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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1891-03-26 · N° 13. (26.3.1891) · p. Seite 51

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
20 (1891)
Issue
N° 13. (26.3.1891)
Date
1891-03-26
Page
Seite 51 (sequence 5)
Language
German
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— 51 eigenen besonderen Verdienste. 16^!ור die zar Dar ן Stellung gebrachten Gedanken alle kräftig un 1 u r gum scheni za dem Bache Esther sich im B. I, S. 2 unter dem W. rt die Stelle אבא 0ב und dazu die j wüchsig, die Themata nicht fernliegend und rein ״Grossvater“; ebenso im B. II, S. 137 j abstrakt, sondern aus dem vollen wogenden Leben 0ב. In unseren Ausgaben des Targum | gegriffen, so ist auoh die Sprache ohne Salbaderei und heni zu dem Bnche Esther kommt allerdings אבא j Bombast, sondern einfach aber kräftig und gediegen, : vor. Aber die Handschrift hat אבא טב dafür,! kurz es sind ״goldene Früchte in silbernen Schalen“. ras richtiger ist. (S. Monatsschrift Frankel-Graetz, lirgg. 1881, S. 477.) Demnach ist טב von אבא zu rennen und mit dem folgenden Absätze zu verinden, zu welchem es seinem Inhalte nach passt ud gehört: ״Gut bist Du Mordeehai, verfahre nach •einer Güte.“ Auch die noch mangelhaft vorhandene ]phabetischeForm, in welcher die Paraphrase des ersten ,heiles diesesVerses gehalten ist, macht es zur Gewisseit, dass טב und nicht 0כ zu lesen ist. Der Huohstabe צ , der in unseren Ausgaben fehlt, wäre daun wieder etunden und vorhauden. Auffallend ist nur, dass ,evy dies übersah, da er docti nach seiner Angabe מ Vorworte zum B. 11 diese Handschrift bei seiner irbeit benutzte. Das Wort אבא gehört, zu dem nheren Absätze und bedeutet: ,,Stammvater“ wie in >r bekannten Redensart:אברה□ אבינו ,,Abraham unser lamm Vater.“*) (Fortsetzung folgt.! Recensionen. ' Das Buch ist so inhaltsvoll, dass wir nicht mit dem j Verfasser den ganzen Schwerpunkt desselben in die Lektüre von Seiten der Frauen und Mädchen legen,! es ist eben 3$ instruktiv für Männer und Jünglinge, j Indess bedarf es keiner läageren Ausführung, dass 1 die weibliche Welt mehr denn je die Trägerin und i Pfle2eriu der religiösen Pietät und Wärme zu sein j berufe« ist. כד, תאמר לבית יעקב אלו תשים; dass der : Glaube und das thätige Beispiel vorzüglich im Hause, 1 der vorwiegenden Machtsphäre des Weibes, genährt und überliefert, werden müsse. Man lese die sehr be- ׳ achtenswerthe Vorrede des Verfassers. Das angezeigte auch durch Druck uud Papier gefällige Werk des verdienstvollen und im Dienste des Judenthnms rühmvoll ergrauten würdigen Verfassers ist durchweg geeignet das göttliche Licht, im Herzensuud Geistestempel der jüdischen Männeruud Frauenwelt bell 1 und klar zu erhalten. Möge es in vieleu jüdischen Häusern augetrotfeu werden! Dr. Wiener. צאינה וראינה Ein religiöses Belehrungs- und Erauungsbuch für Frauen und Mädchen. Von Liebmann ^dler, emerit. Predigers der Gemeinde Ausohe Jaarab iu Chicago. (Im Selbstverläge des Verf.’s.) Dieses im Zeitraum von 3 Jahren in Lieferungen rschieneue Werk liegt uns nun in 180 Homilien über ämmtliche Bücher des Pentateuch vollendet vor**) und erdient auch iu seiner abgeschlossenen Gestalt all das 700, welches bereits den früher erschienenen einzelnen eften allseitig gespendet wuide. Ein echt frommer tnd doch erleuchteter Geist durchweht jede Seite;!eher sittlicher Ernst, der dis veränderte Luge der iegenwart und alle Zeittragen tief erfasst und massoll behandelt, ist der gewichtige Geleitscheiu der ehrift, uud der überraschende Kennerblick des Meisters, ler die Regungen des Herzens und Geistes und die ledürtnisse des Gemüthes deutlich zu versteheu uud;um Verstanduiss zu bringen weiss, verleiht.dem (ranzen inen um so höheren Werth, je mehr Flachheit uud ireitgetreteuheit lediglich baualer Puraseu andere lachwerke, die diesem Zwecke gewidmet sind, kenneiehnen. So verdienstvoll auch die Hoimlieu der ierreu DDr. Cassel uud Schmiedel siud uud 1ube8chadet ihres Werthes, ist unsere Z’euah Ur’euah lureh sie nicht überflüssig geworden, sie hat ihre ל ln der lrühereu Abhandlung ״das Targum sehen! zu em Buche Esther“ vor. J. No. <, 3, 1• uni 10 sind einige Druckthler zu verbessern. In der Einleitung muss es in der vorf'.zten Zeile ״die liandschrilt“ anstatt ״die Stellen“ heissen, dem Al,satze Caj,. 