Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 26 (1902)
- Issue
- No. 1. (1902)
- Date
- 1902-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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5 stehenden ״Bemerkungen“ sich gerade jetzt sicherlich einer wohlwollenden Aufnahme erfreuen*) 1. Am Schlüsse des § 6 der Einleitung, Seite 11, -sagt Herr S. Buber, er habe in dem vorliegenden ״Scli. 11. Sch. sutta“ nicht die Stelle finden können, welche der Jalkut Schimeoni zu Jesaja 40, 1, § 300 aus dem fraglichen Midrasch citirt. — Die Stelle findet sich jedoch in Letzterem S. 39 Z. 4 ff. v. n., nur ist sie durch Schreibfehler des Copisten verderbt, was merkwürdigerweise Herrn Buber entgangen ist. Die Schlussworte der fraglichen Agada Zeile 2 v. u. gehören hinauf, Zeile 4 v. u., /.um Schlüsse der auf den Propheten Elialiu bezüglichen Agada, infolgedessen der Schluss der auf Chiskiahn bezüglichen Agada. weggeblieben ist. Die Variante am Anfänge der fraglichen Agada ist jedoch eine eigenmächtige redaktionelle Correctur des Redakteurs des Jalkut Schimeoni aus formalen Rücksichten des Zusammenhanges wegen, wie dies häufig im Jalkut Schimeoni der Fall ist. 2. Im § 8 der Einleitung, Seite 12—13, sagt Herr Buber, der Jalkut Hammachiri zu Jesaja citire den Midrasch Sch. h. Sch. sutta 19 Mal unter dem Namen הגדת שודש und zählt die Stellen auf. Zählt man aber die aufgezählten Stellen nach, so findet man bloss 18 Stellen. Es ist die 9. Stelle, der Hinweis auf Jalkut Ham. S. 88 Z. 36 — 39, bis auf 5 Worte, welche irrigerweise mit der 8. Stelle zusaimnengedruckt wurden, ausgefallen. Ausserdem finden sich auch in den Angaben der Seitenzahlen Druckfehler, Correct ist das Verzeichniss der Rezension Bubers אגרת בקרת Separatabzug aus: החוקר (Jahrgang 2, 1894 S. 7 Anmerkung). Jedoch die Angabe, dass der Jalkut Ham. bloss 19 Mal den Midrasch Sch. h. Sch. citire, ist nicht genau; denn der J. H. citirt auch sonst den Midrasch Sch. 11. Sch. sutta. so S. 2."14, Z. lf>—19, auf welche Stelle ich weiter unten noch ein Mal znrückkomme. Auch citirt J. H. den Midrasch Sch. h. Sch. sutta, was nach Bubers eigener Angabe in der Einleitung zum J. H. zu den Psalmen, im J. II. zu den Psalmen oft der Pall ist, S 237 Z. 2:')—28 zu Jesaja!)8,14 11. zwar S. 23, Z. 23 -27 unter dem Namen: מדרש ש״״ש, welche Stelle Buber gleichfalls entgangen ist. S. 9 Z. 6 zu Jesaja 1.9 steht bloss: שה׳ש und es ist möglich, dass das beim vorhergehenden Worte (תלים) stehende Wort במדרש das vor שה*ש stehende Wort: מדרש verdrängt hat. 3. S. 9, Z. 1 wird unter den ,,zehn Gesängen־‘ als zweiter Gesang, der ..Gesang Abrahams“ erwähnt. In der hierzu gehörigen Note 32 erwähnt Herr Buber einer Abhandlung Abraham Epsteins, in welcher klar auseinander1 )״setzt sei, was der ״Gesang Abrahams“ bedeute. Mir steht die betreffende Abhandlung Epsteins nicht zu Gebote, ich kann daher auch nicht auf dieselbe genauer eingelien. Was mich aber wundert, ist, dass Herrn Buber entgangen ist, dass der Midrasch Sch. h. Sch. sutta weiter unten zu 2,1 S. 25 Z. 13—14 selbst sagt: Abraham habe als er aus dem Glühofen. *) Kx gielit für einen Gelehrten keim* grössere Freude, als seine Werke anfmerksan» gelesen zu sehen und dir Hemerkuugen, zn denen sie angeregt!, zu Gesichte zu bekommen. Wir rufen dem unermüdlichen in der Forderung der jüdischen Litterutur ergrauten dreiviertelhundertjährigen Gelehrten zu: Zunächst in Gesundheit לגבורות zum achtzigsten! לקיים מה •סבי את מספר י׳מ ייך׳ אמלא, dann weiter עימיש! (Ked.) in den ihn Nimrod geworfen hatte, errettet worden war, ein Danklied gesungen. 