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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1900-01-01 · No. 9. (1900) · p. Seite 70

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
24-25 (1900-1901)
Issue
No. 9. (1900)
Date
1900-01-01
Page
Seite 70 (sequence 6)
Language
German
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70 sind als gleichzeitig zu nehmen. Bei dieser Auffassung erklärt sich auch das בפניעצמו resp.בפגיעצמן, das eigentlich überflüssig ist.10) Es bezog sich auf den Hohenpriester, der auch für sich selbst die betr. Gebete sprach (עי* עצמו). Der Segensspruch über הורה und עבודה fiel zusammen, wie es noch jetzt im letzten Segensspruche über die Haphtarah geschieht. Aller Wahrscheinlichkeit nach aber ist unter ־מנה ברבות:• nur בו־כד, אחי־׳ מעיז שבועה ב־בית zu verstehen. Die Theilung in acht einzelne Segenssprüche ging, wie gezeigt, aus dem missverstandenen על עצמו hervor. — Dann aber ist ד,ןדאה im Sinne von ״Dank“ zu belassen (nach dem Wortlaute der letzten Haphtarah- Benediction). Der Tenor der betr. Misclinah resp. Tosephtha war dann folgender: ומברך עליה ב־כד, אחת מעץ שמונה כדרר שמב״ך בכית הכנסת על התורה ועל העבודה ועל מהילת העין כסדרן על עצמי יעל הבהניס ועל ישראל ועל המקדש ושאר תפלה בקשה ותחנה <ש>עמך ישראל צריכין להיושע מ־יפניד וחותם בא״י שומע תפלה: ״Und er spricht nach ihr (der Thorahvorlesung) einen Segensspruch mit einem auf acht Dinge Bezug nehmenden Inhalt, wie man es in der Synagoge tliat,11) über die Thorali, die Abodah (des ganzen Tages), über die Verzeihung der Versündigung a) bez. seiner selbst, b) der Priester, c) Israels, d) des Heiligthums und das übrige ist Gebet, Bitte und Flehen12) (nämlich): ״Dein Volk Israel bedarf Deiner Hilfe“ und er schloss ״Gepriesen seist Du, Ewiger, der das Gebet erhört“. Damit erklärt sich auch die Anmerkung b ein wenig unerklärt gelassene M. Sota VII, Ende, nach welcher der König am Schemini Azereth nach der Thorahvorlesung denselben Segensspruch, wie der Hohepriester am Versöhnungstage spricht und für den Theil, der sich auf die Sündenvergebung erstreckt einen solchen, der sich auf die Wallfahrtsfeste bezog (vielleicht auch in vier Theilen: Pessach, Schabuoth, Sukkoth und Schemini Azereth), die mit dem Schemini Azereth ihren Abschluss fanden. Der Ausdruck ניחן החת bestätigt übrigens die Annahme eines mehrtheiligen Segensspruches. Vielleicht ist nun auch in der oben besprochenen M. Tamid V, 1 für ברבי את רעם שלש ברבות zu lesen, וביכו בע־ז שלש ברכות, nämlich ע־“ התורה ועי■1 העבודה ועל <רדשת> הבחנים, welch letzteres vielleicht durch die Worte וקדש<ת>נו בקדשתוש־י אהרן וצוגתעו לב־ך את עמך (עמו) ישדאר באהבה ausgedrückt werde. Wahlscheinlich schloss sich daran das Recitiren des ״Priestersegens“. Wenn es nun Tosephtha Menachoth VI, 12 heisst: ברכת כהנים מעכבת וו את זו ב־כת בה; גדול מעבבת זו את זו so scheint dies zwar dagegen zu sprechen, dass eine melirtheilige ביכה gesprochen wurde, doch ist hierbei wohl nur von den Theileu des Priestersegens die Rede, der ausserhalb des Heiligthums in drei בדעות zerfiel (M. Tamid VII, 2). (Fortsetzung folgt) ■״) Es stand also hier עי1 ההוראה ועי1 מחלה העיון על1 עצמו ועי1 הנהנים וע^ישואי* ועי* המקדש. “) Die Worte כדרך ובר gehören natürlich hierher und sind eine Erklimm*! der Tos. 1!) Das doppelte יחי רצון, das in der Ahodnh im Mussaphgebet des