Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 16 (1887)
- Issue
- N° 47. (18.11.1887)
- Date
- 1887-11-18
- Page
- Seite 182 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Lysimachus war auch ein Bruder jenes Simon, der Onias III. ■ lenunzirt und von dem es ausdrücklich heisst. dass er ein Benjaminite war Das 3,1.ץ TTnd anf diesen ביש Lysimachus den Benjaininiteu bezieht sieh dieser Psalm.•wie W. 13—17 vollinhaltlich an! ihn und jene Schlussbegeben Leit passen — V. M. ei nicht raul'e wie ״in T.ov> meine Seele. ■st: פן •טרף כארי־ hin-wetneissend, und Niemand vrit.-i 1*'Kt?פיי״ק ואי Grätz will hier gestützt auf LXX und Peschit.; ואץ פידק ואץ מציל lesen, allein besser ,־פד־, wie Zach 11.16. Das ’ ist in נפשי absorbirt. V. 7. Aul. •leliova. in deinem Zntn. סלו *ה1ה באפך’" F.rh>,H<' dich /ווזוי Vordrnssx meiner Dinncev. "“־:שא כעבר•“" צוד f'nd «•:!.,hi• *nt zu mir, Recht h;,>1 du »eboten •עודד. אלי משפט ציית Verleitet durch das Targun! (אתנטל בדי״א) will Gr atz ״nnöthigerWeise בעבדיה צידד•.!< בעברתך על ציררי lesen. Die Text-L.-A. ist jedoch die allein richtige, wie ich anderweitig naohgewieseu iRuhmer Litt.-Bl.!!886 P8. 69 VV. 11, 12, 15 1 Dem Schlussvers ist nach dem massoretischen Text nicht beizukommen. Grätz vermuthet לעודדה טשפט צדק. aber noch immer bedarf es der Künstelei, um den widerstrebenden Text gefälliger zu machen. Der Parallelismus jedoch empfiehlt ועורה אלהים שפס צדק ,Erwache ס Gott! gerechter Richter!“ V s. Und eine Völkerversammlnng umgebe dich ועדת לאמים תסובבך Und darüber zur Höhe kehre wieder. ועליה למרום שובה• Der ganze Psalm hat einen privaten Charakter, dazu passt, sehr schlecht, die ״Völkerversammlung“ עדת לאמים. Nach unserem Dafürhalten behandelt dieser Psalm, der aus dem Stegreife, als Lysimachus beim Tempelscbatz erschlagen worden ist, imprevisirt. wurde, dip freiwillige Erhebung des Volkes gegen den Tempelschänder, es wäre also angemessen עדת לוהטים st• לאסים z״ lesen. Die fromme Gemeinde, für die Ehre Gottes streitend, konnte nicht kräftiger benannt werden — V. 9. ■leliovn richtet, die Völker למיס PT m!T Eichte mich Jehova, ,שפטני יהוד Nach meiner Gerechtigkeit und meiner Unschuld komme über ihn בצדלןי וכתמי עלי Es ginge wohl an, und liesse sich sprachlich rechtfertigen יס4ידלי עלי oder wie Targ. פדע עלי zn nehmen, allein im Zusammenhänge mit dem Vorhergehenden nimmt es sich sehr schlecht aus, wenn der Psalmist bittet, ihn nur nach seinen Verdiensten zu richten, seine Unthaten aber ausser Acht zu lassen, wie Raschi thatsächlioh anmerkt ולא לפי העברות• Und das mag wohl Grätz veranlasst haben Dyserinck zu folgen, der es in וכתם פעלי emendirt, was aber ohne Analogie ist. Ich vermuthe hier ein Trümmerstüok von עליון• Es wäre das «in Sohlussruf (Vocativ! in Mitte des Psalms, mit dem er auoh schliesst. -- _ _ ׳Fortsetzung folgt ) Zur Chronologie. Von 1.. (״;׳hon, Lehrer in Rees .ו Rhein. (,Fortsetzung aus No 1י-.' 1872, Jahrg. XXI, 8. 326: Am 28 Februar 1616 zogen die Juden wieder in Frankfurt ein. — Ueber das Datum dieses Einzuges gehen die Meinungen auseinander. Nach Einigen war es der 20. Adar 5375 fl». Februar 1615). 8. 