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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1887-08-12 · N° 33. (12.8.1887) · p. Seite 129

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
16 (1887)
Issue
N° 33. (12.8.1887)
Date
1887-08-12
Page
Seite 129 (sequence 3)
Language
German
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129 _ Moment“ und dem subjectiv-persönlichen ״Sich läoherlieh machen“ wohl kennen. — Alle Welt, zu der aach ich gehöre, kat bisher עצם אדם״“ mit ״Menschen- Knochen übersetzt, es kann sich also durch diese aller Welt geläufige Uebersetzund Niemand lächerlich machen . . . Die schliessliche Entdeckung aber, dass hier ein Quiproquo vorhanden (und dass ein solches vorhanden gesteht ja Dr. 01. auch) bietet uns Allen objectiv ein ״heiteres Moment“ «... Wir lächeln allesammt über den bisherigen Irrthum, ohne dass dass dabei Jemand ״lächerlich“ wird oder sich irgend Jemand ״lächerlich“ macht . . . Uebrigens bin ich ja sachlich mit Herrn Dr. Goldschmidt vollkommen einverstanden. Kohn-Inowrazlsw. Zur Chronologie. Von L. Cohen, Lehrer in Kees a. Rhein. (Fortsetzung ans No. 31.) Im ״Israelit“ (Mainz) sind folgende Irrthümer zu berichtigen: Jahrg. I. (1860), S. 327 a. Z. 8: Am Donnerstag, den 15. des Monats Adar 4484 wurde in Hamadan in Persien der Bau eines Tempels über den Gräbern Mardechai’s und Esther’s beendigt. — Das Jahr 4484 hat die Formel n״!"D und fiel mithin der 15. Adar I auf Montag und der 15. Adar II auf Mittwoch. Jahrg. VI(1865) S. 394a: Die Statuten des Kranken- Pflege-Vereins zu Kassel haben das Datum: den 3. März 1773 ז״ אדי תקל־׳ג. — Der 3. März war ח" אדר. S. 662 a: Am 16. Schebat 4763, d. i. den 30. Januar 4013 liess nach Carmoly R. Gerschom seiner Gattin Bona eine Urkunde ausstellen, dass ihre Ketubah abhanden gekommen sei. — Der 16. Sohebat 4763 war am 21. Januar 1003. Es ist aber jedenfalls das Jahr ^1773 gemeint, in welchem der 16. Sohebat mit dem 30. Januar zusammenfiel. Jahrg. VII (1866), S. 502 b, Z. 21: Naoh Carmoly wurden in Chillon am Versöhnungstage, den 15. Sept. 1348 drei Juden und eine Jüdin auf die Folter gespannt. — Der Versöhnungstag 1348 (5109) war am 3. September, dagegen im Jahre 1347 (5108) am 15. September. Jahrg. VIII (1867) S. 12b unten: David Strauss starb zu Fürth den 1. 18. Jjar 5522, d. i. den 5. Mai 1762. — Der 18. Jjar war am 11. Mai. Der 5. Mai war am Mittwoch (12. Jjar) auf welchen Wochentag der 18. Jjar nie fallen kann. S. 695 b, Z. 30: R Scheftel Hurwitz starb nach der Angabe Carmoly1 s am Freitag den 8. Nisan 420 (den 12. April 1660.) — Der 8. Nisan 420 war am 20. März 1660. Da der 8. Nisan nie auf Freitag fallen kann, so muss aus der Angabe dieses Wochentages geschlossen werden, dass er am Freitag, den 7. Nisan naoh Sabbathanfang, welche Zeit schon zum folgenden Tage zählt, gestorben sei; in diesem Falle wäre alsdann für das bürgerliche Datum der 19. März zu setzen und auoh ״Zunz’ Monatstage “, welche ebenfalls den 12. April haben, hiernach zu berichtigen. Der 12. April fiel auf Montag. Jahrg. XXIII (1882), S. 1176, Z. 9 v. u.: David Oppenheimer starb am 23. September (7. Tischri) 1736. — Der 23. Sept. 1736 war am 18. Tischri 5497. Im Jahre 1735 fiel der 23. Sept. mit dem 7. Tischri zusammen. Zunz’ ״Monat8tage“ hat den 12. Sept. 1736 7. Tischri 5497. Was ist richtig? In Wiener’s Begasten S. 64, No. 67 heisst es in der Anmerkung: Nun ist