1,2 muss es ארמלתא anstatt ארמלת יבסחן 11ם anstatt יחסדון heissen. In dem Absätze (Jap. 2,0 »Uss es ,עולימתהד anstatt צולימתהא heissen. Iu dem Abs. ap. 4,11 ist ״Bezeichnung“ statt ״Beziehung'* zu leseu. ln em Abs Cap. 4,14 muss es "דמחשמק stellt;׳דמהסכי‘ anta t דחשבין״ stellt דח^כיז ‘ heissen, ln dem Abs. Cap. 4,lti eldt hinter ״woselbst“ das "Wort ״es.“ In dom Abs., Cap 4,1 Z •uss es אוף aubtsatt איך heissen uud un Abs. Cap. 5,13 חף n0־att תא. Im Absätze Cap. 0,1 ist ״voihandene“ zu leseu. ׳• dem Abs. Cap. 0,10 muss es קר קי statt קרלי und פרודתקץ ״'*■t פרודתלין heissen In Cap. i',,11 muss es ״ ברטשןtatt -'11נ£ר heissen, ln dem Abs. Cap. 0,24 ist 1צד vor והשתא ׳mzuschalteu. *’) Der Dank Ihr die Drucklegung gebührt dem Mäcen ,׳n. Jakob Schilf in New York. (Ked.) Schwarz, l)r., Adolph, Rabbiner in Karlsruhe. Tosifta juxta misebuarum ordinem recomposita et commentario iustruota eto. (Schluss.) Wir wollen hier 3 Proben anführen uud die Stellen näher besprechen. I. In unseren Tosifta-Ausgaben und Haudsohriften hat der Anfang Traot. Beraohoth die Misohna’s iu folgender Reihenfolge: 1. Frage:2 ,מא״מתי. Antworten:»,die desR. Meir,משעה שבני אדם נכנסין לאכול פתן; b, die der weisen (r. Josuaj משעה שהנהנים זכאין לאכול בתרומה. An die letztere schlosst sich die genauere Bezeichnung des Anfangszeitpunktes סימן לדבר צ" הב mit dem Hinweis aut den Bibelvars (Neh. 1,15), welcher den Tag als Zeit von עלות ד,שהר bis צ״הב, und die Nacht als Zeit von צ' הל bis צ״הש bezeichnet. 3. Der Satz des R. Simeon, d»ss mau zuweilen das Schema 2 mal in der Nacht sagen uud deuuoch damit der Pflicht des ש 'p für Nacht uud Tag genügen künu«, wenn man einmal vor und darauf nach צ״הש lese. 4. Darau sehtiesst sich ein Satz Rabbi’s über die Einteilung der Nacht iu 4 Wachen, über das Mass von ,תע עה, עונה, שעל,• dem aber It. Nathan eine andere Ciutheilung der Nacht in 3 Wochen gegenüberstellt. Nun behauptet Schwarz: Satz 4 gehört vor Satz 3 uud hält auch diese Reihenfolge im Texte bei. InAnmerkungNo.il begründet er seine Umsetzung damit, dass diese Reihenfolge der Misch 11 ah entspräche. Die Mischuah hat nämlich 1• die Frage *מאימת und darauf a) allgemeine Antwort über den Zeitaulang ,מימצד b) die besonderen über das Zeit ende uud zwar 1 die der R. Elieser, der das ,צד 3וף האשמורך als En .1paukt annimmt, 2. die dor Weisen, welche חצות ansetzt, bezw. ע״הש wie It. Oamliel eigentlich auninnnt uud nur aus Vorsicht חצות angeuomiueu iiat. Schwarz meint nun: Zwischen Mischnah u.Tos.müsse uuchUebereinstimiuuug in derlteiheufolge herrschen, da Frage der Frage entspricht, ebeuso Antwort b der Tosit'ta der Antwort a dor Mischuah, so muss auch dor Satz der Tos. über die Einteilung der Nacht der Angabe des R. Eiiesors entsprechen, welcher von der ersten Nachtwache spricht, also, wie dev T. h Bl. Ja austührt eine Entüeiluiig der Nacht in 3 Wachen annimmt. Darum müsst« auch der Satz des Rabbi au diese Stelle. Wenn .,her die .Mischnah in der 2. Angabe über das Zeitendo צד,״ש als Endpunkt annimmt, musste demgemäss der Satz des R. Simeon, der dasselbe Zeltende annimmt. c.ieser 2. Angabe entsprechend spater stehen. »Schwarz übersieht also, •lass M. uud T. selbst uttcli seiner Fa-suug auf die Frage, welche nur den Zeitaulang berührt, nicht nur diesen bestimmen, sondern haid aucii das Zeiten de. Das Zeitende üestimmt die AJischnah durch die Worte des R. Elieser uud die der Weisen bezw. des li. Gaudiel. Die Tosiila bestimmt Zeitaulang und Zeltende durcit den

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