Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 20 (1891)
- Issue
- N° 45. (5.11.1891)
- Date
- 1891-11-05
- Page
- Seite 175 (sequence 3)
- Language
- German
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״wert habent 10,000 Guidein, und d«r uürigen 10,000 Galdein ir.Uen ei ans reiten und geweren in *Iler menigkeich. von dem treten Geld, des si von den egen, flnoht Jüd. heb und Gaet •innemen und emphahent and sollen wir sea *ach filrbai amb die*elb. übrigen 10,000 Galdein *n ir heb nichts notten, denn wie daz sie nns die 10,000 einbringen sullen, als geschrieben s1e11t and sollen auch mitsampt der zerang die irre daraut gegingen ist ine verrichten. Und swnnn si nns verrichtet haben die auch also so sagen wir sie nach der 20,000 Galdein gknzl. ledig and los. Wir haben sie auch übertroetet and verheissen, daz wir den egen. Jaden daschen in unser und unser Erben laod nicht nehmen noch emphahen wollen, noch kein Wandlang darin lazzent habent, daz wir ime kein toibref geben wollent, damit wir der egen, flücht. Jaden geltschnld toten und ob lagen. Mit Urkuad des briets der gegeben ze Wien am Mittichen vor Gatts Leichnanitag nach Chr. Geb. 1300 Jahr in dem 67.“ (Fortsetzung folgt.) Zur Chronologie. Von L. Cohen in Kees a. Rhein. Der Prager ״IUustrirte israelitische Volkskalender“ für 5052 enthält einen Beitrag ״Sterbetage aus alter und neuer Zeit“ von Herrn Dr. M. Kayserling. In der Einleitung sagt der Herr Verfasser, dass er auch die von Z u n z in ״Die Monatstage des Kalender- Jahres“ übergangenen Sterbetage zusammengetragen habe. Das wäre nun eine in jeder Beziehung dankenswerthe Arbeit gewesen, wenn nicht sehr viele der in dem Artikel enthaltenen Angaben auch schon von Zunz gebracht worden und für den Besitzer seines Werkchens entbehrlich gewesen wären. Immerhin würde aber diese Reproduction nicht schaden, wenn nicht die in Zunz1 Schriftchen leider enthaltenen chronologischen Irrthümer auoh in diese Ergänzungsarbeit übergeg&ngeu wären. Herrn Dr. Kayserling scheinen meine Artikel ״Zur Chronologie“ in diesem ״Litteraturblatt“ sowie meine ״Chronologische Beiträge zur jüdischen Gesohiohte etc.“in"Dr. Branu’s ״Jüdisoher Volks- und Haus-Kalender“ für 1890 unbekannt geblieben zu sein, sonst würde er jedenfalls auf die Berichtigungen Rücksioht. genommen haben. Dieses ist aber bei vielen dem Zunz’sohen Werkchen entnommeuen Daten unterblieben und habe ich bei I Hü oh tigern Durchblick des Ganzen einstweilen folgende . Irrthümer nebst einigen von Zunz abweichenden An- ן gaben, zu deren Richtigstellung mir die Controle fehlt, i in Folgendem notirt: ' 3. März 1619 starb R. Ephraim Lentschiitz.— 1 Der Sterbetag war der 21. Februar 1619, vgl. ,,Litte-. ratur-Blatt“ 1887, S. 145, col. I. 3. März 1805 starb N. H. Wessely, — Der Sterbetag war der 28. Februar 29. Adar I und die Beerdigung am 3. März 2. Adar II. Diese Angabe verdanke ioh einer handschriftlichen Notiz in זכר צדיק von Friedrichsfeld zu S. 45, wo es irrthümlich heisst וה׳ אמר לו (כחדש אדר שני תקס״דס עלה אלי השמימה ohne Angabe des Monatstages. In W. A. Meisel’s Biographie Wessely’s, letzte Seite heisst es richtig: Seine reine Hülle wurde am 3. März 1805 (2. Adar soheni 5565) der Erde übergeben. Den 28. Februar als Sterbetag hat auoh ״Sulamith* Jalirg. I, Bd. I S. 411. Zunz hat falsch den 23. März, desgleichen Finn in: ב׳ אדר שני תקס״ד.) כנסת ישראל). (Hiernach ist meine Bemerkung zu האם*ף im ״Litt.