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Das jüdische Literaturblatt · 1894-09-14 · No. 37. (14.9.1894) · p. Seite 147

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
23 (1894)
Issue
No. 37. (14.9.1894)
Date
1894-09-14
Page
Seite 147 (sequence 3)
Language
German
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147 8. w. Auf diese D entun g .» אלא שהוא חשוב במת הרוצים למנות :reflectirt d er 011 isk 11 n i z. Stelle נימטריאותאומר: כמנין ויהיו היו חייה, הם שרשים ושבע שנים, שמיום שנולד יצחק עד יום העקדה שמתה. אבל התשעים'שנה ש־־דתה קודם לבז, אינן חשוביזחייסשמישאיילובניסחשוב רמת(", Dass dc*r Verfasser desM. A. ein Freund von Ginimatrioth ist, bedarf wohl keines weiteren Nachweises. Hat• aber Chishuni uusern Midrasch lienutzl, so muss er in der ersten Hälfte, vielleicht bereits zu Beginn des dreizehnten Jahrhunderts verfasst worden sein und die hetreffende Deutung zu 4. II. M. 1.5 -15 im l’aneaeh Ursa ist unserem M. A. entnommen und nicht umgekehrt, wie Prof. Dächer annimmt. Herr Prof. Bacher hat auch filiersehen, dass unser M. A. im Anschlüsse an einige Dentungen im Talmud und im Midrasch zu 4. B. M. 1 .‘5.4 15 gleichfalls eine ausführliche Deutung der Namen siimmthoher zwölf Kundschafter bietet. Das nurmivnllstündigcdirtc sPaneach Kasus steht mir nicht zu Gebote. (Kurts, leigt.) Recensionen. liitrodlidion oftlic Talmud, von D1-. Mielziner, Professor der talmudiselieii Wissenschaft am Hebrew Union College in Cincinnati. Bloch, Printing Companv Cincinnati und Chicago 1W4. Cntor obigem Titel liegt uns ein treffliches, längst erwartetos Handbuch der Einleitung in den Talmud vor, das einem weitgehenden Bedürfnisse ah/.uhelfen bestimmt ist. Die gut durchdachten Arbeiten darin, ihre Systemstische Gliederung mit der prägnanten Kürze in der Dar Stellung werden dem Buche die verdiente Anerkennung und weiteste Verbreitung verschaffen. Das Ganze ist auf dem Boden der neuesten wissenschaftlichen Forschungen der talmudischen Literatur aufgebaut; es umfasst die Resultate der eigenen .Studien des Verfassers und der hedeutendsten Gelehrten, die über dieses Thema geschrieben haben. Der Verfasser behandelt seinen reichhaltigen Stoff in vier Theilen, von denen Theil I in Dt Kapiteln das Geschichtliche und Literarische des Talmuds; Theil II in sieben Kapiteln die Hermeneutik des Talmuds; Theil Hl in zwölf Kapiteln die Ter m i ni 1 ogie und Methodologie desselben und Theil IV, die talmudisehe Ethik, eine nicht genug zu!)(■achtende Beigabe zurWiir- (ligung des Talmuds. Drei Inhaltsverzeichnisse am Ende des Buches belehren uns über den Inhalt desselben und erleichtern das Aufsuchen der einzelnen verschiedenen Gegenstände. Das erste lnhaltsverzeichniss führt die Tunnaim und Amoraim auf; das zweite; die technischen Ausdrücke und Bezeichnungen im Talmud; und das dritte: die vorkommenden Abbreviaturen. Schon aus diesen Angaben erkennen wir den wichtigen Inhalt und den weiten Umfang des Dargebotenen. Der Verfasser sagt in der Vorrede (S. VI); »Gegenwärtiges Werk, welches ich »Einleitung in den Talmud« nenne, ist das Resultat mehrjähriger Arbeit und langer Erfahrung als Lehrer der talmudischen Fächer am ,Hebrew Union College‘«. Wir glauben es ihm, aber werden mehr davon durch einen Einblick in die Behandlung der verschiedenen Themata überzeugt. Im Theil 1, Kapitel 12, fesselt uns die Bibliographie, die hier nicht blos nach den Namen der Autoren, sondern auch, was wichtiger erscheint, nach den verschiedenen Fächern und Disciplinen angegeben ist, so dass wir da zu jedem einzelnen Fach siimmtliche Schriften darüber verzeichnet bilden. S. (i wird der Streit über die Niederschrift der Mischlin durch den Patriarchen K.Juda I*) nicht entschieden, aber objectiv die. Meinungen dafür und dagegen bezeichnet. '") Ilaclija 11. Ascher z. St. bezeichnet die Deutung als מדרש. Auch die Deutungen zu 1. 1!. >1. 