Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Litteratur-Blatt · 1891-10-01 · N° 40. (1.10.1891) · p. Seite 157

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
20 (1891)
Issue
N° 40. (1.10.1891)
Date
1891-10-01
Page
Seite 157 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/6492408-5990872-5991363--2343-5368975
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

S 157 «i en^clonl.ten nitmen« Mgi was ir «elber oopt si knrn din gotes loagen an *ine achoenen libe. Vgl. das. V. 11: ״Und es kamen an ihm alle seine Brüder and alle seine Schwestern and alle seine frühem Preande and assen mit ihm in seinem Haas« und trösteten ihn wegen der Unbill die Gott über ihn gebracht.“ 40. IW! - 152G Nirh *neun! lanelibe do hesäzen sie geliche daz ewige rieh«. Vgl. das. V. Iß, 17: Und Hiob nach diesem hundert und vierzig Jahre. Und Hiob starb alt und lebenssatt. Miscellen aus der jüdischen Alterthumskunde. Von II. Künigsberger-Kattowitz. vil In einem Vortrage ״Aus dem Reiche der Fabel11, den ich zu Anfang dieses Jahres in Berlin hielt, hatte ich Gelegenheit auf die בדשללה לובלין eiuzugehen, deren Kenntniss R. Jochanau ben Sakkai zuerst zu• geschrieben wurde.‘; Zunz’j will es durch das Makkoth 8a vorkommendo לללא als Baum-, genauer Dattelf'abeln erklären — dann wäre vielleicht das nachfolgende ־ דקלים■TS* als Erklärung für 'מיל zu nehmen —, Dukes als Wäseherfabelu,’) wobei die Wascher im Allerthmne die heutigen Waschfrauen j vertraten, also: schnurrige, seichte Geschichten (״Ge- I wäsch“); Landsberger‘) meint, dass es vielleicht solche Thierfabelu waren, in tieneu Wäscher eine! dumme Rolle spielten, wie iu den indischen Sagen. —; Indessen finden sich auch geistreiche Wäscher im i Talmud; vgl. bes. Syuh. 38b, woraus unzweideutig 1 hervorgeht, dass hier Wäscher gemeint sind. Aus Tos. Pesaohim II, 18 geht hervor, dass die Wäscher, . welche am Meeresgestade ihrer Beschäftigung oblageu, mit Seefahrern u. A. in Berührung kamen, und es ist leicht anzunehmen, dass sie bei diesem Verkehr mancherlei Neuigkeiten aus fremden Länden! vernahmen, u. a. vielleicht auch Fabeln. — Das wichtige Geschäft des Wäschewaschens, das iu dem Tosephta- Gitate durch die Gewährung eiuer Vergünstigung an , die Wäscher zum Ausdruck gelangt, scheint im Alter• I thum allgemein anerkannt gewesen zu sein. So er• . wähnt Prot. Köhler in deu ״Mittlgu. des deutscheu archäol. Iustituts iu Atheu“, BJ. 10 (1885), S. 77 i., griechische Inschrifteu, in denen Aerzte, Wäscher und Schauspieler neben ihren Namen auch ihren Beruf neunen, und bemerkt, dass die Wäscher für Athen von Wichtigkeit waren.‘) — Nebenbei sei noch angeführt, dass ich in dem bereits iu No. 20 des 1 ״Jüd. Litt.-Bl.“ augeluhrten handschriftlichen Midrasoh , nachefez (Ms. or. 551 der Köo. Bibi, zu Berlin) zu der betr. Stelle iu Sukkah arabische Wörterklärungen : fand; die liezw. für «5 lautet אלמחכללא־, welche j nach eiuer mir beiläufig von Herrn Prot. Barth (Berlin) | gegebenen Erkläruug so viel als ״taktische (historische?) ן Geschichten“, im Gegensätze zu אללא־ אלוהם (für j ״ (םדשלת שועליםFiugirtes“, bedeuten aoll. j V1IL i Im bab. Talmud Trant. Jebamoth 22 L heisst es j mit Bezug aut Deut. 25,5 bei der Frage über die ן •) SuliUb .'Sa, li. bailui 131. ') •1. V. 100 Amu. a!. •j Elireunulcn, S. -׳; vgl. s. Zur Krumm»» der nenhebr.• velig. Poesie, 8. 13'•. _ 4I Kiuleituug zu *le« Sopho*, XXI. •) Vgl. noch A. BlocL, N*a« Ue1U4^« viutia der phön. Imchrilteu, Berlin l*‘■"*. •S. •it. — Meichwobl •*rheiMen die Wäscher uicht d1t-«T eir.