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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1891-05-28 · N° 22. (28.5.1891) · p. Seite 86

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
20 (1891)
Issue
N° 22. (28.5.1891)
Date
1891-05-28
Page
Seite 86 (sequence 4)
Language
German
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?6 tu welch einer reich besetsten Tafel uns Baber wieder eingeladen hat. Dem gastlichen Wirthe, dem die berühmte Firma Romm in Wilna ein sehr elegantes : Auftreten ermöglicht hat, sagen wir vorläufig den herzlichsten Dank Namens der Kenner und Liebhaber unserer so eigenthümlichen und tief ethischen Midrasch* litteratur. Diese Zeilen sollen eben nnr als Anktindigung des Werkes uud als Ausdruck uuseres Dankes diet.eu. Ein weiteres Eingehen auf einige hervor* ragende Punkte der Einleitung und auf mehrere der Ccinmeuurs behalten wir uns für die allernächste Zukunft vor. Caro-Pilsen. Jüdisch-llcutsrhe Sd1rsll1le»r-f'lt1fl, herausgegebou von M'-es l'uczynski, Lilirer in Filelun-. Mitra IS'.il. J8 S. I' •■ sogen. judi-ch-deiit'■lie Cursivsilnitt »cliieibon und - •! /11 I•■■111•■״ >-t »i»«•!• ••:>• *oigil•» •!crReliginiisschule. Ausser .111 in 11 .* iiidis.hdciil'.lnn Vorselnilteii .וווי!-einer ״hei.1.tischen Scl.reib-Lcsilibtd“, Verlag .1. KaulliuaiiD) ist ilt-111 lietereiitcn keine Hi1!i<th111111s«-h1• Si-lireililitiel liekannt Verfasser glaubte daher diireli Herausgabe seine» Ituebleins einem Bedürfnisse entgegen- 1 /uk.mm• 11. Kr bat, wi•• er in •!er Vorredesagt, einen bestiniinten methodischen I.1h1״a11i zu Grunde gelegt und einige Neuerungen .11 der jüdisch-driitseben K-ehtsvhreihuiig ' sorge nominell, um sie mögli• list dem I|eu1srhe11 nahe zu!•ringen. Narhdem in der Vorrede die wirbligsten Kegeln über das jiid. deutsche .׳'־ hr1il.cn aulgetiilui sind, wird in 2S Nummern vom Ia'iehteii zum Sohwierigirn autgc'tirgcii, so dass narb Durchnahme derseihen alle Wörter geschrieben 1111׳ ge’e-en werden können.. K» tnlgeii dann aut •’> S! iteu zusaiinm-iiKnigcmlc Stücke. wie •'■*priebwörter, *iel.eiehen 11. a., so dass die Kinder im Lesen ׳!i.d Sehieihen der jmliseh-deiit.seln iiCuisiv-Sehriit eine Fertigkeit erlangen können. Möge das lim lilein den Weg in die Religions- Srbulen linden, damit der Verfasser liir seine Milbe und Kosten Ersatz linde. Z. Littorurische Notizen. Cambridge. Von llenn S. Andradc wird die Abfassung 1 ir.es .jüdischen Bibelc<mmcn!11rs in englischer Sprache in Anregung gebravlit, um hierdurch den luden dieselben Vortheile zu gewähren, welel.e den Christen •liirvlt die Cambridge-Bibel bereits geboten sind. Herr Andrudn begründet seinen Vorschlag durch den Hinweis daraut', dass die englischen .luden, welche!!eilte die Bibel studireu wollen, entweder die Hallte ihrer Lebenszeit, na lidem *ie erst die hebräische Sprache erlernt 'iahen, dem Talmud widmen, ••der aber ohne Hillte sich durch die verschlungenen Blade der l!ihe!t׳xcge»e hiirtiirchwinden 1 mu-srii. l>as eisten• k. niiru natürlich nur die Rabbiner lind tlelelirten : alle ande: 11 .luden, welche s.dcluun!!ernte lörnstclien, müssen si.11 damit liegiiiigen. über den Sinn ihres kostbarsten Krhiheils ihr Leb■׳ lai g im Unklaren zu bleiben. 