Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 20 (1891)
- Issue
- N° 20. (14.5.1891)
- Date
- 1891-05-14
- Page
- Seite 77 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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■ findet (Cat. Neubauer, No. 1318), welchem ausserdem! Heiuie von dieser abweichende Uebersetzung zu Grande j «Bi s». No. 4 enthält das berühmte Werk des Crescas, Svieljanstührlicher als die gedruckten Ausgaben. Prot. ■FrJudenthal, welcher das MS. untersucht hat, Bvreils es nicht genug zu rühmen. No. 222, das Werk ■ d#s Ab. Jbn Daud, ist nach dem Urtheil Prof. ■ Kauffmann’s, welcher alle vorhandenen MSS. dieses ■ Werkes verglichen hat, das vollständigste, welches fl bis jetzt bekannt׳ geworden. Es enthält zugleich einen bis jetzt unbekannten Commentar zu demselben Werke. Xo. 195 ist ein Commentar des Moscone zu Jbn E>ra. Dieses MS. hat Dr. Steinschneider, welcher auf den unschätzbaren Werth, den dasselbe für die Kritik und den Text Jbn Esra’s hat, hiuweisi, beschrieben und commentirt. Eine zweite Copie dieses MS., welches Pr. Friedländer zu seinen Essays über Jbn Esra benutzt hat, ist nicht bekannt. No. 150 ist die einzige Copie von dem Werke des ß. Jehudah ben Barsilai, welcher zu Beginn des 12. Jahrhunderts lebte und einen wichtigen Commentar zum ״Sepher Jezirah“ (Ed. Halberstamm) schrieb. Von andern Unica seien noch erwähnt: No. 51, Commentar Almandari’s zum Alfasi; No. 58, Tossafoth des R. Elchanan von Dampierre; No. 204, Commentar des David ben Levi. Eines der sehr wenig bekannten MSS. des Targum zu deu Propheten und Hagiographen ist der Text uuter No. 116, welches Prof, de Lagarde schon einmal zu kaufen beabsichtigte. Einige MSS. über Mediciu sind von Dr.Steinschneider, andere über Halachah und Exegese von Dr. Berliner u. A. bereits beschrieben. Ferner enthält die Collection das prachtvolle MS. von ß. Isaaclrani’s Decisionen (No. 184) im Umfange von 520 Folioblättern. Von liturgischen Werken eeien erwähnt: Das grosse MS. des Machsor ßom in 3 Foliobändeu No. 221—26), bestehend aus Piutim, Halachotli etc. und No. 353, das nicht minder wichtige griechische Machsor mit vielen Piutim, die sogar Zuuz unbekaunt geblieben sind. No. 345 enthält 980 ßesponsen der Geonim und ßabbinen. Nicht wenige der MSS haben in sich selbst auch ein historisches Interesse, da sie früher in dem Besitz der grössten Zierden des Judenthums alter und neuer Zeit, als Luzzatto, Almauzi, Carmoly etc. sich befänden. Heir Dr. Gaster darf aut den Erfolg seiner Bemühungen, iu welchen er von den HHrn. Dr. Neubauer und Joseph Seb.ig Montefiore kräftigst unterstützt wurde und dmch weiche es ihm gelang, diese kostbare Bibliothek zu erwerben, mit Recht stolz sein. (Nach dem ״.lew. 1 ,hronicle“, deutsch von L. Cohen. 1 Zur Chronologie/ ) Von L. Cohen in Rees. (Schluss ) Nr. 543: ß. Ascher b. Jechiel (Bosch) starb ט״ו ימים רהדש מרהשק שנת פ ־• — Nach Zunz" Monatstage “den 25. October 1327, entsprechend ט־ מרחשק פיח■ Nr. 722 יום ב׳ ו• אייר תפה :א. — Der 6. ijar ,תפ״ד K Z. כש־יח) war am Donnerstag und ist am Montag unmöglich. Nr. 782 ם׳ נחרד ונדם :כ׳ von David Gaus wurde beendigt;יום י׳ ה אב שע״• — Der 5. Ab :,,שד (K. z.