich mtt Ausnahme von drei oder vier, die zum Islam überttatm, auf Gnade und Ungnade Mohammed sprach ihr Utthttl: Die Männer sollt» gttödtet, di« Fraum und Kind« als Sklavm vettauft werdm. Auf dem Marktplatz in Medina > »urdm tiefe Gräbm aufgeworfen, in dmm die Judm enthaupttt wurdm: »Die Schlächtertt dauerte ttnm ganz« Tag und wurde noch des Nacht« beim Fackelschein fortgesetzt, dmn es wurdm 600 Mmschm getödtet.' Die httdmmüthige Frau ttne« > Judm wollte dm Tod ihres Mannes nicht übettedm, sie warf ■ Steine auf die Moslimm und fordette dm Mohammed auf, sie i enthaupten zu lasten; sie ging freudig auf dm Richtplatz. Die > Anzahl der gefangmen Fraum und Kinder btttef sich auf mehr ' als 1000, die zum Thttl von dm Judm au» Ehaybar, Tayma > und ander« Gegendm zu hohm Preis« ausgttöst wurdm. Die! Beute, wttche die Moslimm von dm Koraytzm erbeutetm, war sehr bettächttich: 11*00 Säbel, 300 Kuiraste, 1000 Sperre, j 1600 Schilde, zahlrttche Gefäße, Teppich« und Kleider, Wein, Zucker, eine große Anzahl Kameele und andere Hausthiere, fruchtbare Länderttm und schöne Sklavinnm, und mtt Recht bemerk der gttsttttche Biograph Mohammeds, Sprenger: „Die Judm habm für dm Koran ttnm Thttl des Stoffes und für die Moslimittschm Heere ttnm Thttl des Matettals geliefert. Es ist da» der Welt Lauf: da« junge Lebm erstickt da« atte und die »me Pflanze verzehtt die vermoderte." I« dtesm und noch anderm Kämpfm entledigte sich Mohammed feiner hefttgstm und gefährlichstm Feinde, der Juden, die sein« Abfichtm durch ihre Kmntuiß der bttligm Schrift und durch ihr trme« Festholtm am vätetttchm Glaubm am hin der»

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