1 l'ic jedoch unsere Billigung durchaus nicht linden kann. (Ked.) Anfrage ■■ Mldraseh-BeBlseene. 1. ln den Hrrasehoth des R. Sehern tob b. Scb. t zum Abschnitt דברים An», tindot sich folgende Stolle: ולער, אז״ל איד מצוד. אהת שבל המצוי תלרות בהל א, מהחכמים אומד וארבה לרדך במוך• Ist schon der AusJruek •חכמי hier auflallend, da es sonst "*מרבות zu lauten pflegt, so ist •las Folgend« והבס אחד אומר שמע ישראל .- . הי אחד noch aullällender, ich habe diese Lesart weder in einem der beiden Tha'mnde. n.«-h in einem Midrasch gefunden und weiss nur, dass im Kvang. I.ucas I־.‘ dieser Ausspruch Jesus in den Mund gelegt wird M »1111. wird mit Weglassung des שמע nur der tolgeinlc Vers ואהבת . . ובבל .פשך als das höchste tlehot aulgetiilui. Unser מוב CU tührt lort אהד אומד CDT1 “*ת־לדת או 'S זה Ebenso auffallend ist es, dass er zwei Zeilen vorher dem angehenden Prosclyten von Hillel die Antwort gehen lässt אדבת לרעך במלך’. während sie doch nach der (»ein. Sahli. .»1 lautete 3* וכףC ימה דעלך f>a ich, soltald ich m.hr Müsse habe, über das jetzt so oft ventilirte Thema ״Nächstenlielie im Judutitlium‘‘schreiben will, wünschte ich von Midrasch- Belli-senctt Aufschluss darüber, ob wirklich in irgend einem apokryphe■: Midrasch einem Tanaiteu oder Anmräer die Worte von l.uvas in den Mund gelegt werden. Aber noch auflallender ist folgendes Midraseh-Citat in dem אהד יששבד ,C gedruckt in Altona l•'■'-‘i bei Gehr. Botin: זה בי תולדת אדב ב׳ עזא* אומד זה בלל גדול: בי ז־מא א׳ מציגו פכ*ד, כולל ייתי והוא שמע שראל •:וי. ב־ נ:ב א מצינו פי כילל יות־ והוא •אהבת לרעך ובו־• Und der Vert. des Buche- אחל יששכר gicht genau die Stelle tür sein Citat an. nämlich בראש" רבה zu זה סי תולדת אדם■ wir wissen, wie •11c w..!-te in unserer Ausgabe doit lauten, uud dass v.>11 ב| דמא und ב| בם dort nicht die Rede ist, und mit diesem Citat beginnt genannter Vei t', se 11 Werk, wozu die bekanntesten Kahbiner-Heroon jener Zeit, unter ihnen mein I.eluer ד;און ך*ע אער זצ״ל, ihre Approbotinn gaben! (i.be uns jemand Autschluss hierüber. 2. Wir lesen hei Maimon. (Verb. Speisen H,2): לא 'מתק הכתיב מלאבור דאבילה (בב־־־ח) אלא מפני שאבר בישיל כלומר ואפי־ בשולי אביר ואצ״ל אכילתו niese conciusion hat M. nach Lcehem Mi-cliaeh aus Ber. Kabbali, nach Magid Miscliucb ans Wajikra Uabbali entnommen. Ich konnte die Stelle, als mein Augenlicht noch nicht so geschwächt war, trots sorgfältiger Na.hlesiii.g nicht auflinden. Die Conclusii.u mit לא שתק הבתיב macht M. auch in ״Verbot. Klien“ 2,1(1 und in “טימאת מ ,.LI}. Es wird mir nun höchst wahrscheinlich, dass