Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 20 (1891)
- Issue
- N° 39. (24.9.1891)
- Date
- 1891-09-24
- Page
- Seite 153 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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153 — . c 7• loh ermüde in meinen Seufzern, vg‘• p״f“ ^ede ״Nacht mein Bette, mit meinen ich 8015״®““ iJh meine Lagerstätte.‘־ ׳fhranen^n t hW!a UD3 genommen. 29' «״־hi 9! ״Der Herr hat es genommen.“ .4-5?5 ״ir 1i״z man des andern nahtes gie Ä0 släfen nach gewonheit. do si zieh hete geleit an ir alte bettstat. si bereite ir aber ein bat mit weinenden angen. זז,•ne Wiederholung des Gedankens der Strophen 473J479. (Forts• *“01g1•) Agadische Bemerkungen. Von Rabbiner Dr. Goldiahn. 1. lieber den ,,heiligen Rock״־. Zu detn Artikel des Herrn Dr. Jellinek in No. 3G ,!es Earailienblatts“ S. 141 erlaube ich mir hinzuzafiige», dass ich in meinem ״Justin und die Agada“ S. 41'(Gräts׳.’ Monatsschr. 1873, S. 257) bereits nachgewiesen habe, dass die rabbinische Sage, wonach mit den Wüstenwanderern ihre Kleider mitgewachsen, bereits Justin dem Märtyrer bekannt gewesen war und von ihm im Dialoge mit dem Juden Tryphou (Ende Kapitel 131) angeführt wird. Auffallend ist mir, dass dar vielbelesene Jelliuek nicht auch darauf aufnierksan gemacht hat, dass ״das Kleid ohne Naht“ in dem talmudisch-midraschischeu Schriftthume sich findet. Moses, der während der sieben Tage der Weihe Arons und seiner Höhne Priesterdienste geleistet, soll während dieser Dienste einen weiss°u Kittel ge* tragen haben״‘) und zwar wie R. Kahana (Babli, Abotl» saia 34 a und Taanith 11b hinzufügt שאין בו אימרא**), was (Ruschi T־aat1ith 1. c.) erklärt: der ganze Kittel war aus einem Faden gewoben, nicht wie iinsore Kleider, ו י welche die Aermel eingenäht sind.***) Es ist übrigens auch möglich, dass Rascbi die Sage vom heiligeu Kock in Trier bereits bekannt war und er hiernach die betreffende Erklärung zu der Talmudstelle Taanith 1. c. geschrieben. 2. Ueber פנדרא. lui Jahrgange 1889 der ״Magyar-Zsido-Szemle“ S. 193 —2ul) erschien der erste Theil einer Artikelreihe über ״die Nan: ■u Jesus“ im Talmud, welcher übtr den Namen 11.11״• Pandera“ handelt von Herrn l'r. Perls in Keosi.emet. Dr. P. erklärt פנדרא öiiavSps;. Der Erklärung Paulas Cassel'» (״Aus Litieiaiur und Geschichte“ B. 334—3b), dass Pantheros eine Yerdreliung, Versetzung vou Partheuos und eine Au- Hneluag aut Panther, das dem Bacchus geheiligte hier, sei, glaubt Dr. P. besonders darum nicht bei- *Dünnen zu köuueu, weil nirgends sonst in der jüd. '1tienunr der Panther als Typus der Unzucht erscheine. - err Dr, P. hat aber an Babli Kidduschin folio 70a ^rgessen,woR. A baii u die •Stelle Nenemia 7,01 :ברוב אדון ׳'א־: iK'utet: אלד ארו; א:י אלי־תי יהיו ישראל רפד חשובים ב בריב והב שלו לצל ם בנמר. א״ד ... אבר אדיו א;: ששמו עצמם בנלר חשובים לפני בבי, wozu Raseki dr 1*'ן 'h'rusohalmi, Joina ז io ייייס ••u. 1u\>10schin, Pesikta mini .e‘1• Buber pagina :Sb, Ol- 11.01 r.ibb.itlii ed. Fried- •׳ob; Midrasch z. den Psalmen ed. Buber Ps. 91' § 4. ) gl. Midrasch z. d. Psalmeu ed. Buber 1. c. כלומר חשוב חיה לחול אחד בל החלוק ולא בבגדים 101 •שלני שבתי הידים מדבקין בבני י׳^ ד ר*י״.'. -! lese: dVkob 0.1״. ie.״..— tt!re,i Editionen vgl. Rabbinovioz 1 1. En in V. uudgiebt dem unserer bemerkt: כחיה זו שאינה מקפדת בזוג חברתה.