Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 18 (1889)
- Issue
- N° 34. (22.8.1889)
- Date
- 1889-08-22
- Page
- Seite 135 (sequence 3)
- Language
- German
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-ä 185 — darauf den Todestag der Frau. Zwischen diesen jüdischen Daten liegen nicht 30, sondern 31 Monate. S. 113, No. 20: Ch. J. D Asulai starb DVD ש" ה פרשת וכור שנת ה* תקט״ו. — Dieses war am 11. Adar 1. März 1806. Zunz hat den 21. März 1807 11. Adar II תלס״ז; in beiden Jahren war זכור 'ß am 11. Adar; welches Jahr ist nun das richtige? S. 154, No 42: Jizchak Chajim Cohen starb - ביום ש״ק ערב שבועות שנת השאת והש״בר ערב שבועות ה* ש״בר) 5502 •לפ״ק) war am Donnerstag, 5507 (הש״בר) am Sonntag und 5513 והש׳בוס) am Donnerstag. Es ist also aus dem Chronogramm nicht ersichtlich, welches Jahr gemeint sein soll, da in keinem der vorerwähnten Jahre ערב שבועות auf Sabbat h fiel. S. 170, No 88: Jacob Ibn Najim starb DVD ג׳ כ״ה תשרי תקנ״ח. — Der 25. Tischri 5558 m. d. F הש״א fiel auf Sonntag. S. 203, No. 195: Joseph Heilpern starb DVD ה* בי ניפן ה׳ שפ״ב. — Unmögliches Datum; der 2. Nissan 5382 m. d. F. הכ״ז war am Sonntag. S. 201, No. 203: Israel Eunian starb 1 DVD לחדש שדר אנת ה׳ תקפ׳יד. — statt שדר אנת lies אדר שני entsprechend dem 6. März 1824, wie auch Zunz angiebt. S. 232, No. 28: Moses Provenzale starb DVD צום גדליה שנת ה* של״ו. — Dieses Datum entspricht dem 7. September 1575. Zunz hat den 30. Juli 1576, entsprechend dem 4. Elul 5336. Nach Herrn Dr. Jellinek, der den Verstorbenen durch Jehuda Muskato beklagen lässt פ׳ האזינו יום א׳ קודם תשלום השלשים (Siehe קונטרס המספיד S. 34j kann das Datum bei Gherondi nicht richtig sein, da im Jahre 5336 m. d. F. בש״ה die Perikope האזינו am 13. Tischri gelesen wurde, welcher noch in die zweite Trauer wo che fiel. Dagegen kann das Datum des הספר wohl zu der Angabe Zunz’ stimmen, da naoh dieser die שלשים mit dem 4. Tischri (Dienstag) zu Ende gingen. Dieser Wochentag wird schon (wenn auch mit Unrecht, da die 3 ersten Wochentage zur vergangenen und die 3 letzten zur folgenden סדרה gehören) zur סדרה האזינו gerechnet, welche im Jahre 5337 m. d. F. זח״ג am 8. Tischri gelesen wurde. Der הספד hätte demnach am צום גדליה (Montag den 27. August 1576) statt■ gefunden. S. 235, No. 9: Mordechai Zahalon starb בה, כסלו ש' הי תק״ט. — Dieses Datum entspricht dem 29. November 1748. Zunz hat 30. November. S. 239, No. 14: Mo86s Chefez starb ליל ד׳ שלשים לחדש חשק הי תע״ב» — Dieses Datum ist unmöglich, da 5472 חשק m. d. F. בח״ה nur 29 Tage hatte; der Mittwoch (29. Cheschwan) entspricht dem 11. November 1711. Zunz hat den 31. October, ent• sprechend dem 18. Cheschwan, welcher aber auf Sabbath fiel. S. 308, No. 5: Raphael Rabenio (Arzt) starb ביום שי׳ק כ״ט חשק שנת ה׳ תע״ז. — Dieses Datum entspricht dem 14. November 1716. Wochentag und Monatsdatum stimmen; daher ist das Datum bei Zunz (4. Nov. 1716 י״ט חשק, welches auf Mittwoch fiel) zu berichtigen. S. 340: Schabtai Marini (Arzt) starb פורים התמ״ה• — Dieses Datum entspricht dem 20. März 1685; hiernach ist Zunz, welcher den 20. März 1686 24. Adar 5446 hat, zu berichtigen. (Forts, folgt.) Recensionen. Jüdischer Volks- und Hauskalender (früher Lieber• mann) für das Jahr 1890 ()תר״). Th. Sohatzky, Breslau, Wallstrasse 14. Der 37. Jahrgang des vorstehenden Kalenders ist nicht mehr aus der bewährten Feder seines Begründers hervorgegangen; derselbe^ hat kurz naoh dem Erscheinen des vorigen Jahrganges