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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1891-05-28 · N° 22. (28.5.1891) · p. Seite 85

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
20 (1891)
Issue
N° 22. (28.5.1891)
Date
1891-05-28
Page
Seite 85 (sequence 3)
Language
German
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— s:. nicht etymologisch begründet, zu dieser Version die Veranlassung gegeben hat '1. Zoroasters Embleme. — Die ersten Fäden der Zoroaster-Mythe wurde schon vor seiner Geburt gesponnen. Seiner Mutter wurde, wie man sag', die kiiuftige Bedeutung ihres Sohnes iu einem Traume vorher verkündet.Q Wir übergehen dieses und erwähnen nur, dass ein beranriickender leuchtender Berg‘) gesehen wurde, bei dessen Anblick ein schöner Jüngling hervortrat, i>1 seiner linken Hand eiuen Stab und in seiner rechten Hand eine Schriflroll» haltend. Die Thauicalnrgen (Wundert häter) erklären, dass der Stal» die göttliche wumfertliätig» Krall und die Schritt rolle das Sinnbild der Prophetengabe bedeute Ollenbar ist dieses eine Nachbildung der biblischen Kr/.ahluug von dem Stabe .Mose’s und den Gesetzestafeln. d. Zoroasters w u u d e r b a r e Errettung. Das Reich, iu welchem Zoroaster geboren wurde, gehörte einem Könige Dnransarun. Als dieser ungläubige Tyrann die Geburt unseres Helden erfuhr und auch wusste, dass, wenn das Kind hui Lehen bliebe, es mit seiner eigenen Macht zu Ende gehen wurde, begab ersieh ra-ch zu P o u r u s c h ac |» a, dem Vater Zoroasters und faud dort das Kind iu seim r Wiege liegen ־) Vor Wuth entbrannt, zog er sein Schwert, da» Kind zu tödteii; doch seine llaud verdorrte, ehe er den todtlicheu Streich austühreii konnte und da« Kind war gerettet. Aul’ Befehl des Königs wurde dasselbe aber nun au! einen schmalen W׳ g gelegt, welchen eine Heerde Ochsen zu passircti halte; doch ili!• schwersten derselben setzten über die Beine des Kindes hinweg, ohne 0' »u verletzen. Diese Erzählung, obsehon deutlich den Stempel iranischer Dictiou au der S:1ruo tragend, wurde auch der Tradition von der Rettung Mo>es aus der llaud Pharaos nachgebildet. 1. \v ie Zoroaster das Wasser tlieilt. — Zoroaster wuchs!!••rau, nachdem er viele Schwierigkeit zu überwind••!!, ve-feu Versuchungen zu widerst •!»•11 gehabt batte und Verkündet» nun zum ersten Male stiie• Lehre in Ayrina-Vaeja. Iller wollt» (•י ihm ab• r nicht gelingen, seine Znhorcr z1׳ fesseln, woshalh er >ieh entschloss, 1li»sen()rt mit seinen (!»treuen zu verlassen. Die Traditii'11 schildert diese Auswanderung iu folgender Webe: R Nachdem er eine Zeit lang sich aul Reiset! befind, kam er au einen S.!•*, über welchen er zu setZ'11 halle. Weit und breit, war aber kein Kchitl zu sehen und Zoroaster, der es |nr unanständig hielt, sieh vor seinen (!■-111111 teil ZU elil kleiden, hcl'uud sich iu grosser Verlegenheit, aus welch••!• er nur durch ein Wunder sich zu befreien wusste. Er erhob seine Hand zum liebet, worauf das Wasser sich thcille und die (!laubigen trockenen Fusses hiiidurehgingeii.“ Spiegel*, vr.suclit, zu der Frage, wie es möglich war, durah einen See zu schwiiiiii!••■!, eine annehmbare Erklärung zu linden, uud liiiiiliit dejshalb all, dass es •fr Sei Sc na 11 g••• wesen sei. Es 11!1!c!li»gt jedoch keinem Zweitel, dass die gesperrte Stille mit dem biblischen!{•richte 11!>••!־ den lütrcligalig der Liaelitm dur-iis ״Roth! Meer“ , 1111 Meli.»-11 t׳,'g‘,g1e*n " r •ilui■!׳ le n 111/ililimg• n, wel I.׳• -ich aul M**vim 1*!/וו le־ll. l'l ו.•‘»•!. I» f. w•• e17..1!1M v.irü, •las- Miij.uii st .11•• ,•»1־•ui't v••! beiges igt li.tlle. 'I Man ei'/ tlill a'l• b, ■be s bei M■••••- liebuit •l.ts llius »•...•, 1.1• i,t war. K»״ I. 11. I •' Ibl.f »»eil V. I bl eilt Ie M» 111«! -:1-1, ■1:1־ s Z■ ■1'. 