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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1870-01-05 · 1 (5.1.1870) · p. Seite 4

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1870)
Issue
1 (5.1.1870)
Date
1870-01-05
Page
Seite 4 (sequence 8)
Language
German
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4 Wak Hab« die Jude» in dieser Epoche bewirkt? Wir könne» die einzelnen Stadien de» Kampfe» hier nicht einmal skizzire»; da» Wesentlichste» wa» in dem letzte» Stadium geschehe», scheint un» Folgende» zn sein. Wir, die Juden direkt oder indirekt, haben dem falsche». demBastard-Lib^rali»«»» dseLar^e. abgerissen, den verkteidetrn Amalek gHwungen, sich zu, dem<ch- . kiren. Man sprach: »wir meinen e» gut mit euch, wir wollen euck hebe», bilde», allmählig befreien, ergehen* —^wir Habers, gc rntwortet': »ist nicht nöthig, wir werden selbst für un» sorgen,. sorgt ihr für euch!' Man sprach:., »so wie ihr jetzt seid, mit euren abschließenten Gesetzen, eurem Talmud, euren MesfiaSzebete», können wir euch nicht in den Staatsverband aufnehmen, reformirt uch und eure Religion erst gründlich in liberalster Weise, dann u. f. w.* Die Halben unter na» find bereit gewesen auf halbem, auf ganzem Wege entgegenzueilen, haben die AnSheit der hohen Regierungen und den Edelmuth der »edlen Liberal«' gepriesen; die ganze» Juden haben geantwortet: »nicht» das ihr habt euch um unser Privatleben, unser religiöse» Meine»,, und Hoffen nicht zu kümmern. So lange seid ihr selbst nicht frei, al» ihr ein« Unterschied zu mach« gedenkt zwischen dem, der Koscher ist oder nicht, den Talmud ehrt oder verwirft, und wenn einer von un» zum Abzüge nach Kanaan bereits einge 'ackt, hatte, so dürft ihr, so lange er nicht seine Entlastung rechtskräftig erlangt bat, ihn nicht als »Fremd«' behandeln, oder e» ist mit eurem LibaaliSmuS hohle Phrase.' Und alS dann,»och Me„ Anstellung im Staatsdienste und drgl. den Judm vorenthalten nrtrbc, da lautete unser Protest: »so lange ihr e» noch nicht durchgesetzt habt, daß im Staat»- und Gemeindedienst nicht nach dem ReliglonSbekenntniß geftagt werde, so lange seid ihr »och Knecht« der Kirche und ob ihr «och so laut mit eurer Frei» j finnigkeit prahlt und euch eure» Unglauben» rühmt. (Schluß s-lgt.) La durch da» Lvrumrt und de» leitende» Avttkel beschränkte Mau» ßebietet »ut, i» dieser Rnnuner die Mudrik «umtgefilt », lasse» nnd »v» Berichte» »ur »cniß« z» ßvchga, während wir «ehre« «ud«^ L«resp»»d«qe» für dt» nächste Mnwwer juriuklegen. L. Med. Mohammed legte ein so große» Gewicht auf die Belehrungen der Jude», daß er sein« Sekretär Zayd veranlaßte,die hebräische Schrift zu erlerne», damit er ihm die Briefe der Juden vorlcsen könne. Ja, Mohammed, der, wie Luther Wein, Weib und Gesang liebte, «ach seinem eigen« AuSspruche an Weibein, Wohlgerüchm und Bet« die höchste Fr«de fand, Mohammed besaß in seinem reich m,»gestattet« Harem — er besaß nicht mehr and nickt wmig« al» vierzehn rechtlich aogettaute Gemahlin»« — auch zwei jüdische Frau«, dm« er wohl manche Nachrichten über Lehre und Leb« der Judm verdankte. Rayhüna, die eine dieser jüdisch« Frau«, gerieth, nachdem ihr Mann hingerichter Word«, al» Sklavin in dm Besitz Mohammed», best« Bewunderung sie weg« ihrer groß« Schönheit erregte, und der ihr ein« förnlich« Heirath»- aattag machte. Sie weigerte fich Anfang», die Religion ihrer Bäter za verlast«, später jedoch fand sie <» cinzemest«, ihr« Widerstand aufzngeb« und ward die Frau de» Propheten. Seine zwettk jüdische Frau stieß tzafyya; sie war berett» zweimal der Herr athet und nachdem ihr zweit« Mann, dev jüdische Dichter Kinstna, in der Schlacht getödtet Word«, gerieth sie in Gefangmschaft. Mohammed schenkte ihr die Freihett unter der Bedingung» daß sie sein« Frau werde. Anfang» sträubte fir fich gezm diese Bedingung, bald jedoch sah fie Me Zwecklosigkeit ihre» Wider» Berichte und (Korrespondenzen. Kevtschlstnd. 