227: Zum Andenken wurde den 26. Februar gefastet und der Tag darauf als Purim gefeiert. — Dies steht zu dem Vorhergehenden im Widerspruch, da am 28. Februar erst die Btiokkehr stattfand. Jedenfalls wird man dooh den Tag der Bäokkehr gefeiert .habet). סדר הדורות setzt den Neumond שבט 5376 20 Januar 1616) als Festtag! Purim-Vincenz)• S. 395. S. L. Steiuheim ist in ßnchbausen 1790 geboren. — Nach der ״Allgein Zeit, d Judenth.“ 1866. 8 538 wurde Steiuheim am 6 August 178?) in Bruchhauseu (nicht Buchhausen! geboren. 8. 399 Derselbe starb in Zürich den 19 Mai 1866. — 1')ioe> Datum hat auch Zunz' ״Monatstage“ Nach der ״Allgeui. Zeit d. Judenth.“ ^ebendas, am 18. Mai. Hiermit stimmt auch die Inschrift auf dem Grabsteine, wo es jedoch statt, Buschhausen auch Bruchhausen heissen muss. Siehe S. 162 der Monatsschritt. 187 :, Jahrg XXII, S. 513 Z. 3 v. u. Das Martylium in Augsburg 1265. Diese Notiz bezieht, sich anf den vorhergeuannten Märtyrer Abr. ben Abraham, welcher am Neumond Kislew 5025 den Tod erlitt Dieses Datum fiel aber noch in 1264. 1881, Jahrg. XXXIII, S. 355; Die Grabschrift No. 56 hat das Jahr 1322 — Es muss heissen 1321. 8. 356. No. 68 hat das Jahr 1375. — Es muss heissen 137! No. 71 hat das Datum: Mittwoch, den 5. Eiul 5142. — Dieses Datum ist unmöglich; der 5. Elul fällt nie auf Mittwoch, weil לא אד״ן ךאש und war im Jahre 5142 am Freitag S. 357, No. 73 hat das Datum 9. Tamus 5142 ן als Begräbnisstag. — Dieses Datum ist verdächtig; : weil es auf Sabb&th fiel! No. 76 bat das Datum: Dienstag, den 11. Elul 5154. Dieses Datum ist unmöglich: der 11. Elul fällt nie auf Dienstag (Grund wie bei No. 68) und war im Jahre 5054 am Sabbatb. s. 567, z. 3 ואנרת השבת חבר בשנת ארבעת אלפים ותשע סאות לתשע עשרה בי״ד יום מחדש טבת. — Das Monatsdatum kann nicht richtig sein, weil der 14. Tebet auf S&bbath fiel. 1885, Jahrg. XXXIV, S. 52, 2. Eine Relation d d. 18. Tebet 25. December 1744. — Dem 18. Tebet 5505 entspricht!1er 23. December und dem 18. Tebet 5504 der 3. Januar 1744. Ersterer ist aber gemeint. S. 53,4. Ein Sendschreiben d. d. 19. Schebat 23. Januar 1745. — Dem 19. Schebat entspricht der | 22. Januar 1745. 8. 232: Der Epilog zu Buxtorf’s Aruchhandsohrift hat das Datum: Mittwoch, den 11. Schewat 5050. — Der 11. Schewat war am Dienstag und ist am Mittwoch unmöglich. S. 287, Z. 5 v. u.: allerdings fiel dieser Tag (der vorhergenannte Donnerstag, Neumond Tebet 5050) auf Freitag. — Das Jahr 5050 hat die Formel 1ש״נ und fiel daher der erste Neumond auf Donnerstag. (Wiid fortgesetzt.) . Recensionen. Das Jadenthum and seine Strömungen iu der Gegenwart. Vortrag gehalten am 10. Ootober 1887 im jüd. Vereine ״Einigkeit“ in Drohobycz von Salo Heimberg. Wer obiges Thema als Vortrag angezeigt findet, wird, wenn anders er nicht interesselos an den Ereignissen unserer Zeit vorübergeht, sicherlich als Zuhörer ihm nicht seine Theilnahme versagen. Denn eine ״sachliche Darstellung unserer Tage und der Strömungen, die uns beherrschen* macht ein Stück Kulturgeschichte resp. Unkulturgescbichte unserer Zeit aus. Ausgehend von den überall ghettoartig erscheinenden Zuständen der Juden früherer Jahrhunderte in socialer, politischer und litterarisoher Be- Ziehung sohildert der Vortragende, wenn auoh nur in