1.111er I Kl' bell 1׳ zur Wel: Lim. 1 i. S1.11•.׳■ I i. 'S'•«. .\u!:b nu M1 ij . .1» K\״.l I:. /u K. 11 V. 11• l.eis-l n: .1וי■»• Knabe W..111••־ ui war wirkbeb 111I1111 r »»!■• ein Knabt׳,;»I•• 1• ••ei l.igel ' •abiiel s* 11 ug il.ll, •lass er .1l׳lin /'I — brelell wie l'lll Klll'l. •j liain«. b•; A!'eI-t.1|ln-l.uo le, ji. '•‘.,I. ו identisch ist, bei welcher Gelegenheit Moses*) ebenfalls seiue Hauil erhob uud die Kinder Israels trockenen Fnsses hindurchgingeii. (Schluss folgt.) Lit.teraturberieht.! Reconsionen, Bilher Salomou: Midrasch Tehillim (Schocher (ob), Sammlung uga.li'cher Abhandlungen über die 150 Psalmen, herausgegeben nach acht Handschriften, kritisch bearbeitet, commeutirt uu׳l mit einer ausfü'ur• liehen Einleitung versehen. Wilna. Witw. & Gebr. 1 Komm. IS'.ll. In »lein Blumenkränze, der d••!! Henusgeber der Psikta de Rab Kaliana, des!»■■kaclt tob, d׳׳r Schibole Imlekct, des Tanehuma, des Abu Goriou, des Job- Midrasch von Samuel Nissim 11. a. 111. schmückt, hat sich ein neues frisches Blatt gesellt. Der Midrasoh zu Tehillim, d••!׳ uns bi-her nur iu ver.-tiimmMter, . vielfach bis zur Unkenntlichkeit verdorbener Form bekannt war, i-t von Buber aus acht verschiedenen . Hainlschrifteu kritisch bearbeitet uud mit der ihm (■ige11thü1ulicl1<11׳ sprachlichen und logischen Akribie , zu einem neuen Leben erweckt worden und bildet fortan einen kostbaren uud gehaltreichen B!stand .heil 1 unserer so reichen Mi liaschlittTaMir. Lu der Mil'uole der kritischen Bearbeitung gebt Buber licusiJbon Weg, | den er in s.uuen früheren Editionen in so lichtvoller ' Weise uud mit so reichem Erfolg» beschritten ha'. Nächst einer deu Gegenstand nach allen •Seiten hin beleuchtenden und erschöpfenden Einleitung, »lie sich bei dem vorliegend••(! Werke auf 1 .’7 S■itcn verbreitet, giebt er iu den Anmerkungen zu dem kritisch gesichteten und gereinigten Text» ein» Uebersicht der varia» lectioues,eine von stupeii ler B diMeiiheil zeugend» Quellenangabe 1111 1 endlich ein« klar» und gründlich» ( Sinn-und Worterkl.innig. Wer aut diese Anmerkungen auch nur einen Blick getlian hat, wird billig ub.-r den bi.-iienhatleu Ffei-s וווו I über das iiniiieiise (10• dacht ni-s des Autors s'auiien müssen. Di» zu einer Monographie über »len Miilra-cli Teinllim herausgewaclisene Einleitung unilasst |s Capitcl, der••:! Aufzahlung allein schon ciin ii!»•grill von der-tautiouswert hei! Leistung des I •ו riihni'eii (!■•!••hrti-u zu geh••!! vermag. Eha!1d111׳: (,’ap. I über!!••וו Nain••!! ׳!••r Bücher; über •!11•׳ WtUvser, dessen Z1״t uni Wohnort; ü, aber di» Zu'1ui1me11'׳׳-Uung des Werkes; I, über ■lie Quellen, aus ■lenen <fer V'-rfisser scdiopfte; 5, •Sprache und .Methode des Verfassers; 0, Rituelles uud Puriiuiiologischcs; 7, Alphabethis».hes Verzeichnis* der verkommenden Talmim uud AiU'iraim; •s, Verzeichniss des fremdsprachlich»•» Elements nach nlphabethiscli-r Ordnung; V’• iz-ichui's der .Midr.tschiiu die aus dem Werk« s< hupften: 10, Art d-r ll-nutzuug des Midrasch durch Jalkut und Beschreibung «fer Han ls :lirifli-ii; II, die Benutzung d־-s Mi liasrh •liircu alter« Au'oren; I II sein• ibung der •ווו■•!! י ll-rau•- g-fe-r vorli״g •ndeii Hai. fecbrilien; I.'!, die kiitisd.» Bearbeitung des Abraham l’rnveu׳, ale nach '! Handsehrifien; I I, vetschi• 11• 111• Lesar'i-n 111 den verschi•• lenen (.‘ii lic-s; 15, llb r die IJ111g«-talt lllg des Textes!!! ■feil nlte-teii Druck״!! und durch deu H.-rau-gi te-r; Di, 1111••-־ deu (s'iiuim-ctator zu P.-alm 111* Mitttii ■Jizlian; 17, U-b!r all« t«!111 ■r•11 ־ Au-gabeu di••-••- Mulras:h; I s, Ver/.eiclmiss aller Citate!!••ד .Ja'kut au-Milrasch Ti'llillim U-id deren genau» Ortsangabe. — Mali sieht, 1:»׳» I. MV, 1'׳.

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