Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Litteratur-Blatt · 1891-03-12 · N° 11. (12.3.1891) · p. Seite 42

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
20 (1891)
Issue
N° 11. (12.3.1891)
Date
1891-03-12
Page
Seite 42 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/6492408-5990872-5991329--2200-5368827
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

wilde Jagd zwischen den Reptilien an*? den Vögeln, nnd die Letzteren machten reiche Beate. Die Verfolgten, die nicht rasch genug fliehen konnten wurden getödtet und zum Theil verzehrt. Auf diese Weise konnte Moses ungehindert immer weiter Vordringen bis er endlich den Aethiopiern gegenüberstand, die durch diese unangenehme Ueberraschung ebenso kopf los wurden, wie es ehedem die Egypter waren. Er trieb sie im Sturmschritt vor sich her, verdrängte sie von jedem Platz, den sie ein• genommen hatten, jagte sie über die Grenze zurück und verfolgte sie bis nach Saba, der Residenz des Königs der Aetbiopier, welohe Cambisses später nach seiner eigenen Tochter ״Miron“ benannte. Die Stadt, welche von einer hohen Mauer eingeschlossen, und vom Nil fast umgeben war, glich einer Ins*l und konnte nur mit grossen Schwierigkeiten belagert werden, zumal die beiden Flüsse Astapus und Astoboras, jeden Uebergang besonders erschwerten. Zwischen der Mauer und den Flüssen befanden sich grosse Wälle und wenn das Wasser noch so hooh stieg, konnte sie nicht überschwemmt werden, so war ös 1b?t unmöglich sie eiuzunehmen, sogar nachdem die Belagerer die Flüsse überschritten hatten. Während der zwecklose Müssiggang die Armee Moses betnruhigte, ereignete sich folgender Zwischenfall, welc ier der Belagerung bald ein Ende machen sollte. Tharsn, die Tochter des Königs von Aethiopien, der es woh' bekannt war, dass Moses allein der Urheber der glanzenden Erfolge der Egypter sei, und dass jetzt da. Schicksal ihres Vaterlandes in seinen Händen lag, hatte sich schon lange im Geiste mit ihm beschäftigt und ihn bewundert. Als sie ihn nun das erste Mal erblickte, während er sein Heer in die Nähe der Mauer führte, und mit eigenen Augen sah, wie muthig er kämpfte, fühlte sie sich so hingerissen von seiner Heldengestalt, dass sie das sehnlichste Verlangen hatte ihm näher zu treten. Sich der Macht der Leidenschaft hingebend, schickte sie den treuesten ihrer Diener zu ihm, um ein eheliches Büudniss zwischen Beiden anzuhahneu. Moses war nicht abgeneigt aut das Anerbieten einzugehen, stellte aber die Bedingung, dass ihm erst Saba ausgelietert werden musste. Hiergegen gab er seine eidliche Ver- Sicherung, dass er sie zu seinem Weibe nehmen und seinem Versprechen nachkommeu würde, sobald er in den Besitz der Stadt gelangt sein würde. Kaum war dieser Vergleich geschlossen, als er auch schon ausgeführt wurde, und da Moses nun die Aethiopier vollends überwunden hatte, dankte er Gott für seine glücklichen Erfolge, vollzog das Versprechen, das er der Prinzessin gegeben*), und führte die Egypter zurück in ihre Heimath. Ueber den Gregorius Hartman’s von Aue. Von Dr. S. Gelb haus, Rabbiner nnd Prediger zu Prag. nü muost du disen selben strit, in disem järe, ze dirre zit, under disen beiden nach diner kur scheiden ׳, swaz dü dir wil erwerben, f. sun, nü wis dir selben holt, und volge ininer l&re (80 hast dü tugent und 6re, für laster und tür spot erkorn ) Diese Ermahnung ist eine Umschreibung folgender Sätze: ״Siehe ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse. Indem ich dir heute gebiete den Ewigen deinen Gott zu lieben zu wandeln in seinen Wegen, zu hüten seine Gebote, seine Gesetze und seine Reohte, danu wirst da leben und gros3 werden und es wird dich der Ewige, dein Gott segnen in dem Lande in welches du ziehst es zu erben. loh habe dir Leben und Tod vorgelegt, Segen und Fluch, du aber wähle das Leben.“ Deuteronomium 30, 15. 16 u. 19.) 88. 12!*■!—121 •5, So bin ich der järe grise min lip ist schiere gelegen. Vergl. Genesis 27,״ .צSiehe ich bin alt geworden, ich weiss nicht, wann ich sterben werde.“ 29. 1315 1317. Mich vertribent dise Sache ze minen ungemache üz disem lande. Vergl. I. Samuel 26,19: ״Denn sie haben mich heute vertrieben, dass ich keinen Antheil habe an dem Erbe des Herrn.“ 80. 1350—13&3. Swelch man ode wip sich von gote gowendet, der wirt da von geschendet und der helle verselt. Vergl. Deuteron. 30,17.18: ״Wendet sich aber dein Herz und willst da nicht hören uud du artest aus und bückst dioh vor andern Göttern und dienst ihnen. So verkünde ioh euch heute, dass ihr zu Grunde gehen werdet.“ 81. 1197—J8SM. Ich sage iu, 8it der stunde daz ich bedecken kunile bei din übel unde guot. Ein biblischer Ausdruck. ״ Wenn er wissen wird Böses zu verschmähen and Gutes zu erwählen. “ (Jesajas 7,15) 82. 150!)—1510. Jä tuot ez manegem schaden der der habe ist überladen. Vergl. Prediger 5.12: ״Mancher Reichthum ist auf bewahrt seinem Besitzer zum Unheil.“ 83. 1531—1532. Dan 8i sich ie versagte der si ze relite jagte. Diese Verse erinneru an den talmudisohen Grund• satz: .]יבכתיומצאתיתאמי Wenn jemand sagt: ״Ich habe mich bemüht und habe gefunden, so glaube es.“ (Megillah. 6.) 84. 1021—1022. Unde dien got hie jane übersach er dienest uie. Eine biblische Redeweise. Vergl. Ps. 34,10,11: ״Fürchtet den Ewigen Ihr seine Heiligen. Die den Herrn suchen haben keinen Mangel an irgend einem Gute.“ (Fortsetzung.] 20. 1081—1082 Den Kmdan ze mäzu Cd de wison sträze. Es wird hier der in deu Versen 1007, 1008 enthaltene Gedanke wiederholt. 27. 1263—1281. Gut hat vil wol zuo dir getan der an übe uude sin sinnen hat vou einen minuen dir vil vrie wal gegeben, daz dü nü selbe diu leben mäht kouten uude küren ze schaudeu oder ze ereil. *) Das wäre also die אשה בשית, die Mose nach Numeri C. 12,1 als Gattin heimtührle. (Red.) 88. 1634—1085. Sun, des bewise dich der der dich nach im gebildet hat. Dieselbe Idee enthält der Vers 168. Siehe oben. « 38. 1847 - 1849. Des hat er also vil getabeu daz in niht was geblibeu der in bestüende müre. Diese Verse erinnern an den Schrecken, den das Auftreten des Riesen Goliath im israelitischen Lager hervorbrachte. ״Und als die Männer Israels sahen den Mann, da flohen sie uud fürchteten sich vor ihm.“ (Samuel 17,24) 87. 1851—1851 Nu ersohamte sich Gregorjus daz iu eiu man alsus bet geleit ein michel her äne aller slalite wer.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.