4. S. 13, Z. 15—16 zu H. L. 14 wird die Deutung des Josua b. Jonathan mitgetheilt, wonach dieser Vers sich auf die von Turnus Rufus hingerichteten Märtjrer beziehe, welche Gott liebten הצדיקים p יותר הראשונים; dazu bemerkt Buber in der Note 68: dieser Ausspruch sei ganz unverständlich. Meines Erachtens ist der Sinn dieser Deutung ganz klar , J. b. J, fasst מ in dem Worte: מישרים als comparative Partikel, deutet also das Wort — ״mehr als die ישרים“, das sind הצדיקים הראשונים. Unter den ״ersten Frommen" dürfteer die 3 Stammväter verstanden haben, welche nach bab. Aboda sara f. 25a, jerus. Sota f. 17c, Genesis rabba cap. 6, § 9 vorzugsweise ישרים genannt werden. Es ist aber auch möglich, dass J. b. J. an die sieben Klassen der Frommen denkt (Sifre, Deuteronomium § 19; Schocher Tobh zu Psalm 11 § 6 ed. Buber n. Park), deren erste Klasse die ישרים sind. J. b. J. behauptet demnach dasselbe, was Josef b. Josua b. Levi Pessacliim f. 50a, Baba Bathra f. 10b, R. Alexander, Midrasch rabba zu Koheleth 9,10 und Koheletli sutta 9,10, und Josua b. Levi, Sutta 1.1״ behauptet, dass Niemand der Seeligen in solche Nähe Gottes gelangen könne, wie die Märtyrer der trajanisch-hadrianischen Zeit. Es ist auch möglich, dass anstatt Josua, b. Jonathan gelesen werden müsse: Josef ben Josua. In der Vorlage wird die Abbreviatur: J. b. J. gestanden haben, woraus dann ein Copist Josua b. Jonathan machte. 5. S. 14Z. 20—21 zu H. L. 1,6 heisst es im Midrasch sutta: weil die Israeliten weder von der Weltschöpfung noch vom Bau des Heiligtlnuns noch vom Auszuge aus Egypten datiren wollten, dämm:והיו כתובים לשני הקברות In der Note 80 bemerkt Buber hierzu, dass dieser Satz einer besonderen Erklärung bedarf, um verstanden zu werden. Die Stelle ist aber bloss durch einen Irrthum des Copisten verderbt; stellt man den richtigen Text wieder her, so ist ihr Sinn ganz klar. Vergleicht man nämlich unsere Stelle mit den Parallelen: Mechilta zu 2 M., 19, 1; Sifre zu 4M64§ ,1 .9 ״, jerus-Rosch-Hasch. 56a,b, so ergiebt sich, dass der Ausdruck: לשני הקברות die Zeit nach der Zerstörung des ersten Tempels bis zum Aufbau des zweiten bezeichnet, wofür in den Parallelen לחורבנו steht. Aus Nehemia 2,3 ersehen wir nun, dass die zerstörte Stadt Jerusalem mit בית לברות אבותי bezeichnet wurde. Dieser Benennung bedient sich auch der fragliche Midrasch, um die Zeit von der Zerstörung des ersten bis zum Aufbau des zweiten Tempels von der späteren Zeit der römischen Herrschaft zu unterscheiden. Der Copist aber, der in לבית das Zahlwort: zwei vermutliet hatte, änderte das Wort in; לשני. (Vgl. auch bab. Rosch-Hasch. 3a, b). 6. S. 17 Anm. 93 zu dem Gleichnisse des R. Akiba hätte noch auf Mechilta zu 2 M. 17,14 und Sifre zu 5 M. 32, 6, § 309 hingewiesen werden können. 7. Zu S. 19 Z. 4 liiifte bemerkt werden müssen, dass כבד הרופא לפני צריך die hebräische Ueberset/.ung des Ben Sira (ed. Bensew) 18,9 und 38,1 entnommenen und jerus. Tnanith 66a, Tanehuma ed. Stettin מליץ 3,10 und ed. Buber § 14 aramäisch mitgetheilten Spriich- Wortes ist. Weitere Parallelen finden sich bei Buber Tanchuma 1. 1. Anmerkung 110. —