M. diese Conciusion לא שתק nicht dem Midrasch entnomnion, -<11.10111׳ ganz selbstständigaufgestcllt hai. Bekanuilich ptlegt M. jede Noini, die er nicht dem Talm. oder andern Aiitoiitätcn uitnimm., sondern nach eigenem Beiinden nutstellt, mit der Formel יראה לי einzulciteii. (S. Kcsseph Misclmeh zu ,Issure Misl.ea. il :1,7. Solche *יראה ל* linden »ich hei M häutig. Und in der Tliat linden wir auch dieses דראד, לי in seiner l'oncliisiuii hei Tum Metli. wo er als Analogon א״כיד הבת und ב כח antiilirt Oder sollte ein Midraschkuu lig.׳r das Iragliehe לא שתק wirklich iu M. Kablah finden? Oppeln, IS. Mai. Rabbiner Wiener. Littcrmsclior Anzeiger. Sei tieui r>cl1it'1u׳u uuit liel <11 m [!)2ue Auflage־ Kochbuch Unlei/ilchinteu tu beziehen: Oie Haphtaroth derSabbatundFestlaye. Für <leu Oottesdieust geordnet uu.i trei übersetzt von Dp. Jgnaz Ziegler Rabbiner in Karlsbad. Preis des Kxt'mpl. 1 Guhl in kr. Jacob Neubauer Kn rlslind..Markt, ti<1l11ener Stern. Sneüen 1»! <1 sein.■neu und dunh jede llucbb, sowie vom Verlasst•!■ zu beziehen: 74ה1 ׳ Siipplemeutliaud II zur .Ural- Fne.clopätlle lür Itlliel und lalniml* Abtli. I und It von Dr J. Hamburger,!«indesral I iner m Streliliti (Mecklng.i Preis 3 Mk. 10. Is7‘.1 für israelitische Frauen von HiMkattnlf ״di. fKiiiiiuauu. Zehnte, durch 100 Itecepte vermehrte und verbesserte Auflage. Elegant gebunden. Preis 3 Mark 90 Pfg. pT Alt vorzüglich anerkannt.'S■ Frankfurt a X [lNni J. KautTinann, Verlag פ׳ קבוצת ש*י״פ IHc gcsaiuiuelleu l1t‘l»r.fJ«*dirble von Fublut Miese» in Leipzig (Alte Kister No. 1U . It tt Inner‘» iar. Pmligt-Miign/.in Jahrg. 18'Jtt, 111 r 2 Mk. 30 Ptg. bei <1. Kxp. d. Ul. IKT Dieser Julirgaiig enthalt auch 5 Predigten zum Mchabuotfeste (eine vom Rabbiner Dr. Deutsch iu Brüx'. CT IHcHeSSchnbaotliprcdigU•■■ •Ind auch bcaonder» gegen Einsendung von 4(0 Pf. zu haben. .Oaimovcrfcbtr (tBlong’fd)er) ftalctthcr für jorarliicn tür oad jatir לוח לש:ר* תרנ״ב. ti«. aahrgang. L;uio ine 5tii.1 :15 ’!•jfl. ivii'i'.U'ntnuj.r <■•!),iltcit but)(ll Diahatt in tdamiK׳! ivtiii.;’,tt 11׳,i<!111׳t Jurdi 1SS>1 icu׳. T». 41. ISrünbrvg. vni'.iuuvr, 1'';'tlr.׳u. S.!!!Für Wurstereien!!! 11 ng Iia1111nel»eltcn gnraat. la. Irische, lietcre lialbwelte Mk. 43 — , extruweite Mk. *5.— 1008t geg Na 11nah1ne(&ü—gtiSt. ein Postcolli). [llb'.l Karlsruhe I. Baden. R. V/cill's Nachfolger. •Soebeu erschien im Verlag des ״UibliograpbischenBareausuBer* lin, Alexander platz 1: Der jüd. Kultusbeamte. Ein Stiefkind der jüd. Gemeinde. Von LiOU ־WolfT. 1,1825 I‘reis (»0 Pt _ l.iJIirg Zeit. «1. .1 urteiltü. v. l>r. Pliilippaou 1873 IW ln guten Einbänden, pr. Jahrgang 1) Mk. sind bald zu verkaufen. I. A.SIelmrg, l’0U1ani,Csrlstr.2. Breis: 2 Mark. jlf2b Vciantwr.rtlicher Uedacteur Dr. Rabiner, Magdeburg. Druck von D. L. Wolt't, Magdeburg. Verlag von Robert Friese, Leipzig.

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