Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 24-25 (1900-1901)
- Issue
- No. 10. (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 3)
- Language
- German
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übersetzt*); ancli der dritte Eigenname in diesem Verse בית האצל ist dort mit ״domus vieina“, hier mit ’ •mus Asel" wiedergegeben. Desgleichen im folgenden . ״se (12), wo er im Commentar das יושבת מרות mit ״quae habitat in Maroth“ übersetzt und dieses mit ״amaritudinibns" erklärt; in der Vulgata wird Letzteres gleich als Uebersetzung eingestellt. Theodotion hat dafür רמות (xaxotxoöaa et? 0׳|>o?=Höhenbewohnerin) gelesen; der Syrer übersetzt es mit ,,die Widerspenstige“, leitete es von TIS ab. — Das Wortspiel zu מרות scheint in dem folgenden "ירי zu liegen: ״Marot. . jarad.“, wie im folgenden Verse לכיש und רכש und in Vers 15 ורש* und מרשה. H. bemerkt zu letzterer Stelle: ,,adhuc haeredem adducam tibi quae habitas in Maresa“, pulclire allusit ad nomeii. quia enim Maresa haereditas dicitur. 5. 1.10. Die Worte בכו לא תככו übersetzt H. — sowohl im Commentar als in der Vulgata — ״lacrymis non ploretis“; der Plural (lacrymis) scheint darauf hinzuweisen, dass er בבי□ בכו (Richter 2, 5) nahm, oder vielleicht auch so gelesen hatte, verleitet durch die LXX, deren Uebersetzung er lateinisch wie folgt wiedergiebt: qui in Bnchim nolite reaedificare. Er fügt erklärend hinzu: Bacliim in lingua nostra planctum et fletum somit, exceptis LXX omnes xXau&pöv i. e. fletum transtulerunt. Die ״omnes“ sind Aquila, Symmaclius und Theodotion (cfr. Hexapla z. St. und Eusebius Onomast. s. v.); ebenso das Targum (מבכא לא תבכק) und der Syrer. Die LXX sind in der That die Einzigen, die in בכו den Eigennamen einer Stadt sehen, sie übersetzen: ,,0( 'Evaxefp (andere LA., die auch dem Hieronymus vorlag, Iv Baxeip) pt] dvoixoßo peTte“**). Da 'Axtj der griechische Name für Akko (liebr. לכי) ist, cfr. Strabo XVI, 2, § 25 und Josephus, Ant. TX, 2, so ist kein Zweifel, das die ursprüngliche LA. der LXX of £v ״Axig — oder in Majuskeln geschrieben EN AKHI — war, d. h. die in Akko (sc. Wohnenden); hieraus wurde 'Evaxtp (das p durch Dittographie von dem darauffolgenden pr) angehängt). Die LA. Iv Baxeip rührt von einem unwissenden Abschreiber her. der das 'ב in כבו als zum Stamm des Eigennamens gehörig nahm und übersah, dass es bereits durch ev ausgedrückt sei; noch viel weniger ahnte er, dass בכו eine Contraktion von בעכו sei***). Wir möchten bei dieser Gelegenheit auf Midrasch rabba zu Genes, c. 23, s. f., hin weisen, woselbst R. Chanina die Worte עד פה תבא ־ ׳ י Hiob 38,11 mit ער לכי י und das folgende ופא ישית׳־ mit ביפו erklärt. Er hat offenbar für das erste פה, das mit ה geschrieben ist, כה gelesen und dieses für eine Abkürzung von עכה (od. עבו) genommenj־). Das Targ. giebt פה (u. פא) meist mit בא wieder und übersetzt auch die betr. Worte in Hiob mit עד בא. *) Symuiachus übersetzt es mit eüdhfjVGÜaa die ״blühende, gedeihende (Bewohnerin)“, er las שאנן (für 1118> <(צאנן an den l’nrallelstellen l’s. 122,6 und Jes. 82,9 von den griechischen lieber Setzern ebenfalls so übersetzt wird. - שאנן ist nicht, wie der Syrer übers., צען, sondern wohl das צנן im Jos. 16, 37. **) Aehnliche C'ontraktionen sind לעמו למו (l’s. 28, 8), נשקעה ־־= נשקה (Amor 8,8), בעלה בלה (Jos. 19,3 ,(16,29 .