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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1887-06-16 · N° 25. (16.6.1887) · p. Seite 97

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
16 (1887)
Issue
N° 25. (16.6.1887)
Date
1887-06-16
Page
Seite 97 (sequence 3)
Language
German
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Zur Chronologie. Von L. Cohen, Lehrer in Rees a. Rhein. (Fortsetzung aus No. 20־.) 1869, S. 204, Z. 6 hat für die Inthronisation des Papstes Innocenz IV den 24. Juni 1243. — Das Kirchen-Lexicon von Wetzer und Welte hat für die Wahl den 25. Juni, dagegen keine Angabe über das Datum der Inthronisation. Diese fand jedoch nach ״L’art de verifier les dates“ Ed. Paris, 1818 Tome III, erst am 28, oder 29. Juni statt, worüber die Meinun gen auseinandergehen. S. 380, Z. 17: Simon, Notar der jüd. Gemeinde iu Frankfurt a. M. wendete sich am 22. Mai 1700 an den kaiserlichen Hoffactor. — Auch dieses Datum ist verdächtig, weil es auf Sabbath fiel. 1875, S. 341, Z. 15: Urkunde von Mittwoch Ur- 8ula (25. October) 1509 — Mittwoch Ursula 1509 war am 24. October. s. 388, z. 12: כיום ש״ק כ״ח חשון דיר לפ״ק. Der 28. Cheschwan fällt nie auf Sabbath und war im Jahre 1059 דיר am Sonntag. S, 390, Z. 13: Am Freitag 6. Marcheschwan (20. October) 1509. — Der 6. Marcheschwan fällt nie auf Freitag; dieser Wochentag war am 5. Marcheschwan (19. October). S. 392, Z. 2: Termin auf den 15. Schebat (25. Januar) 1510. — Der 15. Schebat war am 26. Januar. 1876, s 59, Note 2) בשנת ה״תקצ״ח יום הי כ״: אייר. — Der 24. Jjar fällt nie auf Donnerstag und war im Jahre 5598 am Freitag. S. 64: Die Note 2j besagt, dass im Jahre 4669 aera mundi der 23. Tischri gleich dem 3. October 908 auf einen Sonntag fiel. Dagegen fiel derselbe Monatstag im Jahre 4769 auf Freitag, den 8. October 1008, und im Jahre 4770 auf Dieustag, den 27. September 1009. — Diese sämmtlichen Angaben beruhen auf Irrthum. Der 23. Tischri 4669, entsprechend dem 21. September 908, war am Mittwoch; im Jahre 4769 war derselbe, entsprechend dem 26. September 1008, am Sonntag und im Jahre 4770, entsprechend dem 14. October 1009, fiel er auf Freitag. — Diese und die folgenden Emendationen zu dem Artikel ״Karäisohe Studieu“ sind für das Yerständniss des- J seihen von besonderer Wichtigkeit.! S. 65, Note 1): Da der rabbinische 23. Jjar 5598 19. Mai 1838 aber auf Samstag fiel. — Der 23 Jjar fällt nie auf Samstag und war im Jahre 1838 am Freitag, den 18. Mai. S. 328, Z. 5: Der rabb. 25. Nissan 4719 7. April 959 fiel auf einen Mittwoch. — Der 25. Nissan entsprach dem 6. April. Z. 9: Sonntag, der 28. März 959. — Sonntag war der 27. März. Z. 10: Sonntag, den 4. April 22. Nissan. — Am Sonntag war der 3. April. S. 355, Z 7 v. u.: Der Epilog eines hebr. Liedes hat das Datum היום יום ג׳ כ״ה ימים כחדש חשו? שם״נ. — Der 25. Cheschwan war am Sabbath, daher ist dieses Datum verdächtig. S. 374, Z. 21: Die erste Notiz spricht von der Judenverfolgung in Würzburg am 12. Ab 24. Juli (nach Zunz Syuag. Poesie 34 am 23. Juli) 1298 (Grätz Gesch. VH 268). — Da die betreffende hebr. Notiz z. 11 בשלשה עשר באב היתר, הגזירה בווירצבורק hat, so ist die obige Bemerkung, die vom 12. Ab spricht, auffallend. Zudem trafen der 12. Ab und 24. Juli nicht zusammen, denn der 12. Ab war am 22. Juli. Der 13. Ab fiel dagegen auf den 23. Juli und kann daher allein die Angabe Zunz’, die auch mit der hebr. Notiz übereinstimmt, richtig sein. Ibid. unten:סיימתי היום בב״פז לחדש שבט יום1הי ־ ופזר (1534) לפ״ק. — Der 29. Schebat fiel auf Sabbath und macht das Datum verdächtig; ferner muss es st. 1534 heissen 1533. 