-Bl.“ 1887, S. 192 und in ״Chronol. Beiträge“ S. 26 zu ergänzen ) 21. März 1807 starb Chajim Joseph David Asulai. — Der Sterbetag war der 1. März 1806. Vgl. ״Litt.-Bl.“ 1889, S. 135 und 1890, S. 4. 3. April 1790 starb Ephraim Moses Kuh. — Zunz hat den 5. April, desgleichen Fiun an einer Stelle, die ioh heute nicht mehr anzugegeben weiss. Was ist richtig? 25. April 1817 starb Freiherr A. v. Sontunfei8. — Zunz hat 26. April. 6. Juni 1803 starb Dr. A b r. Kisch. — Zunz hat 5. Juni 1763. 8. Juni 1723 starb lsaao Chajim Ca ם tar ini. — Zunz hat 13 Mai 1728. Das richtige Datam ist ohne allen Zweifel der 21. Mai 1738 5. Siwan 5498. Vgl. ״Litt-Bl.“ 1889, S. 135 und 1890 S. 4. 23. August 1613 starb David Gans. — Zunz hat 26. August Richtig ist ohne allen Zweifel der 22. August יום ד.' ה׳ אלול שע׳ינ =־. Vgl. S. Hook׳s Anmerkung au נל ער, wo irrthümlich אליל 'n st.‘ה steht. Hiernach ist meine Bemerkung im ״Litt.-Bl.“ 1887, S. 51 und 117 und in ״Chronol. Beitr.“ S. 26 zu ergänzen. Unter demselben Datum muss es st. Herz Hamburg heissen ״Herz Homberg“, welcher nach Zunz am 24. August 1841 starb. 13. September 1828 starb Israel Jaoobsohn, welchen der Setzer zum Stifter der ״Seefeuer-Schule“ gemacht hat. Wie kann ein solcher Fehler die Correctur passiren? Es ist die ,,Seesener“ Schule gemeint. 17. September starb Hirsch Spitz. — Dieses Datum stimmt zu dem der Grabschrift bei Lewysohn בשיק ט*ו אלול תע״ב und ist hiernach Zunz, welcher den 6. September 1713 hat, za beriohtigen. 15. Ootober 1867 starb S. L. Rappoport. — Der Sterbetag war der 16. Ootober (Morgens 2 Uhr). Vgl. ״Israelit“ 1861 S. 741. Richtig bei Zunz. 8. November 1838 starb Peter Beer. — Zunz hat 10. Novembor. 16. November 1862 starb Gotthold Salomon. — Zunz hat 17. November. In Haarbleicher’s ״Aus der Gesohiohte der deutsoh-isr. Gemeinde in Hamburg“, (Ed. Berger 1886, S. 470) heisst es unter 1863: März. Der pensionirte Prediger Dr. Gotth. Salomon stirbt. 16. November 1864 starb Simcha Pinsker. — Zunz hat 17. November. 22. November 1860 starb lsaao Marcus Jost. — Zuuz desgleichen. Der Sterbetag war de? 20. November. Vgl. ״Litt.-Bl “ 1887, S. 117, 126, 1/, 134 uud 138. 19. December starb Simon/..ondi. — Zuuz hat 20. December. Für den Nachweis der richtigen hier unentschieden gelassenen Daten durch dieses ״Litt.-Bl.“ würde ich sehr daukbar sein. Litteraturberieht. liecensionen. Die Agada der palästinensischen Ainoräer. Erster Baud: Vom Abschluss der Misohna bis zum Tode Jochauans. (220 bis 279 nach der gew. Zeitrechnung.) Von Dr. Wilhelm Baober, Professor au der Landes- Rabbiuerschule zu Budapest. — Strassburg i. E. Karl J. Trübner. 1892. — 586 u. XVI. S. Preis 10 Mark. Besprochen von U. Königsberger. Das neueste Werk des unermüdlich fleissigeu Gelehrten, Herrn Prof. J. Derenbourg in Paris zu seinem 80. Geburtstage gewidmet, dessen Besprechung wir heut beginnen, hat nicht nar für die litterarisohe Welt hohen Werth; auch das grosse Publikum, das eine verhäluiissmässig geringe Theilnahme besonders den jüdischen Litteraturerzeugnisseu eutgegenbriugt, sei auf dasselbe gebührend uud nachdrücklichst hingewiesen und lerne in seiuer Müsse reflectirend den pädagogisch wichtigen Inhalt desselben kennen. Doch darüber au anderer Stelle. — Hier soll uns nur das