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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1891-06-25 · N° 26. (25.6.1891) · p. Seite 101

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
20 (1891)
Issue
N° 26. (25.6.1891)
Date
1891-06-25
Page
Seite 101 (sequence 3)
Language
German
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101 Redaktears von Zeitgenossen einge-choben worden sei (cf. Darke ha-Mischna nni Einl. zn Frankel» Aosg. von Jerusch. Ber.), diese Frage bei Schwatz einer neuen Lesung entgegengetfihrt wird durch Auffindung de> vermittelnden Oesefzesmotivs .*אל־פ של,־ש א':*־ צד״בה בדנה א-א -ק פביק -אשק אפ*ה ההן פטיו־ מקדד לדל* “"בית e'ne Erkläfuug, die jede unsichere Hypothese überflüssig macht und gerade um ihrer Einfachheit willen so ansprechend erscheint, oder wie Schw. den Zusammenhang von Ber. P. 11 Auf. mit dem Passus von ה-.קינ* ההבדיט ריב־ ברבות לפני קש ולאהד־ה erklärt, mau nehme dazu originelle Grundgedanken zu ganzen Reihen von Halachoth, die von Schw. in echt talrnudischem Geiste in den Spezial-Eiul. aufgestellt werden, wie •דטלם דה א״ הד״ביאד, ה־־בה בבלש.- — דכל זמן שהיא בשדה אינה ל,ניני של בד ה (Einl. z. Ber.. oder: שזבו הלניים בהי ד; השד־ב - שנדב־ במי שוחפק בשדה »ud mm müsste ebenso wissenschaftlichen wie humanen Sinus baar sein, wollte man nicht rundweg bekennen, dass hier auch fiirMisehoa-Exegese ebenso nach den Forderungen der Wissenschaft wie alt-tslmudisclieii Geistes sehr viel geleistet und damit ein bedeutender ächritt weiter auf der Bahn klassischen Talmudstudiums gemacht worden. Dass dabei gegen Eiuzrlues, wie gegeu die in dem längeren Excurs zu Ber. P. IV. M. 1 niedetgelegte allerdings geistreiche und originelle Auflassung der so schwierigen Mischuastelle: *בבי* פ”שי הלביד צ-ביהם לפניך und Einzelnes mehr sich Wid! rspruch erheben dürfte, tbut dem Werth der Arbeit als Ganzes sicherlich auch nach dieser Seite keinen Eintrag. 1 Forts, folgt.) Jüdisch •deutsche Namen. Zur Beleuchtung des socialen und religiösen Leheiis während des Mittelalters■ (Schluss.) Wir theilen aus dein Vortrage des Herrn A Lbivy noch folgende interessante Bemerkungen mit: Die am Sabbath geborenen Knaben nannten sich SabLatl.i (wie Sabatiln Zewi d־-r Pseudomessias״ aut deutsch Schebsel, Schetftel. Die alteu deutschen Juden machten aus Isaac*) (Lachtnanu), welch, r früher in England (Leekj. ״ Arzt* bedeutete uud davon abgeleitet Leechmann (Blutsiuaun;. Auch wurde Laac in.,Sach »“verwandelt. 1 mrch Hin Weglassung der ersten •Silbe von Jacob erhielt mau Kobinan Kaufmann (et.glisch Chapmau, und Koppelmalin; aus Simon wurde Simmel. Eigenthiimlich ist die mit Juda voigenouiiueue Umwandlung. Die lateinische ut.d griechische Form Leo, Lion bildet öfters eineu Theil gewisser Natuen. Juda wird mit dem ״König *ler Tliiere“ m Beziehung gebracht, weil es heisst נור אדיה ~.־דה. Die Juden nahmen öfters die veränderten mit Juda zusammenhäugenden Nameu au, iudem sie die Formen bildetet!: Lob, Löw, Löbel, Löwy, Lewy, Lew, Löbkin, Löl.usch, welches die Beliebtheit des Namens beweist; auch wurde mauchmal die Wuuschioruiel ״leb langu(Leblanc) hinzugefugt. Aus dem Worte C'T! (vita) wird die germauische Form Vidal, Vertel Eiu Bischof des VII. Jahrhuuderts trägt deu latinifirieu Kamen Vito. Die davou abgeleitete englische Form ist Hyam uud Hyman, ebenso Uagin — eiu vor der Ausweisung der Juden aus Euglaud, gewesener Rabbiner trägt letzteru Kamen — Feiwel und Feiwusch Phoebus). welche ans אידי (chaldai.-ch שרגא) stammt. Issacbar, in der Geuesis als חדר נ*ם, hat keine Ableitungen erfahren, ausgeuommeu iu der deutsches ')!