47,28 im t'hiskuni und Bachjn ben Ascher hier u. a. 1. sind dein M. A. bozliw. Lekach Tob entnommen. Der M. A. zu 1. li. M. 47.28 ist. wie leicht zu erkennen ist aus ,ד, א), vor ולמה נחסרו liefert. Was M. A. über die Abkürzung dos Lebens Jakobs um iül Jahre sagt, soll nach t'hiskuni z. I. II. M. •17, 8־ U sich im Midrasch linden, was liuber entgangen ist. Vgl. אגדת בראשית Cap. lil, g 2, cd. Warschau 187Ü. *) Vgl. llainburgcr’s Real-Eneyel. II. Art. »Misolma«. S. 15 ist von der Sprache der Mischna recht präg nant und klar gesprochen, was bei Strack ■ Einleitung in den Talmud« vermisst wird. S. ÖD sind die Namen der Tosaphisten speeiell angegeben, was hei jenem fehlt. S. UH fehlt die Aufzählung einiger späteren ('onimentatorcn des Talmuds. — Das Wort נמרא, erklärt der Verfasser als Vollendung <; es scheint aber entsprechender i'.ls identisch mit אולפנא »Lehre* zu nehmen, welches Wort dafür gebraucht wird; auch גמרינן heisst »wir lernen« oder »lehren«**') Ausführlich und werthvoll erscheint der zweite Theil über die Methodologie und Terminilogie des Talmuds. Es werden hier zum ersten Mal die Normen desselben in einer systematischen Darstellung wie dieselben in der Dialektik und Analyse der Gesetzeslehrer Vorkommen, dusch Beispiele aus dem Talmud deutlich und klar vorgeführt. Recht fesselnd ist am Schlosse im IV. Theil die Arbeit über die »talmudisehe Ethik«. So möge dieses Buch in die weitesten Kreise seinen Einzug halten und im Interesse der Wahrheit über den Talmud fleissig gelesen werden. H. Kickeil Gustav. Das Buch Job nach Anleitung der Strophik und der Septuaginta auf seine ursprüngliehe Form zurückgeführt und im Veranlasse des Urtextes übersetzt. Wien, Carl Gerold s Sohn 18D4. Das dem Erzherzog Reiner gewidmete Buch ist innerlich und iiusserlich vortrefflich ausgestattet. Es bietet ein Bild des unvergleichlichen Bibelwerks, welches den Menschen im Leiden zu der Gottesgemeinschaft erhebt, ivelche tröstet und beseligt. Hinsichtlich des Textes dient die Septuaginta zur Anleitung. Im Verhältnisse zum hebräischen Urtexte kommen daher vielfache Kürzungen, Veränderungen, Auslassungen und Verschiebungen vor, welche irnless die Schönheit des Ganzen nicht beeinträchtigen. Recht angenehm klingen die rhythmischen Jamben, welche zu siebensilbigen Zeilen in vierzeiligen Strophen in der Uebersetzung sieh gruppiren. Die Kritik, für welche der hebräische Urtext maassgebend bleibt, weicht im Einzelnen von der Uebersetzung des Verfassers ab, wie sie denn auch hinsichtlich der Tendenz des Bibel- Werkes ihm nicht unbedingt und überall beipflichtet. Dass Hiob nicht der jüdischen Glaubensgemeinschaft äuge hörte (S. li) ist eine nur vereinzelt im Talmud (Baba bathra lbb) auf tretende Ansicht, welcher aber die maassgebliche, vom überwiegend grössten Theil der Schriftgelehrten ausgesprochene Meinung entgegengehalten wird, dass Hiob wohl ein Prophet jüdischen Glaubens war, der aber zur ganzen Menschheit vom Gesichtspunkte einer weltumfassenden Sittenweisheit und Sittenwahrheit enthaltenden Religion aus zu reden berufen ward. Dem tamudischcn Vertreter der Ansicht aber, dass Hiob ein Nichtjude war, mochte ein ähnliches Ideal vorgeschwebt haben, wie Lessing, der Nathan den Weisen« zum Helden seiner gleichnamigen Dichtungerhoben hatte. Nathan sollte als Jude mit dem Judentlium echtes Christenthum, Hiob als Nichtjude echtes Judenthum, Beide aber sollten die Religion der Liebe und Humanität als den erhabensten, göttlichen Inbegriff der sittlichen Wahrheit und wahren Sittlichkeit für jedes Menschenhorz verkünden. - - Der Verfasser betrachtet Hiob als Helden jener Tragödie, welche den Gegensatz zwischen der selbstbewussten und durch Zeugnisse erhärteten Schuldlosigkeit des Verfolgten und Heimgesuchten und der gerechten Vergeltung der Vorsehung bildet. Nur in jene Resignation auf irdisches Wohl vermag der tragische Lebenskampf sich aufzulösen, zu welcher nur das volle Aufgehen in’s Göttliche befähigt. Mir würde irnless diese Lösung so schwerer Conflicte nicht genügen, so erhaben auch die psalmistische Idee!Psalm 7.‘{,25) des völlligen Verzichtes auf die Erde zu Gunsten der ewigen Güter des Himmels in einer heroischen Seele ausklingen mag. (Vgl. S. ü.) - Denn ■die Lohre ist nicht für himmlische Genien, sondern für Menschen aus Fleisch und Blut gegeben worden«. — Mit der Faust-Dichtung Goethe’s hat Hiob nichts gemein als den Prolog i 111 Himmel, den der Dichterfürst dem herrlichen Bihelwerkc Hochgebildet haben mag, denn di.) **) Vgl. Hamburger R.-E. II. unter »Talmud■׳.

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