« n ol#ge legen zu haben, wie a׳ Baba!•alhra I•'* ,vgl. Usatai «. \. ,,גברבר. כרבם) hervorgebt. Leviratsehe: יס אץ ל* ל״ן לליו, und auch Raschi (sua Peutateuch'1 bemerkt auf Grund der talmudisohen Detuctionen: "ליק לליל בן אל בה יל. (Vgl. noch ib. 35b und Tosapb. |S1ichw.לריש לקיש], sowie B. bathra 115a.) Eine ähnliche Folgerung wird Jebam. 70 a n. Kidd. 4 a aus Lev. 22,13 «לדל אין לה) abgeleitet. Man fragt sioh zunächst unwillkürlich, wie denn bei der Verschiedenheit von X und ל, die allerdings beide zu den Kehlbuch• stabeu gehören, eine solche Umdeutang möglich sei; denn das;אי die Bedeutung des ״Nachtorschens* er• halten soll, behauptet der Aruoh, welcher obiges Citat s. v. ללד j~X anliihrt und mit ״Achtung gebeu• übersetzt. ■ Mus«aphi% lügt hinzu, dass es uaoh unserer Lesart {ל*י laute.) Merkwürdigerweise wird dasselbe Citat im Aruch s. v. ליין wiederholt. — Sehr deutlich geht diese Verwandlung des איין in ליין aus den Worten des Rabbenu Gersi-hr.m zu B. bathra a a. O. hervor, welcher sagt: חייל אק לו בהאי אדיו* דאין ל־ ננשי־. ל־־ז ל'לדר ליי■; דלד בלל צדדין ולוי, und wie Raschi und Aruch (nach Kid l. 4a1 bemerken, ergebe sioh dies« Umdeutung aus dem überflüssigen Jod des;אי. Zur Zeit der Ke.lac:i<>u der lialach. Midraschim war hiervon noch nichts bekannt; er-t R Simon b. Lakisch, der halacliisube l’artuer R. Jochanans, benutzt diese Wendung Jrl.am. 35b. Vielleicht darf inaa hiarin eiuen kleinen Beleg tur meine a. a St. ausgesprochene Behau|1tnng sehen, da•* R. Jochanau die Sclilussredac• tiou der Midraschim (titi l der Misotinah) zu ׳.lischreiben sei. Ohue sich um die Wor.c des Aruch zu kümmern! vgl. R. Jesaja Berlin ius. JT דל 'CD), discutiren ואלק להן ^iu seinem ם באיר.־ שדם z1׳mCli0.schenha1!11nisct1p.§27ßA11t und R Lipmann H.ller iu s. Mischuahcoraiueutar zu Jebam. 2,5 über das Wort. Ersterer sagt: .דאין 1ד בלש־ איין בנדצא und deutet vielleicht aut das talmu• dische, bejahende “X •z. B. Sabb. 30 b) hin; Letzterer, der fir die Lesart לי־ plaidirt, meint, der Talmud wni;־- nicht etwa die Umdrehung des |*א mit Zörö iu אין mit Patbarh und Cbirek hiuweiseu, sondern deute auf Grün I einer אלדל־״א. Indessen geht schon der Aruch *. v. אין I. nochmals auf das Citat ein, uuter gleichzeitiger Auluhrung von Ketliub. 13a u. a. St. (אין ככף לאדון זד. אלל יש לבף לארק אהוי). Di« dürfte etwas Licht in die Sache bringen. Vollständig aut• geheilt aber wird die Frage, was z i der Folgerung ‘ל־! ללי Anlass geg-ben, durch Ber. r. Ende Abscha. ח:, wo es heisst: .איר לוי בכל בקום שד אין לר, דדד. לר ״überall, wo "א*ן ל st״dr, gab es das Vermisste nach• her.“ Erwägt 11.au uoch, dass nach dem Todo des Mannes vor der Leviratsehe oder Clializah eine Frist von 3 Monaten verstreichen musste, und zw.בשום תיקון היילד (Tos. Jebam. ß,S/, so ergiebt sich für unsere Stelle Folgende»: Bat sie (jetzt noch) kein Kind, so achte auf sie und warte die Zeit des ev. Eiulritts ihrer Schwangerschaft ab — d. s. 3 Monate. (Es hicsse dann richter ליין לל׳ה, das לליו wurde wegeu des *ל irrthümlich*) gesetzt.) Litteniturbericht Reconaionen. 1. לדך לדן־יב. Uebersetzuugsbuch zu den Gebeten der Mittelstufe. Ileraosgegeben vou Dr.Theodor Kroner, Direktor ■ler B.liuugsaustalt für jüd. Lehrer zu Hannover. Verlags• Anstalt von Carl Mint, Uannover*Lindeu. 122 S. Preis 1 Mk. *) E. hra'icl׳! ke:n Srrtli'im za sein, ■.״ii'hrn bezieht sich »ui!״ לwaiH •vit ihn‘ 1׳״er .!•if es, ׳las Kiul.i — lief

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.