צהל' bekanntlich v. ״ צ״ק’•ackeu‘‘. Komeuclatur Achsel, Schulter.**• Aus ד*ב Bär wird abgeleitet Bcaran, Bear (ours•, ebenso Berel, Berlin, welches also eine seiuitisc lieWurzrl hat zum Erschrecken der Berliner Antisemiten. Ferner davon abgeleitet Barsch, moieruisirt Beruatd!BrmkarJ und Bert hold. Barncli ist scatidicavisch.-u Ursprungs. *׳) (Bar heisst schottläudisch Soliu.i Aus Ga l uni Gedalja wird im Deutschen Götz, >!e Gandeo uu l As.her (Glück). Saly ist germanischen Ursprungs, rlenso Salkind oder S-Iigtuaun, welches Glückskind oJer Glücksiuaun bedeutet. Die Femiualtcruieu Selm«, Saida drücke» denselben Gedanken aus. — Xaph'ali. symbolisirt als .,freigelassene Hirschkuh“ .א“לה ש־״ייהה) m Verbindung mit Zewi, welches Schönheit uu l Gaz-ile wegen seiner graziösen Gangart bedeutet, verwandelt sich in Hart und Hirsch, welche wiederum zar B.Mung der Demientiva Hirzel, Berschel, Herschm anc, uud die Femiualformen Hiiida, Hin leie, H.111-1־ führten. Die Ab* leitnngen vou Xaphtali (llir.-cb tii. lcusiih bekanntlich bei Kamen in <1 •r Gegend gro-srr Jagden. Heiurich, von dem sach-i-cheu Stamme Mim, findet sich im Spanische!! in Henrigall, ans welchem vielleicht Hamlet herkoiniut. und welches in liauip-te.id und Atnerigo und Amerique weiter gebildet 1-; Dieselben Wandhingen gehen auch mit Benjamin. welcher mit einem reissei.dei! Wolfe vergliehen ist, v.-r. Dasaiiscrilisehe Via (Erwürgen, im Englischen!0 «orry, ist Originalstamm;er>t iu lern Spanischen Lop*Z(lupus) erscheint es wieder. Beij jamiu, italienisch Bonomi, lateinisch Betiedictus, IraLZösisch Bet.tdict, Beuison, deutsch Benisch, woher auch das Zeitwert ״bensch«•!!“ (benedicere) kommt. Mordechai ist kein abgeleitete* Wort vou דרד ״sich einpöreu“, sondern ist ein j-־rsi*cher Käme nn׳l bedeutet ״kleiner Mann“. Maren* un i Mariens kommen vou deu lateinischen Mars, ebenso Mar Master imaitre) ein den Kabbiuen beigelegter Titel. Maier oder Meier (Lichtspcuder! ist gleichfalls ein lei deu Juden beliebter Name. Maier wird s&L»er1tiscl1 von Major abgeleitet und findet sich iu •:et. hiudostauischen Maharajal! (eiu mächtiger Statthalter, Magi, Zauberer, Wahrsager, welche» auch oller.- Maatsuiaun bedeutet, findet sich iu mtiire 1 Bürgermeister’. ' Aus der vornehmen F&lkeLierkuu-t. kommt der Name Falk oder Fallik; — Frank, Franklin und Frenkel kommen in directer At-tatumnng von deu Kranken her, welche für die ״Fr-iLeil“ stritten. B. Receasionen. Aus dem Osten, Novel.rt. und .Skizzen von Agathe Schalit-Meisels. Wien, Verlag Leopold Wei.-s, ISUI. 410־ S. gr. .יי*. Man kann einer geistvollen Repr.i-entaiitin des schönschwachen Geschlechts es dunhaunicht verdenken, wenn sie bei Veröffentlichung eines voluminösen Buches ihrer Geisteserzeugnis-e, im Vorwort S, d—Id) auch für Berechtigung uud Befähigung der Frau plaidirt, die Culturarheit der Menschheit, mit der ״Gedaiikeu-Conception" des intelligentem, seusibelern Theils“ derselben, zu befruchten und zu bereichern 1 Diese oratio pro dom״, wollen wir hier unerörtert uud aut sich betubeu lassen. — Den Lesern der ״Wochenschrift1• ist die Verfasserin vorliegender Novellensamtulung durch mehrere in derselben bereits vor Jahren veröffentlichte hübsche Erzt.bluugen, die im ״Aus dem Osten“ mit attfge- "1 Weil mit ׳ —לידla»clbst *las!.!.a-Mhiei4‘ l1e/.׳-irhnet wird, wie es im tolgcudcu Hibelvcr-ie heisst: neigte seine Schulter zuin Tragen“. Red. '*• Harueh ist doch w*1hl eh*״r •1:► hehr. I'cbcr*et21;ug v•■!! Heue lictils, 's. weiter tit.ier IJen,aa.:n . . Hel.

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