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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1887-11-18 · N° 47. (18.11.1887) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
16 (1887)
Issue
N° 47. (18.11.1887)
Date
1887-11-18
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches' Litteratur Jalvrg XVL Blatt. Zur Nflrnrlilunc nll«>r .lu<l«*1ühuru und Jutl-n h<*t»'*‘flf>n<l«*n Httfr<*ri*ch*n Kr• rh*inun*«*n *iif <l«*n1!»fhlMi* der Philo• %Kthno«r»j>hi*‘. Vht»»»* •>*ie. Orientalia. Kxfire*»^. Hom»l**tik. Mturuik. I'adatfioclk. Herausgegeben VOD Rabbiner I)r. Moritz l’ulmicr , 18. ^)Z-o oe m Ge 1 der Kttlftrt *«. *111re*n11<tt orrtlcn. Nmlen |n Hlattr etiMrehptidt‘ H(«^|1re(’Uuu^ tt?! KiiiHfiidontf »on (Wri RereHHlon‘׳•• Kx**it1plnr<M1 <*rfol*t <‘111111x11*1■ kur«»* 18Sj. (i rrt t ייז In n*rl ton. Das ״.indische Litteratur-Blatt“ erscheint, wöchentlich in einem halhen Regen Breis hoi allen BuchhandUmgeu 1111 Leipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang ti Mark. Abonnenten der ,Israelitischen Wochenschrift“ ׳.die vierteljährlich bei a len Postanstalten und Buchhandlungen 3 Hark, kostet) erhalten das ״Jüdische Litteratur-Blattgratis. /■ Inserate worden mit 25 Pf• tnr die gespaltene Petitzeile, Beilagen mit 20 Hark, berechnet und sind an die Expedition dtfises Blattes zu senden. |^־־ Buchhiindler, welche direct oder durchRobert Friese iu Leipzig Inserate einse11׳l.1״, ernalteu 25־ X Rabatt. I 1111:1 I 1: j{ ,Wissenschaft liehe Aufsätze: 'I' xtkritische Bemerkungen zu den Psalmen. Von Arthur S. Weissmann. :Kortset/.ung.) Zur Chronologie Von L. l'ohen, Lehrer iu Pees a. Ithein. (Forts, aus No. lli.) L i 11 e r a t u r l> e r i e h t: P e <־ e 11 s io uen: l>ns .luden:'.um und seine Strömungen in der Gegenwart. — Reden zum Abschied von der nlton und zur Einweihung der neuen Synagoge iu München. L i 11 e 1:1 rische Notizen._ Nachdrtick nur nit -e-clfeg Quellenangabe gest.ttet. Textkritische Bemerkungen zu den Psalmen. Von Arthur S. \V e i s sina n 11. (Fortsetzung.) V. 11. Sprich sie schuldig, o Gint! האישילב אלדיס Fallen mögen sie von ihren Kathschlus-cn. יפלו ששעציתידש• Von ihren Rathschlägen, wie von einem Pferde, lallen (Hitzig nach einem ara.11. Dichterbild in der Hamasa), ist im Hebräischen ganz unerhört. (Hnpfeld). Auch Grätz fand es unpassend uud Dyserineks Conjectur יפלום "צרדהם ohne Analogie. Nicht viel glücklicher ist Grätz’ Conjectm׳; derselbe emendirt בליש שעצתידש". Piausibeier scheint ־! ליב,“ ש, שעצתידט'e sollen sich ihrer Rathschläge schämen Caji. Ö V. I. lud meine Seide ist sehr erschrocken לנפש*;כד.דה שאד Und du, deliova, bis wann? שר^י T2 ,לאתי ’ד,יד V. ö Ivolire zurück deliova rette nr ine Seele. שיפד ידיד דלצד נפש־• Nach ״bis wann“ ist. eine Liick׳' liihlbar Um den Gedanken ausznführen, fügt Targnm —״ -י-, יwird Linderung mir־‘ hit.zu ״Schauest, du und heilst, nicht, mein Gehein“ השיט לאינך ריפא ,Rasehi) ,,wird der :Schrecken dauern in meinem Gebeinתדיד נפ״ש״ ־־ נבהלת (Jbn Esra). Hnpfeld nennt, es eine etiedvolle Aposiopese, die sich aus dem Zusammenhang«־ ergänzt. Er, wie Olshtiusen verweisen auf Ps. BO'IN, Vergleicht man aber diese beiden Stellen und erwägt, dass dort die Aposiopese nichts weniger als