—Das von Gassei (1. 0. S. 337 Anm. 191 erwähnte mittelalterliohe zoologische Märohen, dass die Parden von dem unkeuscheu Gelüste der Löwinnen ableitet, kennt auch die rabbinische Litteratur. R. Simon ben Zemaoh Duran, der es in seinem Commentar מגן אבות zu Aboth 5,20 (ed. Leipzig 1855 S. 91 a) mittheilt, m . 11 aber keinen Unterschied zwischen Parden und Panther und sagt, der נצר sei eiu Mischling, בן חזיר היער und בן לביאה. Dieses zoologische Märchen dürfte vielleicht auch ״ei ne u ge sc h icht liehen Sinn“ haben. Jeoheskel 19,2 ist לביא Symbol des Judenthums, vgl. Sota folio 1L b.; היער Tin ist nach der Deutung der Midraschim zu Psalm 80,14 (vgl. Midrasch z. F 1. c. ed. Buber § 6 liebst Parall.) Symbol Roms. Aus der Vermischung Roms mit dem Jiuiiuthuine entspringt der נמר״“ der kühne Panther, das Christevthum, welches das Judeuthum und seinen Gesetzgeber, Gott, schmäht (vgl. Pesikta dr. Kahana ed. Buber pagina 41a). אריה ist Symbol Gottes vgl. Chullin 59 b und Pesikta dr. Kahana ed. Buber pagina 110 a zu Arnos 3,S.*) Auch der Midrasch zu den Psalmeu, 78,45 ed. Buber § 11 sagt: der Panther (פנתרין) sei ein Miscklingp^lJ). Bei Cassel (1.0. Anm. 21) stciit irrthiimlioh ״Israel“ anstatt Egypten und ״V. 11“ anstatt •15. Litteratur bericht Receiisionen. Paul Dlmiilow. Wo hinaus? Mahn wort an die westeuropäischen Juden. Nebst einom Vorwort von Georg Isaak in Ckarlottenburg und einer erklärenden Kart.״ von Palästina. Cliarlottenburg. Druck und Verlag vou Rudolf Isaak. 1891. gr. 8°. 77 H. Die Frage: ״W0 hinaus mit den russischen Juden?“ : t seit dem letzten Winter eine brennende Frage g>- len, welche die gesammto humane Welt interess: vor allem aber die wichtige Aufgabe ist, deren Lo.-u׳>g Hie führenden Kreise der Gesammtjudeuheit bt! chäftigen muss. Es ist nuu rühmend hervorzahebeu, dass man auch vou russisch-jüdischer Seite sich ernstlich bemüht, einen Beitrag zur Lösung ״'׳r grossen Lebensfrage zu liefern. Der pseudonyme (jedenfalls russische) Verfasser der vorliegenden IJrocluire, erbliekt dieselbe in der Colouisution Palästina’■s. 01׳ diese Lösung allgenwiu befriedigen wird, wollen wir dahingestellt sein lassen. Der Verfasser vertheidigt seinen Standpunkt mit grosser S •chkenntniss und geschickter '.׳,'eise. Er hebt nicht nur die Voizüge der wahren, aufrichtigen Kolonisatiousidee hervor, sonder.» gesteht auch »•ngeschminkt die Fehler, die von seinen Parteigenossen begangen sind. Er zeigt aber auch die Mittel und Wege, w: dieselben in Zukunft zu vermeiden. Drei.-rlei Art ist d״r Ertrag, den ׳las Ackerland in P.Jdsüua bietet, als Getreideboden, .! Weinberg und als Üiiveu- Pflanzung, damit Du ״Dein Korn, Deinen Mo»t und Pein Oel“ einheinisen sollst wie in den Tageu der ¥j Die betreffende Agada dr. Kali. 1. c. zu Joremia Kap. 1 Vers :1 bezieht sich aut die Schlussworte dm Verses: בחדש החמישי• Aul' diese Worte bozioht sieh aucli die Agada des U Tanchumb Ghanilai (Pesikta dr. Kahana pagina ״11 ,(!!צחd Jie droi .Stellen, au denen Gntt. gegen Nebukadnezar Klage erhebt, sind; צ Könige, 25, S—11; Jiruiia, צ1 ,צס — lö; צ Chronik 3׳i, 17—0צ. Die betreffende Agada ste'nt demnach in tolge dor Verschiebung eines Blattes in der ]landschritt au nurechter •Stelle uni sollte unmittelbar vor dum Schlüsse der Piska דברי. ירמיהו P;;ina lBa