'Stettin. lieber die Verhandlung de» Abgeordneteuhanse« in , Betreff de? Petition der.Sywagngen-Gemeiad« z» Rakel , Hab« die Zeitung« berichtet. E» siegt jetzt da Bericht, da Com»' , Mission vor. (Erster Bericht dsrCo.nmisßff» süp daLUntemichttwes«' .über Petitionen. Rr.tzO äo 186S.L^ Wesentliche» Hab« wir jedoch auS demselb« nicht nachzutragw. Wir constatirm «ur, daß die au» , verschieden« Frattioneu bestehende Commission'mtt all« gegm «ine;, Stimme beschloss« hat. der Regierung die Petition .zur Abhülfe, zu überweisen. Da Wantrup sich uutn dm Mitglieder« der > Commst'sion befindet, so ist da Name de» ein« Diffmtirmdm nicht schwer zu erratheu. Bieck muß für Ueberwrisuug gestimmt > Hab«. Bon diese« .ist vermuthllch ei« längere» Votum, welche» weitläufig auSernandersetzt, daß und warum auch Votant für den Antrag. aba au» ganz anderu Grüudm stimme. Weitere Auszüge lohn« da Mühe nicht, alle» längst dazewesm — immer - dieselben Gründe und Geg«»AuSbieguugm, dieselbm Paragraph« hin und ha gebogm und. gezogen. Wann kommt da» klare Acht de» Rechte» und da Wahrheit einmal zum Durchbruch? Fßreilä», 15. Decbr. (Orig.-iioaesp.) Die .BreSlauer Zeitung', enthält in ihrer Rumma vor- Sonnabend dem 4. Decbr. d. I. Folgende»:. .Zur Charakteristik de» v. Mühlerfche» System» wird un» Folgmde» gemeldet: In Schneidemühl besteht fett dem Jahre 1858 eine städtisch« höhae Schule, >die im Jahre 1865 d« Rang eine» Progymuasium» und im-Frühjahr " diese» Jahre» dm eine» Gymnasium» «hielt. An diesa Schule wird seit ihrem Bestcheo außa dem christlich« auch jüdischa Religion». - unterricht üi anerkannt segmSreich« Weife erlheilt, und,die Kost« deffelbm werdm au» dm Mittel« da Commune gedeckt. Alle» . * war in bester Ordnung, bi» gegm Ende de» Lahre» 5866 di« < städtisch« Behörden da Regierung dm Vorschlag macht«, .daß da» damalige Prvgymnafinm, jetzige Gymnafium, vom Staate -- übernommen werde. Die Regierung erklärte fich dazu' bereit, stellte aba einige Bedingung«. Ein um» Gymnafialgebäode sollte hagerichtet, ein Zuschuß do« 2000 Thalau au» da.Stadtkaffe gegeb« und — dem Mühla'schm System da confesfioneUm Schule mtsprichmd — der jüdische Religionsunterricht au» Lehrplan und Etat gestrichm werde».. Die Stadt hat sich mit Allem , einverstanden erklärt. Ein Gymnafialgebäude, welches da Eom» standeS ein. Von Mohammed beftagt, warum fie nicht sofort . eiugewMgt habe, antwortete sie klüglich, daß fie seine Verschwägerung mit dm Judm für unzweckmäßig hielte. Seine Galanterie ihr gegmüber ging soweit, daß a ihr dm Rück« hinhielt, bannt fie vermittelst deffelbm apf daS Kamee! steige. Sie afrcutefich in so hohem Grade da Gunst Mohammed'», daß seine übrig« . Frau« von Neid und Eifersucht gequält wurdm. Mohammed - frug eine seiua LieblmgSfraum LyiSha, ob fie tzafyya schön find«. Da anttrortete .fie m wegwerfendem Tone: Ach, eine- Jüdin! Ein andere« Mql jwarf fir ihr ihre jüdische Abkunft . - vor und Mohammed sagte zur Alfyyar Warum.antwortest du nicht: Mein Pater jst.Arpnund «ein Oukel ist Mose»! ..Sine andae Frau verstieß Mohammed eine Zeittan^ weil fie tzafyya - beleidigt hafte. Al», tzafyya.starb, hintaließ fie ein Vermöge» von 160,000 Därhem«, ,woyo» fie ein. Drittes ihrem Neffe», , . da» übrige dm Jude» hintaließ,...(Fatsetzwig folgt.) - Kleinr MMtzellvngen. Cinem auSfühft. Berichte da ,Jll.St.Z.' üb« die Einweihung de» temporär« Tempel» da Zioa-Reformgrmeinde in Chicago mtnehmm wir folgmde charactaistische Züge '

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