bekanntlich Mariä Geburt am 8. September, welcher im J. 1406 auf einen Dienstag fiel; es war daher jene vom Freitage zuvor datirte Urkunde am 4. Sept. ausgestellt — Der 8. Sept. 1406 fiel auf Mittwoch und der Freitag vorher war der 3. September. S. 152, No. 342: Im J. 1388, 21. März verkaufte Leo, der Jude, Mosse, dem Juden von Gunzhawssen sein Haus. — Dies Datum ist verdächtig, weil es auf Sab bath fiel. S. 239, No. 165: Derselbe (Herzog Albreoht) befieblt am 12. März 1421, die Juden in seinen Landen allenthalben zu verbrennen. In der Anmerkung heisst es: Vgl. auoh Therumath Haddesohen a. a. O. (R. G. A. 24t) wo auoh der 9. Siwan 5181, d. i. der 12. März 1421 angegeben ist. — Der 9. Siwan 5181 war am 10. Mai und kann nie in den Monat März fallen. Es muss daher heissen: Der 9. Nisan — 12. März 1421. Im Jahrb. f. d. Gesoh. d. J. u. d. Judenth. Bd. H. (1861) S. 137, Note 161 hat ein Memorandum zur Petition Dormido’s das Datum ״Friday“, 3. Nov. 1654 — Der 3. Nov. 1654 war am Tuesday (Dienstag). D ie Zeitschrift f. d. Ges ch. d. Jud. in Deutschland Bd. II. S. 89 hat als Sterbetag des ß. Joseph Steinhart in Fürth den Vorabend des 29. Aw 536 — 6. August 1776. — Der 29. Aw war am 14. August. Zunz’ ״Monatstage“ hat den 7. August. (Wird fortgesetzt.) Die Beschreibung des Hanauer Memorbuches. Dem Minhag, am Sabbath der Verstorbenen za gedenken (naoh 16 תניא und 141 פרי מגדים) dürfte die Anlegung von Memorbüchern wohl entstammt sein. Diese Bücher dienten zur Verherrlichung verstorbener Gelehrten, angesehener, religiöser und duroh Wohlthätigkeit ausgezeichneter Männer und frommer Märtyrer, und andererseits wurden diese Bücher auoh als Chronik der Gemeinden benutzt Das in Rede stehende Memorbuoh wurde von dem nicht mit Namen benannten Sohne eines Jakob ben Israel Jeohiel 1601 begonnen und im Jahre 1823 umgeschrieben. Auf einigen Pergamentblättern werden am Anfänge folgende Namen erwähnt: Sohlomo und Rachel, welche den Friedhof in Mainz ankauften, Iizchak und Bela, welche bewirkten, dass der Leibzoll in Coblenz abgeschafft wurde. Dann folgen die Namen: Rabbenu Gersohom, R. Schimon haggadol, Raschi, R Meier ש״ץ, Rabbenu Jakob Tarn, Rabbenu Perez, Raschbam, R. Meier b. Baruch, Rabbenu Chauanel, R. Mosche halevi, Jakob b. Jehuda und R. Josef b. Gerschom, genannt Joselmann (ßosheim); letzteren erwähnt auch Juspa Hahn in dem Buche Josef Omez S 4a und 58 a. — Am Ende des Buches hefinden sich wieder einige Pergamentblätter, die Nomenolatur deutscher Länder und Städte enthaltend, in weloher Ermordungen, Verfolgungen und Vertreibungen stattgefunden hatten. — Sowohl für die Geschichte der Gemeinde, als auoh für die allgemeine Geschichte der Israeliten oder deren Litteratur gewährt das Buch keine Ausbeute. — Einige Bemerkungen dürften gelegentlich hierbei doch der Erwähnung werth sein. In dem BuohZemach David des ß. David Gans wird der Rabbiner R. Chanooh Henooh erwähnt und dabei bemerkt ונתקבל לאד״מר, und unser Memorbuoh verkündet, dass derselbe Sabbath 13. Tischri 8"3n(Sept.l690)hier verstorben ist. DieNamen derEltern des bekannten Grammatikers R. Salman Hanau — der Vater Löb b. Jakob ש״ץ כ״ץ starb Mittwoch, 20. Adar תנ״ד (März 1694) und die Mutter Krönle Mittwoch, 24. Chesohwan תם״ט (Oktober 1708) — haben auch Aufnähme gefunden. Der Rabbiner Löb b. Simon aus Frankfurt, Verfasser des Commentars יהודה T zu

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