״ בעי - בי. ***) Die LXX lasen auch תכנו für תבכו, was ganz sinnlos ist. t) Vergleicht mun Josua 19,80 mit Richter 1,81, so ergieht sieh «las für ,ע0ד an erster Stelle, auch wie an zweiter 1עע zu lesen ist. Der Syrer las Jos. 19,30 עמק. 6. 11,4.שדינו יחלק.—Vuig .: quiregiones nostras dividat. Hiero.iymus im Commentar: ״et agri quondam sanctitatis et ptuadisi, quorum odore delectabatur Isaac in Jacob filio 8uo, traditi sunt Assyriis.“ Dass Stammvater Isaac an den Kleidern des zum Empfang des Segens sich ihm nahenden Jacob den paradiesischen Duft eines gottgesegneten Ackers roch, ist eine lmgadische Deutung zu Genes. 27,27 וירח וכי. Zu dieser Stelle findet sich in Genes, rabba c. (55 die Bemerkung בשעה שנכנס יעקב אב״נו אצל אביו נכנם עמו נן עדן הדא הוא דא״ל ריח בני כר-ח Das ״sanctitatis“ entspricht der andern Deutung, die im Targ. jeruscli. z. St. Ausdruck findet, wonach unter ריח שדה der Duft des Räucherwerks verstanden sei, das einst im Heiligthum dargebracht werden würde כריח קטורת בוסמץ טבין דעתידין למקרבא בטור בית מוקישא. 7• 11, 8. ואתמול וכר. Zu dem schwierigen אתמול bemerkt H., dass es im Hebräischen eine zwiefache Bedeutung habe ״et contrarium et diem hesternum somit“; er nimmt es in der erstem und übersetzt: et e contrario populus meus in adversarium consurrexit; auch Aquila hat: xa£ auvavTtw. ״Symmachus aber, sagt er, übersetzt es in dem andern Sinne ״ettranstulitutdiceret: ante unam diem populus mens quasi inimicus restitit“. (7tpö pta? 86 6 Xa6? pou w? dyd'pi? dvr£a־n).) — Das Targum fasst es ebeufalls in ersterem Sinne: מהביל und ebenso die altern Exegeten: Raschi, Ibn Gaüach, Ibn Esra, Kimchi. Im Midrasch jedoch (Exod. rabba c. 42) findet auch die andere Erklärung ihre Vertretung. Daselbst heisst es יום אחד היו עם הק״בה שכן מיכה מפרש ואתמול עמי לאויב יקומם א״ל חק״בה אתמול אמי־הם בל אשר דבר ה' נעשה ונשמע והיום אלה אלהיד ישראל. 8. Ueber die LXX-Uebersetzung zu Micha ist H. nicht gut zu sprechen, er findet sich darin nicht zurecht; er tadelt, dass sie Worte, die im liebr. Text am Ende eines Verses stehen, zum Anfang des folgenden hinüberziehen, (zu I, 15 כבוד ישראל Hoc quod dictum est a LXX gloria filiae Israel, addentibus filiae, Hebraei in fine superioris capituli legunt; und zu 11,5 'בקהל ה: Quod in fine capituli juxtaHebraicum posuimus ״in coetu Domini“ pro quo LXX . . . juxta editionem vulgatam sequentis capituli principium est — unter capituli versteht H. versus —, dass sie griecli. Worte bringen, für welche im Hebräischen kein Aequivalent sich vorfindet, ja dass oft kein Zusammenhang in ihren Worten zu finden sei (LXX interpretes iu hoc loco penitus sibi non cohaerent — zu II. 6*) — Zu II, 9 bemerkt er sogar: Interpretatio Septuaginta (si tarnen LXX est, Josephus enim scribit. et Hebraei tradunt, quinque tantum libros legis Moysi ab eis translatos et Ptolemaeo regi contraditos) tantum discordat in praesenti loco ab Hebraico veritate, ut nec capita possimus ex aequo ponere, nec eorum simul sententias explicare. Allerdings spricht eine alte jüdische Tradition, erhalten im Tract. Soferim I, 7, Mass Sepher Thora ed. Kirchlieim I, nur von 5 Uebersetzem, die die Thora *) Auch zu II, 11 sagt II. Et iu hoc capite multum LXX interpretes ab Hebraico iliscrcpaut.