הם־׳ז) war am Dienstag. In der Vorrede des Verfassers, die jedenfalls nach Beendigung des Buches geschrieben wurde, heisst es רף ח־ letzte Zeile: ׳ומימינו זה שד,יא שנת ה׳ אלפים שצי א. Hiernach cheint das Buch im Jahre beendet worden zu sein; in diesem Jahre fiel auch der 5. Ab auf Freitag. Die Vorrede enthält *) Berichtigung: In vor. No. 6*73 uuter No. 91 muss Nfu1 ׳ das " in יד,יו durch den Druck hltl'0rgel10ben werden. übrigens auf S 9 noch folgende chronologischeIrrthümer: Die alfonsinischen Tafeln wurden beendet 5015 d. i. 1225 d. g. Z. Es muss heissen 1255. Köpernikus schrieb ein Werk übfer Aristotoles’ השמים והלולב | und beendete es 1500, d. i. 5098 a. m. Es muss ' heissen 5260. Kopernikus starb 1543, d. i. 5305 a. in. j Es muss heissen 5303. 1 Nr. 963: Leo di Modena ציה לביתו כיום נ־ ג׳ ם*יז i ת״ח. — Der 3. Siwan ת״ח (K. Z.בה״ג) war am Sonntag. ן Nach Zunz starb derselbe aber schon am 21. März 1648, j entsprechend dem 27. Adar ת ה. Dr. Friedländer in ״Geschichtsbilder“ hat den 24. März 1648. Nr. 1078: Nach ספ די הלבות רם אלפס und ם׳ דרך תמים starb Alfasi ביום ש״ק י״א אייר ד׳ תתס״ג. — Der j 11. Ijar 4863 (K. Z. בש״ה) war am Dienstag und ist das Datum überhaupt falsch, denn der Sterbetag war am 10. Siwan 19. Mai 1103 (Vgl. Zunz’ ״Monatstage“). Daher ist auch das Datum in der Grabschrift ג׳ בשבת כשרה ימים רהדש אייר, abgesehen davon, dass es an sich unmöglich ist und dem obigen Datum widerspricht, falsch; es muss heissen להדש ביק, dann stimmt der Wochentag zum Monatsdatum. Nr. 1122: Maimonides’ Geburtsjahr אלף המ״ו ist nicht ד״א תתצ״ב, sondern ד־׳א תתצ׳ה ליצירה. S. 534: Maimonides schiffte sich ein 'בליל יום א ד׳ אייר תתקכ״ה und ביום ש״ק ב׳ אייר erhob sich ein Sturm u. s. w. — Das wäre also 2 Tage vor der Einschiffung gewesen. Es muss statt אייר — heissen י אייר', da der Sturm 6 Tage nach der Einschiffung sich erhoben hatte; ausserdem ist der 2. Ijar am שבת unmöglich. Gelegentlich sei hier noch auf folgende Irrthümer im Anhang כפתה האוצר zu Michael’א־צרות ה־ים «־ hingewieseu: S. 344 heisst es: Narboni’s .פי' המורד wurde beendet יום נ׳ ג* אייר קב״ ב. — Unmögliches Datum; der 3. Ijar 5122 war am Donnerstag. S. 319 heisst es: Profiot Duran's ללשה אפוד wurde geschrieben ',כ״נ אייר יום ד. — Unmögliches Datum, da der 23. Ijar u ie auf Donnerstag fällt. Litteraturbericht. 1 Receasionen. i אלדד הדני Eldad ha-lfani, seine Berichte über die 10 Stämme und deren ßitus von Abraham Ep s te i u. (Schluss.) Ueber die Sage vom S.imbatiou, einem Fluss, der sechs Tage fliessen und am siebenten ruhen soll, zeigt Epst. eine grosse Belesenheit und Vertrautheit mit den Quellen. Er citirt Josephus (Kriege 7,5) Plinius (II. N. XXX 1,2.1 Jbn Abbas und viele andere nichtjüu. Schriften neben allen jüd. (S. 13 f.). Wie ist mau zu dieser Sage gekommen!׳ Eid. und schon vor ihm viele Andere lassen diesen fabelhatten Fluss vorzüglich das! Stammgebiet der Nachkommen Mose’s umgeben. Die 1 Söhne Moses werden auch nach dem fernen Kusch 1 verlegt. Uus will es scheiueD, dass mau Mose, dem i Auordner des Sabbaths, vereint mit dieser humanitären und heiligen Institution einen wunderbareu Legendenkränz hat winden wollen. Moses wurde am siebeuteu Adar geboren, am siebenten zu seiuen Vätern eingesammelt, und der siebente Adar, als Moses starb, war Sabbath. Am siebenten Tag wurde M.oses in den Himmel berufen um die Eundestafeln iu Empfang zu nehmen. Das Manna fiel sechs Tage und am ״siebenten“ blieb es aus. Ja am Sabbath hörte das Manna, als dielsraeliten bewohntes Land erreichten, ganz aut. Nun hatte Moses eine Kuschitiu zum Weiba