1877, S. 24, Z. 8. Statt 5020 lese man 5520. S. 123, Z. 13. Statt 1213 lese man 1203. S. 161, Note 4) enthält als Datum des Märtyrertodes des Prosolyten Abraham ,ר״ ח כסליו יום ף כי ׳ף לאלף הששי Genau dasselbe Datum, December 1264, giebt uach Zunz u. s. w. — Der Neumond Kislew (Freitag) 5025 war aber am 21. November 1264. S. 192 4: An unserm Versöhnungstag A. 560 i. e. Ao. 1800. — Statt 560 lese man 561. 1878, S. 287, Z. 16: In dem Chronogramm אך טב ל־שראל, welches das Jahr 5609 1848 bezeichnen soll, ist in dem Worte טב das fehlende ו zu ergänzen. s. 334, z. 18: זדים הזד, יום ד, לכ״ג שעות ח׳ מרחשון ב׳ אוטיב׳ (.1521 ■רפא־אף). — statt יום ד־ lese man יום שבת;Abschnitt לך לך) und statt בי אוטוב׳ lese man כי, dann stimmt das Datum genau. z. 7 v. u. יום ג׳ ז׳ יונייא ש״ב לפ״ק entsprechend dem 19 Siwan 1547. — Statt ש״ב lese man ש״ז, 1879, s. 533, z. 3: ביום עשר באייר ביום הראשון תתנו)). — Der 10. Jjar war am Montag. S. 566: Datum eines Briefes Wessely’s ברלין יום ג׳ ט״ו אלול תקדז לפ״ק. — statt תקנ״ז:ist zu lesen תקנב entsprechend dem Jahre 1792. 1880, s. 519, Note 3:(!ונגמרה מלאכתו א׳(מרחשון שנת ר״ח הוא י״א אוקטר תמ״ה. — Hier ist תמ״ה nur Druckfehler für 1447 =י־ תמ״ז, welcher in Ed. Basel 1556 auch berichtigt ist; das christliche und jüdische Monatsdatum stimmt alsdann genau. Hiernach ist auch Z. 16 statt 1437—45 zu lesen 1437—47. 1881, S. 544, Note, Z. 1: Er war der Nachfolger und Schwiegersohn des am 3. Juli 1678 in Ofen verstorbenen R. Ephraim Cohen. — Zunz hat in den ״Monatstagen hierfür den 3. Juni. Was ist richtig? s. 552, z. 18: יום גי י״ו מנחם חנ״א לפ״ק. — Der 17. Menachem war am Sonntag. (Wird fortgesetzt.) Litteraturbericht. Recensionen. Poznanski, l)r. Adolf. Ueber die r61igionsphilosophischen Anschauungen des Flavius Josephus Breslau 1887. (Selbstverlag?) Lewinsky, A. Beiträge zur Kenntniss der religionsphilosophischen Anschauungen des Flavius Josephus Breslau, Verlag von Preuss und Jüger 1887. Die Bedeutung des Flavius Josephus liegt nicht allein in seiner Geschichtsschreibung, sondern auch darin, dass er einer der wichtigsten Interpreten der jüdischen Cultur für die heidnische Welt gewesen ist. Bei seiner zweiseitigen Bildung war Josephus mehr als irgend einer dazu berufen, und es ist daher von höchstem Interesse zu untersuchen, iu wie weit jener Ideenkreis, der aus der biblischen und rabbinischen Litteratur bekannt ist, bei ihm sich vorfindet. So sind unseres Wisseus bereits des Josephus Verhältnis zur Halacha wie zur Hagada Gegenstand von Monographien geworden. Vor zwei Jahren bat das jüd. tbeol. Seminar zu Breslau als Aufgabe für den Joseph Lehmaun’schen Preis eine Untersuchung über die religionsphilosophisehen Anschauungen des Josephus Flavius gestellt. Die Frage, die hier zu beantworten war, ob Josephus bei seiner Bekanntschaft mit der grieohisch - heidnischen

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