Yersöhmiiigstiigcs gesprochen wird,ist hierunter nicht zu verstehen. Eine alte, von den Talmuden und der Massora unbemerkt gebliebene Versverschiebng im Pentateuch. Von Rabbiner Dr. M.Rahmer. Dass die zwei Verse Numeri '10.35 und 36 nicht an richtiger Stelle stehen, wird schon im Talmud1), Sifre2) u. den Midraschim8) bemerktund gedeutet, von den Massoreten4) sogar durch Einklammerung (״verkehrte Nun“) Jedermann verständlich gemacht. vVir haben nun in demselben biblischen Buche (Numeri c. 13) noch zwei Verse gefunden, die nicht an richtiger Stelle stehen, sondern offenbar durch Unachtsamkeit des Schreibers oder des Versabtheilers (Zeilen- Inversion) verschoben an eine falsche Stelle liingerathen sind, wie wir im Folgenden darthun wollen. Wir müssen jedoch eine Bemerkung voranschicken: Wo immer in der Bibel die 12 Stämme, oder die Vertreter derselben, namentlich aufgeführt werden, da folgen in der beobachteten Reihenfolge die Stämme Manasse und Ephraim als Söhne Joseph s stets unmittelbar aufeinander; meistens unter Voranstellung der Worte: לבני יוסף oder *למסה יוסי Es entspricht dies ganz der letztwilligen Anordnung des Stammvaters Jacob (Genes. 48,5), und wie dort der jüngere Ephraim dem älteren Manasse vorangesetzt ist, so ist dies auch bei der Aufzählung der Stämme meist der Fall. Ephraim wird voran gestellt: Numeri 1,10 und 32 (beider Musterung der Stämme und bei den dabei assistirenden Stammesfürsten), Numeri 11,8 u. X,22 (bei der Lager- Ordnung), Numeri VII, 48 (bei der Darbringung der Weihegeschenke), Josua 16,5 und 17,1 (bei der Vertheilung des Landes); Manasse wird zuerst genannt: bei der Musterung der Stämme nach den Familien (Numeri 26,20) und bei der Aufzählung der Stammesfürsten, die bei der Landesvertlieilung dein Josua und HolienpriesterEleasarassistirensolltenjNum. 34,23). Doch wie dem auch sei, ob Ephraim oder Manasse zuerst, unmittelbar hintereinander folgen diese beiden Josephsöhne stets. Stets? Nein! Ein einziges Mal ist dies nicht der Fall, und zwar Numeri Kap. 13, woselbst die 12 Kundschafter je nach den Stämmen namentlich aufgeführt werden. Da sind Manasse und Ephraim räumlich ganz auseinandergerissen. Es ist dies um so auffallender, als im Vers 11 למטה יוסר vorangestellt ist, und darauf nur למטה מנשה גייי בן סוסי folgt. Wo ist der hier V. 12 an der einzig ihm zukommenden Stelle, fehlende Stamm Ephraim hingerathen? Er ist 3 Verse vorgesprungen und befindet sich an ganz unrichtiger Stelle in V. 8, der da lautet: י־מטה אפרים הושע בן נין. Wie kommt Ephraim so ganz ausser der Reihe hinter Issacliar zu stehen? Was hat ihn zu dieser Auswanderung von der Seite seines ßruders veranlasst? Hinweg von dem schützenden Obdach sei nesVaters Joseph? Die übliche Connnentatoren Weisheit, dass wegen der spätem hohen Bedeutung des Kundschafters vom Stamme Ephraim, Hosea (Josua) bin Nun, diesem ein Platz unter den ersten angewiesen wurde, reicht hier nicht aus, denn 1) hätte er dann gleich hinter oder vor Kaleb (V. 6) aufgeführt sein müssen, *) Kabb 115b 1ומר שאין זה מקומה?; Kasch liaschaua 17 b, auch Tract. HofiMini vi,l שמקומו בנסיעת דגי׳ים. s) Zu Nun», a. a. O. מפני של*א היה זח מקומו. s) I’cssikta sut■. •/.. St. Nun!. 10,35 u. 3(1. Ab. d. R. Nath. 4) Frensdorf, Massora magna; Ochlali. Nor/.i. Lonsauo p. 17 ■t. St.

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