das Zeitliohe gesegnet und das Verlagsrecht des Kalenders ist auf die Firma Th. Schatzky in Breslau übergegangen. Sowohl der Kalender, als das ihn seit langen Jahren begleitende Jahrbuch legen Zeugniss davon ab, dass die Leitung in bewährte, praktische Hände übergegangen ist und in der That hat es der jetzige Redacteur, Herr Rabbiner Dr. Braun in Pless, verstanden, die alten, lieb gewordenen Einrichtungen mit einigen neuen Verbesserungen zu verbinden und dem Ganzen eine gewisse Vollkommenheit zu verleihen. Der jüd. Kalender ist im weitesten Umfange und für alle Anforderungen berücksichtigt und die sonstigen kalendarischen und statistischen Mittheilungen machen die Anschaffung eines gesonderten, christlichen Kalenders überflüssig. — Das Jahrbuch wird in der diesjährigen Anordnung und durch den versohiedenartigenInhalt,den es bietet, zu seinen alten Freunden neue sich zu erwerben in der Lage sein. Es verbindet Wissenschaftliehe Beiträge mit denen mehr belletristischen Inhalts in so glücklicher Auswahl, dass ein Jeder seine Lieblings-Lektüre vertreten findet. Die Juden Schlesiens wird die Arbeit des Herausgebers: ״Alte, jüdische Grabsteine in Schlesien", besonders theilnekmend berühren. Die chronologischen Beiträge des auf diesem Gebiete besonders heimischen Herrn Cohen in Rees sind zwar zum grössten Theil den Lesern dieses Bl. bereits bekannt, werden aber in ihrer Zusammenfassung und Vermehrung jedem für historische Studien auf jüd.-litterar. Gebiete sich Interessirenden, durch ihre Gründlichkeit von Nutzen, sein. Die Erzählung: ״Der Renegat“ und die dichterischen Uebertragungen alter jüdisoher Semiroth bilden einen reizenden Theil des Jahrbuches und diesem reichen Inhalte ist eine neue Beigabe entstanden in den Berichten über die Thätigkeit unserer beiden in Schlesien und Posen wirkenden jüdischen Lehrervereine. Die Berichte über deren Jahresversammlungen werden von den Rabbinern und Lehrern dieser Provinzen und darüber hinaus willkommen geheissen werden. So sei der alte Liebermann auch in seiner neuen Ausgabe bestens empfohlen! —d. Hofprediger Stöcker und der Hof. Berlin 1889. Wer diese nunmehr im 4. Tausend erscheinende Broschüre in der Erwartung zur Hand nimmt, neue Mittheilungen über den Gegenstand, welchen der Titel bezeichnet, zu finden, wird sie enttäusoht zur Seite legen. Sie stellt sich vielmehr dar als ein geschiehtlicher Rückblick auf die Berliner Bewegung, aus welchem der ungenannte Verfasser den Beweis zu entnehmen zu können glaubt, dass nioht die Unvereinbarkeit der Stöckersohen Agitation mit den Pfliohten eines Geistlichen, sondern die Unmöglichkeit, die nach rechts neigenden Elemente der gemässigt Liberalen zu einer grossen Regierungspartei zusammenzuhalten, den Grund für den Rücktritt St.’s abgegeben habe. Der Verfasser konstruiert diese Geschichte, indem er die diesbezüglichen Stellen aus folgenden Zeitungen zusammenstellt: Christliche Monatsschrift (Barmen), Reiohsbote, Kreuzzeitung, Post, Adelszeitung, Staatsbürgerzeitung, Westdeutsche Zeitung. Diese Blätter geben auch seine eigenen Ansichten und Ueberzeugnngen wieder. Sie werden ausserdem bekräftigt durch Wiedergabe von Theilen Stöckerscher Reden und anderer Betrachtungen, deren Ursprung nicht angegeben wird, aber zweifellos nicht weit entfernt liegt von der Quelle der ״Berliner Bewegung“. Diese Auslassungen füllen den weitaus grössten Theil der 57 Seiten; ihnen stehen als Angriffsobjeot Artikel