ell'ecivoll ist, dass dort שלבד*, welches hier scheinbar nicht, zu enge zusammenhängend folgt, enge verbunden vorangeht, so muss man auf die Conjectur selbst, kommen. Es muss hier wie dort mit ישלבד enge verbunden, nur שהשתך st. ער שתי gelesen werden. ״Und du, Jehova lass ab von deinem Zorn“ 'אתד ידידי שהשתך שלבה passt, in beiden PPs. vollkommen mal entspricht, ganz dem hebr. Sprachgebrauch. —!Möglich auch dass שתי X" ein abgekürztes (Jitat ist, wie es deren viele in den heiligen lfüchern giebt, natürlich bei geläufigen Redensarten; hier ist an 4 Mos 14,27 gedacht, und לערד דרעה דזאת hinzuzudenken. (Siehe Mischnah Synhedrin). V. 7 Schwemme in jeder Nacht mein Bette,, אשדה כבל לילד שטתי Mit meinen l’lii'äm n mache ich mein Lager ze• lliessen. בדשעתי ערש־ אכיבד איש־ד ן ,,ich sch "!■ui in e“ wie es die Uel»־rsetzer | wieilergelien, kann nicht richtig sein Es kommt in | Je-, 2Ü.II nur im Kal vor. Das Tirgtun giebt es mit i אמלל wieder als stünde לאשיהד w־'׳s «׳her lcd:gln:h C011- | jectur uud zwar unglückliche Conjectur sei. Am i Besten Jbn Esra im Namen ״Mancher“ (ישאלברים) vom .tram HifC ״waschen“. — l’s. 7 V. I. Stegreif-Gedicht David’«, welches er Jehova sang wegen Klatsch Sohn Jemini’s שגילן לליל אשר שר רידוד על דברי כוש בן ימיני. ״Bei mehreren Ueberschriften“, sagt Bleck 1. Aufl. bearbeitet von Welihauseu ltStiS S 499.) ״lässt sich aus ihrer ganzen Beschaffenheit wenigstens auf ein sehr hohes Alt״r «chliessen. weil darin nämlich auf Begebenheiten uud einzelne Umstände hingedeutet wird j und diese als bekannt vorausgesetzt, werden, die in I nnsern geschichtlichen Büchern des A. T. entweder überhaupt, nicht erwähnt, werden, oder auf etwas abweichende Weise. So heisst Ps. 7 in der Ueberschrift ein Lied, welches David gesungen habe in Bezug ai.f einen! BenjaminitenKusch, der wahrscheinlich einer derWidersacher Davids am Hofe Sauls war, der aber anderweiug im A. T. nicht erwähnt wird. Gerau«: dieser! Umstand bärgt, für «las hohe Alter und somit für die Richtigkeit, der Angabe“ — Nicht soweit, gehen die Rabbinern Das .Targnm identifizirt ihn. mit. Saul dem Sohne Kitschs ans «lern Stamme Benjamin עלתבידא דשאיל בר ק־ש דש, שבט בניש־ן. Rasehi meint, er sei wegen seiner absonderlichen Handlungen בייש (.Mohri genannt, wie dieser absonderlieh ist, an Hautfarbe. Andere, weil Saul sehr schön war als Antiphrase בליש .,.Mohr“ genannt,. Grätz liest Kroohmai folgend ב; ק־ש ב; ישיני. ln meiner Anmerkung zu Ps 1 hab״ ich bereits gezeigt, dass man bei den biblisch klingenden Namen nicht auch in jene Zeit hinaufsteigen muss. Wie dort אבישליש Ptolemäu-, so ist hier בלש der hebr. Name des Lysimachus, einer aus der macedonischen Zeit bekannten Persönlichkeit unrühmlichen Augedenkens. Es ist das jem-r i.y-imach!js, den der fluchwürdige Meuelaus als Stellvertreter im Tempel zurückgelassen, zur Zeit als «r .-ich nach Antiochien zur Verat1t.wort.u11g vor Autjcchubegab, und der viel© Weihge-chcuke aus dem Tempel entwendete, und als ihn ׳das Volk wegen seiner Ten.pelschämlung bedrohete, er diesem waffenlosen Volk mit bewaiineter Macht entgegentrat, wobei er jedoch in der Nähe des Tempel-chatzes getödtet wurde. (2 Makk. 1.29 40 — 42),

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